Basics: Phosphordüngemittel für das Pferdegrünland

Foto: RAUCH

Der Pflanzennährstoff Phosphor ist, neben anderen Wirkungen, der Blüh- und Fruchtdünger (generative Phase)

Merke: Vegetative Phase ist die Blattwachstumszeitspanne, in der generativen Phase entsteht die Blüte und die Frucht.

Phosphor begrenz den Ertrag auf den meisten Böden deutlich, weil aus der Verwitterung unserer Gesteine nur wenig Phosphor für die Pflanzen zur Verfügung gestellt wird.

Phosphorlagerstätten enthalten etwa weicherdige Rohphosphate (Meeresablagerungen) oder harterdige Rohphosphate (phosphathaltige Gesteine). Die EU selber verfügt über keine eigenen Rohphosphatlagerstätten und ist komplett auf Importe angewiesen. Das Problem ist, dass Rohphosphate ein kritischer Stoff hinsichtlich der Versorgungssicherheit ist. Derzeit laufen Forschungsvorhaben, Phosphor zu recyclen. P- Rückgewinnung ist derzeit ein großes Thema.

Rohphosphate sind nur schwer wasserlöslich und haben eine geringe Wirkgeschwindigkeit. Aufgeschlossene Rohphosphate sind besser wasserlöslich und haben eine deutlich höhere Wirkungsgeschwindigkeit. Lediglich gemahlene, weicherdige Rohphosphate (Hyperphosphat) sind in der biologischen Landwirtschaft zugelassen

Phosphate sind im Gegensatz zum Stickstoff und dem Schwefel im Boden ortsstabil, da an Calcium gebunden und deshalb nicht auswaschungsgefährdet. Mineralischer Phosphordünger kann für mehrere Ernten im Vorrat ausgebracht werden.

Folgende Phosphordüngemittel sind für das Pferdegrünland geeignet:

BezeichnungP2O5– Gehalt (%)Wirk-
Geschwindigkeit
weitere
Bestandteile (%)
Superphosphat
18
wasserlöslich
hoch34 CaO + 12 S
Triple- Superphosphat
(Triplephosphat)
46
wasserlöslich
hoch
Novaphos
23
1/2 wurzelsäurelöslich
1/2wasserlöslich
mäßig8 S + 34 CaO
Hyperphos
27 – 30
wurzelsäurelöslich
gering40 CaO
Hyperphos ist als weicherdiges Naturphosphat lediglich mehlig gemahlen oder zusätzlich gekörnt und somit für den biologischen Landbau geeignet. – Genannt werden hier die durchschnittlichen Nährstoffgehalte. Da nach Düngeverordnung die Gehalte in bestimmten Grenzen variieren dürfen, gibt immer nur der Deklarationszettel/Lieferschein die tatsächlichen Nährstoffgehalte an.

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