Südwesten deutlich wärmer, trockener und sonniger als der Nordosten
Im Juli 2026 gab es sowohl bei der Temperatur, als auch beim Niederschlag und der Sonnenscheindauer ein deutlich ausgeprägtes Südwest-Nordost-Gefälle. Der Südwesten und Westen präsentierten sich deutlich wärmer als im langjährigen Mittel, gebietsweise extrem trocken und außergewöhnlich sonnig. Im Nordosten war es zwar ebenfalls wärmer, regional trockener und etwas sonniger als im Klimamittel, Maximalwerte wurden dort in der Fläche jedoch nicht erreicht. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Ungewöhnlich warmer Juli mit einer erneuten Hitzewelle zum Monatsende Nachdem der Juni mit einer historischen Hitzewelle endete, startete der Juli mit etwas gemäßigteren Temperaturen. Im weiteren Monatsverlauf gab es dann ein leichtes Auf und Ab, allerdings auf insgesamt hohem Temperaturniveau, sodass am Ende das Temperaturmittel bei 19,7 Grad Celsius (°C) lag. Der Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 wurde um 2,8 Grad überschritten (16,9 °C) und auch der Vergleich mit der aktuellen und wärmeren Periode 1991 bis 2020 (18,3 °C) zeigt ein Plus von 1,4 Grad. Das Temperaturgefälle zwischen einem außergewöhnlich warmen Südwesten und einem nicht ganz so warmen Nordosten war mit drei bis vier Grad sehr ausgeprägt. Dennoch wurde die Wärmebelastung im Südwesten über weite Strecken des Monats gedämpft, denn in den Nächten kühlte es oftmals unter 20 °C ab. Besonders kalt wurde es am Morgen des 24. als in Schorndorf-Knöbling (Bayern) mit 2,9 °C der deutschlandweite Monatstiefstwert registriert wurde. Zum Monatsende erfolgte ein erneutes kurzes Comeback der extremen Hitze. Im Zuge dessen wird für den 30. mit örtlich 40 °C das landesweite Monatsmaximum erwartet.
Trockenheit im Südwesten und Westen mit historischem Ausmaß Mit rund 40 Liter pro Quadratmeter (l/m²) fiel im zweiten meteorologischen Sommermontag nur geringfügig mehr als die Hälfte des Niederschlags, der in der Referenzperiode 1961 bis 1990 (78 l/m²) gemessen wurde. Im Vergleich mit der aktuelleren und feuchteren Referenzperiode 1991 bis 2020 (87 l/m²) wurde das Defizit noch deutlicher. Es war somit der fünfte zu trockene Monat in Folge; mit Ausnahme Berlins wurde in keinem Bundesland das Klimasoll der Referenzperiode erreicht. Historische Ausmaße nahm die Niederschlagsarmut im Westen, Teilen des Südwestens und der westlichen Mitte an. Gebietsweise landeten dort weniger als 10 l/m² in den Messtöpfen. Eine hohe Waldbrandgefahr, sehr niedrige und die Schifffahrt beeinträchtigende Wasserstände und massive Ertragseinbußen bei der Getreideernte waren die Folge. Lokal heftige und mit Starkregen einhergehende Gewitter konnten die Trockenheit in der Fläche nicht mindern. Die größte Tagesniederschlagssumme resultierte aus solch einem Gewitter und wurde am 15. mit 81 l/m² in Blumberg-Randen (Baden-Württemberg) gemessen.
Deutschlandweiter sonniger Juli, im Südwesten gebietsweise auf Rekordniveau Deutschlandweit wurden im zweiten meteorologischen Sommermonat ungewöhnliche 272 Sonnenstunden, gerundet, gemessen. Das waren etwa 30 Prozent (%) mehr als in der Periode 1961 bis 1990 (211 Stunden). Etwas weniger deutlicher fiel das Plus im Vergleich mit der jüngeren Referenzperiode 1991 bis 2020 aus. Hier waren es 46 Stunden und damit etwa ein Fünftel mehr als der Referenzwert (226 Stunden). Gebietsweise bewegte der Südwesten sich auf Rekordniveau. Regional gab es dort 325 bis 350 Sonnenstunden und damit im Schnitt elf bis zwölf Sonnenstunden täglich.
Das Wetter in den Bundesländern im Juli 2026 (In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961 bis 1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels.)
Baden-Württemberg: Nur einmal zuvor, im Jahr 2006, war es in der Messhistorie in Baden-Württemberg sonniger als in diesem Juli. Am Ende standen rund 327 Sonnenstunden zu Buche und damit fast 100 Stunden mehr als im vieljährigen Mittel (229 Stunden). Deutschlandweit gab es allein im Saarland noch mehr Sonne. Außerdem war es im zweiten meteorologischen Sommermonat mit 21,4 °C außergewöhnlich warm (17,1 °C); auch hier belegte Baden-Württemberg den zweiten Platz im Länderranking. Vor allem das Monatsende trug mit einer heftigen Hitzewelle samt Maxima am 30. um 40 °C und Tropennächten zu diesem sehr warmen Juli bei. Nur 2006 war es im Mittel noch wärmer. Mit rund 34 l/m² (91 l/m²) Monatsniederschlag war es ungewöhnlich trocken und vor allem im Bereich der Hohenloher Ebene fielen teilweise weniger als 10 l/m². Besonders nass war es in Verbindung mit einem unwetterartigen Gewitter am 15. in Blumberg-Randen, wo mit 81 l/m² die deutschlandweit höchste Tagesniederschlagssumme gemessen wurde.
Bayern: In Bayern war es im Juli mit einer Mitteltemperatur von 20,1 °C außergewöhnlich warm. Das vieljährige Mittel (16,6 °C) wurde um 3,5 Grad überboten. Einen erheblichen Dämpfer erhielt das Temperaturmittel zu Beginn der dritten Dekade, als die Nächte empfindlich frisch waren. Am Morgen des 24. wurde mit 2,9 °C in Schorndorf-Knöbling das deutschlandweite Minimum gemessen. Die Monatsniederschlagssumme belief sich auf rund 48 l/m². Damit war es bayernweit ungewöhnlich trocken. Dieser Wert entsprach nicht einmal der Hälfte des Klimasolls (101 l/m²). Besonders trocken wird der Monat voraussichtlich in Mainfranken mit gebietsweise weniger als 10 l/m² Monatsniederschlag abschließen. Die Sonne leistete Überstunden und schien mit rund 293 Stunden ungewöhnlich lang. Das war etwa ein Drittel mehr als im Referenzzeitraum (221 Stunden).
Berlin: In Berlin fiel deutschlandweit am meisten Niederschlag und mit rund 68 l/m² überbot die Bundeshauptstadt den Wert des Klimareferenzzeitraumes (54 l/m²) um über ein Viertel. Das Temperaturmittel lag bei 19,7 °C und somit 1,4 Grad über dem langjährigen Mittel (18,3 °C). Besonders heiß wurde es mit Maxima über 35 °C am Monatsende. Die Sonne schien durchschnittliche rund 232 Stunden (223 Stunden).
Brandenburg: In Brandenburg wurde im Juli eine Mitteltemperatur von 19,2 °C erreicht. Gegenüber dem Wert der Referenzperiode (17,9 °C) ergab sich damit ein Temperaturüberschuss von 1,3 Grad. Der Temperaturverlauf glich dabei mit einem ständigen Auf und Ab einer Achterbahnfahrt. Besonders heiß wurde es am Monatsende, als die Höchstwerte am 30. nochmals nach oben schnellten, sodass oftmals über 35 °C erreicht werden. Der Niederschlag war im Nordosten mit rund 50 l/m² (54 l/m²) leicht unterdurchschnittlich. Besonders nass waren die ersten Julitage, in denen bereits über die Hälfte des Monatsniederschlags fiel. Die Sonnenscheindauer belief sich auf leicht überdurchschnittliche 238 (gerundet) Stunden (223 Stunden).
Bremen: In Bremen schien die Sonne im Juli 208 Stunden lang. Dieser Wert war zwar gegenüber dem Referenzzeitraum (192 Stunden) überdurchschnittlich, im Bundesländervergleich trägt das kleinste aller Bundesländer damit aber die rote Laterne. Das Temperaturmittel betrug 18,7 °C (16,8 °C). Es gab zwar etwa zehn Sommertage, aber lediglich zum Monatsende wurde die 30 Grad-Marke geknackt. Die Niederschlagssumme lag bei rund 55 l/m² und damit etwa ein Viertel unter dem langjährigen Mittel (75 l/m²).
Hamburg: In Hamburg lag die Mitteltemperatur im Juli bei 18,8 °C und damit 1,8 Grad über dem vieljährigen Mittel (17,0 °C). Sommerlich war es dabei von Beginn der zweiten Dekade bis zur Monatsmitte. Zum Monatsende wurde es nochmals heiß, ansonsten pendelten die Maxima meist um die 20-Grad-Marke. Die Niederschlagsmenge belief sich auf rund 46 l/m² (77 l/m²). Nur in Bremen schien die Sonne noch weniger als in der Hafenmetropole. Rund 210 Sonnenstunden entsprachen ungefähr dem Klimasoll (201 Stunden).
Hessen: In der Landesmitte nahm die Trockenheit im vergangenen Juli historische Ausmaße an. Nach letzten Prognosen gab es noch nie in der Messhistorie im zweiten meteorologischen Sommermonat in Hessen so wenig Niederschlag. Die Niederschlagssumme belief sich auf lediglich rund 14 l/m². Im Länderranking lag man mit diesem Wert auf dem ersten Platz der trockensten Regionen. Eine außergewöhnlich hohe Mitteltemperatur von 20,2 °C (16,9 °C) tat in Verbindung mit mehreren heißen Tagen ihr Übriges, um die Trockenheit zu verschärfen. Die Sonnenscheindauer fiel mit rund 283 Stunden ebenfalls ungewöhnlich hoch aus und der langjährige Mittelwert (204 Stunden) wurde um nahezu 40 % überboten.
Mecklenburg-Vorpommern: Der Nordosten gehörte im Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 18,4 °C zu den am wenigsten warmen Regionen Deutschlands. Der vieljährige Mittelwert (16,8 °C) wurde dennoch um 1,6 Grad überschritten. Im Schnitt gab es in Mecklenburg-Vorpommern acht bis zwölf Sommertage. Lediglich an der Küste waren es weniger. Mit einer Gesamtniederschlagssumme von rund 53 l/m² wurde der Klimareferenzwert (66 l/m²) um fast ein Fünftel verfehlt und das, obwohl an vielen Stationen an mehr als der Hälfte der Tage Niederschlag gemessen wurde. Die Sonne schien rund 248 Stunden lang (223 Stunden).
Niedersachsen: In Niedersachsen fiel der Juli mit einem Temperaturmittel von 18,6 °C (16,7 °C) um 1,9 Grad wärmer als in der Referenzperiode aus. In der ersten Dekade war es mit Höchstwerten unter 25 °C, an den Küsten oftmals unter 20 °C, verhältnismäßig kühl. Die Niederschlagssumme belief sich im Juli auf rund 46 l/m². Das Klimasoll wurde damit um knapp 37 % verfehlt, wenngleich an durchschnittlich 12 bis 18 Tagen Niederschlag in den Messtöpfen landete. Mehr als 10 l/m² an einem Tag gab es aber nur lokal. Die Sonnenscheindauer belief sich auf rund 222 Stunden und damit 30 Stunden bzw. 16 % mehr als im vieljährigen Mittel (192 Stunden). Besonders zu Beginn der zweiten Dekade schaffte es das Zentralgestirn oftmals nahezu den ganzen Tag, sich am Himmel zu behaupten.
Nordrhein-Westfalen: In Nordrhein-Westfalen war es im Juli so trocken wie noch nie zuvor in der Messgeschichte seit 1881. Der bisherige Tiefstwert von 26 l/m² aus dem Jahr 2018 wurde nach letzten Berechnungen mit rund 18 l/m² bei Weitem unterboten; der Wert entspricht nur 22 % des klimatologischen Mittels (82 l/m²). Auffällig war dabei ein deutliches Südwest-Nordost-Gefälle bezüglich der Niederschlagsverteilung innerhalb des Bundeslandes: Während am Niederrhein oftmals weniger als 10 l/m² fielen, waren es in Ostwestfalen 25 bis 40 l/m². Eine ungewöhnlich hohe Mitteltemperatur von 19,6 °C (16,9 °C) und ungewöhnliche rund 262 Sonnenstunden (187 Stunden) samt hoher Verdunstung trugen ebenfalls maßgeblich dazu bei, dass sich die Trockenheit im Westen des Landes weiter verschärfte.
Rheinland-Pfalz: In Rheinland-Pfalz war es im Juli mit einem außergewöhnlichen Temperaturmittel von 20,9 °C wie in allen anderen Bundesländern deutlich wärmer als im Klimareferenzzeitraum (17,1 °C). Besonders die Trockenheit machte dem Südwesten zu schaffen. Lediglich rund 15 l/m² (72 l/m²) landeten in den Messtöpfen. Noch trockener war es deutschlandweit nur in Hessen, in der Messzeitreihe gab es lediglich in den Jahren 1949 und 2022 weniger Niederschlag. Die Sonne schien mit rund 314 Stunden außergewöhnlich lange. Der vieljährige Mittelwert (210 Stunden) wurde damit weit übertroffen.
Saarland: Im Saarland war es im Juli viel sonniger, deutlich trockener und viel wärmer als im Klimamittel. Rund 350 Sonnenstunden (226 Stunden) suchen in der Messhistorie und im Bundesländervergleich ihresgleichen. Zudem war es in keinem Bundesland wärmer als im Saarland. Die Mitteltemperatur lag bei außergewöhnlichen 21,8 °C und damit 4,3 Grad über dem Klimareferenzwert (17,5 °C). Die Trockenheit wurde durch außergewöhnlich wenig Niederschlag weiter verschärft. Bis zum Monatsende landeten lediglich rund 18 l/m² und damit nur ein Viertel des vieljährigen Mittels (72 l/m²) in den Messtöpfen.
Sachsen: Sachsen war mit knapp durchschnittlichen rund 66 l/m² (69 l/m²) das zweitnasseste Bundesland. Die Niederschläge verteilten sich dabei recht gleichmäßig über den Monat hinweg, wobei es insbesondere in den ersten Tagen, als bereits über ein Drittel des Gesamtniederschlags fiel, besonders nass war. Das Temperaturmittel betrug 18,7 °C (17,2 °C). Im Flachland gab es dabei 15 bis 20 Sommertage und an fünf bis zehn Tagen wurde sogar die 30-Grad-Marke geknackt. Oftmals kühle Nächte verhinderten ein noch höheres Temperaturmittel. Die Sonne lachte rund 246 Stunden vom Himmel (210 Stunden).
Sachsen-Anhalt: In der östlichen Landesmitte wurde im zweiten meteorologischen Sommermonat eine Mitteltemperatur von 19,3 °C gemessen. Das Plus gegenüber dem Referenzzeitraum (17,6 °C) lag bei 1,7 Grad. Mehrere heiße Tage im Wechsel mit deutlich kühleren Phasen prägten den Temperaturverlauf. Besonders zum Monatsende wurde es mit verbreitet über 35 °C, örtlich sogar bis circa 40 °C nochmals sehr heiß. Die Gesamtniederschlagsmenge belief sich in Sachsen-Anhalt auf rund 49 l/m², was nur geringfügig weniger war als der Klimawert (52 l/m²). Viel Sonne hatte der Juli im Gepäck, sodass am Monatsende rund 248 Sonnenstunden (207 Stunden) in den Büchern standen.
Schleswig-Holstein: Der äußerste Norden war im Juli im Ländervergleich die kühlste Region. Am Monatsende schlug in Schleswig-Holstein ein Temperaturmittel von 17,9 °C zu Buche. Damit war es 1,6 Grad wärmer als im vieljährigen Mittel (16,3 °C). Rund 56 l/m² Monatsniederschlag bildeten lediglich zu ungefähr zwei Dritteln das Klimasoll (80 l/m²) ab und das, obwohl an mindestens der Hälfte der Tage Niederschlag an den Messstationen gemessen wurde. Die Sonnenscheindauer lag bei leicht überdurchschnittlichen rund 226 Stunden (210 Stunden). Insbesondere in der zweiten Dekade schien die Sonne teilweise von früh bis spät.
Thüringen: Im Freistaat Thüringen betrug die Mitteltemperatur im Juli 19,0 °C. Der langjährige Mittelwert (16,4 °C) wurde somit um 2,6 Grad überboten. Dieser deutliche Überschuss war das Resultat von 15 bis 20 Sommertagen und teilweise bis zu zehn Tagen, an denen es über 30 °C gab. Die Krone setzte dem Ganzen das Monatsende auf, als die Quecksilbersäule lokal auf etwa 38 °C stieg. Niederschlag war auch in Thüringen eher Mangelware. Zwar wurden rund 42 l/m² Gesamtniederschlag gemessen, aber im Vergleich mit dem Klimareferenzwert (63 l/m²) deckte die Niederschlagssumme nur zu etwa zwei Dritteln das Soll ab. Die Sonne schien den fünften Monat in Folge an sehr vielen Tagen, so dass am Monatsende rund 256 Sonnenstunden (205 Stunden) gezählt werden konnten.
Sozusagen ins Minus gerutscht ist das globale Konto des Ressourchenverbrauches unserer Erde. Ab heute verbrauchen wir mehr Ressourcen als die Erde uns jährlich ohne Schaden zur Verfügung stellen kann. Unser Konto ist überzogen.
Wenn es um die Ausbeutung der Erde geht, geht es nicht gerecht zu. Wir Industrienationen hatten unseren nationalen Erdüberlastungstag (Earth Overshoot Day) bereits viel früher, bereits am 10. Mai 2026. Wir leben also auf Kosten anderer Staaten. Für den Klimawandel sind besonders wir, die Industrienationen, verantwortlich. Aushalten müssen die Klimaveränderungen allerdings alle. Gerecht ist das nicht wirklich.
Nun gibt es aber auch eine ganz kleine, gute Nachricht: Der Erdüberlastungstag ist in den letzten Jahren nicht mehr wesentlich früher eingetreten, sondern stagniert auf einem nahezu gleichbleibenden Niveau. Bitte nicht beruhigt zurücklehnen, der Erdüberlastungstag geht aber auch nicht weiter in Richtung Jahresende, da wo er eigentlich hinhört.
Noch nie waren die Meere so warm in einem Frühsommer wie in diesem Jahr 2026. Bereits im Juni wurden Wassertemperaturen im Mittelmeer gemessen, wie sie üblicherweise erst zum Ende des Sommers vorherrschen.
Die globalen Meerestemperaturen erreichten im Juni 2026 laut EU- Klimaprogramm Copernikus Rekordtemperaturen von fast 21°C. Damit wurden die bisherigen Rekordtemperaturen von 2023 und 2024 überschritten. Dokumentiert werden die Daten bereits seit 1880.
Warum ist die Beachtung der Meerwassertemperaturen für alle Menschen von entscheidender Bedeutung?
Die Temperatur der Meere, ganz korrekt als Meeresoberflächentemperatur (SST) bezeichnet, ist eine der wichtigsten Klimavariablen (ECVs) des Globalen Klimabeobachtungssystems (GCOS) und Klimaindikator der Weltorganisation für Meteorologie (WMO).
Ozeane nehmen Wärme aus der Atmosphäre auf und speichern sie. Anders ausgedrückt: Die Ozeane nehmen einen Teil der Energie der Atmosphäre auf und speichern sie. Je wärmer das Meerwasser desto energiereicher ist es. Mehr Energie bedeutet vermehrte und stärkere Extremwetterereignisse. Die Wärme in den Meeren ist die Energiequelle für Stürme, Hurrikane, Taifune, Starkregenereignisse und schwere Gewittern.
Trotz dieser Extremwetterereignissen sind die zunehmenden Temperatursteigerungen durch den Klimawandel für langanhaltende Trockenzeiten verantwortlich. Fazit: Uns erwarten vermehrte und immer stärker werdende Hitzeperioden mit Trockenzeiten, Wassermangel und Niedrigwasser bei gleichzeitigen Extremwetterereignissen, wie z.B. Starkregenereignissen.
Sorgen müssen wir uns alle machen, weil die Meeresoberflächentemperaturen (SST) in den letzten 30 Jahren stark gestiegen sind. Basis bilden die Aufzeichnungen seit 1880. Die regelmäßigen Messungen haben auch ergeben, dass sich der globale Ozean erwärmt. Spitzenreiter und Ausreißer sind das schneller aufheizende Mittelmeer, die Ostsee und das Schwarze Meer. Besonders das Mittelmeer (Wassertemperatur im August 2026 heiße 28° – 30°C !) mit seinem teilweise um +6°C aufgeheizten Wassermassen ist für unser Klima besonders dominant. Gerade deshalb müssen wir in Mitteleuropa durch die großen, gespeicherten Energiegehalte des Mittelmeeres mit immer stärkeren und häufiger auftretenden maritimen Hitzewellen rechnen. Maritime Hitzewellen heißt kurz zusammengefasst: Hitze – Energie (Sturmintensität) – Feuchtigkeit (Starkregen).
Update August: Meerwassertemperatur im Balearenmeer 33 Grad Celsius.
Damit ist es mit den Problemen der Meerwassertemperaturerhöhung nicht getan: Veränderte Meereszirkulationen, Anstieg des Meeresspiegels, veränderte maritime Nahrungsmittelsysteme, drastische Verringerung der maritimen Artenvielfalt, veränderte Ökosysteme, reduzierter Fischfang mit Verlust der Ernährungsgrundlage, lebensbedrohende Entwicklung von Krankheitskeimen wie Vibrationen, … . So steigt z.B. die Gefahr von Vibrio- Infektionen beim Baden in der Ostsee, wenn sich das Wasser auf 20°C und höher erwärmt. Vibrio- Infektionen (Vireninfektionen) führen z.B. zu Magen- Darm- Infektionen oder Wundinfektionen schlimmstenfalls bis zur lebensbedrohenden Sepsis. Todesfälle durch Vibrationen sind beim Menschen bereits dokumentiert, auch im Sommer 2026. Anfang August 2026 hat das Wasser der Ostsee im Bereich Fehmarn, Boltenhagen, Danzig, Usedom und Riga die kritische Temperaturgrenze von 20°C erreicht.
Da sich Meereswassertemperaturen nur sehr langsam erhöhen, kühlen sie sich auch sehr langsam wieder ab. Ein träges System. Deshalb gehen die Forscher vom Copernicus Marine Service davon aus, dass wir uns auf kommende und wahrscheinlich immer stärker werdende Extremwetterlagen einstellen müssen, selbst wenn wir alle klimaneutral ab sofort handeln würden.
Resillienz gegenüber Starkregen, Stürme und Hitzewellen, Dürreperioden und Ernteeinbußen ist das Gebot der Stunde.
Ein Resllienzplan zum bereits in großer Wucht zu beobachtenden Folgen des Klimawandels ist Aufgabe jedes einzelnen Betriebes und sollte möglichst rasch sehr sorgfältig aufgestellt und regelmäßig evaluiert und angepasst werden.
Frühjahr 2026: sehr mild, außergewöhnlich sonnig und deutlich zu trocken
Das Frühjahr 2026 (April – Mai -Juni) zeigte sich in Deutschland von seiner sehr milden Seite. Einzelne Kälterückfälle bremsten den warmen Trend nur vorübergehend; zum Finale wurde es sommerlich, regional sogar hochsommerlich heiß. Längere trockene Phasen wurden teils von kräftigen Niederschlägen und lokalen Starkregenereignissen unterbrochen, während Teile des Südens und Südosten unter einem erheblichen Niederschlagsdefizit litten. Die Sonne spendierte außergewöhnlich viele Stunden und ließ das Frühjahr vielerorts eher an südlichere Breiten erinnern. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Ungewöhnlich mildes Frühjahr mit hochsommerlichem Finale Der Temperaturdurchschnitt lag im Frühjahr 2026 mit voraussichtlich 9,9 Grad Celsius (°C) um 2,2 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (7,7 °C). Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (8,9 °C) betrug die Abweichung 1,0 Grad. Damit dürfte das Frühjahr 2026 zu den zehn mildesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 zählen. Einzelne Kälterückfälle Ende März und um die Eisheiligen änderten daran wenig. Den bundesweiten Tiefstwert setzte Oberstdorf am 28.3. mit eisigen -15,5 °C, während der voraussichtliche Höchstwert am 30.5. mit rund 34 °C im Oberrheingraben erwartet wird. Vor allem das warme Maiende schraubte die Gesamtbilanz nochmals nach oben und gab dem Frühjahr einen sommerlich bis regional hochsommerlichen Schlusspunkt.
In der Fläche gut ein Drittel trockener als im Klimamittel – gebietsweise starke Regenfälle Im Frühjahr 2026 fielen bundesweit rund 126 Liter pro Quadratmeter (l/m²) an Niederschlag. Damit erreichte die Saison nur etwa 68 Prozent des langjährigen Mittels der Referenzperiode 1961 bis 1990 (186 l/m²); gegenüber 1991 bis 2020 (171 l/m²) waren es rund 74 Prozent. Besonders trocken verlief der April, der nur gut die Hälfte seines Niederschlagssolls erreichte. Erst der Mai brachte nennenswerte Regenmengen und bremste das Defizit. Die größten saisonalen Mengen konzentrierten sich auf die Mittelgebirge und den Alpenrand, wo örtlich um 250 l/m²zusammenkamen. Das markanteste Niederschlagsextrem ereignete sich jedoch am 19.4. in Röbel/Müritz in der Mecklenburgischen Seenplatte: 83,4 l/m² fielen dort binnen eines Tages – mehr als sonst in einem durchschnittlichen April. Während lokal also Wasser in äußerster Wucht fiel, blieb es in Teilen Süddeutschlands außergewöhnlich trocken. Bayern steuert nach den jüngsten Berechnungen sogar auf das trockenste Frühjahr seit 1881 zu.
Außergewöhnlich heller Lenz 2026 – im Nordosten mit neuen Sonnenscheinrekorden Mit rund 692 Stunden (467 Stunden) lag das Frühjahr 2026 etwa 48 Prozent über dem Soll der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Selbst gegenüber der neueren und bereits sonnigeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (522 Stunden) ergab sich noch ein Plus von rund 33 Prozent. Nach dem außergewöhnlich sonnigen Frühjahr 2025 mit 695 Stunden folgte damit bereits das zweite Sonnenscheinextrem in Serie. Besonders im Norden und Nordosten erreichte die Sonne gebietsweise über 750 Stunden – ein Rekord-Lichtangebot, das stellenweise eher an südlichere Breiten als an ein klassisches mitteleuropäisches Frühjahr erinnerte.
Das Wetter in den Bundesländern im Frühjahr 2026 (In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961–1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels.)
Baden-Württemberg: Der Südwesten Deutschlands präsentierte sich im Frühjahr 2026 mit 10,4 °C (7,6 °C) außergewöhnlich mild und dürfte nach ersten Auswertungen zu den fünf mildesten Frühjahren seit Messbeginn zählen. Dennoch wurde es Ende März noch einmal frostig, in Meßstetten sank die Temperatur am 28.3. auf -12,1 °C. Den warmen Gegenpol setzte das Maifinale. Am 30.5. werden voraussichtlich im Oberrheingraben mit rund 34 °C die bundesweit höchsten Temperaturen der Saison erreicht. Beim Niederschlag rutschte Baden-Württemberg tief ins Defizit: Mit rund 125 l/m² fiel nur knapp die Hälfte des üblichen Frühjahrsniederschlags (243 l/m²). Gleichzeitig schien die Sonne mit rund 699 Stunden (457 Stunden) außergewöhnlich häufig.
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Bayern: Der Freistaat zeigte sich im Frühjahr 2026 erheblich milder als üblich: Die Mitteltemperatur lag voraussichtlich bei 9,7 °C und damit rund 2,5 Grad über dem klimatologischen Vergleichswert (7,2 °C). Die thermische Spannweite war bemerkenswert: Am 28.3. wurde in Oberstdorf mit -15,5 °C der bundesweite Tiefstwert des Frühjahrs gemessen, während Ende Mai vielerorts über 30 °C erreicht wurden. Historisch markant fiel die Niederschlagsbilanz aus: Mit rund 101 l/m²kamen nur etwa 45 Prozent der üblichen Regenmenge (223 l/m²) zusammen. Mit dieser vorläufigen Bilanz könnte das Frühjahr 2026 in Bayern das trockenste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 werden. Gleichzeitig summierte sich die Sonnenscheindauer auf außergewöhnliche 692 Stunden (466 Stunden).
Berlin: Die Bundeshauptstadt erlebte das Frühjahr 2026 mit einer sehr milden Gebietsmitteltemperatur von 10,6 °C (8,7 °C). Zum Saisonfinale lag zeitweise Sommerluft über der Stadt; am 26.5. näherten sich die Spitzenwerte der 30-Grad-Marke. Beim Niederschlag blieb Berlin im Minus: Rund 98 l/m² entsprachen etwa 74 Prozent der üblichen Frühjahrsmenge (132 l/m²). Zur eigentlichen Schlagzeile wurde jedoch die Sonne. Mit 741 Stunden (507 Stunden) dürfte Berlin nach vorläufigen Berechnungen einen neuen Frühjahrsrekord erreichen.
Brandenburg: Brandenburg war im Frühjahr 2026 mild, in der Fläche vergleichsweise trocken und beim Sonnenschein rekordhell. Die Durchschnittstemperatur erreichte 9,8 °C (8,1 °C), die Niederschlagssumme lag bei rund 110 l/m² (131 l/m²) und damit bei etwa 84 Prozent des üblichen Frühjahrssolls. Den schärfsten Kontrast setzte im Nordwesten des Landes der 19.4.: An der Station Wittstock-Rote Mühle fielen binnen eines Tages 82 l/m² – stationsbezogener Rekord und mehr als doppelt so viel Regen wie dort normalerweise im gesamten April fällt. Gleichzeitig brachte es Brandenburg auf rund 729 Sonnenstunden (507 Stunden) und dürfte damit nach ersten Auswertungen einen neuen Frühjahrsrekord aufstellen.
Bremen: Für Bremen bilanziert der DWD ein mildes, trockenes und sonniges Frühjahr 2026. Die Gebietsmitteltemperatur erreichte in den letzten drei Monaten 10,2 °C (8,0 °C). Zum Saisonende gab der Frühling mit Höchstwerten bis 30 °Ceinen markanten Vorgeschmack auf den Sommer. Der saisonale Niederschlag summierte sich nach letzten Berechnungen auf nur rund 92 l/m² (159 l/m²), während sich die Sonne mit rund 677 Stunden (462 Stunden) ungewöhnlich häufig zeigte.
Hamburg: Die Hafenmetropole steuerte im Frühjahr 2026 auf eine deutlich milde, trockene und sehr sonnige Bilanz zu: Die Mitteltemperatur lag bei 10,3 °C und damit rund 2,3 Grad über dem klimatologischen Vergleichswert (8,0 °C). Das Frühjahresende brachte mit vorübergehenden Höchstwerten bis zu 30 °C bereits deutliches Sommerfeeling. Die Niederschlagsausbeute betrug von März bis Mai nach vorläufigen Auswertungen nur rund 121 l/m² (163 l/m²). Die Sonne dagegen setzte ein klares Ausrufezeichen und brachte es auf rund 682 Stunden (470 Stunden).
Hessen: Hessen ging vergleichsweise mild durch das Frühjahr 2026: Die Mitteltemperatur lag bei 10,2 °C und damit rund 2,4 Grad über dem klimatologischen Vergleichswert (7,8 °C). Am 23.5. erreichte das Rhein-Main-Gebiet den ersten heißen Tag des Jahres mit mindestens 30,0 °C; anschließend verabschiedete sich die Jahreszeit hessenweit sehr sommerlich. Beim Regen blieb die Bilanz klar im Minus: Rund 128 l/m² bedeuteten nur gut 67 Prozent der üblichen Frühjahrsmenge (191 l/m²). Ein klares klimatologisches Signal setzte die Sonne mit rund 680 Stunden (452 Stunden). Nach vorläufigen Zahlen dürfte Hessen damit eines der fünf sonnigsten Frühjahre seit 1951 erlebt haben.
Mecklenburg-Vorpommern: Mecklenburg-Vorpommern zählte im Frühjahr 2026 im Ländervergleich zu den kühleren Bundesländern, meldete nach vorläufigen Daten aber dennoch eine milde Gebietsmitteltemperatur von 9,1 °C (7,1 °C). Die Niederschläge blieben mit rund 102 l/m² (134 l/m²) unter dem Soll. Den markantesten Kontrast setzte der 19.4: An der Station Röbel/Müritz in der Mecklenburgischen Seenplatte fielen binnen eines Tages 83,4 l/m² – der bundesweit höchste Tagesniederschlag des Frühjahrs 2026 und zugleich ein stationsbezogener Rekord. Beim Sonnenschein erreichte das Bundesland mit rund 737 Stunden (516 Stunden) ebenfalls ein außergewöhnliches Niveau und stellte nach vorläufigen Daten einen neuen Frühjahrsrekord auf.
Niedersachsen: Niedersachsen registrierte im Frühjahr 2026 milde 9,9 °C und lag damit deutlich über dem klimatologischen Vergleichswert (7,9 °C). Zum Mai-Finale zog das Frühjahr noch einmal sommerlich an: So stiegen im Binnenland die Temperaturen regional auf über 30 °C. Der Flächenniederschlag summierte sich von März bis Mai auf rund 142 l/m² (168 l/m²) und blieb damit unter dem Soll. Deutlich markanter fiel die Sonnenscheinbilanz aus: Mit rund 671 Stunden (455 Stunden) schien die Sonne außergewöhnlich lang, was nach letzten Berechnungen für eines der fünf sonnigsten Frühjahre seit Messbeginn reichen dürfte.
Nordrhein-Westfalen: Im Westen Deutschlands erreichte die Frühjahrswitterung 2026 ein Mittel von 10,5 °C und damit eine Abweichung von 2,2 Grad über dem Klimawert (8,3 °C). Am 23.5. wurde am Niederrhein erstmals in diesem Jahr die 30-Grad-Marke überschritten. Von März bis Mai summierte sich der Flächenniederschlag auf rund 182 l/m² (205 l/m²). Damit blieb NRW zwar unter dem Soll, gehörte im Ländervergleich aber zu den nassesten Regionen des Frühjahrs. Gleichzeitig schien die Sonne mit rund 674 Stunden (441 Stunden) außergewöhnlich häufig.
Rheinland-Pfalz: Rheinland-Pfalz bilanzierte im Frühjahr 2026 ungewöhnlich milde 10,8 °C und damit rund 2,7 Grad über dem klimatologischen Vergleichswert (8,1 °C). Zum Mai-Finale verabschiedete sich die Jahreszeit hochsommerlich: Regional stiegen die Temperaturen auf über 30 °C. Im Jahreszeitenverlauf erreichte die Niederschlagsmenge nur rund 124 l/m² (191 l/m²). Gleichzeitig steuert die Sonnenscheindauer auf äußerst lichtreiche 683 Stunden (453 Stunden) zu.
Saarland: Das Saarland setzte sich im Frühjahr 2026 an die Wärmespitze der Länderbilanz: Mit einer Mitteltemperatur von außergewöhnlichen 11,2 °C lag das kleinste Flächenland rund 2,8 Grad über dem klimatologischen Vergleichswert (8,4 °C). Vor allem die hochsommerlich geprägte letzte Maidekade schob das Temperaturniveau deutlich nach oben; zeitweise wurden dabei über 30 °Cgemessen. Die Niederschlagsmenge erreichte dagegen nur rund 117 l/m² – damit fiel lediglich gut die Hälfte der üblichen Frühjahrsmenge (222 l/m²). Gleichzeitig performte die Sonne mit außergewöhnlichen 699 Stunden (468 Stunden).
Sachsen: In Sachsen ging das Frühjahr 2026 mit einer Gebietsmitteltemperatur von 9,1 °C (7,6 °C) zu Ende. Zum Maifinale drehte die Witterung zeitweise deutlich ins Sommerliche und setzte einen warmen Schlusspunkt unter die Saison. Den markanten Gegenpol lieferte die Phase der Eisheiligen: Am Fichtelberg fiel Mitte Mai noch einmal Schnee. Beim Niederschlag blieb Sachsen klar unter dem Soll: Mit etwa 126 l/m² (171 l/m²) wurden knapp drei Viertel der normalen Saisonmenge erreicht. Das Lichtangebot fiel dagegen außergewöhnlich üppig aus: Die Sonne brachte es auf rund 685 Stunden und schien damit mehr als 220 Stunden länger als im Mittel (460 Stunden).
Sachsen-Anhalt: Hier in Mitteldeutschland betrug die Gebietsmitteltemperatur im Frühjahr 2026 9,8 °C (8,1 °C). Beim Niederschlag wurde das Soll mit rund 147 l/m²(135 l/m²) leicht übertroffen. Doch der Regen kam nicht gleichmäßig: Markante Niederschlagslagen um den 19.4. sowie in der ersten Maiwoche stützten die Saisonbilanz deutlich. Dazwischen dominierten lange trockene und lichtreiche Abschnitte. Die Sonne brachte es so in den letzten drei Monaten auf rund 704 Stunden (468 Stunden) und näherte sich damit nach letzten Berechnungen dem Frühjahrsrekord von 713 Stunden aus dem Jahr 2025.
Schleswig-Holstein: Der äußerste Norden steuerte im Frühjahr 2026 mit einer Gebietsmitteltemperatur von 9,2 °C (7,1 °C) auf eine 2,1 Grad zu milde Witterung zu. Zum Saisonfinale wurde es auch zwischen Nordsee und Ostsee zeitweise sommerlich warm; in der letzten Maiwoche erreichten die Temperaturen im Binnenland vorübergehend über 25 °C. Beim Niederschlag blieb Schleswig-Holstein klar unter dem Soll: Mit rund 100 l/m² (155 l/m²) kamen nur etwa zwei Drittel der üblichen Saisonmenge zusammen. Besonders auffällig war das Lichtangebot: In der die Bilanz standen rund 704 Stunden (492 Stunden). Damit rückte das Frühjahr 2026 in Schleswig-Holstein beim Sonnenschein voraussichtlich in die Spitzengruppe der Messreihe seit 1951.
Thüringen: Für Thüringen bilanzierte der DWD im Frühjahr 2026 eine Mitteltemperatur von 9,2 °C und damit rund 2,1 Grad über dem klimatologischen Vergleichswert (7,1 °C). Als typische Übergangsjahreszeit zeigte das Frühjahr spürbare Temperaturkontraste. Nach kühlen Rückfällen um die Eisheiligen erreichten die Höchstwerte in der letzten Maiwoche vereinzelt bereits die 30 Grad-Marke. Beim Niederschlag kamen rund 156 l/m² (176 l/m²) zusammen. Besonders die niederschlagsreiche erste Maiwoche stützte die Bilanz, ansonsten dominierten häufig trockene und sonnige Abschnitte. Die Sonne brachte es auf rund 676 Stunden und schien damit 228 Stunden länger als im Mittel (448 Stunden).
Trockener und sehr sonniger Juni 2026 endet mit historischer Hitzewelle
Nach einem sehr warmen Start in den Juni folgte ein Temperaturdämpfer, bevor sich im weiteren Verlauf hochsommerliche Bedingungen durchsetzten. Gegen Monatsende stellte sich über Mitteleuropa eine sogenannte Omega-Wetterlage ein, die die Großwetterlage maßgeblich prägte: Dabei wird ein stabiles Hochdruckgebiet von zwei Tiefdruckgebieten flankiert und bildet in der Höhenströmung ein Muster, das an den griechischen Buchstaben Omega (Ω) erinnert. Solche Wetterlagen führen häufig zu einer blockierten atmosphärischen Zirkulation, wodurch sich Wetterverhältnisse über mehrere Tage oder sogar Wochen kaum verändern. Dies begünstigte im Juni in Deutschland eine außergewöhnlich intensive und anhaltende Hitzewelle mit verbreitet hoher thermischer Belastung. Nach vorläufigen Messungen wurden dabei verbreitet sehr hohe Temperaturen registriert: Sogar der deutschlandweite Allzeitrekord wurde nach vorläufigen Messungen mit 41,7 Grad Celsius (°C) in Neißemünde-Coschen (Brandenburg) am 28. geknackt. Die Niederschläge waren regional sehr unterschiedlich verteilt und in der Summe unterdurchschnittlich. Die Sonne schien den vierten Monat in Folge mehr als im Klimasoll. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Einer der wärmsten Junimonate mit extremer Hitze zum Monatsende Der erste meteorologische Sommermonat war von starken Temperaturkontrasten geprägt. In der Bilanz war der Juni 2026 mit einem Temperaturmittel von 19,5 °Caußergewöhnlich warm und belegt damit nach aktuellen Auswertungen Platz 2; nur 2019 war es mit 19,8 °C noch wärmer. Die Abweichung gegenüber dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 lag bei 4,1 Grad (15,4 °C). Selbst der Vergleich mit der aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (16,4 °C) offenbart einen deutlichen Überschuss von 3,1 Grad. Zur Monatsmitte war man davon jedoch weit entfernt, denn nach einem warmen Start folgte vorübergehend ein verhältnismäßig kühler Witterungsabschnitt mit dem deutschlandweiten Minimum von 1,0 °C am 15. in Meßstetten-Appental (Baden-Württemberg). Anschließend etablierte sich in der dritten Dekade vor allem in den westlichen Landesteilen eine Hitzewelle mit extrem heißer und feuchter Luft aus südlichen Gefilden. Am Oberrhein gab es beispielsweise acht bis zehn Sehr Heiße Tage (Maximum der Lufttemperatur ≥ 35 °C). Am 27. wurde deutschlandweit an 46 Stationen die 40-Grad-Marke geknackt. Der Monatshöchstwert und vorläufig gleichzeitig der deutschlandweite Allzeitrekord wurde am 28. in Neißemünde-Coschen (Brandenburg) mit 41,7 °C gemessen. In vielen Regionen purzelten die Monatsrekorde, teils auch die Allzeitrekorde für die Höchstwerte. In den Nächten war es zum Monatsende oftmals tropisch warm mit Tiefstwerten deutlich über 20 °C, örtlich über 25 °C. Auch der vorläufige Wert des höchsten jemals gemessenen Tiefstwerts stammt mit 29,4 °C in Kubschütz, Kr. Bautzen (Sachsen) aus diesem Juni.
Niederschlagssoll nicht erfüllt und sehr inhomogene Verteilung Zum Ende des ersten meteorologischen Sommermonats wurden rund 66 Liter pro Quadratmeter (l/m²) an Niederschlag registriert. Damit war es im Juni trockener als im langjährigen Mittel; gegenüber der Referenzperiode 1961 bis 1990 (85 l/m²) fiel etwa ein Fünftel weniger Niederschlag. Selbst im Vergleich mit der aktuelleren und trockeneren Referenzperiode 1991 bis 2020 (76 l/m²) ergibt sich ein Defizit von circa 13 Prozent (%). Die Niederschläge waren dabei sehr inhomogen verteilt. Während am Alpenrand und im äußersten Nordwesten 120 bis 180 l/m² fielen, waren es am Mittel- und Oberrhein, in Unterfranken und im Großraum Berlin nur 15 bis 30 l/m². Punktuell kam bei heftigen Gewittern, die vor allem am Monatsende auftraten, lokal der gesamte Monatsniederschlag in kurzer Zeit vom Himmel. Die höchste Tagesniederschlagssumme gab es am 27. mit 77,2 l/m² in Erfde (Schleswig-Holstein).
Sonne poliert ihre Bilanz in der zweiten Junihälfte ordentlich auf Nachdem bis zur Monatsmitte lediglich knapp 90 Sonnenstunden zu Buche standen, legte sich das Zentralgestirn in der zweiten Junihälfte ordentlich ins Zeug und damit gab es insgesamt rund 248 Sonnenstunden. Das waren über 20 % mehr als in der Referenzperiode 1961 bis 1990 (203 Stunden). Auch im Vergleich mit der jüngeren Referenzperiode 1991 bis 2020 (216 Stunden) ergab sich noch eine positive Abweichung von 15 %. Der Juni war der vierte Monat in Folge, der deutlich sonniger ausfiel als im vieljährigen Mittel.
Das Wetter in den Bundesländern im Juni 2026 (In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961–1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels.)
Baden-Württemberg: Der Südwesten gehörte im vergangenen Juni zu den wärmsten Regionen Deutschlands und das, obwohl am 15. mit 1,0 °C in Meßstetten-Appental der bundesweite Monatstiefstwert gemessen wurde. Das Temperaturmittel betrug mediterrane 20,5 °C. Nur im Jahr 2003 war es in einem Juni in Baden-Württemberg noch wärmer. Besonders die dritte Dekade, mit insbesondere am Oberrhein reihenweise Sehr Heißen Tagen, trug maßgeblich dazu bei, dass die Abweichung gegenüber dem Klimamittel (15,1 °C) mit 5,4 Grad ausgesprochen deutlich ausfiel. Die extreme Hitze zum Monatsende war gepaart mit viel Sonnenschein und Baden-Württemberg dürfte den Monat mit etwa 269 Sonnenstunden (202 Stunden) als Spitzenreiter im Länderranking abschließen. Die Niederschlagsmenge betrug rund 57 l/m² (107 l/m²) und damit nur etwas mehr als die Hälfte dessen, was normalerweise zu dieser Jahreszeit fällt. Dabei waren die Niederschläge sehr inhomogen verteilt, 20 bis 30 l/m² in den Niederungen stehen 50 bis 80 l/m² im Umfeld der Bergländer gegenüber.
Bayern: Im Freistaat Bayern war es in einem Juni bisher nur einmal im Jahr 2003 wärmer als in diesem Jahr. Die Mitteltemperatur lag bei 19,7 °C und damit fast fünf Grad über dem vieljährigen Mittel (14,9 °C). Nach einem warmen Start erfolgte zum Ende der ersten und zum Beginn der zweiten Dekade ein jäher Absturz mit Maxima im Bereich der 15-Gradmarke, bevor ab Monatsmitte mit zwölf bis 15 Tagen Heißen Tagen (Maximum der Lufttemperatur ≥ 30 °C) am Stück eine außergewöhnliche Hitzewelle einsetzte. Der Monatsniederschlag fiel deutlich unterdurchschnittlich aus, denn rund 73 l/m² entsprachen nur zu zwei Dritteln dem Klimasoll (112 l/m²). Allerdings gab es in der räumlichen Verteilung erhebliche Unterschiede und als besonders trocken erwiesen sich mit 15 bis 30 l/m² Monatsniederschlag Teile Unterfrankens. Die Sonne schien mit rund 255 Stunden um 55 Stunden länger als im vieljährigen Mittel (200 Stunden).
Berlin: In der Bundeshauptstadt war es im Juni mit einer Mitteltemperatur von 20,3 °C außergewöhnlich warm. Einzig im Saarland und in Baden-Württemberg erreichte das Monatsmittel noch höhere Werte. Besonders das Monatsende, an dem die 40-Grad-Marke in Berlin nur um 0,1 Grad verfehlt wurde, aber dennoch neue Allzeitrekorde aufgestellt wurden, trug zu einem Temperaturüberschuss von 3,2 Grad (17,1 °C) maßgeblich bei. Niederschlag war in der bevölkerungsreichsten Stadt Deutschlands eher Mangelware und rund 49 l/m² dürften das den letzten Platz im Ländervergleich bedeuten. In puncto Sonnenschein hingegen gehörte Berlin mit rund 258 Sonnenstunden (226 Stunden) zu den sonnigsten Bundesländern.
Brandenburg: In Brandenburg war es im Juni außergewöhnlich warm. Das Temperaturmittel lag bei 19,7 °C (16,5 °C). Zum Monatsende hin purzelten die Monats- und Allzeitrekorde. Erstmals in der Messhistorie wurden an einigen Stationen mehr als 40 °C gemessen und es wurde, vorbehaltlich der endgültigen Qualitätsprüfung, ein neuer deutscher Allzeitrekord aufgestellt. Am 28. kletterte die Quecksilbersäule in Neißemünde-Coschen auf noch nie zuvor gemessene 41,7 °C. Die Monatsniederschlagsmenge lag mit rund 54 l/m² etwa 16 % unter dem Referenzwert (64 l/m²). Mit der besonders in der dritten Dekade lang anhaltenden trockenen Phase einhergehend, erreichte der Waldbrandgefahrenindex zeitweise die höchste Stufe fünf und vereinzelt kam es zu größeren Waldbränden. Rund 247 Sonnenstunden (225 Stunden) taten ihr Übriges, um den Juni als sehr warmen, trockenen und überdurchschnittlich sonnenscheinreichen Monat in der Erinnerung zu verankern.
Bremen: Die Hansestadt Bremen war mit rund 83 l/m² Monatsniederschlag das zweitnasseste Bundesland im Juni. Der Klimareferenzwert (73 l/m²) wurde um etwa ein Siebtel überboten. Der Löwenanteil fiel bei stets wechselhafter Witterung in der ersten Monatshälfte. Die Mitteltemperatur lag bei außergewöhnlichen 18,7 °C, was einem Plus von 3,2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel (15,5 °C) entsprach. Besonders warm war es am Monatsende, als an der Station Bremen mit 37,3 °Cauch der bisherige Junihöchstwert geknackt wurde. Die Sonnenscheindauer belief sich auf etwa 235 Stunden (204 Stunden).
Hamburg: In Hamburg lag die Mitteltemperatur im ersten meteorologischen Sommermonat bei außergewöhnlichen 19,2 °C. Der Klimareferenzwert (15,7 °C) wurde um 3,5 Grad überschritten. Sechs Heiße Tage waren es am Monatsende. Ähnliche Werte wurden nur in den Jahren 1917 und 1947 erreicht. Die Niederschlagsmenge belief sich auf rund 69 l/m² (70 l/m²), wobei das Gros in der ersten Junihälfte fiel. Während sich die Sonne bis zur Monatsmitte schwertat, lief sie ab dann zur Höchstform auf, sodass am Ende etwa 237 Sonnenstunden (216 Stunden) gemessen wurden.
Hessen: Noch nie in der Messreihe war es in Hessen so warm, wie im vergangenen Juni. Die Mitteltemperatur lag bei 19,8 °C (15,2 °C) und damit wurde selbst der bisherige Rekordjuni 2003 um 0,3 Grad überboten. Bemerkenswert war die Hitzewelle in der dritten Dekade, als es beispielsweise am 27. in Frankfurt am Main-Westend ein hessenweit nie zuvor gemessenen Tagesmittelwert von 33,1 °C gab. Als körperlich besonders anstrengend dürften viele Menschen insbesondere im Rhein-Main-Gebiet die hohe Anzahl (acht bis zehn) tropischer Nächte empfunden haben, gepaart mit Allzeitrekordwerten über 40 °C. Der Niederschlag war auch in der Landesmitte unterrepräsentiert und bis Monatsende landeten mit rund 56 l/m²nur 70 % des Klimasolls (80 l/m²) in den Messbechern. Die Sonne lachte rund 242 Stunden (192 Stunden) am Himmel und damit war es der vierte überdurchschnittlich sonnige Monat in Folge.
Mecklenburg-Vorpommern: Mecklenburg-Vorpommern war im Juni mit einer Mitteltemperatur von 18,0 °C außergewöhnlich warm. Dennoch gehörte der Nordosten Deutschlands zu den kühlsten Regionen. Das vieljährige Mittel (15,4 °C) wurde um 2,6 Grad überboten. Am letzten Juniwochenende wurde an zahlreichen Stationen der bisherige Junirekord geknackt, teilweise standen mit fast 40 °C sogar neue Allzeitrekorde in den Büchern. Die Niederschlagsmenge war mit rund 73 l/m²(63 l/m²) überdurchschnittlich, wobei es in der dritten Dekade lange trocken war und die Waldbrandgefahr infolgedessen gebietsweise die höchste Stufe erreichte. Viel Sonnenschein – es gab insgesamt etwa 253 Sonnenstunden (236 Stunden) –, die hohen Temperaturen und die starke Verdunstung trugen maßgeblich dazu bei. Besonders die zweite Monatshälfte war sehr sonnenscheinreich, denn zwei Drittel entfielen auf diesen Zeitraum.
Niedersachsen: Der Juni war in Niedersachsen mit einem Temperaturmittel von 18,7 °C außergewöhnlich warm. In der zweiten Monatshälfte kannte die Temperaturkurve für das Tagesmittel nur eine Richtung; nämlich nach oben. Die Abweichung gegenüber dem Klimareferenzwert (15,4 °C) war mit 3,3 Grad sehr ausgeprägt. Zum ersten Mal in der Messreihe des Bundeslandes wurde am 28. die 40-Grad-Marke überschritten. Die Monatsniederschlagsmenge belief sich auf rund 82 l/m², womit der Nordwesten zu den nassesten Regionen Deutschlands zählte. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert (76 l/m²) ergab sich ein Plus von 7 %. Die Sonne behauptete sich rund 239 Stunden (200 Stunden) lang am Himmel, wodurch der vierte zu sonnige Monat in Folge dokumentiert wurde.
Nordrhein-Westfalen: In Nordrhein-Westfalen lag die Mitteltemperatur im ersten meteorologischen Sommermonat bei außergewöhnlichen 19,4 °C (15,4 °C). Der Junirekord aus dem Jahr 2019 wurde somit nur um 0,1 Grad verfehlt. Entlang des Rheins wurden zehn Heiße Tage und fünf Sehr Heiße Tage registriert. Außerdem wurden in der dritten Dekade bis zu sechs Tropennächte am Stück verzeichnet. Der Niederschlag erfüllte mit rund 67 l/m² sein klimatologisches Soll (84 l/m²) lediglich zu 80 %, wobei der Großteil bereits in der ersten Junihälfte fiel. Die Sonne schien 232 Stunden (184 Stunden), was im Länderranking den vorletzten Platz bedeuten dürfte.
Rheinland-Pfalz: Der Juni brachte im Südwesten mit einem Temperaturmittel von 20,3 °C mediterranes Klima mit sich. Nie zuvor wurde im ersten meteorologischen Sommermonat in Rheinland-Pfalz ein höheres Temperaturmittel dokumentiert. Der vieljährige Mittelwert (15,3 °C) wurde um satte 5 Grad überboten. Vor allem zum Ende der dritten Dekade stiegen die Temperaturen extrem. Neben zahlreichen neuen Allzeitrekorden mit Höchstwerten über 40 °C, gab es auch gebietsweise fünf bis acht, örtlich (z. B. Mainz-Lerchenberg) über zehn Tropennächte in Folge. Niederschlag war mit rund 52 l/m² (76 l/m²) Mangelware und nur in Berlin und in Sachsen-Anhalt fiel noch weniger Niederschlag. Die Sonne überbot den langjährigen Klimawert (192 Stunden) um etwa 66 Stunden, sodass am Ende 258 Sonnenstunden erfasst wurden.
Saarland: Wie im letztjährigen Juni war das Saarland auch dieses Jahr das wärmste Bundesland. Am Monatsende stand ein außergewöhnliches und rekordverdächtiges Temperaturmittel von mediterran anmutenden 20,9 °C (15,6 °C) in den Büchern. Nie zuvor war es im ersten meteorologischen Sommermonat wärmer. Zwischenzeitlich hatte Saarbrücken-Burbach am 26. mit 41,3 °C den deutschlandweiten Allzeitrekord inne. Am Folgetag wurden sogar 41,4 °Cgemessen, doch im Osten Deutschlands war es am 27. und 28. noch heißer. Die Monatsniederschlagssumme belief sich auf rund 61 l/m², womit nur drei Viertel des vieljährigen Mittels (80 l/m²) erreicht wurden. Es war damit der vierte zu trockene Monat in Folge. Genau umgekehrt verhielt es sich mit der Sonnenscheindauer. Da wurde mit rund 263 Sonnenstunden (204 Stunden) der vierte zu sonnige Monat in Folge registriert. Dieser Wert war gleichbedeutend mit der Vizemeisterschaft im Deutschlandranking.
Sachsen: Mit einer Monatsmitteltemperatur von 19,3 °C war auch im Osten der Juni außergewöhnlich warm. Der Klimareferenzwert (15,6 °C) wurde um 3,7 Grad überboten und das, nachdem zur Monatsmitte nur ein minimaler Überschuss von 0,4 Grad verzeichnet wurde. Auch ein, unter Vorbehalt eines Qualitätschecks, neues deutschlandweites höchstes nächtliches Minimum wurde in der Nacht vom 27. auf den 28. mit 29,4 °C in Kubschütz, Kr. Bautzen registriert. Der Niederschlag fiel mit rund 64 l/m² um etwa 16 % geringer aus als im langjährigen Durchschnitt (76 l/m²). Die Sonne hingegen leistete insbesondere in der zweiten Monatshälfte Überstunden und schien etwa 241 Stunden (201 Stunden).
Sachsen-Anhalt: In Sachsen-Anhalt war es im ersten meteorologischen Sommermonat mit einem Temperaturmittel von 19,6 °C außergewöhnlich warm. Vor allem die extreme Hitzewelle am Monatsende, als an einigen Stationen erstmals in der Geschichte des Bundeslandes Maxima über 40 °C gemessen wurden, trug zum Temperaturüberschuss von 3,5 Grad gegenüber dem vieljährigen Mittelwert (16,1 °C) bei. Kurzzeitig hatte Möckern-Drewitz am 28. mit 41,5 °C den Deutschlandrekord inne, aber am Folgetag wurde dieser Wert in Brandenburg getoppt. Mit rund 51 l/m²fielen 19 % weniger Niederschlag im Vergleich mit dem Klimareferenzwert (63 l/m²) und damit gehörte die östliche Mitte zu den trockensten Regionen des Landes. Rund 247 Sonnenstunden waren 42 Stunden mehr als im langjährigen Vergleich (205 Stunden).
Schleswig-Holstein: Der äußerste Norden wartete mit einem Temperaturmittel von 17,7 °C (15,0 °C) auf. Obwohl Schleswig-Holstein mit diesem Wert abgeschlagen wohl den letzten Platz im Bundesländervergleich einnimmt, war es auch dort im Juni ungewöhnlich warm. Selbst auf Helgoland wurde am 27. mit 30,4 °C ein Heißer Tag verzeichnet, was dort einen neuen Allzeitrekord bedeutete. Auch sonst gab es am Monatsende einige Allzeit-Temperaturrekorde. Die Monatsniederschlagsmenge betrug deutlich überdurchschnittliche rund 87 l/m² (69 l/m²) und in keinem Bundesland fiel im Juni mehr Niederschlag. In Erfde fiel am 27. in Verbindung mit einem heftigen Gewitter mit 77,2 l/m² an einem Tag annähernd diese Monatssumme. Der Wert war gleichbedeutend mit dem deutschlandweiten Tagesniederschlagsmaximum für Juni. Die Sonne schien mit etwa 239 Stunden (225 Stunden) knapp überdurchschnittlich lange.
Thüringen: Im Freistaat Thüringen lag die Mitteltemperatur im Juni bei außergewöhnlichen 19,1 °C. Wärmer war es bisher nur 2019 (19,7 °C). Der langjährige Mittelwert (14,9 °C) wurde um 4,2 Grad überboten. In der dritten Dekade gab es an einigen Stationen zehn Heiße bzw. fünf Sehr Heiße Tage am Stück. Selbst die 40-Grad-Schwelle wurde am 27. in Artern durchbrochen. Bis Monatsende landeten deutlich unterdurchschnittliche rund 54 l/m² (78 l/m²) Niederschlag in den Messbechern. Ohne die gewittrigen Regenfälle am Monatsende wäre der Monat noch erheblich trockener ausgefallen. Mit rund 227 Sonnenstunden wurde der Klimareferenzwert (194 Stunden) zwar übertroffen, aber deutschlandweit gab es keine Region mit weniger Sonnenschein.
Sehr mild, außergewöhnlich sonnig und deutlich zu trocken
Offenbach, 29. Mai 2026 – Das Frühjahr 2026 zeigte sich in Deutschland von seiner sehr milden Seite. Einzelne Kälterückfälle bremsten den warmen Trend nur vorübergehend; zum Finale wurde es sommerlich, regional sogar hochsommerlich heiß. Längere trockene Phasen wurden teils von kräftigen Niederschlägen und lokalen Starkregenereignissen unterbrochen, während Teile des Südens und Südosten unter einem erheblichen Niederschlagsdefizit litten. Die Sonne spendierte außergewöhnlich viele Stunden und ließ das Frühjahr vielerorts eher an südlichere Breiten erinnern. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Ungewöhnlich mildes Frühjahr mit hochsommerlichem Finale Der Temperaturdurchschnitt lag im Frühjahr 2026 mit voraussichtlich 9,9 Grad Celsius (°C) um 2,2 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (7,7 °C). Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (8,9 °C) betrug die Abweichung 1,0 Grad. Damit dürfte das Frühjahr 2026 zu den zehn mildesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 zählen. Einzelne Kälterückfälle Ende März und um die Eisheiligen änderten daran wenig. Den bundesweiten Tiefstwert setzte Oberstdorf am 28.3. mit eisigen -15,5 °C, während der voraussichtliche Höchstwert am 30.5. mit rund 34 °C im Oberrheingraben erwartet wird. Vor allem das warme Maiende schraubte die Gesamtbilanz nochmals nach oben und gab dem Frühjahr einen sommerlich bis regional hochsommerlichen Schlusspunkt.
In der Fläche gut ein Drittel trockener als im Klimamittel – gebietsweise starke Regenfälle Im Frühjahr 2026 fielen bundesweit rund 126 Liter pro Quadratmeter (l/m²) an Niederschlag. Damit erreichte die Saison nur etwa 68 Prozent des langjährigen Mittels der Referenzperiode 1961 bis 1990 (186 l/m²); gegenüber 1991 bis 2020 (171 l/m²) waren es rund 74 Prozent. Besonders trocken verlief der April, der nur gut die Hälfte seines Niederschlagssolls erreichte. Erst der Mai brachte nennenswerte Regenmengen und bremste das Defizit. Die größten saisonalen Mengen konzentrierten sich auf die Mittelgebirge und den Alpenrand, wo örtlich um 250 l/m²zusammenkamen. Das markanteste Niederschlagsextrem ereignete sich jedoch am 19.4. in Röbel/Müritz in der Mecklenburgischen Seenplatte: 83,4 l/m² fielen dort binnen eines Tages – mehr als sonst in einem durchschnittlichen April. Während lokal also Wasser in äußerster Wucht fiel, blieb es in Teilen Süddeutschlands außergewöhnlich trocken. Bayern steuert nach den jüngsten Berechnungen sogar auf das trockenste Frühjahr seit 1881 zu.
Außergewöhnlich heller Lenz 2026 – im Nordosten mit neuen Sonnenscheinrekorden Mit rund 692 Stunden (467 Stunden) lag das Frühjahr 2026 etwa 48 Prozent über dem Soll der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Selbst gegenüber der neueren und bereits sonnigeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (522 Stunden) ergab sich noch ein Plus von rund 33 Prozent. Nach dem außergewöhnlich sonnigen Frühjahr 2025 mit 695 Stunden folgte damit bereits das zweite Sonnenscheinextrem in Serie. Besonders im Norden und Nordosten erreichte die Sonne gebietsweise über 750 Stunden – ein Rekord-Lichtangebot, das stellenweise eher an südlichere Breiten als an ein klassisches mitteleuropäisches Frühjahr erinnerte.
Das Wetter in den Bundesländern im Frühjahr 2026 (In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961–1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels.)
Baden-Württemberg: Der Südwesten Deutschlands präsentierte sich im Frühjahr 2026 mit 10,4 °C (7,6 °C) außergewöhnlich mild und dürfte nach ersten Auswertungen zu den fünf mildesten Frühjahren seit Messbeginn zählen. Dennoch wurde es Ende März noch einmal frostig, in Meßstetten sank die Temperatur am 28.3. auf -12,1 °C. Den warmen Gegenpol setzte das Maifinale. Am 30.5. werden voraussichtlich im Oberrheingraben mit rund 34 °C die bundesweit höchsten Temperaturen der Saison erreicht. Beim Niederschlag rutschte Baden-Württemberg tief ins Defizit: Mit rund 125 l/m² fiel nur knapp die Hälfte des üblichen Frühjahrsniederschlags (243 l/m²). Gleichzeitig schien die Sonne mit rund 699 Stunden (457 Stunden) außergewöhnlich häufig.
Bayern: Der Freistaat zeigte sich im Frühjahr 2026 erheblich milder als üblich: Die Mitteltemperatur lag voraussichtlich bei 9,7 °C und damit rund 2,5 Grad über dem klimatologischen Vergleichswert (7,2 °C). Die thermische Spannweite war bemerkenswert: Am 28.3. wurde in Oberstdorf mit -15,5 °C der bundesweite Tiefstwert des Frühjahrs gemessen, während Ende Mai vielerorts über 30 °C erreicht wurden. Historisch markant fiel die Niederschlagsbilanz aus: Mit rund 101 l/m²kamen nur etwa 45 Prozent der üblichen Regenmenge (223 l/m²) zusammen. Mit dieser vorläufigen Bilanz könnte das Frühjahr 2026 in Bayern das trockenste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 werden. Gleichzeitig summierte sich die Sonnenscheindauer auf außergewöhnliche 692 Stunden (466 Stunden).
Berlin: Die Bundeshauptstadt erlebte das Frühjahr 2026 mit einer sehr milden Gebietsmitteltemperatur von 10,6 °C (8,7 °C). Zum Saisonfinale lag zeitweise Sommerluft über der Stadt; am 26.5. näherten sich die Spitzenwerte der 30-Grad-Marke. Beim Niederschlag blieb Berlin im Minus: Rund 98 l/m² entsprachen etwa 74 Prozent der üblichen Frühjahrsmenge (132 l/m²). Zur eigentlichen Schlagzeile wurde jedoch die Sonne. Mit 741 Stunden (507 Stunden) dürfte Berlin nach vorläufigen Berechnungen einen neuen Frühjahrsrekord erreichen.
Brandenburg: Brandenburg war im Frühjahr 2026 mild, in der Fläche vergleichsweise trocken und beim Sonnenschein rekordhell. Die Durchschnittstemperatur erreichte 9,8 °C (8,1 °C), die Niederschlagssumme lag bei rund 110 l/m² (131 l/m²) und damit bei etwa 84 Prozent des üblichen Frühjahrssolls. Den schärfsten Kontrast setzte im Nordwesten des Landes der 19.4.: An der Station Wittstock-Rote Mühle fielen binnen eines Tages 82 l/m² – stationsbezogener Rekord und mehr als doppelt so viel Regen wie dort normalerweise im gesamten April fällt. Gleichzeitig brachte es Brandenburg auf rund 729 Sonnenstunden (507 Stunden) und dürfte damit nach ersten Auswertungen einen neuen Frühjahrsrekord aufstellen.
Bremen: Für Bremen bilanziert der DWD ein mildes, trockenes und sonniges Frühjahr 2026. Die Gebietsmitteltemperatur erreichte in den letzten drei Monaten 10,2 °C (8,0 °C). Zum Saisonende gab der Frühling mit Höchstwerten bis 30 °Ceinen markanten Vorgeschmack auf den Sommer. Der saisonale Niederschlag summierte sich nach letzten Berechnungen auf nur rund 92 l/m² (159 l/m²), während sich die Sonne mit rund 677 Stunden (462 Stunden) ungewöhnlich häufig zeigte.
Hamburg: Die Hafenmetropole steuerte im Frühjahr 2026 auf eine deutlich milde, trockene und sehr sonnige Bilanz zu: Die Mitteltemperatur lag bei 10,3 °C und damit rund 2,3 Grad über dem klimatologischen Vergleichswert (8,0 °C). Das Frühjahresende brachte mit vorübergehenden Höchstwerten bis zu 30 °C bereits deutliches Sommerfeeling. Die Niederschlagsausbeute betrug von März bis Mai nach vorläufigen Auswertungen nur rund 121 l/m² (163 l/m²). Die Sonne dagegen setzte ein klares Ausrufezeichen und brachte es auf rund 682 Stunden (470 Stunden).
Hessen: Hessen ging vergleichsweise mild durch das Frühjahr 2026: Die Mitteltemperatur lag bei 10,2 °C und damit rund 2,4 Grad über dem klimatologischen Vergleichswert (7,8 °C). Am 23.5. erreichte das Rhein-Main-Gebiet den ersten heißen Tag des Jahres mit mindestens 30,0 °C; anschließend verabschiedete sich die Jahreszeit hessenweit sehr sommerlich. Beim Regen blieb die Bilanz klar im Minus: Rund 128 l/m² bedeuteten nur gut 67 Prozent der üblichen Frühjahrsmenge (191 l/m²). Ein klares klimatologisches Signal setzte die Sonne mit rund 680 Stunden (452 Stunden). Nach vorläufigen Zahlen dürfte Hessen damit eines der fünf sonnigsten Frühjahre seit 1951 erlebt haben.
Mecklenburg-Vorpommern: Mecklenburg-Vorpommern zählte im Frühjahr 2026 im Ländervergleich zu den kühleren Bundesländern, meldete nach vorläufigen Daten aber dennoch eine milde Gebietsmitteltemperatur von 9,1 °C (7,1 °C). Die Niederschläge blieben mit rund 102 l/m² (134 l/m²) unter dem Soll. Den markantesten Kontrast setzte der 19.4: An der Station Röbel/Müritz in der Mecklenburgischen Seenplatte fielen binnen eines Tages 83,4 l/m² – der bundesweit höchste Tagesniederschlag des Frühjahrs 2026 und zugleich ein stationsbezogener Rekord. Beim Sonnenschein erreichte das Bundesland mit rund 737 Stunden (516 Stunden) ebenfalls ein außergewöhnliches Niveau und stellte nach vorläufigen Daten einen neuen Frühjahrsrekord auf.
Niedersachsen: Niedersachsen registrierte im Frühjahr 2026 milde 9,9 °C und lag damit deutlich über dem klimatologischen Vergleichswert (7,9 °C). Zum Mai-Finale zog das Frühjahr noch einmal sommerlich an: So stiegen im Binnenland die Temperaturen regional auf über 30 °C. Der Flächenniederschlag summierte sich von März bis Mai auf rund 142 l/m² (168 l/m²) und blieb damit unter dem Soll. Deutlich markanter fiel die Sonnenscheinbilanz aus: Mit rund 671 Stunden (455 Stunden) schien die Sonne außergewöhnlich lang, was nach letzten Berechnungen für eines der fünf sonnigsten Frühjahre seit Messbeginn reichen dürfte.
Nordrhein-Westfalen: Im Westen Deutschlands erreichte die Frühjahrswitterung 2026 ein Mittel von 10,5 °C und damit eine Abweichung von 2,2 Grad über dem Klimawert (8,3 °C). Am 23.5. wurde am Niederrhein erstmals in diesem Jahr die 30-Grad-Marke überschritten. Von März bis Mai summierte sich der Flächenniederschlag auf rund 182 l/m² (205 l/m²). Damit blieb NRW zwar unter dem Soll, gehörte im Ländervergleich aber zu den nassesten Regionen des Frühjahrs. Gleichzeitig schien die Sonne mit rund 674 Stunden (441 Stunden) außergewöhnlich häufig.
Rheinland-Pfalz: Rheinland-Pfalz bilanzierte im Frühjahr 2026 ungewöhnlich milde 10,8 °C und damit rund 2,7 Grad über dem klimatologischen Vergleichswert (8,1 °C). Zum Mai-Finale verabschiedete sich die Jahreszeit hochsommerlich: Regional stiegen die Temperaturen auf über 30 °C. Im Jahreszeitenverlauf erreichte die Niederschlagsmenge nur rund 124 l/m² (191 l/m²). Gleichzeitig steuert die Sonnenscheindauer auf äußerst lichtreiche 683 Stunden (453 Stunden) zu.
Saarland: Das Saarland setzte sich im Frühjahr 2026 an die Wärmespitze der Länderbilanz: Mit einer Mitteltemperatur von außergewöhnlichen 11,2 °C lag das kleinste Flächenland rund 2,8 Grad über dem klimatologischen Vergleichswert (8,4 °C). Vor allem die hochsommerlich geprägte letzte Maidekade schob das Temperaturniveau deutlich nach oben; zeitweise wurden dabei über 30 °Cgemessen. Die Niederschlagsmenge erreichte dagegen nur rund 117 l/m² – damit fiel lediglich gut die Hälfte der üblichen Frühjahrsmenge (222 l/m²). Gleichzeitig performte die Sonne mit außergewöhnlichen 699 Stunden (468 Stunden).
Sachsen: In Sachsen ging das Frühjahr 2026 mit einer Gebietsmitteltemperatur von 9,1 °C (7,6 °C) zu Ende. Zum Maifinale drehte die Witterung zeitweise deutlich ins Sommerliche und setzte einen warmen Schlusspunkt unter die Saison. Den markanten Gegenpol lieferte die Phase der Eisheiligen: Am Fichtelberg fiel Mitte Mai noch einmal Schnee. Beim Niederschlag blieb Sachsen klar unter dem Soll: Mit etwa 126 l/m² (171 l/m²) wurden knapp drei Viertel der normalen Saisonmenge erreicht. Das Lichtangebot fiel dagegen außergewöhnlich üppig aus: Die Sonne brachte es auf rund 685 Stunden und schien damit mehr als 220 Stunden länger als im Mittel (460 Stunden).
Sachsen-Anhalt: Hier in Mitteldeutschland betrug die Gebietsmitteltemperatur im Frühjahr 2026 9,8 °C (8,1 °C). Beim Niederschlag wurde das Soll mit rund 147 l/m²(135 l/m²) leicht übertroffen. Doch der Regen kam nicht gleichmäßig: Markante Niederschlagslagen um den 19.4. sowie in der ersten Maiwoche stützten die Saisonbilanz deutlich. Dazwischen dominierten lange trockene und lichtreiche Abschnitte. Die Sonne brachte es so in den letzten drei Monaten auf rund 704 Stunden (468 Stunden) und näherte sich damit nach letzten Berechnungen dem Frühjahrsrekord von 713 Stunden aus dem Jahr 2025.
Schleswig-Holstein: Der äußerste Norden steuerte im Frühjahr 2026 mit einer Gebietsmitteltemperatur von 9,2 °C (7,1 °C) auf eine 2,1 Grad zu milde Witterung zu. Zum Saisonfinale wurde es auch zwischen Nordsee und Ostsee zeitweise sommerlich warm; in der letzten Maiwoche erreichten die Temperaturen im Binnenland vorübergehend über 25 °C. Beim Niederschlag blieb Schleswig-Holstein klar unter dem Soll: Mit rund 100 l/m² (155 l/m²) kamen nur etwa zwei Drittel der üblichen Saisonmenge zusammen. Besonders auffällig war das Lichtangebot: In der die Bilanz standen rund 704 Stunden (492 Stunden). Damit rückte das Frühjahr 2026 in Schleswig-Holstein beim Sonnenschein voraussichtlich in die Spitzengruppe der Messreihe seit 1951.
Thüringen: Für Thüringen bilanzierte der DWD im Frühjahr 2026 eine Mitteltemperatur von 9,2 °C und damit rund 2,1 Grad über dem klimatologischen Vergleichswert (7,1 °C). Als typische Übergangsjahreszeit zeigte das Frühjahr spürbare Temperaturkontraste. Nach kühlen Rückfällen um die Eisheiligen erreichten die Höchstwerte in der letzten Maiwoche vereinzelt bereits die 30 Grad-Marke. Beim Niederschlag kamen rund 156 l/m² (176 l/m²) zusammen. Besonders die niederschlagsreiche erste Maiwoche stützte die Bilanz, ansonsten dominierten häufig trockene und sonnige Abschnitte. Die Sonne brachte es auf rund 676 Stunden und schien damit 228 Stunden länger als im Mittel (448 Stunden).
Zwischen Eisheiligen und Hochsommer – insgesamt zu warm und sehr sonnig
Der Mai 2026 war ein Monat der Gegensätze: Erst machten die Eisheiligen ihrem Namen alle Ehre, dann brachte das Monatsende vielerorts hochsommerliche Temperaturen. Beim Niederschlag blieb Deutschland insgesamt knapp unter dem Soll. Die Sonne hingegen zeigte sich nahezu überall häufiger als üblich. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Wonnemonat mit kühlen Eisheiligen und teils hochsommerlichem Ausklang Der Mai 2026 erreichte in Deutschland eine Mitteltemperatur von 14,1 Grad Celsius (°C) (12,1 °C) und lag damit 2,0 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (13,1 °C) betrug die Abweichung 1,0 Grad. In Piding, Berchtesgadener Land, wurde am 1. mit -3,3 °C der bundesweit tiefste Monatswert gemessen. Auch um die Eisheiligen zeigte der Mai noch einmal seine kühle Seite: In der zweiten Maidekade rutschten die Temperaturen zeitweise auf Aprilniveau ab. Im letzten Monatsdrittel drehte die Witterung dann in Richtung Hochsommer. Der bundesweite Höchstwert wird voraussichtlich am 30. im Oberrheingraben mit rund 34 °C erreicht. Im Oberrheingraben, im Rhein-Main-Gebiet sowie in Tallagen von Rheinland-Pfalz und des Saarlandes werden regional sechs bis lokal voraussichtlich acht heiße Tage mit mindestens 30,0 °C gezählt. Damit knüpft diese frühe Hitzeserie dort an Werte an, die zuletzt 1953 erreicht wurden.
Vor allem in der nördlichen Mitte zeitweise sehr nass – im Südosten teils deutlich zu trocken Im Mai 2026 fielen in Deutschland rund 65 Liter pro Quadratmeter (l/m²) an Niederschlag. Damit erreichte der Monat gut 92 Prozent des Niederschlags der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (71 l/m²). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 lag die Menge bei rund 93 Prozent des klimatologischen Solls (70 l/m²). Die bis dato bundesweit höchste Tagessumme wurde am 4. an der Station Ochtrup (West) in Nordrhein-Westfalen mit 70,4 l/m² gemessen. Regional lagen die Schwerpunkte mit den höchsten Monatssummen in der nördlichen Mitte Deutschlands, außerdem im Schwarzwald und an den Alpen, wo gebietsweise über 100 l/m² zusammenkamen. Deutlich trockener blieb es in Teilen Ostbayerns; dort wurden gebietsweise nur um 25 l/m² registriert.
Besonders viel Sonnenschein im Süden und im Norden Mit rund 254 Sonnenstunden (202 Stunden) überstieg die Sonnenscheindauer im Mai 2026 ihr Soll der Referenzperiode 1961 bis 1990 um gut 26 Prozent. Im Vergleich zur wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (213 Stunden) betrug das Plus rund 19 Prozent. Besonders hohe Werte um 300 Stunden wurden gebietsweise im Norden, Nordosten und Süden erreicht.
Das Wetter in den Bundesländern im Mai 2026 (In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961–1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels.)
Baden-Württemberg: Im Südwesten Deutschlands fiel der Mai 2026 ungewöhnlich warm aus. Mit voraussichtlich 14,7 °C lag die Temperatur um 2,8 Grad über dem Klimamittel (11,9 °C). Um die Eisheiligen erinnerte kühles, wechselhaftes Wetter noch einmal an den April, bevor die letzte Monatsdekade kräftig aufdrehte. Zum Monatsende werden im Oberrheingraben lokal bis zu 34 °C erwartet – voraussichtlich die bundesweit höchsten Temperaturen im Mai 2026. Besonders in der Oberrheinebene häuften sich Sommer- und Hitzetage ungewöhnlich früh. In Waghäusel-Kirrlach wurden bis zu 15 Sommertage mit mindestens 25,0 °C gezählt. Regional traten dort bis zu acht heiße Tage mit mindestens 30,0 °C auf. Eine vergleichbare frühe Häufung heißer Maitage wurde zuletzt 1953 beobachtet. Der Niederschlag blieb mit rund 63 l/m² (96 l/m²) klar unter dem klimatologischen Soll; das entsprach nur etwa zwei Drittel der üblichen Menge. Dafür schien die Sonne rund 261 fulminante Stunden (189 Stunden) – gut 40 Prozent mehr als im Klimamittel.
Bayern: In Bayern lag der Mai 2026 mit voraussichtlich 14,5 °C (11,7 °C) im deutlich zu warmen Bereich. Der kalte Monatsstart brachte in Piding, Berchtesgadener Land, am 1. mit frostigen -3,3 °C den bundesweit tiefsten Wert des Monats hervor. Auch um die Eisheiligen zeigte sich der Mai zeitweise noch von seiner kühlen, aprilhaften Seite. Umso stärker wirkte danach der Temperaturanstieg in der letzten Monatsdekade. Während der bayernweiten hochsommerlichen Phase wurden Höchstwerte von über 30 °C häufig erreicht. Auch die Zahl der Sommertage unterstrich den kräftigen Wärmeschub. In den Niederungen Ostbayerns brachte der Wonnemonat bis zu 15 Sommertage mit Höchstwerten von mindestens 25,0 °C. Gleichzeitig blieb der Regen im Freistaat deutlich hinter dem Soll zurück: Mit rund 54 l/m² (90 l/m²) fielen gut 60 Prozent der üblichen Monatsmenge. Die Sonne dominierte dagegen klar – mit rund 267 Sonnenstunden (194 Stunden). Damit reihte sich der Mai 2026 unter den fünf sonnigsten seit Messbeginn ein.
Berlin: In der Spreemetropole erreicht die Maitemperatur 2026 voraussichtlich durchschnittliche 15,0 °C (13,6 °C). Dabei zeigte der letzte Frühlingsmonat klare thermische Gegensätze: Um die Eisheiligen rutschten die Tiefstwerte zeitweise in den einstelligen Bereich, bevor die Bundeshauptstadt in der letzten Maiwoche mit teils 30 °C am 26. einen sommerlichen Vorgeschmack bekam. Der Niederschlag erreichte etwa 46 l/m² (54 l/m²). Die Sonne zeigte sich mit rund 269 Sonnenstunden (226 Stunden) deutlich häufiger.
Brandenburg: Brandenburg meldete im Mai ein Temperaturmittel von 14,3 °C (13,1 °C). Nach den Eisheiligen trat am 17. in den südlichen Landesteilen örtlich noch leichter Frost auf. Später drehte die Witterung klar in Richtung Sommer; in der letzten Monatsphase wurden regional vorübergehend Werte von über 30 °C erreicht. Der Niederschlag blieb mit rund 51 l/m² (54 l/m²) knapp unter dem klimatologischen Soll. Die Sonne war auch hier prägend und schien rund 266 Stunden (224 Stunden).
Bremen: In Bremen zeigte sich der Mai 2026 mit 13,7 °C nicht nur wärmer als im Schnitt (12,4 °C), sondern auch mit deutlichen Temperatursprüngen. Um die Eisheiligen wurde es noch einmal auffallend frisch: Am 15. sank die Tiefsttemperatur auf 0,7 °C. Keine zwei Wochen später stand Bremen auf der sommerlichen Seite des Wonnemonats: am 26. wurden Werte von 30 °C erreicht. Beim Niederschlag blieb Bremen mit rund 33 l/m² (60 l/m²) deutlich unter der üblichen Monatsmenge. Die Sonne zeigte sich dagegen häufiger als gewöhnlich und kam auf rund 243 Stunden (205 Stunden).
Marga Berck, Autorin von „Sommer in Lesmona“, Mehr hier
Hamburg: Für die Hafenmetropole ergab sich im Mai eine Temperatur von 14,1 °C(12,4 °C). Um die Eisheiligen wehte noch einmal ein frischer Wind durch die Stadt: Am 12. und 15. sanken die Frühtemperaturen örtlich auf rund 1 °C. In der letzten Monatswoche folgte der Kontrapunkt: Am 26. wurde vorübergehend die 30-Grad-Marke überschritten. Der Niederschlag summierte sich auf rund 45 l/m² und blieb damit unter dem klimatologischen Soll (58 l/m²). Die Sonne zeigte sich mit etwa 243 Stunden häufiger als üblich (213 Stunden).
Hessen: Hessen erlebte mit 14,3 °C (12,1 °C) einen deutlich zu warmen Mai. Dabei spannte der Monat einen weiten thermischen Bogen: Mit den Eisheiligen wurde es am 12. vor allem in den Mittelgebirgslagen morgens noch einmal frostig-frisch, bevor die letzte Monatsphase klar auf Hochsommer stellte. In Frankfurt am Main wurde am 26. eine Spitze von 32,4 °C erreicht. Im Rhein-Main-Gebiet kamen bis zu zwölf Sommertage mit mindestens 25,0 °C und voraussichtlich bis zu sieben heiße Tage mit mindestens 30,0 °C zusammen. Eine vergleichbare frühe Häufung heißer Maitage wurde dort zuletzt 1953 registriert. Der hessenweite Niederschlag erreichte rund 73 l/m² und lag damit im Bereich des klimatologischen Solls (71 l/m²). Die Sonne zeigte sich mit etwa 234 Sonnenstunden großzügiger als im Klimamittel (194 Stunden).
Mecklenburg-Vorpommern: Im Nordosten stieg die mittlere Maitemperatur 2026 auf 13,2 °C (11,9 °C). Im Verlauf der ersten Monatsdekade hinterließ der Wonnemonat vor allem in Vorpommern-Rügen noch deutliche Frostspuren: Am 8. sank der Tiefstwert in Barth auf -3,1 °C. Zum Monatsende drehte die Witterung zwar vorübergehend in Richtung Sommer, blieb aber gedämpfter als in vielen südlichen und westlichen Bundesländern. Am 26. wurden dennoch lokal bis 30 °C erreicht (Boizenburg). Der Niederschlag lag mit rund 44 l/m² unter dem klimatologischen Soll (51 l/m²). Mit rund 275 Sonnenstunden (236 Stunden) zeigte sich der Mai deutlich heller als gewöhnlich.
Niedersachsen: Im Mai 2026 machte sich in Niedersachsen zur Monatsmitte noch einmal eine kühle Phase um die Eisheiligen bemerkbar, bevor die letzte Monatsdekade zeitweise hochsommerliche Akzente setzte. Am 26. stiegen die Temperaturen regional auf über 30 °C. In der Bilanz stand eine Gebietsmitteltemperatur von 13,6 °C (12,3 °C). Rund 71 l/m² (61 l/m²) Niederschlag wurden im Flächenmittel erreicht. Die Sonne zeigte sich mit etwa 240 Sonnenstunden (202 Stunden) häufiger als gewöhnlich.
Nordrhein-Westfalen: Nordrhein-Westfalen meldete im Mai 2026 milde 14,1 °C(12,4 °C). Zur Monatsmitte machte sich zwar noch einmal die kühle Phase um die Eisheiligen bemerkbar, doch zum Monatsende drehte die Witterung deutlich auf: Vielerorts wurden Werte über 30 °C erreicht und damit zeitweise hochsommerliches Niveau. Der Niederschlag lag in NRW mit rund 92 l/m² (72 l/m²) über dem Klimamittel; das Bundesland dürfte im Ländervergleich zu den nassesten Regionen zählen. Die bundesweit höchste Tagessumme wurde am 4. an der Station Ochtrup (West) mit 70,4 l/m² gemessen. Die Sonne zeigte sich dennoch häufig: Rund 230 Stunden (190 Stunden) machten den Mai trotz der hohen Niederschlagsausbeute deutlich sonnenscheinreicher als gewöhnlich.
Rheinland-Pfalz: Rheinland-Pfalz präsentierte sich im Mai 2026 deutlich zu warm. Mit 14,8 °C lag die Temperatur um 2,6 Grad über dem Klimamittel (12,2 °C). Besonders zum Monatsende griff der Wonnemonat verbreitet in die Hochsommerkiste: In vielen Regionen wurden Werte von über 30 °C erreicht. Auffällig war dabei die Häufung warmer und heißer Tage. Vor allem in den Tälern, wie in Bad Kreuznach im Nahetal, wurden bis zu 14 Sommertage mit mindestens 25,0 °C gezählt. Regional kommen zudem nach derzeitigem Stand bis zu sieben heiße Tage mit mindestens 30,0 °C zusammen. Damit erreicht die Zahl heißer Maitage dort ein Niveau, das seit 1953 nicht mehr beobachtet wurde. Der Niederschlag blieb mit rund 64 l/m² (70 l/m²) etwas unter dem Soll. Die Sonne zeigte sich mit rund 230 Sonnenstunden (191 Stunden) deutlich häufiger als gewöhnlich.
Saarland: Das Saarland setzte im Mai 2026 voraussichtlich den wärmsten Akzent aller Bundesländer: Mit 15,3 °C lag die Temperatur um 2,8 Grad über dem Klimamittel (12,5 °C). Am 12. trat in der kühlen Phase örtlich leichter morgendlicher Frost auf, etwa in Perl-Nennig. Zum Monatsende wurde es dann verbreitet heiß. Vielerorts stiegen die Temperaturen über 30 °C, regional wurden bis zu sieben heiße Tage mit mindestens 30,0 °C gezählt. Damit bewegte sich die frühe Hitzehäufung örtlich in einer Größenordnung, wie sie zuletzt im Mai 1953 verzeichnet wurde. Der Niederschlag blieb mit rund 46 l/m² (79 l/m²) deutlich unter dem Soll. Die Sonne zeigte sich dagegen häufig: Rund 238 Sonnenstunden (199 Stunden) machten den Mai deutlich lichtreicher als gewöhnlich.
Sachsen: In Sachsen stieg die Maitemperatur auf 13,8 °C (12,3 °C). Der Monat zeigte dabei eine bemerkenswerte Spannbreite: Schon am ersten Maiwochenende gab es sommerliche Akzente mit Temperaturen teils über 25 °C, ehe um die Monatsmitte vor allem im Bergland und in Teilen der Oberlausitz leichter Morgenfrost auftrat. In den Hochlagen des Erzgebirges fiel um die Eisheiligen zeitweise sogar Schnee. Auch in seiner letzten Woche gab der Mai nochmal einen kurzen Vorgeschmack auf den Sommer. Der Niederschlag summierte sich auf rund 78 l/m²(67 l/m²) und lag damit über dem Soll. Das eigentliche Ausrufezeichen setzte die Sonne: Mit rund 261 Stunden (201 Stunden) war der Mai deutlich sonniger als gewöhnlich.
Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt zeigte im Mai 2026 einen warmen, nassen und dennoch sehr sonnigen Verlauf. Bereits innerhalb der ersten Woche fiel gebietsweise viel Niederschlag und prägte die Bilanz des Monats. So brachte am 5. kräftiger Regen im westlichen bis südwestlichen Sachsen-Anhalt Tagessummen zwischen 40 und fast 60 l/m². Um die Monatsmitte folgte die kühle Talsohle: Im Bergland trat leichter Frost auf, auf dem Brocken fiel zu den Eisheiligen sogar Schnee. Danach drehte die Witterung deutlich in Richtung Sommer. Den Wärmegipfel brachte der 26., als regional Werte über 30 °C erreicht wurden. Die Mitteltemperatur betrug 14,1 °C (12,8 °C). Der Niederschlag lag am Ende mit rund 82 l/m² (52 l/m²) deutlich über dem Soll. Die Sonne zeigte sich in der Fläche rund 252 Stunden (206 Stunden).
Schleswig-Holstein: Im äußersten Norden der Republik erreichte der Mai 2026 ein Temperaturmittel von 13,0 °C (11,5 °C). Um die Eisheiligen erinnerte örtlicher Morgenfrost noch einmal an die kühle Seite des Wonnemonats, bevor in der letzten Maiwoche ein Sommergruß mit vorübergehend sommerlichen Temperaturen folgte. Der Niederschlag blieb mit rund 35 l/m² (54 l/m²) deutlich unter dem Soll. Das stärkste Signal setzte die Sonne: Mit rund 277 Stunden (223 Stunden) zählte Schleswig-Holstein im Mai zu den sonnigsten Regionen Deutschlands.
Thüringen: Für Thüringen ermittelte der DWD im Mai 2026 milde 13,6 °C (11,7 °C). Zu den Eisheiligen brachte die kühle Phase in den Hochlagen des Thüringer Waldes Schnee, zum Monatsende drehte die Witterung deutlich in Richtung Sommer: In den Tallagen wurden am 26. örtlich über 30 °C erreicht. Der Niederschlag summierte sich auf rund 91 l/m² (66 l/m²) und lag damit über dem Soll. Den Ausschlag gab vor allem die erste Maiwoche: Allein am 5. fielen regional 40 bis örtlich über 60 l/m², welche die spätere Monatsbilanz früh deutlich anhoben. Trotz dieser nassen Bilanz präsentierte sich der Mai sehr freundlich: Mit rund 244 Sonnenstunden zeigte sich die Sonne deutlich häufiger als gewöhnlich (195 Stunden).
Am 10.05.2026 müssten wir in Deutschland eigentlich für dieses verbleibende Jahr alle CO2– Emissionen einstellen und dürften keine natürlichen Rohstoffe mehr nutzen.
Heute am 10.05.2026 haben wir in Deutschland alle unsere natürlichen Ressourcen für das ganze Jahr 2026aufgebraucht. Ab morgen verändern wir durch unsere übermäßige Lebensweise unseren Lebensraum durch Ausbeutung. Die teilweise lebensbedrohenden Folgen spüren wir schon jetzt alle sehr deutlich: So z.B. Dürren, Starkregenereignisse und zunehmende Hitze. Das Wüstenwetter aus Afrika herrscht jetzt in Spanien und das Südeuropawetter landet bei uns. Unser gemäßigtes Klima befindet ist dafür in Skandinavien heimisch und die Polarregionen Haben nun skandinavisches Klima.
Was bedeutet eigentlich Erdüberlasungstag 10.05.2026: Für unsere derzeitige Lebensweise müssten wir, wenn alle Menschen so intensiv wie wir hier in Deutschland die natürlichen Erdressourcen ausbeuten, eigentlich eine 2,8 fach größere Welt zur Verfügung haben. Quelle: Global Footprint Network.
Der BUND stellt deshalb nüchtern fest:
„Unser aktueller Lebens- und Wirtschaftsstil ist nicht zukunftsfähig.“
Unsere Hauptprobleme sind nach wie vor der zu hohe Einsatz von fossilen Energien durch den individuellen Straßenverkehr, die industriell betriebene Landwirtschaft/ Tierhaltung, energieintensive Industrien sowie nicht genügend energieeffizienter Wohnraum.
Der Erdüberlastungstag 2025 war am 03. Mai. Der heutige Erdüberlastungstag 2026 ist zwar 5 Tage später, zeugt allerdings nicht von einer nachhaltigeren Ressourcennutzung, sondern ist hauptsächlich das Ergebnis einer verbesserten Datenerhebung und verfeinerten Berechnungsmethoden.
Was könnt Ihr persönlich tun?
Wie ist der ökologische Fußabdruck Eures Betriebes?
Wann ist der betriebliche Erdüberlastungstag?
Wenn Ihr hier den Fußabdruck Eures Betriebes einmal ermitteln wollt, um zu sehen, wie verantwortungsvoll Euer Betrieb mit den natürlichen Ressourcen umgeht, dann findet Ihr dafür das Werkzeug auf der Seite des Global Footprint Network. Hier der deutschsprachige Link
Mit dem Overshoot Day Calculator könnt Ihr die Nachhaltigkeit der betrieblichen Wirtschaftsweise auch für die Außendarstellung Eures Betriebes nutzen und dann jährlich die jeweilige Entwicklung publizieren. Es lassen sich so auch Kunden zum Mitmachen bewegen und werden so dauerhaft an Euren Betrieb gebunden. Klimafreundliches Wirtschaften ist ein gutes Instrument zur Außendarstellung des Betriebes, Kundengewinnung und Kundenbindung.
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Ungewöhnlich sonniger, tagsüber milder, nachts kühler und niederschlagsarmer April
Der vergangene April brillierte wie der März mit viel Sonnenschein. Lange Hochdruckphasen in Verbindung mit trockener Festlandsluft sorgten nicht nur für außergewöhnlich viele Sonnenstunden, sondern in vielen Regionen auch für wenig Niederschlag. Lediglich in der östlichen Mitte und im Nordosten regnete es durchschnittlich viel. Die Temperaturen waren vor allem tagsüber frühlingshaft mild, wohingegen sie nachts deutlich abfielen. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Kühle Nächte und frühlingshaft milde Tage Im vergangenen April gab es zwar frühlingshaft milde Tage, aber vor allem die frischen Nächte verhinderten ein höheres Temperaturmittel; dieses lag bei 9,2 Grad Celsius (°C). Damit betrug die positive Abweichung 1,8 Grad gegenüber dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (7,4 °C). Ein Vergleich mit der aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (9,0 °C) zeigt ein zartes Plus von 0,2 Grad. Nachdem der Start in den Monat eher kühl und verbreitet mit Nachtfrost einhergegangen war, kletterte die Quecksilbersäule in den darauffolgenden Tagen auf frühsommerlich anmutende Höchstwerte. Auf den deutschlandweiten Tiefstwert, der am 1. mit -8,2 °C in Oberstdorf (Bayern) gemessen wurde, folgte bereits am 5. des Monats mit 25,2 °C in Regensburg (Bayern) der Monatshöchstwert. Insgesamt zeichnete sich ein Nordost-Südwest-Gefälle in der Temperaturverteilung ab. Während im Südwesten die Monatsmitteltemperatur über 10 °C lag, war es im Nordosten im Mittel etwa zwei Grad kühler.
Trockenheit hielt an Nachdem bereits der März verbreitet sehr trocken war, konnte der April in den meisten Regionen das Niederschlagsdefizit nicht ausgleichen. Die Monatsniederschlagssumme belief sich auf rund 25 Liter pro Quadratmeter (l/m²); das entspricht mit Blick auf die Referenzperiode 1961 bis 1990 weniger als der Hälfte des klimatologischen Solls (58 l/m²). Im Vergleich mit der aktuelleren Referenzperiode 1991 bis 2020 (45 l/m²) ergab sich noch ein Defizit von rund 44 Prozent (%). Am nassesten waren im April die Regionen, die im März noch zu den trockensten gehörten, wie beispielsweise Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Berlin. Die höchste Tagesniederschlagssumme wurde mit 83,4 l/m² am 19. in Röbel/Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) in Verbindung mit einem stationären Niederschlagsband, in dem es schauerartig verstärkt regnete, gemessen.
Außergewöhnlich sonnig durch die Zufuhr trockener Festlandsluft Der zweite Frühlingsmonat präsentierte sich außergewöhnlich sonnig. Durch lange Hochdruckphasen in Verbindung mit trockener Festlandsluft summierten sich bis Monatsende rund 245 Sonnenstunden auf. Damit wurde der vieljährige Mittelwert von 154 Stunden (Referenzperiode 1961 bis 1990) um mehr als 50 % überboten. Im Vergleich mit der jüngeren und sonnigeren Vergleichsperiode (1991 bis 2020) ergab noch ein Überschuss von 62 Sonnenstunden (183 Stunden). Im Südwesten und Nordosten zeigte sich das Zentralgestirn im April im Schnitt acht bis neun Stunden täglich, während es im Südosten durchschnittlich etwas mehr als sieben Stunden waren.
Das Wetter in den Bundesländern im April 2026 (In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961–1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels.)
Baden-Württemberg: Mit 245 Sonnenstunden war es im zweiten Frühlingsmonat in Baden-Württemberg außergewöhnlich sonnig. Das Klimasoll (151 Stunden) wurde um knapp zwei Drittel übertroffen. Der April war im Südwesten ungewöhnlich mild und die Mitteltemperatur lag mit 10,3 °C um 2,9 Grad über dem vieljährigen Mittel (7,4 °C). Dabei gab es oft einen ausgeprägten Tagesgang der Temperatur mit kühlen Nächten und sehr milden Tagen. Niederschlag war mit gerade einmal rund 20 l/m²eine Rarität. Das Klimasoll (78 l/m²) wurde zu etwa einem Viertel erfüllt. Der vergangene April gehörte damit zu den trockensten Aprilmonaten seit Messbeginn. In der Messhistorie fiel lediglich viermal noch weniger Regen im zweiten meteorologischen Frühlingsmonat.
Bayern: In Bayern war es im April außergewöhnlich trocken. Nur rund 15 l/m²landeten in den Messtöpfen. Damit landet der Monat unter den vier trockensten April-Monaten seit Messbeginn. Das Klimasoll (70 l/m²) wurde weit verfehlt. Trotz 230 Sonnenstunden und damit 50 Prozent mehr als im langjährigen Mittel (154 Stunden) dürfte der Freistaat mit den anderen Freistaaten Sachsen und Thüringen sowie Bremen das Schlusslicht im Länderranking bilden. Das Temperaturmittel lag bei 9,4 °C (7,0 °C). Nachts war es oftmals noch ziemlich kühl und am 1. wurde in Oberstdorf mit -8,2 °C der deutschlandweite Tiefstwert gemessen. Tagsüber war es öfters frühlingshaft mild, teilweise sogar frühsommerlich warm und Anfang April wurde der Monatshöchstwert ebenfalls in Bayern registriert – mit 25,2 °C in Regensburg.
Berlin: Vergleichsweise nass präsentierte sich im April die Bundeshauptstadt. Mit rund 40 l/m² erreichte Berlin den Wert der Referenzperiode (40 l/m²) und belegt damit im Bundesländervergleich den zweiten Platz. Nahezu der gesamte Niederschlag fiel zum Ende der zweiten Dekade in Verbindung mit einem quasi stationären Regenband. Die Sonne schien ungewöhnlich lange und am Monatsende standen 255 Sonnenstunden (161 Stunden) in den Büchern. Die Durchschnittstemperatur erreichte 9,3 °C, wodurch das langjährige Mittel (8,4 °C) um 0,9 Grad übertroffen wurde.
Brandenburg: In Brandenburg war es nach einem viel zu trockenen März im April deutlich nasser. Mit rund 45 l/m² (41 l/m²) gab es dreimal so viel Niederschlag wie im Monat zuvor. Im Länderranking könnte dies zusammen mit Sachsen-Anhalt die Spitzenposition bedeuten. Der Löwenanteil des Niederschlags fiel zum Ende der zweiten Dekade. Im Norden Brandenburgs gab es dabei regional 60 bis 80 l/m² in 24 Stunden. Die Sonne schien im Nordosten durchschnittlich mehr als acht Stunden täglich, sodass sich bis Monatsende ungewöhnlich viele 255 Sonnenstunden (163 Stunden) aufsummierten. Das Temperaturmittel betrug 8,7 °C (7,8 °C).
Bremen: In Bremen wurde im April eine Durchschnittstemperatur von 9,3 °Cerreicht. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert (7,6 °C) bedeutete dies ein Plus von 1,7 Grad, obwohl es nachts teilweise noch empfindlich frisch war. Örtlich gab es an bis zu vier Tagen Nachtfrost. Im zweiten Frühlingsmonat regnete es wenig, mit rund 20 l/m² betrug das Defizit gegenüber dem vieljährigen Mittel (48 l/m²) fast 60 %. Die Sonne schien dagegen mit 230 Stunden fast 50 Prozent mehr als im Klimamittel (155 Stunden). Im Länderranking dürfte dies mit den drei Freistaaten der geteilte letzte Platz bedeuten.
Hamburg: In Hamburg bilanzierte der DWD im April eine Mitteltemperatur von 9,3 °C (7,5 °C). Die Monatsniederschlagssumme belief sich auf rund 30 l/m², was 60 %des langjährigen Mittels (50 l/m²) entsprach. Über die Hälfte des Niederschlags fiel dabei Ende der zweiten Dekade. Die Sonne schien auch im zweiten Frühlingsmonat in der Hansestadt deutlich mehr als im Durchschnitt, sodass am Ende 245 Sonnenstunden (156 Stunden) zu Buche standen.
Hessen: In der Landesmitte war es im April außergewöhnlich sonnig. 250 Stunden lang schien das Zentralgestirn in Hessen von einem besonders in der dritten Dekade mitunter blankgeputzten Himmel. Der Referenzwert (152 Stunden) wurde um annähernd zwei Drittel überboten und nur in den Jahren 2007 und 2020 war es noch sonniger. Die Mitteltemperatur erreichte 9,9 °C, wobei sich an vielen Tagen ein ausgeprägter Tagesgang der Temperatur widerspiegelte. Im Nord- und Osthessen gab es lokal in fast der Hälfte des Monats Nachtfrost, im Süden wurde mehr als zehnmal die 20-Grad-Marke geknackt. Mit rund 20 l/m² gab es rund ein Drittel dessen an Niederschlag, was im Klimamittel (59 l/m²) im zweiten Frühlingsmonat fällt.
Mecklenburg-Vorpommern: Nach einem außergewöhnlich sonnigen März präsentierte sich auch der April im äußersten Norden Deutschlands ungewöhnlich sonnig. Bis Monatsende wurden in Mecklenburg-Vorpommern 255 Sonnenstunden registriert. Das waren 88 Stunden mehr als im vieljährigen Mittel (167 Stunden). Mit einem Temperaturmittel von 7,9 °C war es zwar 1,2 Grad wärmer als im Klimamittel (6,7 °C), aber deutschlandweit war es lediglich in Sachsen kühler. Dabei gab es mit Ausnahme der Küstengebiete an fünf bis zehn Tagen Nachtfrost. Das Niederschlagssoll (42 l/m²) wurde mit rund 30 l/m² zwar um über ein Viertel verfehlt, aber besonders rund um die Müritz schüttete es Ende der zweiten Dekade teils wie aus Kübeln. In diesem Zusammenhang wurde am 19. in Röbel/Müritz mit 83,4 l/m²die höchste deutschlandweite Tagesniederschlagssumme gemessen.
Niedersachsen: In Niedersachsen lag das Temperaturmittel im April bei 9,0 °C. Der klimatologische Referenzwert (7,5 °C) wurde um 1,5 Grad übertroffen. Frühlingshaft mild war es dabei besonders zur Monatsmitte, als die 20-Grad-Marke wiederholt in den Fokus rückte. Verbreiteter Nachtfrost spielte besonders zu Monatsbeginn noch eine größere Rolle, während später nur noch ganz vereinzelt der Gefrierpunkt unterschritten wurde. In puncto Niederschlag zeigte sich der zweite Frühlingsmonat nicht besonders spendabel. Bis Monatsende fielen mit rund 25 l/m² nicht einmal die Hälfte es Klimareferenzwertes (52 l/m²). In der dritten Dekade blieb es dabei nahezu komplett trocken. Die Sonne schien mit 240 Stunden (151 Stunden) ungewöhnlich lange.
Nordrhein-Westfalen: Im April wurde im bevölkerungsreichsten Bundesland eine Durchschnittstemperatur von 9,8 °C ermittelt. Das langjährige Mittel (7,9 °C) wurde damit um 1,9 Grad überschritten. Niederschlag war auch im Westen der Bundesrepublik eine Rarität, denn es wurden nur rund 30 l/m² gemessen. Der Klimawert (62 l/m²) wurde damit um über die Hälfte unterboten. Der meiste Niederschlag fiel zum Anfang und zum Ende der zweiten Dekade. In der dritten Dekade blieb es durchweg trocken. 245 Sonnenstunden (148 Stunden) sorgten für einen außergewöhnlich sonnigen zweiten Frühlingsmonat. An etwa zehn Tagen schien die Sonne über zehn Stunden lang, teilweise trübte bei hohem Luftdruck in Verbindung mit trockener Festlandsluft keine Wolke den Himmel.
Rheinland-Pfalz: Rheinland-Pfalz war im April das zweitwärmste Bundesland. Die Mitteltemperatur belief sich auf 10,5 °C, was eine positive Abweichung von 2,7 Grad gegenüber dem Klimasoll (7,8 °C) bedeutete. Besonders tagsüber war es teilweise sehr mild und Nachtfrost spielte im Südwesten eher eine untergeordnete Rolle. Garniert waren die milden Temperaturen mit viel Sonnenschein. Im Schnitt schien die Sonne fast neun Stunden täglich und somit kamen bis Monatsende außergewöhnliche 260 Sonnenstunden zusammen. Das waren 72 % mehr als im vieljährigen Mittel (151 Stunden); nur im Saarland war es deutschlandweit noch sonniger. In puncto Niederschlag konnte der April nicht viele Punkte sammeln. Lediglich rund 20 l/m² quälten sich in die Messbecher, damit fiel rund ein Drittel des Referenzwertes (57 l/m²).
Saarland: Im Bundesländervergleich hatte das Saarland in Bezug auf die Mitteltemperatur im April die Spitzenposition inne. Mit ungewöhnlich milden 11,1 °Cwurde das vieljährige Mittel (8,2 °C) um fast drei Grad übertroffen. Den Platz an der Sonne heimste der Südwesten auch bei der Sonnenscheindauer ein. In keinem Bundesland gab es im April mehr Sonnenschein: 270 Sonnenstunden (155 Stunden) waren eine außergewöhnliche Ausbeute. Vor allem zu Beginn der dritten Dekade schien die Sonne von früh bis spät von einem tiefblauen Himmel. Die Monatsniederschlagssumme betrug rund 20 l/m² (64 l/m²). Damit gehörte das Saarland zu den trockensten Regionen des Landes.
Sachsen: Sachsen war mit einem Temperaturmittel von 7,8 °C das kühlste Bundesland im Länderranking. Die positive Abweichung vom Klimareferenzwert (8,3 °C) fiel mit 0,5 Grad eher gering aus. Insbesondere die kalten Nächte verhinderten ein höheres Temperaturmittel. Immerhin wurde an fünf bis zehn, im Erzgebirge an bis zu fünfzehn Tagen Nachtfrost registriert. Der Niederschlag erfüllte sein klimatologisches Soll (57 l/m²) mit rund 30 l/m² zu etwas mehr als der Hälfte. Die Sonne lachte zwar ungewöhnliche 230 Stunden (150 Stunden) vom Himmel, deutschlandweit gehörte der Freistaat mit diesem Wert jedoch zu den am wenigsten lichtreichen Regionen.
Sachsen-Anhalt: In Sachsen-Anhalt lag die Durchschnittstemperatur im April bei 8,7 °C (7,8 °C). Die Niederschlagsmenge betrug rund 45 l/m² womit es im Vergleich zum langjährigen Mittel (43 l/m²) ungefähr durchschnittlich viel regnete. Deutschlandweit war es nur in Brandenburg genauso nass, ansonsten war es überall trockener. Ein Großteil des Niederschlags ging dabei zum Ende der zweiten Dekade nieder, als es, mit Ausnahme des Nordwestens, verbreitet 15 bis 30, lokal 40 l/m² innerhalb von 24 Stunden regnete. Die Sonne schien im zweiten Frühlingsmonat in der östlichen Mitte ungewöhnlich lange. Mit 245 Sonnenstunden (152 Stunden) wurde das Klimasoll um fast 100 Stunden übertroffen.
Schleswig-Holstein: Im April betrug das Mittel der Lufttemperatur in Schleswig-Holstein 8,2 °C. Der Referenzwert (6,6 °C) wurde um 1,6 Grad überboten. Die Sonne schöpfte aus dem Vollen und setzte sich ungewöhnlich lange 250 Stunden (164 Stunden) am Himmel durch. Vor allem die erste und dritte Dekade trugen zu einem sehr lichtreichen April bei, während in der zweiten Dekade häufiger dichte Wolkenfelder das Himmelsbild zierten. Viel Niederschlag gab es aus der Bewölkung jedoch nicht. Lediglich rund 25 l/m² und damit etwa die Hälfte des langjährigen Mittelwerts (49 l/m²) wurden gemessen.
Thüringen: Der April war im Freistaat Thüringen milder, trockener und erheblich sonniger als im langjährigen Mittel. Die Durchschnittstemperatur betrug 8,3 °C, womit es 1,5 Grad wärmer war als in der Referenzperiode (6,8 °C). Ein höheres Temperaturmittel verhinderten die drei bis acht, im Umfeld des Berglandes auch über zehn Tage mit Nachtfrost. Das Niederschlagssoll (58 l/m²) wurde mit rund 35 l/m² um 40 % verfehlt und nennenswerter Niederschlag fiel insbesondere im Umfeld einer Luftmassengrenze zum Ende der zweiten Dekade. Die Sonne leistete mit 230 Stunden (147 Stunden) zwar Höchstarbeit und verbuchte einige Überstunden, aber im Länderranking dürfte Thüringen damit zusammen mit Bayern, Bremen und Sachsen auf dem letzten Platz landen.
März 2026 präsentiert sich außergewöhnlich sonnig, sehr mild und niederschlagsarm
Die Protagonisten Iackl, Jannis, Konrad, Max und Norbert prägten das Wettergeschehen in Deutschland im März 2026 maßgeblich: Die Hochdruckgebiete sorgten flächendeckend für einen sonnenscheinreichen, niederschlagsarmen und sehr milden März. Das Monatsende hingegen fiel spätwinterlich aus. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Mit Vollgas in den Frühling, spätwinterliche Witterung zum Monatsausklang Der März 2026 verzeichnete ein Temperaturmittel von 6,3 Grad Celsius (°C). Damit lag der Wert um 2,8 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (3,5 °C). Gegenüber der Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (4,6 °C) betrug die Abweichung 1,7 Grad. Insbesondere in der ersten Monatshälfte war es so mild wie typischerweise Mitte April. Der Monatshöchstwert von 19,9 °C wurde bereits am 7. im südhessischen Michelstadt im Odenwald gemessen. In der ersten Dekade purzelten in Bezug auf die Höchsttemperatur an den Wetterstationen reihenweise die Tagesrekorde. Zum Monatsende sorgten Winde aus nordwestlicher Richtung für spätwinterliche Verhältnisse. Besonders kalt war es am 28. in Oberstdorf (Bayern) mit -15,5 °C über frisch gefallenem Schnee.
Lange Trockenphasen durch Hochdruckwetter Aufgrund der ausgeprägten und länger andauernden Hochdrucklagen waren Niederschläge im März rar und konzentrierten sich auf den Beginn der zweiten Dekade und auf das Monatsende. Insgesamt landeten 37 Liter pro Quadratmeter (l/m²) in den Messbechern. Das entspricht einem Minus von gut 35 % gegenüber den Referenzperioden 1961 bis 1990 und 1991 bis 2020 (jeweils 57 l/m²). Besonders trocken fiel der Monat im Osten des Landes aus, wo gebietsweise lediglich um 10 l/m² fielen. Infolgedessen erreichte die Waldbrandgefahr bereits früh im Jahr die Stufe 4 von 5. Nasser präsentierten sich mit 80 bis 120 l/m² der Schwarzwald und der Alpenrand, aber auch dort blieben die Werte unterhalb jener des langfristigen Mittels. Die höchste Tagesniederschlagssumme datiert vom 25. mit 35,2 l/m² in Utzenfeld (Baden-Württemberg) im Südschwarzwald. Eine Kaltfront sorgte dort für kräftige Niederschläge.
Außergewöhnlich viel Sonne, aber das Spitzenjahr 2022 bleibt unangetastet Der erste meteorologische Frühlingsmonat wartete mit besonders viel Sonnenschein auf; rund 195 Stunden wurden registriert. Nur im März 2022 und im letztjährigen März schien die Sonne noch länger. Das langjährige Mittel von 111 Stunden (Referenzperiode 1961–1990) wurde um 75 % überboten und auch im Vergleich mit der jüngeren Vergleichsperiode (127 Stunden) ergab sich ein sattes Plus von über 50 %. Größere regionale Unterschiede kristallisierten sich nicht heraus. Lediglich ganz im Norden und im äußersten Süden lag die Monatssumme gebietsweise unter 150 Stunden.
Das Wetter in den Bundesländern im März 2026 (In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961–1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels.)
Baden-Württemberg: In Baden-Württemberg war es im vergangenen März ungewöhnlich sonnig. 190 Stunden (117 Stunden) lang behauptete sich das Zentralgestirn am Himmel. Das Temperaturmittel lag bei 6,0 °C, der Referenzwert (3,6 °C) wurde damit deutlich überschritten. Besonders mild war es in der ersten Dekade mit Höchstwerten zwischen 15 und knapp 20 °C. Zum Ende hin zeigte sich der März nochmal von seiner kalten Seite. Gebietsweise sanken die Tiefstwerte in den mäßigen, lokal sogar strengen Frostbereich. Die Niederschlagssumme betrug 45 l/m² (70 l/m²). Damit war es auch im Südwesten deutlich trockener, wenngleich am 25. in Utzenfeld mit 35,2 l/m² die deutschlandweit höchste Tagesniederschlagssumme gemessen wurde.
Bayern: Die Durchschnittstemperatur lag in Bayern im März bei 5,3 °C (2,9 °C). Damit war der Freistaat das kälteste aller Bundesländer. Besonders kalt fiel die Nacht auf den 28. aus, als es am Alpenrand über frisch gefallenem Schnee örtlich strengen, vereinzelt sehr strengen Frost gab. In Oberstdorf wurde an diesem Tag mit -15,5 °C der deutschlandweite Tiefstwert im März registriert. Der Niederschlag belief sich auf 35 l/m², womit nur etwas mehr als die Hälfte des langjährigen Mittels (62 l/m²) gemessen wurde. Dabei waren die Niederschläge sehr inhomogen verteilt. Während es am Alpenrand für 80 bis 120 l/m² reichte, fielen in Ostbayern und in Bayerisch-Schwaben teilweise nur 10 bis 20 l/m². Die Sonne ließ sich auch im Südosten ausgiebig blicken und schien mit 190 Stunden (119 Stunden) außergewöhnlich lange. Die erste Dekade und der Beginn der zweiten Monatshälfte trugen maßgeblich zu diesem Überschuss bei.
Berlin: In der Bundeshauptstadt lag die Mitteltemperatur bei 7,4 °C, die Abweichung gegenüber dem vieljährigen Mittel (4,0 °C) fiel mit 3,4 Grad erheblich aus. Insbesondere in der ersten Monatshälfte war es äußerst sonnig, trocken und mit Höchstwerten zwischen 12 und 18 °C sehr mild. Niederschlag war im Nordosten Mangelware und bis Monatsende landeten deutlich unterdurchschnittliche 10 l/m²(37 l/m²) in den Messtöpfen. In keinem Bundesland fiel weniger Niederschlag. In puncto Sonnenschein heimste die Hauptstadt im Ländervergleich mit 215 Sonnenstunden (121 Stunden) dagegen den Spitzenplatz ein.
Brandenburg: Brandenburg präsentierte sich im März sehr trocken, mild und sonnenscheinreich. Lediglich im März des Spitzenjahres 2022 schien die Sonne in Brandenburg länger als im vergangenen Monat. 205 Stunden (120 Stunden) Sonnenschein standen bis zum Monatsende zu Buche. Gemeinsam mit Sachsen-Anhalt war Brandenburg damit das zweitsonnigste Bundesland nach Berlin. Langanhaltende Phasen mit hohem Luftdruck sorgten nicht nur für viel Sonne, sondern auch für wenig Niederschlag; lediglich 15 l/m² (36 l/m²) Monatsniederschlag wurden gemessen. Im Bundesländerranking bedeutet das – wiederum hinter Berlin – Platz 2 der trockensten Bundesländer in diesem März. An gerade einmal zwei bis fünf Tagen wurde eine Tagesniederschlagssumme von mehr als 1 l/m² gemessen. Die Mitteltemperatur erreichte 6,5 °C, wodurch das langjährige Mittel (3,5 °C) um 3 Grad überschritten wurde. Höchstwerte jenseits der 15-Grad-Marke und einige Stations-Tagesrekorde in der ersten Märzhälfte trugen erheblich zur ausgeprägten positiven Abweichung bei.
Bremen: In der Hansestadt Bremen war es zusammen mit Hamburg und Nordrhein-Westfalen im vergangenen März deutschlandweit am wärmsten. Das Temperaturmittel lag bei 7,5 °C und damit 3,6 Grad über dem langjährigen Mittel (3,9 °C). Mit einem Monatsniederschlag von 40 l/m² erreichte auch Bremen das langjährige Mittel (51 l/m²) nicht. Niederschläge gab es zu Beginn der zweiten Dekade und gegen Monatsende. Ansonsten fiel kaum Regen. Dafür zeigte sich in den trockenen Phasen oftmals die Sonne, sodass in der Summe 200 Sonnenstunden registriert wurden. Das war etwa doppelt so viel wie im vieljährigen Mittel (102 Stunden).
Hamburg: Der erste meteorologische Frühlingsmonat erreichte in der Hansestadt Hamburg eine Durchschnittstemperatur von 7,5 °C (3,9 °C). Nur in Bremen und Nordrhein-Westfalen war es im vergangenen März genauso warm. Die erste Monatshälfte präsentierte sich bei Winden aus südlichen Richtungen milder als die zweite Monatshälfte, in der der Wind häufiger von der See her wehte. 45 l/m²Niederschlag waren 18 % weniger als im langjährigen Mittel (55 l/m²). 195 Stunden Sonne (101 Stunden) lockten die Menschen in der Hafenmetropole ins Freie.
Hessen: Deutlich sonniger, deutlich milder und trockener als im Klimamittel präsentierte sich der Lenzmonat in Hessen. Das Temperaturmittel erreichte 6,5 °C. Damit war es um 2,7 Grad wärmer als im vieljährigen Mittel (3,8 °C). Sehr mild war der Monatsbeginn. Am 7. wurde mit 19,9 °C in Michelstadt im Odenwald das höchste Tagesmaximum in Deutschland gemessen. Ganz anders waren die Temperaturbedingungen am Monatsende, wo sich selbst die 10-Grad-Marke als größeres Hindernis erwies. Regen und am Monatsende teilweise auch Schnee registrierten die Wetterstationen vor allem zu Beginn der zweiten Dekade und ab Mitte der dritten Dekade. 35 l/m² Monatsniederschlag blieben weit vom Klimasoll (62 l/m²) entfernt. Die Sonnenscheindauer von 190 Stunden (107 Stunden) übertraf den vieljährigen Mittelwert dagegen deutlich.
Mecklenburg-Vorpommern: Außergewöhnlich sonnig war der vergangene März im äußersten Nordosten Deutschlands. 200 Stunden Sonne (114 Stunden) entsprachen in etwa dem Wert des vergangenen Jahres; nur im März 2022 schien das Zentralgestirn noch länger. Durch die langanhaltenden und sonnigen Hochdruckphasen, hatten es Wolken mit Niederschlag schwer, sich in Mecklenburg-Vorpommern durchzusetzen. Lediglich 25 l/m² wurden gemessen und damit fast 40 % weniger als im langjährigen Mittel (41 l/m²). Mit einer Mitteltemperatur von 6,2 °C(2,8 °C) war es außerdem ungewöhnlich mild. Vor allem in der ersten Dekade wurde die 15-Grad-Marke wiederholt geknackt.
Niedersachsen: Nur im März 2022 und im März 2025 war es im Nordwesten sonniger als im zurückliegenden ersten meteorologischen Frühlingsmonat. In Niedersachsen standen an dessen Ende 190 Sonnenstunden zu Buche. Der Klimareferenzwert (102 Stunden) wurde bereits zur Monatsmitte erreicht. Mit einer Mitteltemperatur von 7,0 °C fiel der Monat mild aus. Die positive Abweichung gegenüber dem Referenzwert (3,9 °C) lag bei 3,1 Grad. Maßgeblich für diesen Überschuss war die erste Dekade, die ungewöhnlich mild ausfiel, während zum Monatsende hin Winde von der Nordsee kühlere und feuchtere Luftmassen heranlenkten. Der Niederschlag belief sich auf 45 l/m². Das sind fast 20 Prozent weniger als im langjährigen Mittel (55 l/m²).
Nordrhein-Westfalen: Im Mandelblütenmonat März lag das Temperaturmittel in Nordrhein-Westfalen bei 7,5 °C. Einzig in Hamburg und Bremen war es genauso mild. Das langjährige Mittel (4,5 °C) wurde um 3 Grad überboten. Insbesondere die erste Dekade präsentierte sich ungewöhnlich mild, wiederholt wurden mit Blick auf die Höchsttemperatur Tagesrekorde geknackt. Die Niederschlagssumme belief sich auf 65 l/m²; in keinem Bundesland gab es im vergangenen März mehr Niederschlag. Dennoch fehlten mit diesem Wert rund 10 % zu dem, was normalerweise (71 l/m²) fällt. Die Sonne schien außergewöhnliche 195 Stunden (103 Stunden) lang.
Rheinland-Pfalz: In Rheinland-Pfalz wurde im März ein Temperaturmittel von 7,1 °C(4,2 °C) erreicht. Dies entsprach exakt dem gleichen Wert wie im Vorjahr. Die frühlingshaft milden Temperaturen gingen mit viel Sonnenschein einher. Bis Monatsende lachte die Sonne 190 Stunden (110 Stunden) lang von einem besonders in der ersten Dekade teils strahlend blauen Himmel. Auch im Südwesten war es im Lenzmonat trockener. 40 l/m² Monatsniederschlag bedeuteten ein Defizit von rund 37 % gegenüber dem langjährigen Mittel (63 l/m²). Tage mit Niederschlag konzentrierten sich auf den Beginn der zweiten Dekade und auf das Monatsende.
Saarland: Das Saarland war im vergangenen März im Bundesländervergleich das zweitnasseste Bundesland. 50 l/m² kamen bis zum Monatsende vom Himmel. Das langjährige Mittel (79 l/m²) wurde jedoch deutlich verfehlt. Eine signifikant positive Abweichung ergab sich dagegen bei der Mitteltemperatur. Mit 7,2 °C war es 2,6 Grad wärmer als im vieljährigen Mittel (4,6 °C). Die Sonne zeigte sich häufig und strahlte mit 190 Stunden 76 Stunden länger als gewöhnlicherweise (114 Stunden). Trotz kürzerer Tage wurde bereits in der ersten Dekade mit fast 100 Sonnenstunden der Grundstein für diesen Wert gelegt.
Sachsen: In Sachsen wurde im März eine Durchschnittstemperatur von 5,9 °Cgemessen. Das Klimamittel (3,2 °C) wurde damit um 2,7 Grad überschritten. Im Schnitt 5 bis 10, im Umfeld des Berglandes und in Nord- und Ostsachsen 10 bis 20 Frosttage sowie ein Kälteeinbruch zum Monatsende vereitelten ein milderes Temperaturmittel. Die Sonne schien mit 195 Stunden (110 Stunden) außergewöhnlich lange. Niederschlag war rar im Freistaat. Gerade einmal 25 l/m²und damit nur etwas mehr als die Hälfte des vieljährigen Mittels (46 l/m²) landeten in den Messtöpfen. Zum Monatsende fiel der Niederschlag in den höheren Lagen dabei wieder als Schnee.
Sachsen-Anhalt: In Sachsen-Anhalt lag das Temperaturmittel im März bei 6,5 °C. Wie in allen anderen Bundesländern war es auch in der östlichen Landesmitte deutlich milder als im langjährigen Mittel. Die positive Abweichung belief sich auf 2,8 Grad (3,7 °C). Mit 205 Sonnenstunden (109 Stunden) reihte sich der März im Länderranking gemeinsam mit Brandenburg auf Platz zwei und in der Messhistorie auf einem bemerkenswerten dritten Platz ein. Nur in den Jahren 2022 und 2025 schien die Sonne im März noch länger. Durch den vielen Sonnenschein und lange Hochdruckphasen hatten es Niederschlagsgebiete schwer. Wenig verwunderlich daher, dass nur 20 l/m² registriert wurden. Das entspricht lediglich der Hälfte des vieljährigen Mittels (40 l/m²).
Schleswig-Holstein: Im äußersten Norden des Landes schien die Sonne mit 180 Stunden (105 Stunden) zwar außergewöhnlich lange, im Bundesländerranking bedeutete dies jedoch die rote Laterne. Die Sonne trieb auch die Temperaturen deutlich in die Höhe, sodass am Ende eine Mitteltemperatur von 6,4 °C (3,1 °C) zu Buche stand. Dies war gleichbedeutend mit einem Platz in den Top Ten der wärmsten Märzmonate in der Messhistorie. 40 l/m² Niederschlag entsprachen in etwa drei Viertel dessen, was im Klimamittel (53 l/m²) im März zu erwarten ist. Der Niederschlag fiel überwiegend zu Beginn der zweiten Dekade und zum Ende des Monats.
Thüringen: Der Freistaat Thüringen war im März mit einem Temperaturmittel von 5,7 °C (2,8 °C) das zweitkühlste Bundesland. Dennoch wurde der langjährige Mittelwert (2,8 Grad) sehr deutlich um fast 3 Grad übertroffen. Die Sonne schien im März außergewöhnliche 200 Stunden lang. Somit wurde die Marke von 200 Sonnenstunden in den letzten 5 Jahren zum dritten Mal überschritten. Die Monatsniederschlagssumme von lediglich 30 l/m² bedeutete ein Niederschlagsdefizit von über 20 l/m² (52 l/m²).