
Nasser und sonnenscheinarmer Februar 2026 mit frühlingshaftem Ausklang

Im insgesamt sehr milden Februar 2026 hielt sich der Winter nur im Norden und Nordosten bis weit in den Monat, ehe eine landesweite Milderung das Februarende eher an die zweite Aprilhälfte erinnern ließ. Zugleich fiel im Gebietsmittel erheblich mehr Niederschlag als üblich, während sich die Sonne vielerorts rar machte. Das meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen der rund 2 000 Messstationen.

Winterlich im Norden und Nordosten – zum Februarfinale landesweit frühlingshaft
Das Temperaturmittel lag im Februar 2026 mit 2,9 Grad Celsius (°C) um 2,5 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (0,4 °C). Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (1,5 °C) betrug die Abweichung 1,4 Grad. Während winterliche Bedingungen vor allem im Norden und Nordosten bis zum Ende der zweiten Februardekade das Wettergeschehen prägten und es an der Ostsee sogar zu einer großflächigen Eisbildung kam, setzte sich in den übrigen Landesteilen zunehmend mildere Luft durch. Die tiefste Februartemperatur wurde am 19. in Dörnick (Schleswig-Holstein) mit -16,6 °C gemessen. Mit Beginn der letzten Monatsdekade kippte die Witterung dann bundesweit deutlich ins Milde. Das Temperaturniveau schnellte auf Werte, die klimatologisch eher der zweiten Aprilhälfte zuzuordnen sind.

Nach trockenen Vormonaten endete der Februar 2026 mit deutlichem Niederschlagsplus
Im Februar fielen mit knapp 73 Litern pro Quadratmeter (l/m²) etwa 149 Prozent des Niederschlags der Referenzperiode 1961 bis 1990 (49 l/m²). Gegenüber der Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (53 l/m²) entsprach dies rund 138 Prozent des Solls. Besonders niederschlagsreich präsentierten sich der Süden und Westen, wobei in Staulagen der Alpen und des Schwarzwaldes in der Spitze Summen von über 300 l/m² zusammenkamen. Die im Schwarzwald gelegene Station Baiersbronn-Mitteltal meldete am 12. mit 74,7 l/m² die bundesweit höchste Tagessumme. Die hohen Niederschlagsmengen in Kombination mit der einsetzenden Schneeschmelze infolge der sehr milden Witterung zum Monatsende führten vor allem in Bayern zu einer Hochwasserlage. Im vergleichsweise trockenen Nordosten wurden gebietsweise nur um 30 l/m² registriert.

Verbreitet sonnenscheinarmer Februar – nur an den Alpen längere Zeit freundlich
Mit rund 57 Stunden erreichte die Sonnenscheindauer im Februar lediglich etwa 79 Prozent des klimatologischen Mittels von 72 Stunden (Periode 1961 bis 1990). Gegenüber der Referenzperiode 1991 bis 2020 (76 Stunden) entsprach dies sogar nur 75 Prozent. Die vielfach trübe Witterung wurde erst zum Monatsende im Zuge der kräftigen Milderung aufgebrochen. Die meisten Sonnenstunden waren dem Alpenrand vorbehalten, wo gebietsweise über 80 Stunden registriert wurden.
Das Wetter in den Bundesländern im Februar 2026
(In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels)

Baden-Württemberg: In Baden-Württemberg verlief der Februar 2026 mit einer Mitteltemperatur von 4,7 °C (0,5 °C) um rund 4,2 Grad zu mild. Zum Monatsende wurde es vorfrühlingshaft warm mit einem Temperaturniveau, das einem typischen späten April entsprach. In dieser Phase wurde am 27. am Oberrhein mit um 20 °Cder Höchstwert des Monats prognostiziert. Zuvor wurde am 18. in Meßstetten mit -11,6 °C das Monatsminimum markiert. Insgesamt fielen rund 100 l/m² und damit etwa 47 Prozent mehr als im Mittel (68 l/m²). Im Schwarzwald wurden lokal über 300 l/m² gemessen. Die Sonnenscheindauer blieb mit rund 55 Stunden um 28 Prozent unter dem Mittel (76 Stunden).

Bayern: Der Freistaat erlebte einen deutlich überdurchschnittlich temperierten Februar 2026. Mit einer Mitteltemperatur von 3,2 °C lag er um rund 3,9 Grad über dem klimatologischen Referenzwert (-0,6 °C). Im Zuge einer Kältephase um die Monatsmitte wurde am 20. in Ostheim vor der Rhön mit -9,7 °C das bayernweite Minimum registriert. Anschließend drehte die Witterung ins Mildere und zum Monatsende wurden verbreitet frühlingshafte Temperaturen erreicht; der Höchstwert des Monats wird voraussichtlich am 27. mit etwa 19 °C in Unterfranken und im Alpenvorland erreicht. Auch beim Niederschlag zeigte sich ein deutliches Plus: Rund 90 l/m² (58 l/m²) entsprachen einem Überschuss von etwa 55 Prozent. Der Niederschlagsreichtum führte im Zusammenspiel mit Tauwetter zum Monatsende vor allem an der Donau sowie nördlich davon zu deutlich steigenden Pegelständen. Die Sonnenscheindauer blieb mit 60 Stunden hingegen um rund 23 Prozent unter dem klimatologischen Mittel (78 Stunden), lag aber dennoch im oberen Bereich des Bundeslandvergleichs.

Berlin: In der Bundeshauptstadt brachte der Februar 2026 eine Mitteltemperatur von 0,9 °C (0,6 °C). Der Monat begann mit einer Frostphase; am 2. wurde in Berlin-Buch mit -10,7 °C das Minimum registriert. Nach einer kurzen Zwischenmilderung stellte sich um die Monatsmitte erneut eine Kälteperiode ein, bevor in in der letzten Monatsdekade eine kräftige Milderung folgte – mit Höchstwerten um 18 °C zum Monatsende. Der Niederschlag erreichte rund 40 l/m² (35 l/m²). Die Sonnenscheindauer blieb mit 60 Stunden um rund 15 Prozent unter dem Mittel (71 Stunden). Dennoch reihte sich Berlin unter die sonnenscheinreichen Regionen ein.
Brandenburg: Mit einer Mitteltemperatur von 0,6 °C lag der Februar 2026 in Brandenburg um 0,5 Grad über dem klimatologischen Mittelwert (0,1 °C). Der Monat begann unterdurchschnittlich temperiert, und auch um die Monatsmitte stellte sich nochmals eine ausgeprägte Kältephase ein. In diesem Zusammenhang wurde am 20. in Baruth mit -15,9 °C das Minimum des Monats registriert. Nur wenige Tage später folgte ein markanter thermischer Richtungswechsel. Durch eine kräftige Milderung in der letzten Monatsdekade dürfte der Februar mit frühlingshaften Höchstwerten um 18 °C enden. Der Niederschlag summierte sich auf rund 40 l/m²(33 l/m²) und lag damit um etwa 21 Prozent über dem Soll. Die Sonnenscheindauer blieb mit rund 60 Stunden (70 Stunden) um etwa 14 Prozent unter dem klimatologischen Mittel. Brandenburg zählte zu den sonnigsten Bundesländern.

Bremen: Mit einer Mitteltemperatur von 2,0 °C (1,4 °C) zeigte der Februar 2026 in der Freien Hansestadt Bremen einen überwiegend winterlichen Verlauf mit einer Kältephase zu Monatsbeginn und einer weiteren um die Monatsmitte. Am 15. wurde dabei mit -9,5 °C das Minimum des Monats gemessen. In der letzten Monatsdekade setzte sich schließlich eine deutliche Milderung durch, die am 26. mit 16,0 °C ihren Höhepunkt erreichte. Die Niederschlagsmenge belief sich auf rund 50 l/m² und lag damit um etwa 25 Prozent über dem Soll von 40 l/m². Die Sonnenscheindauer erreichte nur rund 40 Stunden und blieb somit um etwa 41 Prozent unter dem klimatologischen Mittel (68 Stunden).

Hamburg: In der Hafenmetropole Hamburg entsprach die Mitteltemperatur im Februar 2026 mit 1,3 °C dem klimatologischen Referenzwert (1,2 °C). Gleichwohl zeigte der Monat einen überwiegend winterlichen Verlauf. Sowohl zu Monatsbeginn als auch um die Monatsmitte dominierten deutlich unterdurchschnittliche Temperaturen. Am 15. wurde mit -10,5 °C das Minimum des Monats erfasst. In der letzten Monatsdekade wurde der bis dahin winterlich geprägte Witterungscharakter von einer vorfrühlingshaften Phase abgelöst. Am 25. erreichte die Temperatur mit 16,3 °C ihren Höchstwert. Der Flächenniederschlag belief sich auf rund 50 l/m² und lag damit um etwa 19 Prozent über dem Soll (42 l/m²). In der vielfach wolkenverhangenen Witterung schaute die Sonne nur rund 45 Stunden hervor und blieb somit um etwa 30 Prozent unter dem Mittel (64 Stunden).

Hessen: In Hessen lag die Mitteltemperatur im Februar 2026 bei 4,0 °C (0,6 °C) und damit um 3,4 Grad über dem Referenzwert. Der hessenweit tiefste Februarwert wurde am 20. mit -11,4 °C in Gilserberg-Moischeid im Schwalm-Eder-Kreis gemessen. In der letzten Monatsdekade setzte jedoch ein ungewöhnlich kräftiger Temperaturanstieg ein. Dabei erreichten die Tagesmitteltemperaturen ein Niveau, welches klimatologisch eher der zweiten Aprilhälfte zuzuordnen ist. In der Spitze wurden am 27. mit 18 °C frühlingshafte Höchstwerte prognostiziert. Der Flächenniederschlag erreichte rund 75 l/m² und lag damit um etwa 44 Prozent über dem Soll (52 l/m²). Die Sonnenscheindauer betrug rund 45 Stunden und blieb somit um ungewöhnliche 35 Prozent unter dem klimatologischen Mittel (69 Stunden). Es war nach bisherigem Stand der tiefste Februarwert seit 2013.
Mecklenburg-Vorpommern: Der Nordosten war im Februar 2026 mit einer Mitteltemperatur von -0,4 °C (0,0 °C) die kälteste Region in Deutschland. Bis zum Ende der zweiten Monatsdekade überwogen unterdurchschnittliche Temperaturen. Am 19. wurde in Goldberg mit -15,4 °C das Monatsminimum markiert. Begleitet wurde die Kältephase von einer großflächigen Eisbildung in Boddengewässern und geschützten Küstenabschnitten der Ostsee. Anhaltende Ostwinde führten zu Beginn des Monats zusätzlich zu außergewöhnlich niedrigen Wasserständen in der Ostsee. In der letzten Monatsdekade wurde der bis dahin winterlich geprägte Witterungscharakter abrupt abgelöst. Am 27. wurden frühlingshafte 16 °Cvorhergesagt. Der Niederschlag erreichte rund 45 l/m² und lag damit um etwa 45 Prozent über dem Soll (31 l/m²). Die Sonnenscheindauer ergab nahezu 60 Stunden (67 Stunden).

Niedersachsen: Der Februar 2026 brachte Niedersachsen eine Mitteltemperatur von 2,1 °C (1,1 °C). Zu Monatsbeginn dominierten verbreitet unterdurchschnittliche Temperaturen, und auch um die Monatsmitte stellte sich nochmals winterliche Witterung ein. Am 19. wurde in Lüchow im Wendland mit -15,0 °C das Monatsminimum registriert. Erst in der letzten Monatsdekade stiegen die Temperaturen deutlich an. Am 27. könnten im Süden des Landes mit 18 °C die Höchstwerte des Monats gemessen werden. Die Niederschlagsmenge erreichte rund 55 l/m² (44 l/m²) und lag damit um etwa 25 Prozent über dem Soll. Die Sonnenscheindauer betrug rund 50 Stunden und blieb somit um etwa 24 Prozent unter dem klimatologischen Mittel (66 Stunden).
Nordrhein-Westfalen: Nordrhein-Westfalen erlebte im Februar 2026 eine milde Witterung. Mit 5,0 °C lag das Flächenmittel um 3,2 Grad über dem Referenzwert (1,8 °C). Zwar stellte sich um die Monatsmitte nochmals ein Temperaturrückgang ein, in dessen Folge am 20. in Bad Berleburg-Stünzel im Rothaargebirge -8,3 °Cgemessen wurden. Doch in der letzten Monatsdekade setzte eine kräftige Erwärmung ein. Am 25. wurde in Aachen ein Höchstwert von 18,9 °C registriert. Der Niederschlag erreichte rund 75 l/m² und lag damit um etwa 29 Prozent über dem Soll (58 l/m²). Die Sonnenscheindauer betrug rund 65 Stunden (72 Stunden).
Rheinland-Pfalz: Auch in Rheinland-Pfalz war der Februar 2026 ungewöhnlich mild. So stieg die Mitteltemperatur auf 4,9 °C und lag um 3,8 Grad über dem Referenzwert (1,1 °C). Allerdings traten sowohl zu Monatsbeginn als auch um die Monatsmitte nochmals winterliche Abschnitte auf. Am 15. wurde an der Station Schneifelforsthaus in der Eifel mit -7,0 °C das Minimum des Monats gemessen. In der letzten Monatsdekade wurde der Spätwinter von einer sehr milden Phase abgelöst. Am 27. könnte die Temperatur auf Höchstwerte um 18 °C steigen. Der Niederschlag erreichte rund 90 l/m² und lag damit um etwa 58 Prozent über dem Soll (57 l/m²). Die Sonnenscheindauer betrug rund 45 Stunden und blieb somit um etwa 38 Prozent unter dem Mittel (73 Stunden).

Saarland: Im kleinsten Flächenland Deutschlands setzte der Februar 2026 ein deutliches meteorologisches Ausrufezeichen. Mit einer Mitteltemperatur von ungewöhnlich milden 5,6 °C lag das Saarland um 4,0 Grad über dem Klimamittel (1,6 °C) und nahm damit im Ländervergleich die Spitzenposition ein. Strenge Winterwitterung spielte keine Rolle mehr. Selbst das Monatsminimum fiel mit -3,4 °Cam 18. in Perl-Nennig moderat aus. Zum Monatsende beschleunigte sich die Erwärmung nochmals deutlich. Am 27. dürften bis zu 18 °C gemessen werden. Parallel dazu zeigte sich das Saarland sehr nass. Mit rund 130 l/m² wurde das Soll (72 l/m²) um etwa 80 Prozent überschritten, womit die Region zugleich das niederschlagsreichste Bundesland war. Die Sonnenscheindauer blieb mit rund 40 Stunden (76 Stunden) deutlich unter dem Mittel und fiel im Ländervergleich am geringsten aus.
Sachsen: In Sachsen erreichte der Februar 2026 mildere 1,9 °C (-0,3 °C). Dennoch dominierten zu Monatsbeginn sowie nochmals um die Monatsmitte verbreitet winterliche Bedingungen. Am 20. wurde in Dippoldiswalde-Reinberg im Osterzgebirge mit -15,0 °C das Monatsminimum gemessen. In der letzten Monatsdekade setzte eine markante Erwärmung ein. Am 27. könnte die Temperatur auf bis zu 19 °C steigen. Der Niederschlag summierte sich auf rund 50 l/m² (43 l/m²) und die Sonne zeigte sich nahezu 60 Stunden (70 Stunden).

Sachsen-Anhalt: In Sachsen-Anhalt prägten winterliche Witterungsbedingungen den Februar über einen längeren Zeitraum, bevor sie sich zum Monatsende deutlich abschwächten. Am 20. wurde in Genthin im Jerichower Land mit -14,3 °C das Minimum registriert. In der letzten Februardekade stellte sich eine deutlich mildere Witterung ein. Am 27. könnten örtlich bis zu 19 °C gemessen werden. Das Gebietsmittel erreichte final 1,8 °C (0,4 °C). Mit rund 40 l/m² fiel mehr Nass als im Mittel (33 l/m²), dennoch war Sachsen-Anhalt im Vergleich das niederschlagsärmste Bundesland. Die Sonne zeigte sich mit rund 60 Stunden (68 Stunden) seltener.
Schleswig-Holstein: Im äußersten Norden der Republik dominierte der Februarwinter bis zum Ende der zweiten Monatsdekade. Am 19. wurde in Dörnick im Kreis Plön mit -16,6 °C das bundesweite Monatsminimum gemessen. Erst in der letzten Februardekade endeten die bis dahin überwiegend winterlichen Witterungsbedingungen. Innerhalb weniger Tage stiegen die Temperaturen kräftig an und dürften bis zum Monatsende bis zu 16 °C erreichen. Mit einer bilanzierten Mitteltemperatur von 0,5 °C lag der Februar 2026 am Ende nahe seinem klimatologischen Referenzwert (0,7 °C). Auch der Niederschlag lag mit rund 40 l/m²(42 l/m²) im Rahmen. Die Sonne zeigte sich nur rund 45 Stunden, ein Abschlag von etwa 30 Prozent gegenüber dem Mittel von 65 Stunden.

Thüringen: Obwohl der Februar zu Monatsbeginn und nochmals um die Monatsmitte winterlich in Erscheinung trat, prägte in der Gesamtbilanz die milde Witterung das Bild. So lag die Februartemperatur am Ende mit 2,5 °C um 2,9 Grad über dem klimatologischen Referenzwert (-0,4 °C). Am 20. wurde in Bad Berka mit -9,5 °C das Minimum gemessen. In der letzten Monatsdekade folgten mit dem markanten Temperaturanstieg am 27. Prognostizierte Höchstwerte um 19 °C. Der Niederschlag summierte sich auf rund 45 l/m² (44 l/m²) und die Sonnenscheindauer lag mit rund 60 Stunden unter dem Zielwert (69 Stunden).
Text: Deutscher Wetterdienst DWD
Fotos: privat
