Strategien: Auf landwirtschaftliche Dürren einstellen!

Mit landwirtschaftlichen Dürren müssen wir immer öfter rechnen und uns entsprechend darauf einstellen. Das gilt auch für das Grünland und die Pferdehaltung in Deutschland. Nur resilient wirtschaftende Betriebe werden in naher Zukunft ihre Pferde noch mit genügend bzw. bezahlbarem Grundfutter versorgen können.

Resillienz in diesem Zusammenhang bedeutet, dass es Betrieben gelingt, sich auf die zunehmenden Dürreperioden in Deutschland anzupassen. Hierzu bedarf es durchaus größere Veränderungen in der bisher betriebenen Bewirtschaftung. Bisher gültige Faustzahlen, wie z.B. die Anzahl der Pferde pro Fläche des Grünlandes werden nicht mehr herangezogen werden können.

Die Anpassungsfähigkeit der Pferdehalter an den Klimawandel ist wichtiger als das sture Leugnen des Klimawandels. Die seriöse Wissenschaft in Europa ist sich sehr sicher, dass die Jahrhunderthitze in Europa kein seltener Ausreißer der Klimastatistik ist, sondern belegt, dass der Klimawandel nicht droht, sondern schon schon begonnen hat.

Sehr aufschlussreich ist hier eine Pressemitteilung des Deutschen Wetterdienstes (DWD):

Attributionsstudie zur Trockenheit in Europa
Die internationale Expertinnen- und Expertengruppe World Weather Attribution (WWA) hat unter Beteiligung des DWD die Dürre der letzten 3 Monate im westlichen Teil Europas bzw. der letzten 6 bis 12 Monate im östlichen Teil Europas untersucht. Dabei werden die Extremereignisse mit Hilfe von Klimamodellen für eine Welt mit und eine Welt ohne menschengemachten Klimawandel simuliert und die Ergebnisse verglichen.

Ein zentrales Ergebnis der aktuellen Studie ist, dass die landwirtschaftlichen Dürren in Westeuropa etwa fünfmal, in Osteuropa sogar elfmal wahrscheinlicher sind als ohne Klimawandel.
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Quelle: Deutscher Wetterdienst DWD, Pressemitteilung vom 06.08.2026