Beobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter 2025

 Ein Sonnenjahr mit ungewöhnlicher Wärme und deutlichem Niederschlagsdefizit

Auf seiner zwölfmonatigen Reise durch das Wetterjahr 2025 präsentierte sich Deutschland sehr warm, sonnenreich und niederschlagsarm, mit einer historischen Frühjahrstrockenheit im Osten. Anfang Juli geriet das Land unter extremer Hitze ins Schwitzen, während der September vor allem im Westen mit intensiven Regenfällen aufwartete. Im Oktober wurde der sonnige Jahresverlauf gebietsweise durch ungewöhnlich trübe Verhältnisse unterbrochen, ehe sich auf der Zielgeraden die Sonne erneut großzügig zeigte, so der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen seiner rund 2.000 Messstationen.

Im Gesamtbild ein ungewöhnlich warmes Jahr mit extremer Hitze Anfang Juli
Das Temperaturmittel lag im Jahr 2025 mit 10,1 °C um 1,9 Grad über der international gültigen Referenzperiode 1961-1990 (8,2 °C) sowie 0,8 Grad über der Vergleichsperiode 1991-2020 (9,3 °C). Damit zählte 2025 zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Die thermische Talsohle wurde am 18.2. an der Station Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit -19,7 °C registriert. Frühjahr und Juni fielen anschließend deutlich zu mild bis warm aus; im Süden zählte der erste meteorologische Sommermonat zur Spitzengruppe der wärmsten Junimonate. Dieser frühe Wärmeschub gipfelte Anfang Juli in extremer Hitze: Der bundesweite Höchstwert wurde am 2.7. in Andernach, 15 kmnordwestlich von Koblenz, mit 39,3 °C gemessen. Eine ausführliche Einordnung des Hitzeereignisses Anfang Juli liefert eine Attributionsstudie des DWD.

Sehr trockenes Jahr 2025 – nass war vor allem der Juli und die erste Herbsthälfte
Das Jahr 2025 endet in Deutschland voraussichtlich mit 655 l/m² Niederschlag. Gegenüber der Referenzperiode 1961-1990 (789 l/m²) entsprach dies einer Abweichung von -17 Prozent. Im Vergleich zur Periode 1991-2020 (791 l/m²) war es ebenfalls mit -17 Prozent deutlich zu trocken. Maßgeblich für das Defizit war eine vom DWD analysierte Trockenphase von Februar bis Mai. Der Juli fiel verbreitet zu nass aus. Der September brachte vor allem dem Westen/Südwesten regional sehr hohe Niederschläge, darunter am 8.9. die höchste Tagesmenge des Jahres mit 134 l/m² an der Station Bedburg-Weiler Hohenholz in NRW. Die höchsten Jahressummen traten mit über 1500 l/m² in den Staulagen der Alpen und des Schwarzwaldes auf.

2025 geht als eines der fünf sonnigsten Jahre seit 1951 in die Bilanz ein
Mit über 1945 Stunden lag die Sonnenscheindauer im Jahr 2025 rund 26 Prozent über dem Klimamittel von 1544 Stunden (Periode 1961-1990) und rund 17 Prozent über der neueren Referenzperiode 1991 bis 2020 (1665 Stunden). Auf dem Weg zu einem neuen Sonnenscheinrekord wurde die Bilanz lediglich durch den Juli und Oktober nach unten korrigiert.

Das Wetter in den Bundesländern im Jahr 2025
(In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels)

Baden-Württemberg: In der Jahresbilanz war 2025 in Baden-Württemberg ungewöhnlich warm. Die Mitteltemperatur erreichte 10,2 °C und lag damit 2,1 Grad über dem Klimamittel (8,1 °C). Der Tiefstwert wurde am 4.1. mit -17,6 °C in Meßstetten, auf der Schwäbischen Alb, gemessen. Anschließend leitete ein ungewöhnlich warmer, trockener und sehr sonniger Frühling den Übergang in einen thermisch starken Frühsommer ein. So ging der Juni als zweitwärmster seit Beginn der Aufzeichnungen in die klimatologische Datenbank ein. Den Jahreshöchstwert verkündete am 2.7. mit 38,7 °C Waghäusel-Kirrlach. Der September präsentierte sich ungewöhnlich nass. Die Jahresniederschlagsmenge erreichte rund 860 l/m²(980 l/m²) und damit den Höchstwert im Länderranking. Im Schwarzwald wurden mit teils über 1500 l/m² die höchsten 12-Monatsmengen gemessen. Dazu erreichte Sonnenscheindauer eine ungewöhnliche Summe von 1980 Stunden und damit ein Plus von rund 23 Prozent (1607 Stunden).

Bayern: Bayern präsentierte sich im Wetterjahr 2025 ungewöhnlich warm, deutlich zu trocken und sehr sonnig. Die Jahresmitteltemperatur erreichte 9,4 °C (7,5 °C) und lag damit um 1,9 Grad über dem Klimamittel. Neben Sachsen war Bayern damit die im Vergleich kühlste Region Deutschlands. Besonders Frühjahr und Sommer fielen mild beziehungsweise warm aus. Der Juni ging sogar als drittwärmster seit Beginn der Aufzeichnungen in die Statistik ein. Den thermischen Höhepunkt markierte der 2.7. mit 39,1 °C in Kitzingen. Die Talsohle meldete Oberstdorf mit -18,5 °Cbemerkenswerterweise am 23.11. während eines markanten Kaltlufteinbruchs. Ungewöhnlich niedrig fiel der Jahresniederschlag mit rund 700 l/m² (941 l/m²) aus, entsprechend rund -26 Prozent; historisch stach vor allem das Frühjahr hervor, das als zweitniederschlagsärmstes in die Klimastatistik einging. Gegenläufig dazu zeigte sich der Sonnenschein: Mit 1950 Stunden (1595 Stunden) wurde der Klimawert um rund 22 Prozent übertroffen. Auffällig waren jedoch Juli und Oktober, die sich vergleichsweise trüb präsentierten und ausgleichend in der ansonsten sehr hohen Sonnenscheinbilanz wirkten.

Berlin: In der Bundeshauptstadt präsentierte sich das Wetterjahr 2025 ungewöhnlich warm, außergewöhnlich sonnig und darüber hinaus auch zu trocken. Den kältesten Messwert des Jahres meldete am 18.2. Berlin-Buch mit -12,5 °C. Das Frühjahr ging als niederschlagsärmstes seit Beginn der Aufzeichnungen 1881 in die Statistik ein und bereitete zugleich den Boden für ein sehr sonnenreiches Jahr. Mitte April erreichte die Wärme ein für die Jahreszeit bemerkenswertes Niveau – am 16. und 17.4. wurden in Berlin-Marzahn 27,4 °C registriert. Der Hochsommer gipfelte am 2.7., als in Marzahn sehr heiße 38,0 °C gemessen wurden. In der Jahresbilanz erreichte die Mitteltemperatur 10,7 °C (9,1 °C) und lag damit 1,6 Grad über dem Klimamittel; die Niederschlagsbilanz wies rund 480 l/m² (573 l/m²) aus, ein Defizit von etwa 16 Prozent. Herausragend blieb der Sonnenschein: Mit rund 2020 Stunden (1635 Stunden) lag er um rund 24 Prozent über dem Soll und verlieh der Bundeshauptstadt 2025 eine besonders helle Jahresbilanz.

Brandenburg: In Brandenburg zeigte sich das Wetterjahr 2025 von seiner warmen, sehr trockenen und außergewöhnlich sonnigen Seite. Den Jahrestiefstwert setzte der 18.2. mit -17,6 °C in Manschnow, Landkreis Märkisch-Oderland. Danach drehte die Witterung rasch: Eine historische Frühjahrstrockenheit prägte weite Landstriche zwischen Oder und Elbe. Zugleich machte sich die Wärme ungewöhnlich früh bemerkbar – am 17.4. wurden in Coschen und Cottbus bereits 28,4 °C gemessen. Der Hochsommer setzte den Höhepunkt am 2.7. mit sehr heißen 38,8 °C in Potsdam. In der Jahresbilanz erreichte Brandenburg 10,2 °C (8,7 °C), eine Abweichung von +1,5 Grad der Niederschlag blieb mit 490 l/m² (557 l/m²) rund -12 Prozent unter dem Soll. Herausragend war jedoch die Sonnenscheindauer: Mit rund 2005 Stunden (1634 Stunden) ergab sich ein Plus von etwa 23 Prozent, ausreichend für einen Platz unter den fünf sonnigsten Jahren seit Messbeginn.

Bremen: An der Weser verlief das Wetterjahr 2025 mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,7 °C (+1,8 Grad gegenüber 8,9 °C) deutlich zu warm und mit 585 l/m²Niederschlag (rund 19 Prozent unter dem Soll von 726 l/m²) sehr trocken. Die Sonnenscheindauer war mit 1845 Stunden (plus 25 Prozent gegenüber dem Klimamittel von 1474 Stunden) auch in Bremen herausragend, dennoch war es der niedrigste Jahreswert im Ländervergleich. Ein lichtreiches Frühjahr legte dabei den Grundstein für diese starke Jahresbilanz, trübe Zwischentöne brachten lediglich Juli und Oktober. Den kältesten Akzent setzte der 18.2. mit -8,7 °C, am 2.7. wurde mit 36,2 °C der Jahreshöchstwert in Bremen gemessen.

Hamburg: In der Hafenmetropole zeigte sich das Wetterjahr 2025 zu Beginn warm und überwiegend trocken. Zugleich wartete es mit reichlich Sonnenschein auf. Die tiefste Temperatur des Jahres wurde am 18.2. mit -9,9 °C gemessen. Das folgende Frühjahr hinterließ ein deutliches Niederschlagsdefizit und eine merklich zu milde Witterung. Im Sommer wurde der thermische Gipfel am 2.7. mit 36,2 °C erreicht. Im weiteren niederschlagsarmen Jahresverlauf setzten Juli und Oktober nasse Kontrapunkte. In der Jahresbilanz stand eine Mitteltemperatur von warmen 10,6 °C(+1,8 Grad gegenüber 8,8 °C) sowie eine Niederschlagsmenge von rund 650 l/m²(etwa 13 Prozent unter dem Soll von 750 l/m²). Auf der Sonnenseite standen in der Schlussrechnung rund 1865 Stunden (+24 Prozent gegenüber 1507 Stunden).

Hessen: Hessen wird aller Voraussicht nach das Jahr 2025 mit einer Mitteltemperatur von 10,1 °C (+1,9 Grad gegenüber 8,2 °C) abschließen. Ungewöhnlich mild präsentierte sich bereits das Frühjahr, an das sich der fünftwärmste Juni reihte. Der Jahreshöchstwert wurde am 2.7. erreicht, als im Bad Nauheim sehr heiße 38,5 °C gemessen wurden. Das Temperaturtal des Jahres wurde an der Station Burgwald-Bottendorf, 30 km nördlich von Marburg, am 14.1. mit -14,3 °C erreicht. Im Jahresverlauf fielen rund 618 l/m² Niederschlag, was einem Defizit von 22 Prozent gegenüber dem Klimasoll (793 l/m²) entsprach. Als besonders trocken präsentierte sich die Frühjahrswitterung, die gleichzeitig als drittsonnigste in die Klimastatistik einging. Auch im weiteren Jahresverlauf blieb die Sonne auf diesem Kurs und wird final voraussichtlich außergewöhnliche 1915 Sonnenstunden erreichen. Das Plus gegenüber dem Mittel von 1459 liegt demnach bei 31 Prozent. Ausgebremst wurde diese Entwicklung lediglich vom fünfttrübsten Oktober seit 1881.

Mecklenburg-Vorpommern: Mit einer Mitteltemperatur von 10,0 °C erreichte 2025 im Nordosten Deutschlands eine Abweichung von +1,8 Grad (8,2 °C) und zählte dort zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Den winterlichen Tiefpunkt markierte am 17.2. mit -13,1 °C die Station Anklam. Es folgte das sonnigste, aber auch ein ungewöhnlich mildes und das zweittrockenste Frühjahr. Der Sommer erreichte seinen Hitzegipfel am 2.7. mit 37,7 °C in Boizenburg, im äußersten Westen des Bundeslandes. Zugleich konterkarierte der sehr nasse Juli die zuvor niederschlagsarme Phase. In der Jahresbilanz stand ein Niederschlagsvolumen von nur 500 l/m², ein Defizit von 16 Prozent gegenüber 595 l/m². Die Sonnenscheindauer übertraf hingegen mit außergewöhnlichen 1985 Stunden das Mittel von 1648 Stunden um 20 Prozent; nur der Juli und Oktober zeigten eine deutlich negative Sonnenscheinbilanz.

Niedersachsen: Die Jahresmitteltemperatur erreichte in Niedersachsen 10,4 °C und lag damit 1,8 Grad über dem Referenzwert (8,6 °C), die Jahresniederschlagsmenge betrug nur 600 l/m² und blieb rund ein Fünftel unter dem Mittel (746 l/m²). Die kältestete Phase etablierte sich Mitte Februar: Mit -15,2 °C meldete Bad Harzburg, am nördlichen Rand des Harzes, am 17.2. das Minimum. Das Frühjahr 2025 setzte als Sonnigstes neue Maßstäbe, und war zugleich außergewöhnlich trocken. Der Sommer brachte am 2.7. mit subtropischen 38,7 °C in Barsinghausen-Hohenbostel, 20 km westlich von Hannover, den Höhepunkt der warmen Jahreszeit. In der insgesamt sehr positiven Sonnenscheinbilanz mit 1860 Stunden (1456 Stunden), einem Plus von rund 28 Prozent, fielen lediglich Juli und Oktober aus dem Rahmen und wiesen als Monate eine negative Abweichung auf.

Nordrhein-Westfalen: Im Wetterjahr 2025 sank die Temperatur am 13.1. im sauerländischen Eslohe auf -15,6 °C, der tiefste Wert des Jahres in NRW. Das Frühjahr 2025 war das zweitsonnigste seit Messbeginn und zugleich von deutlicher Niederschlagsarmut geprägt. Der Sommer erreichte sein Maximum am 2.7., als in Duisburg sehr heiße 38,3 °C gemessen wurden. Die Jahresmitteltemperatur lag final mit 10,8 °C um 1,8 Grad über dem Klimawert (9,0 °C), während der Niederschlag mit rund 700 l/m² ein Defizit von 20 Prozent (875 l/m²) offenbarte. Am 8.9. wurde mit 134 l/m² an der Station Bedburg-Weiler Hohenholz die bundesweit höchste Tagesmenge des Jahres gemessen. Die Sonnenscheindauer summierte sich auf 1890 Stunden (1440 Stunden), womit 2025 zu den fünf sonnigsten Jahren seit Messbeginn 1951 gehörte; umso auffälliger wirkte der Bruch im Herbst, als der Oktober 2025 als dritttrübster Oktober der Zeitreihe aus dem ansonsten sonnendominerten Verlauf herausfiel.

Rheinland-Pfalz: Für Rheinland-Pfalz meldete der Deutsche Wetterdienst eine Jahresmitteltemperatur von 10,6 °C und damit +2,0 Grad über dem Klimamittel (8,6 °C). Den winterlichen Tiefpunkt setzte der 14.1. mit -10,4 °C an der Station Manderscheid in der Vulkaneifel. Das Frühjahr verlief sehr sonnig, zugleich ungewöhnlich trocken und deutlich zu mild. Im Sommer setzte sich die Erwärmung fort, der Juni ging als viertwärmster seit Messbeginn in die Statistik ein, ehe der thermische Lauf am 2.7. in Andernach bei sehr heißen 39,3 °C endete. Es war die bundesweit höchste Temperatur des Jahres 2025. In der weiteren Chronologie stach der September als drittnassester seit Messbeginn hervor, während der Oktober mit einer ungewöhnlich trüben Witterung einen markanten Bruch im ansonsten sonnendominierten Jahresverlauf setzte. Am Ende verzeichnete der DWD mit einer Sonnenscheindauer von 1980 Stunden (1507 Stunden) ein Plus von 31 Prozent – 2025 zählte zu den fünf sonnigsten Jahren seit Messbeginn 1951. Der Niederschlag summierte sich auf 692 l/m² und blieb rund 14 Prozent unter dem Soll (807 l/m²).

Saarland: Die Jahresmitteltemperatur erreichte 11,0 °C und lag damit 2,1 Grad über dem Klimamittel (8,9 °C). Das kleinste Flächenland war damit das wärmste Bundesland im Jahr 2025. Der Jahresniederschlag summierte sich auf unterdurchschnittliche 815 l/m² (944 l/m²), während die Sonnenscheindauer mit rund 2025 Stunden (1571 Stunden) deutlich darüber lag. Bereits das Frühjahr setzte Akzente: So zählte es zu den drei sonnigsten seit Messbeginn und präsentierte sich zugleich deutlich zu mild und trocken. Der Juni endete als viertwärmster Juni und den Höhepunkt des Jahres markierte der Sommer am 2.7, als in Saarbrücken-Burbach sehr heiße 38,9 °C gemessen wurden. Einen deutlichen Kontrast setzte der September, der als nassester seit Messbeginn den ansonsten sonnigen und niederschlagsarmen Verlauf durchbrach. Erst auf der Zielgeraden des Jahres folgte ein jahreszeitlich bemerkenswerter Kälteakzent: Am 22.11. sank die Temperatur in Perl-Nennig auf -9,3 °C und markierte damit den Tiefstwert des Jahres.

Sachsen: In der Jahresbilanz erreichte die Mitteltemperatur in Sachsen 9,4 °C (8,1 °C) und lag damit 1,3 Grad über dem Klimamittel. Mit Bayern war Sachsen das im Ländervergleich kühlste Bundesland. Der Jahresniederschlag summierte sich auf 585 l/m² (699 l/m²), ein Defizit von rund 16 Prozent, womit 2025 als sehr trockenes Jahr einzuordnen ist. Gleichzeitig stieg die Sonnenscheindauer auf 1960 Stunden (1549 Stunden), ein Plus von etwa 27 Prozent, ausreichend für einen Platz unter den fünf sonnigsten Jahren der Klimazeitreihe. Der Kältepol wurde vom DWD auf den 18.2. mit -19,7 °C in Deutschneudorf-Brüderwiese datiert. Es folgte ein ungewöhnlich sonniges Frühjahr, das früh den sonnigen Grundton des Jahres setzte. Der Sommer erreichte seinen Höhepunkt am 2.7., als in Klitzschen bei Torgau sehr heiße 38,5 °C gemessen wurden. Im weiteren Verlauf wirkten Juli und insbesondere der Oktober als schattige Gegenpole und präsentierten sich vergleichsweise wolkenverhangen beziehungsweise trüb.

Sachsen-Anhalt: Für Sachsen-Anhalt schlug 2025 eine Jahresmitteltemperatur von 10,1 °C zu Buche, 1,4 Grad über dem Klimamittel (8,7 °C). Der Jahresniederschlag belief sich auf 460 l/m² (548 l/m²), ein Defizit von rund 16 Prozent. Damit war Sachsen-Anhalt 2025 das niederschlagsärmste Bundesland. Den frostigsten Akzent setzte der 18.2. mit -19,0 °C in Oberharz am Brocken-Stiege. Danach übernahm die Sonne das Kommando: Getragen von einem Rekordfrühjahr, dem sonnigsten seit Messbeginn und zugleich unter den zehn trockensten, nahm der Jahreslauf früh Kurs auf eine außergewöhnliche Sonnenbilanz. Anfang Juli kam das Land kräftig ins Schwitzen, am 2.7. wurden in Demker sehr heiße 39,2 °C gemessen. Einziger markanter Gegenpol in der üppigen Sonnenscheindauer 2025 war der Oktober, der sich ungewöhnlich trüb präsentierte. Ein sonniges Ausrufezeichen wurde mit einer Jahressumme von 2040 Stunden dennoch gesetzt. Denn mit einem Plus von 34 Prozent gegenüber dem Mittel (1522 Stunden) war 2025 nach letzten Berechnungen das Zweitsonnigste seit Messbeginn, nur 2018 strahlte heller.

Schleswig-Holstein: Das Wetterjahr 2025 in Schleswig-Holstein nahm im äußersten Norden einen ausgesprochen warmen und sonnigen Verlauf. Das Jahresminimum wurde am 18.2. in Grambeck mit -12,8 °C gemessen. Bereits im anschließenden Frühjahr stellte sich jedoch ein deutlicher Richtungswechsel ein: So verlief es ungewöhnlich mild und ging zugleich als sonnigstes Frühjahr seit Beginn der Messungen in die Statistik ein. Der Sommer erreichte sein Maximum am 2.7. mit 37,6 °C, ebenfalls in Grambeck; zugleich zählte der Juli zu den zehn niederschlagsreichsten. Diese nasse Tendenz setzte sich im Herbst fort, als auch der Oktober ungewöhnlich niederschlagsreich aus dem Jahresverlauf herausstach. In der Jahresbilanz erreichte die Mitteltemperatur 10,1 °C (8,3 °C) und lag damit 1,8 Grad über dem Klimamittel, die Niederschlagsmengen erreichten rund 730 l/m² (788 l/m²) und blieben insgesamt leicht unter dem Soll, während die Sonnenscheindauer mit etwa 1855 Stunden (1567 Stunden) ein Plus von rund 18 Prozent verzeichnete und 2025 damit voraussichtlich zu den fünf sonnigsten Jahren der Zeitreihe zählt.

Thüringen: Auch für Thüringen meldet der Deutsche Wetterdienst ein ungewöhnlich warmes, deutlich zu trockenes und außergewöhnlich sonniges Jahr. Am 18.2. wurde in Bad Berka, 10 km südlich von Weimar, mit -14,4 °C das landesweite Minimum gemeldet. Das Frühjahr ging als sonnigstes seit 1951 in die Statistik ein und legte früh den Grundstein für die außergewöhnlich hohe Jahressonnenscheindauer. Der Frühsommer schloss sich ungewöhnlich warm an. So rangierte der Juni als sechstwärmster seit Beginn der Aufzeichnungen 1881, ehe der Wärmegipfel des Jahres am 2.7. mit 37,9 °C in Artern, im äußersten Nordosten Thüringens, erreicht wurde. Im Herbst bremste der viertrübste Oktober die Sonnenscheinserie der 
Vormonate vorübergehend aus. In der Jahresbilanz erreichte Thüringen eine Mitteltemperatur von 9,5 °C (7,6 °C) und zählte damit zu den zehn wärmsten Jahren, die Niederschlagsmenge erreichte mit rund 545 l/m² (700 l/m²) ein markantes Defizit von rund 22 Prozent. Prägend für das Gesamtjahr erwies sich jedoch die Sonnenscheindauer mit 1940 Stunden und einem Plus von 31 Prozent über dem Mittel (1486 Stunden). Es sicherte sich einen Platz unter den fünf sonnigsten Jahren seit Messbeginn 1951.

Text: Deutscher Wetterdienst DWD

Fotos: privat

Deutschlandwetter im April 2025: Regen? Was ist das denn?

April 2025 war außergewöhnlich warm, trocken und auch sonnig

Apfel

Der April 2025 wurde von einer sehr trockenen, ungewöhnlich sonnigen und sehr warmen Witterung geprägt. Ungewöhnlich frühe Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad unterstrichen die ausgeprägte Wärmeanomalie. Niederschläge, die in der zweiten Monatshälfte folgten, linderten die Trockenheit nur wenig. Dafür reihte sich der April unter die fünftsonnigsten Ostermonate ein. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen seiner rund 2000 Messstationen.

Der siebtwärmste April mit frühen sommerlichen Spitzen – besonders im Osten
Mit einem voraussichtlichen Mittelwert von 10,5 °C erreichte der April 2025 deutschlandweit eine positive Abweichung von +3,1 Kelvin (K) gegenüber der Referenzperiode 1961–1990 (7,4 °C). Im Vergleich zur neueren Klimanorm 1991–2020 (9,0 °C) betrug das Plus +1,5 K. Der Monat reihte sich damit unter die sieben wärmsten Aprilmonate seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 ein. Am 12. wurde am Oberrhein sowie in geschützten Tallagen und Niederungen von Rheinland-Pfalz und Saarland der erste Sommertag (Höchsttemperatur ≥ 25,0 °C) des Jahres gemessen. Am 17. meldeten die brandenburgischen Orte Coschen und Cottbus mit jeweils 28,4 °C die höchsten Temperaturen bundesweit. Ein sommerliches Ausrufezeichen setzte gebietsweise auch das Monatsfinale. Die kälteste Phase mit leichten bis mäßigen Nachfrösten trat in der ersten Monatswoche auf und erreichte am Morgen des 7. im unterfränkischen Bad Königshofen mit -8,2 °C das bundesweite Minimum im April.

Anhaltende Trockenheit trotz stärkerer Niederschläge in der zweiten Monatshälfte
Im April fielen mit rund 31 Litern pro Quadratmeter (l/m²) knapp 53 Prozent des Niederschlags der Referenzperiode 1961 bis 1990 (58 l/m²). Im Vergleich zur neueren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 erreichte die Menge rund 69 Prozent des Solls (45 l/m²). Außergewöhnlich trocken blieb es im Nordosten und in Oberbayern mit teils weniger als 10 l/m² Monatsniederschlag, während es vorzugsweise in den westlichen Mittelgebirgen stellenweise über 80 l/m² regnete. Am 24. wurde mit 52,4 l/m² in Etzleben, Thüringer Becken, die bundesweit höchste Tagessumme des Monats gemessen. Bis zum vermehrten Einsetzen der Niederschläge in der zweiten Monatshälfte verzeichnete der DWD eine außergewöhnliche Trockenheit, die sich im Zeitraum von Anfang Februar bis Mitte April als die stärkste seit Beginn der Auswertung im Jahr 1931 erwies.

April 2025: Einer der fünf sonnigsten Ostermonate mit 56 % Plus beim Sonnenschein
Mit rund 240 Stunden überragte die Sonnenscheindauer im April ihr Soll von 154 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um 56 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (183 Stunden) betrug die positive Abweichung rund 31 Prozent. Im äußersten Nordosten brillierte die Aprilsonne sogar bis zu 270 Stunden. Unmittelbar am Alpenrand sowie im Erzgebirge zeigte sie sich etwa 200 Stunden.

Das Wetter in den Bundesländern im April 2025
(In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels)

Baden-Württemberg: Der April 2025 zeigte sich trotz typischer Wankelmütigkeit mit einem Monatsmittel von 10,5 °C (7,4 °C) ungewöhnlich warm. Bereits am 12. wurde in der Oberrheinebene der erste meteorologische Sommertag (Tageshöchsttemperatur ≥ 25,0 °C) registriert. Eine frühsommerliche Witterungsphase in den letzten Apriltagen verstärkte den positiven Temperaturtrend nochmals deutlich. Während die erste Aprilhälfte von anhaltender Trockenheit geprägt war, traten im zweiten Abschnitt häufiger Niederschlagsereignisse auf; mit einer Monatsmenge von nur mageren 33 l/m² gegenüber dem klimatologischen Soll von 78 l/m² setzte sich die ungewöhnliche Frühjahrstrockenheit jedoch unvermindert fort. Aufgrund der unterdurchschnittlichen Niederschläge sowie der geringen Schneeschmelze infolge des schneearmen Winters verzeichnete der Bodensee einen außergewöhnlich niedrigen Wasserstand. Auffällig war auch die Sonnenscheindauer mit über 240 Stunden in Baden-Württemberg, wobei das klimatologische Ziel (151 Stunden) bereits zur Monatsmitte erreicht wurde.

Bayern: Der Ostermonat 2025 war im Freistaat markant zu warm, niederschlagsarm und ungewöhnlich sonnenscheinreich. Mit einem voraussichtlichen Monatsmittel von etwa 10,4 °C (7,0 °C) wird der April 2025 in die Gruppe der zehn wärmsten seit Messbeginn eingehen. Die kälteste Phase des Monats mit leichten bis mäßigen Nachfrösten trat in der ersten Monatswoche auf und erreichte am Morgen des 7. im unterfränkischen Bad Königshofen mit 
-8,2 °C das bundesweite Aprilminimum. Nach einem sehr trockenen März setzte sich die Frühjahrstrockenheit im April unvermindert fort. Begrenzte Niederschlagsereignisse in der zweiten Aprilhälfte führten zu einer Monatssumme von nur rund 24 l/m², was etwa 34 Prozent des Solls (70 l/m²) entsprach. In Teilen Oberbayerns fielen nur 5 bis 10 l/m². Gleichzeitig übertraf die Sonnenscheindauer landesweit mit rund 240 Stunden das langjährige Mittel von 154 Stunden um knapp 56 Prozent.

Berlin: Im April 2025 war die Bundeshauptstadt die wärmste Region in Deutschland. So lag die Durchschnittstemperatur von 12,0°C erstaunliche +3,6 K über dem klimatologischen Mittel (8,4 °C). Am 16. und 17. setzten sommerliche Temperaturen neue Maßstäbe für Mitte April: In Marzahn wurden 27,4 °C gemessen. Der Monatsniederschlag blieb mit etwa 13 l/m² bei nur rund 33 % des klimatologischen Solls (40 l/m²), während die Sonnenscheindauer mit rund 245 Stunden die Zielmarke von 161 Stunden um etwa 52 % übertraf.

Brandenburg: Der April 2025 präsentierte sich in Brandenburg als außergewöhnlich warmer und strahlungsreicher Frühlingsmonat, der zugleich durch markante Trockenheit geprägt war. Mit einem voraussichtlichen Monatsmittel von 11,3 °C lag die Temperatur deutlich über dem langjährigen Vergleichswert von 7,8 °C. Besonders in der Monatsmitte wurden teils sommerliche Spitzenwerte erreicht: Am 17. verzeichneten Coschen und Cottbus mit 28,4 °C für die Jahreszeit ungewöhnlich hohe Temperaturen und zugleich die höchsten Werte deutschlandweit im abgelaufenen Monat. Der spärliche Flächenniederschlag von rund 14 l/m² (41 l/m²) fiel vor allem in der dritten Woche, während große Teile des Monats niederschlagsfrei blieben. Entsprechend hoch war die Waldbrandgefahr. Bis zum Monatsende werden über 245 Stunden Sonnenschein erreicht und das Klimamittel von 163 Stunden um rund 50 Prozent übertroffen.

Bremen: In Bremen war der April 2025 deutlich zu warm, sehr trocken und ausgesprochen sonnig. Das Monatsmittel lag bei 10,7 °C und damit rund 3,1 Kelvin über dem langjährigen Durchschnitt von 7,6 °C. Frühsommerliche Höchstwerte bis 24,0 °C am 15. trafen dabei auf frostige Nächte in der ersten Monatsdekade. Die wenigen, meist unergiebigen Niederschlagsereignisse konzentrierten sich auf die zweite Monatshälfte. Insgesamt fielen nur 15 l/m² – was rund 30 % des Klimasolls von 48 l/m² entsprach. Die Sonnenscheindauer übertraf hingegen mit rund 230 Stunden das Mittel von 155 Stunden um rund 48%.

Hamburg: Der April 2025 brachte der Hafenmetropole viel Sonne, wenig Regen und ungewöhnlich milde Temperaturen. Mit 10,7 °C lag das Monatsmittel um 3,2 K über dem Klimawert von 7,5 °C. Am 15. wurde mit 24,9 °C fast ein Sommertag erreicht – ein ungewöhnlich früher Wärmepeak. Niederschlag blieb selten: Nur rund 36 l/m² fielen gegenüber dem Sollwert von 50 l/m², das Meiste davon in der zweiten Monatsdekade. Auch die Sonne zeigte sich großzügig: 235 Stunden schien sie bis Monatsende, ein Plus von gut 50 % gegenüber dem Klimamittel von 156 Stunden.

Hessen: Mit einem prognostizierten Monatsmittel von 10,5 °C lag der April 2025 in Hessen 3,0 K über dem langjährigen Mittel von 7,5 °C. Der Monat begann kühl mit verbreiteten Frostnächten, doch bereits am 16. wurden in Osthessen erste Sommertage erreicht: 25,0 °C in Tann/Rhön und 25,3 °C in Fulda-Horas. Auch zum Monatsende stiegen die Temperaturen verbreitet mit über 25 °C auf sommerliche Werte. Der Niederschlag summierte sich auf etwa 40 l/m², blieb damit deutlich unter dem Soll von 59 l/m², wobei der Großteil der Menge zu Beginn der dritten Monatsdekade fiel. Der April war in Hessen auch sehr sonnig: Schon in der ersten Monatshälfte war das klimatische Mittel (152 Stunden) an Sonnenschein erfüllt und zum Monatsende kletterte die Gesamtzahl auf etwa 242 Stunden – ein Plus von fast 60 Prozent.

Mecklenburg-Vorpommern: Der zweite meteorologische Frühlingsmonat 2025 war im Nordosten außergewöhnlich warm. Mit einem prognostizierten Monatsmittel von 10,1 °C lag er 3,4 K über dem langjährigen Klimawert von 6,7 °C und reiht sich zu den fünftwärmsten Aprilmonaten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 ein. Am 17. wurde in Ueckermünde mit 27,9 °C nicht nur ein selten früher Sommertag, sondern auch ein Extremwert für die bis dahin vorangeschrittene Jahreszeit verzeichnet. Extrem war auch die Niederschlagsbilanz: Mit rund 10 l/m² wurden nur etwa 24 % des Solls von 42 l/m² erreicht. In den küstennahen Gebieten blieb es mit teils weniger als 5 l/m² noch trockener. In der 144-jährigen Messreihe gab es in Mecklenburg-Vorpommern nur vier Aprilmonate, die noch trockener waren. Der Nordosten war folglich die niederschlagsärmste Region im letzten Monat. Die Sonne erreichte rund 260 Stunden, womit das Klimamittel von 167 Stunden um etwa 55 % übertroffen wird.

Niedersachsen: In Niedersachsen war der April 2025 mit einer voraussichtlichen Gebietsmitteltemperatur von 10,5 °C ungewöhnliche 3,0 K wärmer als im langjährigen Mittel (7,5 °C). Bereits am 15. wurde im Teufelsmoor und im Elbe-Weser-Dreieck der erste Sommertag registriert: 25,4 °C meldete Rotenburg (Wümme) und 25,3 Worpswede-Hüttenbusch. Solche Werte sind in der ersten Aprilhälfte sehr selten. Beim Niederschlag blieb der Monat deutlich unter dem Soll: Mit etwa 29 l/m² wurden nur gut 55 % des klimatologischen Wertes von 52 l/m² erreicht, wobei der Großteil in der zweiten Monatshälfte fiel. Dafür strahlte die Sonne umso kräftiger: Bis Monatsende werden etwa 235 Stunden erwartet, was die Norm von 151 Stunden um rund 56 % übertraf.

Nordrhein-Westfalen: Mit 10,9 °C lag die Mitteltemperatur im April 2025 rund 3,0 K über dem langjährigen Schnitt von 7,9 °C. Mitte April wurden in weiten Teilen frühsommerliche Höchstwerte um 24 °C gemessen, Ende des Monats fiel dann auch die Sommermarke von 25 °C. Der Flächenniederschlag von 61 l/m², der vor allem in der zweiten Monatshälfte fiel, harmonierte mit dem Klimamittel von 62 l/m². NRW thronte als niederschlagsreichstes Bundesland. Im Sauerland und im Bergischen Land war es mit über 80 l/m² am nassesten. Zuvor führte die anhaltende Trockenheit zu einer ungewöhnlich frühen und markanten Niedrigwasserphase des Rheins. Zudem kam es zu mehreren Wald- und Vegetationsbränden. Die Sonnenscheindauer erreichte bereits in der ersten Aprilhälfte ihr klimatologisches Soll (148 Stunden) und summierte sich bis zum Monatsende auf über 244 Stunden.

Rheinland-Pfalz: Der zweite Frühlingsmonat 2025 verabschiedet sich in Rheinland-Pfalz mit einer Mitteltemperatur von 10,8 °C, was einer Abweichung von 3,0 K gegenüber dem langjährigen Klimawert von 7,8 °C entsprach. Am 12. erreichte Trier-Zewen mit 25,5 °C einen ungewöhnlich frühen Sommertag. Während die erste Monatshälfte von sonnigen Tagen und weitgehender Trockenheit geprägt war, fiel das Sonnenscheinsoll von 151 Stunden bereits zur Monatsmitte. Bis Monatsende summierte sich die Sonnenscheindauer auf rund 235 Stunden – ein Plus von 56% gegenüber der Norm. Niederschläge traten nur sporadisch auf und konzentrierten sich auf die zweite Monatshälfte. Insgesamt blieb es mit etwa 37 l/m² deutlich trockener als üblich (57 l/m²).

Saarland: Im kleinsten Flächenland erreichte der April eine Durchschnittstemperatur von 11,2 °C, womit das das langjährige Klimamittel (8,2 °C) um 3,0 K überschritten wurde. Am 12. registrierten Saarbrücken-Burbach und Neunkirchen-Wellesweiler mit 25,0 °C bzw. 25,4 °C den ersten Sommertag des Jahres – ein ungewöhnlich früher Termin. Sommerlich warm wurde auch das Monatsfinale. Die Sonnenscheindauer übertraf ihr Soll von 155 Stunden bereits zur Monatsmitte und stieg bis zum Monatsende auf rund 240 Stunden an, was einem Plus von rund 55 % entsprach. Gleichzeitig blieb der Ostermonat erheblich zu trocken: Statt der üblichen 64 l/m² fielen landesweit nur etwa 38 l/m². Die wenigen Niederschläge konzentrierten sich schwerpunktmäßig auf die Mitte des Monats.

Sachsen: Mit einer Mitteltemperatur von 10,1 °C (7,3 °C) war der April 2025 in Sachsen ungewöhnlich warm. Letzte winterliche Akzente wurden mit verbreitet leichten bis mäßigen Nachfrösten in der ersten Aprilwoche gesetzt. Danach leitete eine markante Erwärmung den Übergang zum Frühsommer ein und am 16. wurde verbreitet der erste meteorologische Sommertag des Jahres registriert. Niederschläge blieben rar: Mit rund 29 l/m² fiel nur etwa die Hälfte der üblichen Monatsmenge (57 l/m²). Regengüsse konzentrierten sich auf wenige Tage in der zweiten Monatshälfte. Die Sonnenscheindauer summierte sich auf großzügige 211 Stunden, was einem Plus von etwa 40 % gegenüber dem Klimawert von 150 Stunden entsprach.

Sachsen-Anhalt: Der April 2025 geht in Sachsen-Anhalt als ungewöhnlich warmer und sonniger Monat in die Statistik ein. Mit einem erwarteten Monatsmittel von 10,7 °C lag er 2,9 K über dem langjährigen Mittelwert (7,8 °C). Am 16. wurde mit Höchsttemperaturen von über 25 °C der erste Sommertag beobachtet. Besonders eindrucksvoll präsentierte sich die Sonne: Bis zum Monatsende dürften es etwa 242 Stunden werden – ein Zuwachs von knapp 59 % gegenüber dem Mittel von 152 Stunden. Der Niederschlag blieb mit insgesamt etwa 31 l/m² deutlich unter dem Soll von 43 l/m², trotz stärkerer Niederschlagsereignisse in der zweiten Monatshälfte.

Schleswig-Holstein: Der April 2025 brachte dem äußerten Norden Deutschlands eine mit 9,6 °C (6,6 °C) rund 3,0 K ungewöhnlich wärmere Witterung als im klimatologischen Mittel. Im Ländervergleich war Schleswig-Holstein aber die kühlste Region. Am 15. und 16. erreichten die Temperaturen einen frühsommerlichen Höhepunkt, jedoch wurde ein offizieller Sommertag (≥ 25 °C) nicht erreicht. Niederschläge fielen äußerst spärlich: Mit rund 26 l/m² war ein markantes Monatsdefizit gegenüber dem Soll von 49 l/m² zu beobachten. Niederschlagsschwerpunkte konzentrierten sich vor allem auf die dritte Monatswoche. Sonst dominierte die Sonne, die sich bis zum Monatsende etwa 230 Stunden zeigen wird – ein Überschuss von rund 40 % gegenüber dem klimatologischen Erwartungswert von 164 Stunden.

Thüringen: In Thüringen verlief der April 2025 sonnig, deutlich zu warm und eher trocken. Die Mitteltemperatur wird bei etwa 9,8 °C liegen und damit klar über dem klimatologischen Referenzwert von 6,8 °C. Ein erster Vorgeschmack auf den Sommer zeigte sich am 16. mit Höchsttemperaturen von über 25 °C. Niederschlag fiel schwerpunktmäßig zu Beginn der dritten Monatsdekade, als am 24. mit 52,4 l/m² in Etzleben, im Thüringer Becken, der bundesweit höchste Tagesniederschlag gemessen wurde. In der Landesfläche wurde ein Monatsniederschlag von 38 l/m²(58 l/m²) ermittelt. Mit rund 235 Sonnenstunden wurde das Klimamittel von 147 Stunden um 60 Prozent übertroffen.

Text: Deutscher Wetterdienst DWD

Fotos: Privat