{"id":612,"date":"2021-02-26T17:43:36","date_gmt":"2021-02-26T16:43:36","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=612"},"modified":"2021-02-26T17:43:36","modified_gmt":"2021-02-26T16:43:36","slug":"beobachtungen-zum-klimawandel-deutschlandwetter-winter-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=612","title":{"rendered":"Beobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter Winter 2021"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E529A678-BE51-4944-B0E8-FA3F74B509C7_1_201_a-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-613\" width=\"479\" height=\"638\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E529A678-BE51-4944-B0E8-FA3F74B509C7_1_201_a-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E529A678-BE51-4944-B0E8-FA3F74B509C7_1_201_a-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E529A678-BE51-4944-B0E8-FA3F74B509C7_1_201_a-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E529A678-BE51-4944-B0E8-FA3F74B509C7_1_201_a-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E529A678-BE51-4944-B0E8-FA3F74B509C7_1_201_a-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 479px) 100vw, 479px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Winter 2020\/2021 war hierzulande der zehnte zu warme Winter in Folge<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Offenbach, 26. Februar 2021 \u2013\u00a0<\/em>Der Winter 2020\/21 war in Deutschland bei durchschnittlichem Niederschlag und einem deutlichen Sonnenscheinplus wieder zu warm. Das Klimaarchiv des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigt: Es war hierzulande der zehnte zu warme Winter in Folge. Zahlreiche Sturmtiefs, die \u00fcber Nordeuropa ostw\u00e4rts zogen, brachten im Dezember und Januar sehr feuchte, oft nasskalte Luftmassen. Das f\u00fchrte im Dezember vor allem in den Alpen, ab Januar h\u00e4ufig auch in den Mittelgebirgen, zu herrlichem Winterwetter. Anfang Februar stellten sich den nordeurop\u00e4ischen Sturmtiefs Hochdruckgebiete in den Weg. \u00dcber Mitteleuropa bildete sich eine Luftmassengrenze, die kalte Luft aus dem Norden von milder im S\u00fcden trennte und nur langsam s\u00fcdw\u00e4rts vorankam. An ihrem \u00dcbergangsbereich traten ungew\u00f6hnlich starke Schneef\u00e4lle mit gebietsweise enormen Schneeverwehungen auf. Klare N\u00e4chte f\u00fchrten dort zu sehr strengen Fr\u00f6sten. Ab Mitte Februar gab es landesweit schon fr\u00fchlingshafte Temperaturen. Das meldet der\u00a0DWD\u00a0nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.<br><br><strong>Besonders im Februar extreme Temperaturunterschiede<\/strong><br>Mit 1,8 Grad Celsius (\u00b0C) lag der Temperaturdurchschnitt im Winter 2020\/21 um 1,6 Grad \u00fcber dem Wert der international g\u00fcltigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und w\u00e4rmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung immer noch +0,4 Grad. Im Dezember und Januar wechselten sehr milde und nasskalte Witterungsabschnitte h\u00e4ufig einander ab. Von Anfang bis Mitte Februar gelangte vor allem der Norden, sp\u00e4ter auch das gesamte Land in den Einflussbereich skandinavischer Hochdruckgebiete, die es vor\u00fcbergehend unter eisiger K\u00e4lte erstarren lie\u00dfen. Gebietsweise trat sehr strenger Frost von unter -20\u00a0\u00b0C\u00a0auf. M\u00fchlhausen-G\u00f6rmar, nordwestlich von Erfurt, registrierte am 10. Februar mit -26,7\u00a0\u00b0C\u00a0den tiefsten Wert des Winters. Zwei Wochen sp\u00e4ter schnellten die Temperaturen deutlich in die H\u00f6he und erreichten das andere Extrem. Am h\u00f6chsten kletterte das Quecksilber am 25. Februar in Ohlsbach bei Offenburg auf au\u00dfergew\u00f6hnliche 22,0\u00a0\u00b0C. In Deutschland stieg das Thermometer an 6 Tagen in Folge auf \u00fcber 20\u00a0\u00b0C. Seit Messbeginn 1881 hatte es dies in einem Winter maximal nur 3 Tage am St\u00fcck gegeben, wie zuletzt vom 26.2. bis 28.2.2019.<br><br><strong>Ein au\u00dfergew\u00f6hnlich schneereicher Winter<\/strong><br>Der Winter 2020\/21 erreichte mit knapp 180 Litern pro Quadratmeter (l\/m\u00b2) fast genau seinen Klimawert (1961-1990) von 181\u00a0l\/m\u00b2. Verglichen mit der Periode 1991 bis 2020 gab es ein Defizit von knapp 10\u00a0l\/m\u00b2. Bereits gefallene Schneemengen in den Alpen und sp\u00e4ter auch den Mittelgebirgen f\u00fchrten Ende Januar mit einsetzendem Tauwetter und kr\u00e4ftigen Regenf\u00e4llen im Westen und S\u00fcden zu gro\u00dfem Hochwasser. Am 28. Januar fiel in Bernau-Goldbach im S\u00fcdschwarzwald mit 87,4\u00a0l\/m\u00b2\u00a0die gr\u00f6\u00dfte Tagesmenge. Im Schwarzwald wurde auch mit lokal um die 585\u00a0l\/m\u00b2\u00a0die deutschlandweit gr\u00f6\u00dfte Gesamtsumme gemessen. In Teilen von Sachsen, Th\u00fcringen und Brandenburg blieb es im ganzen Winter dagegen bei kaum 50\u00a0l\/m\u00b2. An einer Luftmassengrenze fielen am 7. und 8. Februar vom M\u00fcnsterland bis nach Th\u00fcringen verbreitet gro\u00dfe Schneemengen, die durch den Ostwind gebietsweise zu enormen Schneeverwehungen f\u00fchrten.<br><br><strong>Verbreitet sehr sonnig, der S\u00fcden deutlich im Vorteil<\/strong><br>Mit \u00fcber 175 Stunden \u00fcberschritt die Sonnenscheindauer im Winter 2020\/21 ihr Soll von 153 Stunden (Periode 1961 bis 1990) deutlich. Im Vergleich zur Periode 1991 bis 2020 lag sie geringf\u00fcgig \u00fcber dem Klimawert von 170 Stunden. Am meisten zeigte sich die Sonne am Alpenrand mit bis zu 285 Stunden, am wenigsten im \u00e4u\u00dfersten Norden, dem Taunus sowie dem Sauerland mit teils weniger als 125 Stunden.<br><br><br><strong>Das Wetter in den Bundesl\u00e4ndern im Winter 2020\/21<\/strong><br>(In Klammern finden Sie die vielj\u00e4hrigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vielj\u00e4hrigen Werten erm\u00f6glicht eine Einsch\u00e4tzung des l\u00e4ngerfristigen Klimawandels)<br><br><strong>Baden-W\u00fcrttemberg:\u00a0<\/strong>Hier lag die Mitteltemperatur bei 2,1\u00a0\u00b0C\u00a0(0,0\u00a0\u00b0C). Mit ann\u00e4hernd 225\u00a0l\/m\u00b2(224\u00a0l\/m\u00b2) und nahezu 195 Sonnenstunden (169 Stunden) war Baden-W\u00fcrttemberg sowohl das zweitniederschlagsreichste als auch das zweitsonnenscheinreichste Bundesland. Ohlsbach, s\u00fcd\u00f6stlich von Offenburg, meldete am 25. Februar mit au\u00dfergew\u00f6hnlich fr\u00fchen und fr\u00fchlingshaften 22,0\u00a0\u00b0C\u00a0den bundesweit h\u00f6chsten Winterwert. Bernau-Goldbach im S\u00fcdschwarzwald verzeichnete am 28. Januar mit 87,4\u00a0l\/m\u00b2\u00a0die deutschlandweit gr\u00f6\u00dfte Tagesmenge. Aufsummiert fiel im S\u00fcdschwarzwald mit teils \u00fcber 585\u00a0l\/m\u00b2\u00a0der meiste Niederschlag. Ende Januar setzte besonders hier und dem Allg\u00e4u starkes Tauwetter ein, das die vorhandene Schneedecke sp\u00fcrbar reduzierte. Die gro\u00dfen Abflussmengen lie\u00dfen die Pegel der Fl\u00fcsse deutlich ansteigen.<br><br><strong>Bayern:<\/strong>\u00a0Der Freistaat pr\u00e4sentierte sich im Winter mit knapp 0,8\u00a0\u00b0C\u00a0(-1,0\u00a0\u00b0C) als die k\u00e4lteste Region Deutschlands. Die Niederschlagssumme lag bei rund 165\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(200\u00a0l\/m\u00b2). Bayern war mit gut 200 Stunden (171 Stunden) das sonnenscheinreichste Bundesland. Am Morgen des 13. Februar meldete Bad K\u00f6nigshofen, nord\u00f6stlich von Schweinfurt, eisige -22,9\u00a0\u00b0C. Mitte Januar t\u00fcrmte sich die Schneedecke im Allg\u00e4u und den Chiemgauer Alpen \u00f6rtlich bis zu 100\u00a0cm\u00a0hoch. Hier schien die Sonne im Winter 2020\/21 mit bis zu 285 Stunden bundesweit am meisten.<br><br><strong>Berlin:\u00a0<\/strong>Die Hauptstadt erreichte eine Mitteltemperatur von 1,9\u00a0\u00b0C\u00a0(0,5\u00a0\u00b0C) und die Sonne schien gut 170 Stunden (147 Stunden). Berlin war im Winter 2020\/21 mit rund 95\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(131\u00a0l\/m\u00b2) das niederschlags\u00e4rmste Gebiet Deutschlands.\u00a0<br><br><strong>Brandenburg:\u00a0<\/strong>Brandenburg geh\u00f6rte mit einer Durchschnittstemperatur von 1,3\u00a0\u00b0C\u00a0(0,1\u00a0\u00b0C) zu den k\u00e4lteren Bundesl\u00e4ndern. Doberlug-Kirchhain und L\u00fcbben-Blumenfelde, beide im Spreewald, verzeichneten am Morgen des 15. Februars jeweils -20,2\u00a0\u00b0C. Mit abgerundet 105\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(123\u00a0l\/m\u00b2) war es die zweitniederschlags\u00e4rmste Region. Die Sonne zeigte sich hier ann\u00e4hernd 175 Stunden (149 Stunden).<br><br><strong>Bremen:\u00a0<\/strong>Die Stadt an der Weser erreichte im Winter 2020\/21 im Monatsmittel 3,1\u00a0\u00b0C\u00a0(1,5\u00a0\u00b0C), abgerundet 160\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(165\u00a0l\/m\u00b2) und nahezu 165 Sonnenstunden (140 Stunden).<br><br><strong>Hamburg:<\/strong>\u00a0F\u00fcr die Hansestadt verzeichnete der\u00a0DWD\u00a02,9\u00a0\u00b0C\u00a0(1,2\u00a0\u00b0C). Sie z\u00e4hlte damit zu den w\u00e4rmeren Bundesl\u00e4ndern. Subtropikluft f\u00fchrte am 22. Februar in Hamburg-Neuwiedenthal mit 21,1\u00a0\u00b0C\u00a0zu ungew\u00f6hnlich fr\u00fcher Fr\u00fchlingsw\u00e4rme. F\u00fcr Hamburg ermittelten die Klimaexperten ann\u00e4hernd 155\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(174\u00a0l\/m\u00b2) und knapp 155 Sonnenstunden (134 Stunden).\u00a0<br><br><strong>Hessen:\u00a0<\/strong>Hessen erreichte eine Mitteltemperatur von 1,9\u00a0\u00b0C\u00a0(0,3\u00a0\u00b0C) und der Niederschlag akkumulierte sich auf gut 210\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(193\u00a0l\/m\u00b2). Eine Luftmassengrenze sorgte am 7. Februar in der Nordh\u00e4lfte gebietsweise f\u00fcr stundenlangen gefrierenden Regen, der eine mehrere Millimeter dicke Eisschicht hinterlie\u00df. Im \u00e4u\u00dfersten Norden fiel durchweg Schnee und so meldete Wesertal-Lippoldsberg am 8. 40\u00a0cm. Hierbei kam es verbreitet zu enormen Einschr\u00e4nkungen. Die Sonne schien gut 150 Stunden (136 Stunden).<br><br><strong>Mecklenburg-Vorpommern:\u00a0<\/strong>F\u00fcr das nord\u00f6stlichste Bundesland errechneten die\u00a0DWD-Meteorologen eine Durchschnittstemperatur von 1,8\u00a0\u00b0C\u00a0(0,2\u00a0\u00b0C) sowie eine Niederschlagsmenge von nahezu 135\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(130\u00a0l\/m\u00b2). Der Lake-Effect, bei dem kalte Luft \u00fcber die vergleichsweise warme Ostsee weht, sorgte durch immer wiederkehrende Schauerstra\u00dfen an der vorpommerschen K\u00fcste f\u00fcr gro\u00dfe Schneemengen. Am 12. Februar registrierte Ribnitz-Damgarten, nord\u00f6stlich von Rostock, 42\u00a0cm. Im Winter 2020\/21 pr\u00e4sentierte sich Mecklenburg-Vorpommern mit gerade 150 Stunden (144 Stunden) als das zweitsonnenschein\u00e4rmste Gebiet Deutschlands.<br><br><strong>Niedersachsen:<\/strong>\u00a0F\u00fcr Niedersachsen ermittelten die Wetterexperten 2,6\u00a0\u00b0C\u00a0(1,2\u00a0\u00b0C), fast 170\u00a0l\/m\u00b2(177\u00a0l\/m\u00b2) und ann\u00e4hernd 155 Sonnenstunden (135 Stunden). In G\u00f6ttingen registrierte der\u00a0DWDam 14. Februar -23,8\u00a0\u00b0C; in diesem Monat traten hier 5 N\u00e4chte mit unter -20\u00a0\u00b0C\u00a0auf. Am 7. und 8. Februar sorgten gro\u00dfe Temperaturgegens\u00e4tze in der S\u00fcdh\u00e4lfte zu sehr kr\u00e4ftigen Schneef\u00e4llen, der anhaltende Ostwind f\u00fchrte zu enormen Verwehungen. Verbreitet erreichte die Schneedecke 35 -55\u00a0cm; Langelsheim im Harz meldete 54\u00a0cm. Die Infrastruktur kam verbreitet zum Erliegen.<br><br><strong>Nordrhein-Westfalen:\u00a0<\/strong>Nordrhein-Westfalen war im L\u00e4nderranking mit einer Mitteltemperatur von knapp 3,3\u00a0\u00b0C\u00a0(1,7\u00a0\u00b0C) das zweitw\u00e4rmste Bundesland. Mit abgerundet 220\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(223\u00a0l\/m\u00b2) geh\u00f6rte es zu den niederschlagsreichen Gebieten. An einer Luftmassengrenze entwickelten sich am 7. und 8. Februar besonders im Norden und Osten sehr kr\u00e4ftige Schneef\u00e4lle; Bielefeld-Deppendorf meldete hierbei 43\u00a0cm. Die Sonne zeigte sich hier ann\u00e4hernd 160 Stunden (151 Stunden).<br><br><strong>Rheinland-Pfalz:<\/strong>\u00a0Der Winter 2020\/21 brachte Rheinland-Pfalz durchschnittlich 2,8\u00a0\u00b0C\u00a0(0,9\u00a0\u00b0C), knapp 220\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(206\u00a0l\/m\u00b2) und fast 165 Sonnenstunden (152 Stunden).<br><br><strong>Saarland:<\/strong>\u00a0Das Saarland \u00fcbertraf mit einer mittleren Temperatur von 3,3\u00a0\u00b0C\u00a0(1,2\u00a0\u00b0C) und einer Niederschlagsbilanz von \u00fcber 315\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(255\u00a0l\/m\u00b2) alle anderen Bundesl\u00e4nder. Die Sonne schien gut 170 Stunden (155 Stunden).<br><br><strong>Sachsen:<\/strong>\u00a0Der Freistaat z\u00e4hlte im Winter 2020\/21 mit gut 0,8\u00a0\u00b0C\u00a0(-0,4\u00a0\u00b0C) zu den k\u00e4lteren und mit nahezu 195 Stunden (161 Stunden) zu den sonnenscheinreichen Regionen. Die Niederschlagsmenge summierte sich auf fast 140\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(152\u00a0l\/m\u00b2).<br><br><strong>Sachsen-Anhalt:\u00a0<\/strong>F\u00fcr Sachsen-Anhalt errechneten die\u00a0DWD-Meteorologen durchschnittlich 1,5\u00a0\u00b0C\u00a0(0,4\u00a0\u00b0C) und ann\u00e4hernd 175 Sonnenstunden (145 Stunden). Querfurt, nord\u00f6stlich von Erfurt, verzeichnete am Morgen des 14. Februar eisige -24,8\u00a0\u00b0C. Im Winter 2020\/21 pr\u00e4sentierte sich Sachsen- Anhalt mit fast 120\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(119\u00a0l\/m\u00b2) als ein niederschlagsarmes Bundesland. Zu enormen Einschr\u00e4nkungen f\u00fchrten am 7. und 8. Februar verbreitet kr\u00e4ftige Schneef\u00e4lle; Bad Bibra, s\u00fcdwestlichen von Leipzig, meldete hierbei eine Schneeh\u00f6he von 48\u00a0cm.<br><br><strong>Schleswig-Holstein:\u00a0<\/strong>Hier lag die Mitteltemperatur im Winter bei 2,6\u00a0\u00b0C\u00a0(0,9\u00a0\u00b0C) und der Niederschlag akkumulierte sich auf knapp 160\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(180\u00a0l\/m\u00b2). Im Februar verzeichnete L\u00fcbeck-Blankensee 12 Eistage, bei den die h\u00f6chste Temperatur unter 0\u00a0\u00b0C\u00a0liegt. Der Lake-Effect sorgte durch immer wiederkehrende Schauerstra\u00dfen in Wagrien innerhalb von Stunden f\u00fcr gro\u00dfe Schneemengen. Oldenburg in Holstein meldete am 10. Februar 31\u00a0cm\u00a0Neuschnee. Schleswig-Holstein war mit aufgerundet 150 Stunden (144 Stunden) das sonnenschein\u00e4rmste Gebiet.<br><br><strong>Th\u00fcringen:\u00a0<\/strong>Der Freistaat repr\u00e4sentierte sich im Winter 2020\/21 mit etwa 0,8\u00a0\u00b0C\u00a0(-0,6\u00a0\u00b0C) als das zweitk\u00e4lteste Bundesland. F\u00fcr Th\u00fcringen kalkulierte der\u00a0DWD\u00a0gut 160\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(159\u00a0l\/m\u00b2) und nahezu 160 Sonnenstunden (148 Stunden). Den deutschlandweit tiefsten Winterwert verzeichnete M\u00fchlhausen-G\u00f6rmar, nordwestlich von Erfurt, am 10. Februar mit -26,7\u00a0\u00b0C. Gro\u00dfe Temperaturgegens\u00e4tze sorgten am 7. und 8. Februar f\u00fcr sehr starke Schneef\u00e4lle, die durch den eisigen Ostwind gebietsweise zu enormen Verwehungen f\u00fchrten. Hierbei meldete M\u00fchlhausen-Windeberg eine Schneedecke von 55\u00a0cm. In Jena lagen 48\u00a0cm, davon fielen innerhalb von 24 Stunden 40\u00a0cm.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: DWD<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Winter 2020\/2021 war hierzulande der zehnte zu warme Winter in Folge Offenbach, 26. Februar 2021 \u2013\u00a0Der Winter 2020\/21 war in Deutschland bei durchschnittlichem Niederschlag und einem deutlichen Sonnenscheinplus wieder zu warm. Das Klimaarchiv des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigt: Es war hierzulande der zehnte zu warme Winter in Folge. 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