{"id":564,"date":"2021-01-30T21:24:23","date_gmt":"2021-01-30T20:24:23","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=564"},"modified":"2021-05-23T07:45:03","modified_gmt":"2021-05-23T05:45:03","slug":"strategien-kein-kurzhaarschnitt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=564","title":{"rendered":"Strategien: Kein &#8222;Kurzhaarschnitt&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unter 8 cm geht gar nicht<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Weser-Blumenthal-Farge-6194254-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-565\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Weser-Blumenthal-Farge-6194254-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Weser-Blumenthal-Farge-6194254-300x225.jpg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Weser-Blumenthal-Farge-6194254-768x576.jpg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Weser-Blumenthal-Farge-6194254-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Weser-Blumenthal-Farge-6194254-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><figcaption>Artenvielfalt erhalten, Beschattung des Bodens im Sommer verbessern und eine schnellere Regeneration ist das Ergebnis einer moderaten M\u00e4hwerktiefe bzw. fr\u00fchzeitigem Umtriebs<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nur nichts umkommen lassen. Das gilt Vielerorts auch f\u00fcr die Ausnutzung des Gr\u00fcnlandes. Um m\u00f6glichst viel zu ernten wird mit nur wenigen Zentimeter Abstand zum Boden gem\u00e4ht und die Pferde nagen die Weiden bis auf wenige Millimeter ab: Golfrasen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist weder clever noch \u00f6konomisch, denn die Geiz-ist Geil- Denkweise ist der Killer eines ausk\u00f6mmlichen Dauergr\u00fcnlandes.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu kurzes M\u00e4hen oder Abfressen stresst das Gr\u00fcnland und ist die Garantie f\u00fcr geringere Ertr\u00e4ge und schlechtere Futterqualit\u00e4t. Warum ist das so?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Zu tief geschnittenes bzw. zu tief gefressenes Gras bietet gerade im Sommer nicht mehr gen\u00fcgend Schatten. Die Sonne schein ungesch\u00fctzt auf die Pflanzen und den Boden. Da deutlich w\u00e4rmer als als schattierter Boden, verdunstet er wesentlich mehr Wasser als ein beschatteter Boden und trocknet mehr und mehr aus. Im Sommer ein rascher Schritt zur D\u00fcrre. <\/li><li>Auch die Pflanzen verdunsten mehr Wasser und m\u00fcssen mehr Energie f\u00fcr den Wassertransport aufwenden. Da nur eine ganz bestimmte Energiemenge durch die Photosynthese der Pflanze zur Verf\u00fcgung steht, steht wegen des Mehrbedarfes f\u00fcr den Wassertransport entsprechend weniger Energie f\u00fcr das Pflanzenwachstum zur Verf\u00fcgung. Das Gr\u00fcnland reagiert gestresst, die Regeneration des Gr\u00fcnlandes ist eingeschr\u00e4nkt, die Nutzungspause wird gr\u00f6\u00dfer, der Ertrag des Gr\u00fcnlandes sinkt ab. Weniger Pferde werden von der Fl\u00e4che satt. <\/li><li>Zu tief eingestellte M\u00e4hwerke versetzen das M\u00e4hgut mit Erde. Das Heu ist staubig, die Pferde husten. Silage wird nicht hygienisch konserviert und ist ein ernstzunehmendes Risiko f\u00fcr die Pferde (Kolik).<\/li><li>Zu kurz gefressenes Gras ist eine mehrfache Gefahr: Hufrehe und Sandkolik.<\/li><li>Eines der wichtigen Organe der Pflanze, das Meristem, kurz gesagt die Wachstumszone (Bildungsgewebe), der meisten Gr\u00fcnlandpflanzen bei uns in Mitteleuropa wird durch zu kurzes Abfressen und\/oder M\u00e4hen gesch\u00e4digt. Die Gr\u00fcnlandpflanzen werden entweder zerst\u00f6rt oder wachsen wesentlich langsamer wieder auf. &#8222;Kurzhaarschnitte&#8220; des Dauergr\u00fcnlandes sind eine der wichtigsten Ursachen, neben der <a href=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=340\">\u00fcbertriebenen Stickstoffd\u00fcngung<\/a>, des Verlustes der Artenvielfalt. Die ersten, die nicht wieder aufwachsen, sind die Kr\u00e4uter. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden ist die tiefe M\u00e4hwerkeinstellung und die \u00fcberlange Beweidung gerade auch in Zeiten des Klimawandels unbedingt zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Dauergr\u00fcnland regeneriert sich am besten, wenn die Pflanzen nicht tiefer als 8 cm gem\u00e4ht bzw. abgefressen werden. <\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter 8 cm geht gar nicht Nur nichts umkommen lassen. Das gilt Vielerorts auch f\u00fcr die Ausnutzung des Gr\u00fcnlandes. Um m\u00f6glichst viel zu ernten wird mit nur wenigen Zentimeter Abstand zum Boden gem\u00e4ht und die Pferde nagen die Weiden bis auf wenige Millimeter ab: Golfrasen. 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