{"id":507,"date":"2021-01-06T12:46:44","date_gmt":"2021-01-06T11:46:44","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=507"},"modified":"2023-11-06T21:15:05","modified_gmt":"2023-11-06T20:15:05","slug":"basics-bodenart-bestimmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=507","title":{"rendered":"Basics: Bodenart bestimmen"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Bodenart ist abh\u00e4ngig von der Zusammensetzung der drei wichtigsten Bodenfraktionen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Bodenfraktion<\/th><th>Abk\u00fcrzung<\/th><th>Korngr\u00f6\u00dfe<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Sand <\/td><td>S<\/td><td>2 mm &#8211; 63 ym<\/td><\/tr><tr><td>Schluff <\/td><td>U<\/td><td>63 ym &#8211; 2 ym<\/td><\/tr><tr><td>Ton <\/td><td>T<\/td><td>&lt; 2 ym<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class=\"wp-element-caption\">Alle Teilchen gr\u00f6\u00dfer 2 mm sind Kies und werden bei der landwirtschaftlichen Bodenprobe nicht betrachtet.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Labor werden die Bodenfraktionen aufw\u00e4ndig durch Siebung, Sedimentation und Zentrifugieren bestimmt. Dieses relativ teure Verfahren ergibt eine exakte Analyse der Anteile von Sand, Schluff und Ton eines Bodens. <\/p>\n\n\n\n<p>Mit Hilfe des Bodenartendreiecks wird entsprechend des jeweiligen Anteils von Sand, Schluff und Ton die Bodenart festgelegt:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"661\" height=\"647\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/KA5_Diagramm.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-508\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/KA5_Diagramm.png 661w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/KA5_Diagramm-300x294.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 661px) 100vw, 661px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Beispiel: Ein Boden mit 30% Ton und 25% Schluff sowie (Differenz zu 100%) 45% Sand nennt man\/frau tonig, sandiger Lehm. Der Gro\u00dfbuchstabe ist die Hauptname, die Kleinbuchstaben beschreiben n\u00e4her. T ist immer ein Tonboden, entweder komplett Ton Tt, sandiger Ton Ts, lehmiger Ton Ts oder schluffiger Ton Ts. Merke: Ein Lehmboden besteht \u00fcberwiegend aus dem harmonischen 1\/3- Verh\u00e4ltnis von Sand, Ton und Schluff und vereint bzw. kompensiert alle Vorteile\/ Nachteile der Eigenschaften der einzelnen Bodenfraktionen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Mehr zu den <a href=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=241\">Eigenschaften der Bodenfraktionen<\/a> findet Ihr hier.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Zusammensetzung der drei Bodenfraktionen Sand, Schluff und Ton bestimmt ma\u00dfgeblich die Bodeneigenschaft und damit auch die D\u00fcngeempfehlung.<\/h2>\n\n\n\n<p>Ohne Kenntnis der Bodenart ist eine zielgerichtete D\u00fcngeempfehlung nicht m\u00f6glich. Weil aber die LUFA bei der Grunduntersuchung keine Bodenartbestimmung vornimmt, ist die <strong>Angabe der Bodenart auf der Bodenprobe von zentraler Bedeutung<\/strong>. F\u00fcr die Angabe auf der Bodenprobe gen\u00fcgt eine einfache, auch von Euch zu handhabende Methode, die sog. Fingerprobe.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie der Name schon vermuten l\u00e4sst, wird der kulturfeuchte Boden (nicht trocken, nicht nass) mit den Fingern palpiert, also tastend, f\u00fchlend untersucht. Kleiner Tipp, wenn die Feuchtebedingungen nicht zutreffen: zu nass &gt; in der warmen Hand trocknen, zu trocken &gt; draufspucken. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Palpation des Bodens k\u00f6nnt Ihr folgendes erfahren:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table><thead><tr><th>Bodenart<\/th><th>Sichtpr\u00fcfung<\/th><th>F\u00fchlen<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Sand<\/td><td>Einzelk\u00f6rner erkennbar, <\/td><td>k\u00f6rnig, kratzend, rauh. Beim Schmecken (sensorische Pr\u00fcfung) knirscht es typisch<\/td><\/tr><tr><td>Schluff<\/td><td>Boden bleibt in den Fingerrillen haften, Finger werden dreckig, nicht gl\u00e4nzend<\/td><td>samtig, nur einmalig ausrollbar, aber nicht formbar<\/td><\/tr><tr><td>Ton<\/td><td>gl\u00e4nzend<\/td><td>mehrfach ausrollbar, formbar zu W\u00fcrfeln bis zu d\u00fcnnen W\u00fcrsten<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Humusgehaltl\u00e4sst sich anhand der Farbe sch\u00e4tzen: Je dunkler der Boden, desto h\u00f6her ist der Humusanteil. Bei der Bedrohung von Dauergr\u00fcnland ist regelm\u00e4\u00dfig davon auszugehen, dass der Boden Humus ist. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Je nach Dominanz der jeweiligen Bodenfraktion kommt Ihr dann zum Ergebnis. Beispiel: humoser, schluffiger Ton oder humoser Schluff. M\u00f6glich ist nat\u00fcrlich auch ein humoser, toniger Sandboden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bodenart ist abh\u00e4ngig von der Zusammensetzung der drei wichtigsten Bodenfraktionen: Bodenfraktion Abk\u00fcrzung Korngr\u00f6\u00dfe Sand S 2 mm &#8211; 63 ym Schluff U 63 ym &#8211; 2 ym Ton T &lt; 2 ym Alle Teilchen gr\u00f6\u00dfer 2 mm sind Kies und werden bei der landwirtschaftlichen Bodenprobe nicht betrachtet. 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