{"id":497,"date":"2021-01-05T13:33:05","date_gmt":"2021-01-05T12:33:05","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=497"},"modified":"2021-06-23T13:44:40","modified_gmt":"2021-06-23T11:44:40","slug":"basics-bodenprobe-ziehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=497","title":{"rendered":"Basics: Bodenprobe ziehen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bodenkunde02-edited-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-504\" width=\"365\" height=\"547\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bodenkunde02-edited-scaled.jpg 1707w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bodenkunde02-edited-200x300.jpg 200w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bodenkunde02-edited-683x1024.jpg 683w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bodenkunde02-edited-768x1152.jpg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bodenkunde02-edited-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bodenkunde02-edited-1365x2048.jpg 1365w\" sizes=\"auto, (max-width: 365px) 100vw, 365px\" \/><figcaption>Bodenprobennahme mit Bohrstock<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Selbst schon im Winter, wenn die B\u00f6den nicht gefroren sind, k\u00f6nnen bereits Bodenproben genommen, Fachleute sagen auch gezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die LUFAs (Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalten) haben auf ihrer Internetseite hervorragende Anleitungen, wie die Bodenproben zu nehmen sind. Dabei ist sorgf\u00e4ltiges Arbeiten Pflicht, denn 300 &#8211; 500 g Boden geben die Realit\u00e4t einer ganzen Parzelle, hier einer Weide\/ Wiese wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Dauergr\u00fcnland f\u00fcr Pferde ist eine Standard- Bodenprobe absolut ausreichend. Standard- Bodenprobe bedeutet immer: P (P<sub>2<\/sub>O<sub>5<\/sub>), K (K<sub>2<\/sub>O), Mg (MgO), pH- Wert f\u00fcr den Ca- Bedarf. Der Preis je Probe betr\u00e4gt 15,00 &#8211; 20,00 \u20ac. Nat\u00fcrlich bietet die LUFA auch die Beprobung zahlreicher weiterer Mineralien und Problemstoffen an. Die Analytik ist z.T. sehr aufw\u00e4ndig, eine einzige Analyse kostet dann bis zu 100,00 \u20ac zus\u00e4tzlich. Die Ausweitung der Standard- Bodenprobe macht wirtschaftlich nur Sinn, wenn der begr\u00fcndete Verdacht einer Kontamination vorliegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine N<sub>min<\/sub>&#8211; Untersuchung (N<sub>min<\/sub> = mineralischer, also pflanzenverf\u00fcgbarer Stickstoff)  ist nicht notwendig. Bei der N- D\u00fcngung ist sowohl die Schonung der Umwelt, die Futtermittelqualit\u00e4t als auch die Ertragserwartung in eine vertretbare Balance zu bringen. Diese Abw\u00e4gung ist ein typischer Prozess in der nachhaltigen Bewirtschaftung eines Betriebes. Es gilt die drei Faktoren Umwelt, \u00d6konomie und Soziales in Einklang zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Ideald\u00fcngemenge eines Wachstumsjahres f\u00fcr den Pflanzenn\u00e4hrstoff Stickstoff (N) gilt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>40 kg N\/Jahr\/Hektar (Hektar = ha = 10.000 m<sup>2<\/sup>)<\/p><p>Wer dennoch eine Bodenprobe auf den mineralischen Stickstoff (N<sub>min<\/sub>) untersuchen lassen will, muss wissen, dass die Probe gek\u00fchlt eingeliefert werden muss. Mit Kosten von 30,00 &#8211; 50,00 \u20ac ist zu rechnen.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone is-resized wp-image-541 size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pferdefuetterung.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Bodenkunde-Bodenuntersuchung-042-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-541\" width=\"483\" height=\"362\"\/><figcaption><span style=\"font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: normal; letter-spacing: normal; orphans: auto; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: auto; word-spacing: 0px; -webkit-text-size-adjust: auto; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration: none; caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-size: medium; float: none; display: inline !important;\"><sub>Hier in der Eingangsbearbeitung landen Eure Bodenproben und werden in die Laborbeh\u00e4ltnisse umgef\u00fcllt. Wer seine nicht lesbar und dauerhaft beschriftet hat, wird sie nie wiederfinden.<\/sub><\/span><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Praxistipp<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Hilfreich bei der Probennahme ist ein Gr\u00fcnland- Bohrstock, den die&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.landwirtschaftskammer.de\/lufa\/pdf\/bestellung-probenahmematerial.pdf\">LUFA NRW f\u00fcr 45.- anbietet<\/a> oder LUFA-Servicennummer 0251 \/ 2376&nbsp;\u2013&nbsp;595 . Auch lohnt der Besuch beim Landhandel\/ Genossenschaft, denn die verleihen oft Bohrst\u00f6cke. Alternative Beschaffung: <a href=\"https:\/\/www.erdbohrer.de\/Erdbohrer\/Bohrstock-AL55-Edelstahl-mit-Fussraste-Bodenprobennehmer::859.html?pk_campaign=google_shopping&amp;gclid=EAIaIQobChMIzNT1iOCE7gIVL4BQBh1gdwwyEAQYAyABEgL3ifD_BwE\">Erdbohrer<\/a>, <\/li><li>Die Probentiefe f\u00fcr Gr\u00fcnland ist 10 cm. Ackerfl\u00e4chen werden tiefer (30 cm) beprobt. Um die exakte Probentiefe einhalten zu k\u00f6nnen, Spaten bzw. Bohrstock mit einer 10 cm- Tiefenmarkierung z.B. mit Klebeband, Kabelbinder, usw. markieren. Bohrst\u00f6cke sind in aller Regel universell zu verwenden, die Probentiefe geht meist bis 50 cm. Um bei einem Bohrstock den Boden aus dem Hohlstab zu entnehmen, nicht die Finger benutzen, es besteht Gefahr von Schnittverletzungen. M\u00f6gliche Hilfsmittel sind ein Zimmermannsnagel, schmaler Spachtel oder auch Hufauskratzer, idealerweise mit einem Band bereits am Bohrstock fest verbunden. <\/li><li>Probe ohne Steine und Wurzeln gewinnen, kann auch sp\u00e4ter aussortiert werden.<\/li><li>Mindestens 30 (Stichproben unter n=30 sind statistisch nicht aussagef\u00e4hig!) , besser mehr Einzelproben in einem Eimer sammeln. Besonderheiten meiden, wie Raufenfl\u00e4che, Torausg\u00e4nge, Bereich Tr\u00e4nke, Raufe, &#8230; . <\/li><li>F\u00fcr die Probennahme hat sich bew\u00e4hrt, einer Diagonale der Fl\u00e4che abzulaufen und z.B. alle 3, 5 oder 10 Schritte eine Probe zu ziehen.<\/li><li>Die Einzelproben landen alle in einem sauberen Eimer (z.B. 10 l- Wassereimer). Mit einem Spachtel oder \u00e4hnlichem Ger\u00e4t vermischt Ihr die Einzelproben sehr sorgf\u00e4ltig, denn 300 g &#8211; 500 g beschreiben jetzt Eure Wiese\/Weide. <\/li><li>Jede LUFA bietet kostenfreie Bodenprobent\u00fcten, Antragsformulare und gute Anleitungen an. z.B. <a href=\"https:\/\/www.lufa-nord-west.de\/index.cfm\/nav\/3\/article\/470.html\">LUFA Nord- West (Landwirtschaftskammer Niedersachsen)<\/a> , <a href=\"https:\/\/www.landwirtschaftskammer.de\/lufa\/probenahme\/probenahme-pferdeweide.pdf\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.landwirtschaftskammer.de\/lufa\/probenahme\/probenahme-pferdeweide.pdf\">LUFA NRW<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.tll.de\/www\/daten\/publikationen\/merkblaetter\/prob0713.pdf\">Th\u00fcringer Landesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.lkvsachsen.de\/labor\/boden\/\">Sachsen<\/a>, <a href=\"https:\/\/lelf.brandenburg.de\/sixcms\/media.php\/9\/Probenahmebrosch\u00fcre.pdf\"> LVLF Brandenburg<\/a>, <a href=\"https:\/\/lhl.hessen.de\/\/\">Hessen<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.lms-lufa.de\/de\/\">Mecklenburg- Vorpommern<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.lufa-speyer.de\">Rheinland- Pfalz<\/a>,  .. . Auch der Landhandel\/ Genossenschaft h\u00e4lt h\u00e4ufig Bodenprobent\u00fcten der LUFA kostenfrei bereit.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die regionalen LUFAs Eures Bundeslandes findet Ihr hier:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.vdlufa.de\/de\/index.php\/links\/lufa\">www.vdlufa.de<\/a>&nbsp;. Auf der Seite k\u00f6nnt Ihr dann auch sehen, ob es Probent\u00fcten, Abholpunkte gibt oder Infomaterial heruntergeladen werden kann.<\/li><li>Generell k\u00f6nnt Ihr jede LUFA in Deutschland nutzen. Dennoch empfehle ich den regionalen Anbieter, weil die D\u00fcngeempfehlungen dann auch regional sind, denn zwischen einer Marsch- und einer Almweide gibt es mehr als minimale Unterschiede. Und ob sich die Niedersachsen mit Almen auskennen? Hinweis: Nicht alle LUFAs bieten einen Probenservice f\u00fcr Privatpersonen. Unter www.vdlufa.de n\u00e4chst m\u00f6gliche Untersuchungsanstalt w\u00e4hlen.<\/li><li>Ihr k\u00f6nnt die Probe (300g &#8211; 500g) in die Taschen\/T\u00fcten der jeweiligen Untersuchungsanstalt abf\u00fcllen, oder einen wiederverschlie\u00dfbare Plastiktasche (Zip- Allzweckbeutel, wie f\u00fcr das Flugzeug) nutzen. Aber: Niemals die wasserfeste und lesbare Beschriftung vergessen: Adresse, Parzellenname, <a href=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=507\">Bodenart<\/a>, Nutzung (Dauergr\u00fcnland) und unterstrichen <strong>Pferde<\/strong>weide bzw. <strong>Pferde<\/strong>wiese. Aus Erfahrung ist die Parzellenbezeichnung besonders sorgf\u00e4ltig zu w\u00e4hlen. Hintere oder vordere Weide ist nicht eindeutig, h\u00e4ngt vom Standort des Betrachters ab. Himmelsrichtungen sind eindeutig zu identifizieren. Bei mehreren Fl\u00e4chen sollte eine grobe Planzeichnung mit Bema\u00dfung gefertigt werden.  Nur dann lassen sich die Fl\u00e4chen eindeutig zuordnen. Die Parzellennamen sollten in den Jahren immer gleich sein, weil die D\u00fcngeverordnung teilweise die Dokumentation \u00fcber viele Jahre vorschreiben kann und Ihr nat\u00fcrlich auch nur \u00fcber die j\u00e4hre Eure Bewirtschaftung analysieren und anpassen k\u00f6nnt. Schlie\u00dflich wollt Ihr nachhaltig arbeiten. <\/li><li>Eine Bodenprobe (P,K,Mg,pH wegen Ca) kostet durchschnittlich zwischen 15 &#8211; 20 \u20ac.<\/li><li>Wenn Ihr Probleme mit der Probennahme habt, weil Euch die Erfahrung fehlt, dann fragt einfach mal bei einem gut arbeitenden Landwirtschaftsmeister nach. Der sagt Euch auch, um welche Bodenart es sich handelt.<\/li><li>Nicht verwirren lassen, wenn beim Untersuchungsauftrag P,K,Mg,Ca, P,K,Mg,pH oder P<sub>2<\/sub>O<sub>5<\/sub>, K<sub>2<\/sub>O, MgO, CaCO<sub>3<\/sub> steht. Es ist der Auftrag zur Grunduntersuchung.<\/li><li>Nach etwa 14 Tagen erhaltet Ihr eine Analyse der N\u00e4hrstoffe und gleichzeitig eine D\u00fcngeempfehlung. Es handelt sich um eine N\u00e4hrstoffempfehlung und Ihr entscheidet, mit welchem D\u00fcnger Ihr die fehlenden N\u00e4hrstoffe einbringt. Deshalb ist die Untersuchung einer Bodenprobe f\u00fcr konventionell und biologisch wirtschaftende Betriebe gleicherma\u00dfen geeignet. Die N\u00e4hrstoffanalyse umbedingt aufbewahren, denn sie dokumentiert Euren Umgang mit N\u00e4hrstoffen. Die D\u00fcngeverordnung schreibt z.T. Augbewahrungsfristen von 10 Jahren vor. Gleich, ob vorgeschrieben oder nicht, k\u00f6nnt Ihr aus den N\u00e4hrstoffanalysen wichtige Erfahrungen f\u00fcr eine nachhaltige Weidef\u00fchrung im Zeichen des Klimawandels sammeln. <\/li><li>F\u00fcr jede Parzelle (Wiese\/Weide) ist eine separate Probe zu gewinnen, wenn sich die Parzellen offensichtlich unterscheiden (Bewuchs, Intensit\u00e4t, Lage, Klima, Belichtung, usw.).<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Selbst schon im Winter, wenn die B\u00f6den nicht gefroren sind, k\u00f6nnen bereits Bodenproben genommen, Fachleute sagen auch gezogen werden. Die LUFAs (Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalten) haben auf ihrer Internetseite hervorragende Anleitungen, wie die Bodenproben zu nehmen sind. 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