{"id":247,"date":"2020-09-08T17:14:21","date_gmt":"2020-09-08T15:14:21","guid":{"rendered":"http:\/\/pferdegruenland.de\/?p=247"},"modified":"2020-10-21T12:11:25","modified_gmt":"2020-10-21T10:11:25","slug":"basics-wachstumsfaktoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=247","title":{"rendered":"Basics: Wachstumsfaktoren"},"content":{"rendered":"\n<p>Pflanzen m\u00fcssen Energie aufbauen und diese in Arbeit (Wachstum, Bewegung, Wassertransport, Bl\u00fcte und Fruchtbildung) umwandeln. Damit dieses gelingt, m\u00fcssen folgende Wachstumsfaktoren vorliegen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table><thead><tr><th>Wachstumsfaktoren der Gr\u00fcnlandpflanzen<\/th><th><\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Licht<\/td><td>Sonnenlicht (Intensit\u00e4t <strong>und<\/strong> Tageslichtl\u00e4nge)<\/td><\/tr><tr><td>Niederschl\u00e4ge<\/td><td>Regen, Schnee, Hagel, Tau<\/td><\/tr><tr><td>Luft<\/td><td><strong>Kohlendioxid<\/strong> (CO<sub>2<\/sub>) zum Energieaufbau (= Assimilation) &#8211;<br><strong>Sauerstoff<\/strong> (O<sub>2<\/sub>) zur Verbrennung der aufgebauten Energie und Umwandlung in Arbeit (Wachstum, Bewegung, Wassertransport, Fruchtbildung) (= Dissimilation)<\/td><\/tr><tr><td>W\u00e4rme<\/td><td>ideal f\u00fcr Dauergr\u00fcnland (h\u00f6chster Nettogewinn): 18\u00b0C &#8211; 20\u00b0C<\/td><\/tr><tr><td>Bodenwasser<\/td><td>Nutzbare Feldkapazit\u00e4t (nFK)<\/td><\/tr><tr><td>mineralische N\u00e4hrstoffe<\/td><td>Hauptn\u00e4hrstoffe (Stickstoff N, Phosphor P, Kalium K Magnesium Mg, Calcium Ca, Schwefel S)<br>Spurenn\u00e4hrstoffe (Bor B, Eisen Fe, Mangan Mn, Kupfer Cu, Molybd\u00e4n Mo, Zink Zn)<\/td><\/tr><tr><td>nichtmineralische N\u00e4hrstoffe <\/td><td>Kohlenstoff C, Wasserstoff H, Sauerstoff O<\/td><\/tr><tr><td>Boden<\/td><td>Verh\u00e4ltnis von Steinen, Sand, Schluff, Ton bestimmt die Bodenart mit seiner typischen Bodeneigenschaft<\/td><\/tr><tr><td>Bodenleben<\/td><td>Tiere und Mikroorganismen (Pilze, Algen, Bakterien, Viren).<br>Das Bodenleben wandelt die organischen N\u00e4hrstoffe (z.B. Humus) in pflanzenverf\u00fcgbare, mineralische N\u00e4hrstoffe um.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Von entscheidender Bedeutung zur erfolgreichen F\u00fchrung des Pferdegr\u00fcnlandes ist die Ber\u00fccksichtigung der beiden klassischen Wachstumsgesetze<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Gesetz vom Minimum <br>(Justus von Liebig, 1855)<\/td><td>Derjenige Wachstumsfaktor, der im Verh\u00e4ltnis zum Bedarf in geringster Menge pflanzenverf\u00fcgbar vorhanden ist, entscheidet \u00fcber die H\u00f6he und Qualit\u00e4t des Ertrages.<\/td><\/tr><tr><td>Gesetz vom abnehmenden Ertragszuwachs<br>Mitscherlich, 1909<\/td><td>Bei stetig gleich steigendem Aufwand (z.B. D\u00fcnger) steigt der Ertrag und die Qualit\u00e4t nicht gleichartig linear, sondern der Zuwachs je Aufwandseinheit wird immer kleiner, bis der Aufwand gr\u00f6\u00dfer als der Ertrag , also unwirtschaftlich wird. Im Extremfall kann der Ertrags- und Qualit\u00e4tszuwachs negativ werden, obwohl der Aufwand steigt.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"936\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/1181px-Minimum-Tonne.svg_-1024x936.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-263\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/1181px-Minimum-Tonne.svg_-1024x936.png 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/1181px-Minimum-Tonne.svg_-300x274.png 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/1181px-Minimum-Tonne.svg_-768x702.png 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/1181px-Minimum-Tonne.svg_.png 1181w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><figcaption>Das Gesetz vom Minimum hat Liebig mit der ber\u00fchmten Minimumstonne veranschaulicht. Jede Daube (Brett) des Holzfasses entspricht einem Wachstumsfaktor. Die k\u00fcrzeste Daube, derjenige Wachstumsfaktor, der im Verh\u00e4ltnis zu seinem Bedarf am geringsten vorhanden ist,  bestimmt den Ertrag\/ die Qualit\u00e4t. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Welche Bedeutung hat beispielsweise die Kenntnis des &#8222;alten&#8220; Gesetzes vom Minimum beim Verstehen des Klimawandels? Klimawandelzweifler begr\u00fcnden ihre Kritik an der Wissenschaft, indem sie darauf hinweisen, dass die Umwelt von den hohen, menschengemachten Kohlenstoffdioxid- Emissionen profitiert, denn schlie\u00dflich ben\u00f6tigen Pflanzen CO<sub>2<\/sub> zum Energieaufbau. <em>Global Greening<\/em> nennen sie diesen Effekt, der die weltweit zunehmenden CO<sub>2<\/sub>-Produktion eher als erfolgreich f\u00fcr die Umwelt darstellt und erkl\u00e4ren, dass die W\u00fcsten derzeit deshalb immer gr\u00fcner werden. Aber es gibt ja noch das Gesetz vom Minimum: Von einem Vorteil f\u00fcr die Pflanze ist die Erh\u00f6hung der CO<sub>2<\/sub>&#8211; Zufuhr nicht, weil derzeit weltweit die Wachstumsfaktoren Niederschl\u00e4ge und Bodenwasser  im Verh\u00e4ltnis zum Bedarf am geringsten vorhanden sind. Die erh\u00f6hte Zufuhr des Wachstumsfaktors CO<sub>2<\/sub> ist deshalb wirkungslos und deshalb nicht zielf\u00fchrend. Fazit: Das Argument Global Greening ist wissenschaftlich nicht nachvollziehbar und nur geeignet, die weltweit vereinbarten Ziele zum Klimaschutz zu torpedieren: Das Argument Global Greening gegen die Bem\u00fchungen zum Klimaschutz ist unseri\u00f6s.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pflanzen m\u00fcssen Energie aufbauen und diese in Arbeit (Wachstum, Bewegung, Wassertransport, Bl\u00fcte und Fruchtbildung) umwandeln. 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