{"id":2446,"date":"2024-07-30T17:38:50","date_gmt":"2024-07-30T15:38:50","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=2446"},"modified":"2024-07-30T17:38:50","modified_gmt":"2024-07-30T15:38:50","slug":"beobachtungen-zum-klimawandel-deutschlandwetter-im-juli-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=2446","title":{"rendered":"Beobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter im Juli 2024"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Best\u00e4ndiges Sommerwetter? Nicht im Juli &#8211; oftmals folgten Unwetter auf Hitzeperioden<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der Juli 2024 war eher wechselhaft, best\u00e4ndiges Sommerwetter wollte sich einfach nicht einstellen. Auf kurze Hitzewellen folgten rasch Schauer und teils kr\u00e4ftige Gewitter, die die sommerlichen Intermezzi mitunter j\u00e4h beendeten. Nicht selten kam es dabei zu unwetterartigem Starkregen, schwere Sturmb\u00f6en und gr\u00f6\u00dferer Hagel waren ebenfalls immer wieder mit von der Partie. Schwerstarbeit f\u00fcr die Warnmeteorologen des\u00a0DWD\u00a0und die Hilfskr\u00e4fte, wie Feuerwehr, Polizei oder\u00a0THW\u00a0stand somit auf der Tagesordnung. Schadensmeldungen und Berichte von vollgelaufenen Kellern sowie \u00fcberfluteten Stra\u00dfen waren in den Medien h\u00e4ufig zu finden. Entgegen dem allgemeinen Empfinden war der vergangene Juli w\u00e4rmer als in den herangezogenen Vergleichsperioden. Dabei kam die Sonne etwas \u00fcberdurchschnittlich oft zum Zuge. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0474-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2447\" style=\"width:521px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0474-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0474-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0474-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0474-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0474-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nach k\u00fchlem Start immer wieder auch kurze Hitzewellen<\/strong><br>Das Temperaturmittel betrug im Juli 2024 18,9 Grad Celsius (\u00b0C) und lag damit um 2,0 Grad \u00fcber der international g\u00fcltigen Referenzperiode 1961 bis1990 (16,9&nbsp;\u00b0C). Ein leichter \u00dcberschuss von 0,6 Grad ergab sich im Vergleich mit der aktuellen und w\u00e4rmeren Periode 1991 bis 2020 (18,3&nbsp;\u00b0C). Der Start in den Monat verlief recht k\u00fchl und wenig sommerlich. Erst am 5. wurde im S\u00fcden fl\u00e4chendeckend ein Sommertag registriert. Insgesamt zeigte sich ein deutliches Nordwest-S\u00fcdost-Gef\u00e4lle bei der Anzahl an Sommertagen. W\u00e4hrend im Norden und Nordwesten maximal 2 bis 10 Sommertage zu Buche standen, waren es im Osten und S\u00fcden teils \u00fcber 20. Oftmals folgten auf kurze Hitzewellen rasche D\u00e4mpfer. Den Spitzenwert hatte die Station Bad Muskau (Sachsen) inne, wo es am 10. f\u00fcr 34,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;reichte (Stand 29.7.). Zum Monatsende, n\u00e4mlich am 30. rauschten die Temperaturen nachts nochmals ordentlich in den Keller und in Deutschneudorf-Br\u00fcderwiese (Sachsen) wurde mit 3,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;der bundesweite Tiefstwert registriert. Tropenn\u00e4chte (Tiefstwerte mindestens 20,0&nbsp;\u00b0C) bildeten eher die Ausnahme und traten in geringer Zahl lediglich am Oberrhein, in Niederbayern und in Sachsen sowie im Gro\u00dfraum Berlin auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Oftmals Starkregenf\u00e4lle und heftige Gewitter<\/strong><br>Mit 88 Liter pro Quadratmeter (l\/m\u00b2) war es etwa 14 Prozent (%) feuchter in Bezug auf die Referenzperiode 1961 bis 1990 (78&nbsp;l\/m\u00b2). Verglichen mit der feuchteren Periode 1991 bis 2020 (87&nbsp;l\/qm) fiel der Juli 2024 sehr durchschnittlich aus. Im zweiten Sommermonat des Jahres \u00f6ffnete der Himmel h\u00e4ufig seine Schleusen. Nahezu deutschlandweit trocken blieb es am 18. und gegen Ende des Monats. Am h\u00e4ufigsten, n\u00e4mlich an 15 bis 20 Tagen, regnete es im Nordwesten und S\u00fcden des Landes, w\u00e4hrend im S\u00fcdwesten und Osten Regen nur an 5 bis 10 Tagen beobachtet wurde. S\u00fcdlich der Donau kamen 150 bis 250&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;vom Himmel, wodurch dies die nasseste Region darstellte. Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig trocken war es mit 20 bis 40&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;in Nordsachsen, Teilen von Mecklenburg-Vorpommern und im S\u00fcdwesten. Der Niederschlag ging dabei oftmals in Form von teils gewittrigem Starkregen nieder. So geschehen unter anderem am 21. an dem es mit fast 79&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;zur h\u00f6chsten Tagessumme in Steinfurt-Burgsteinfurt (Nordrhein-Westfalen) kam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Juli-Sonne machte ein paar \u00dcberstunden<\/strong><br>237 Stunden schien die Sonne im Mittel im vergangenen Juli. Dies waren etwa 13&nbsp;%mehr Sonnenstunden als im Vergleich zur Periode 1961 bis 1990 (211 Stunden). Zieht man die aktuellere Vergleichsperiode (1991-2020) heran, so fiel die Sonnenscheindauer nur noch leicht \u00fcberdurchschnittlich aus (226 Stunden). Deutlich bevorzugt war die S\u00fcdosth\u00e4lfte, denn dort reichte es f\u00fcr 230 bis 260 Sonnenstunden. In der Nordwesth\u00e4lfte standen dagegen 200 bis 230 Sonnenstunden zu Buche. Verantwortlich f\u00fcr diesen Unterschied war die gro\u00dfr\u00e4umige Konstellation der Druckgebilde. Die Nordwesth\u00e4lfte wurde wiederholt von Tiefdruckgebieten \u00fcber Nordwesteuropa beeinflusst, w\u00e4hrend die S\u00fcdosth\u00e4lfte zeitweise von hohem Luftdruck \u00fcber S\u00fcdost- und Osteuropa profitieren konnte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0483-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2448\" style=\"width:527px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0483-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0483-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0483-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0483-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0483-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Wetter in den Bundesl\u00e4ndern im Juli 2024<\/strong><br>(In Klammern finden Sie die vielj\u00e4hrigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vielj\u00e4hrigen Werten erm\u00f6glicht eine Einsch\u00e4tzung des l\u00e4ngerfristigen Klimawandels)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Baden-W\u00fcrttemberg:&nbsp;<\/strong>Mit einer Mitteltemperatur von 19,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(17,1&nbsp;\u00b0C) fiel der Juli in Baden-W\u00fcrttemberg deutlich w\u00e4rmer aus als im Durchschnitt und der Wert bedeutete einen Spitzenplatz im Bundesl\u00e4ndervergleich. Es wechselten sich kurze Hitzewellen mit weniger warmen Phasen ab. Insgesamt standen etwa 5 bis 7 hei\u00dfe Tage mit H\u00f6chstwerten \u00fcber 30 Grad auf dem Papier, wozu vor allem das Monatsende beitrug. Kr\u00e4ftige Schauer und Gewitter pr\u00e4gten zwar auch im S\u00fcdwesten die Witterung, mit 84&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(91&nbsp;l\/m\u00b2) war die Monatsmenge jedoch leicht unterdurchschnittlich. Der Niederschlagsschwerpunkt lag im S\u00fcdosten und ganz im Westen. Circa 8&nbsp;%&nbsp;mehr als normal schien die Sonne mit am Ende rund 248 Stunden (229 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bayern:<\/strong>&nbsp;Im s\u00fcdlichsten Bundesland wurde eine Mitteltemperatur von 19,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(16,6&nbsp;\u00b0C) registriert, gleichbedeutend mit einer positiven Abweichung von 2,7 Grad gegen\u00fcber dem Referenzwert. Oftmals waren die hohen Temperaturen mit viel Luftfeuchte verbunden, wodurch eine schw\u00fclwarme Witterung entstand. In dieser dr\u00fcckenden Luftmasse entluden sich immer wieder heftige Gewitter, wodurch bis zum Monatsende im Fl\u00e4chenmittel 101&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(100&nbsp;l\/m\u00b2) in den Messbechern landeten. Dies war zwar absolut durchschnittlich, aber deutschlandweit reichte es f\u00fcr den zweitnassesten Platz im L\u00e4nderranking. Den n\u00f6tigen Input f\u00fcr die Bildung der Gewitter lieferte oftmals die kr\u00e4ftige Sonneneinstrahlung, die sich auf rund 240 Stunden (221 Stunden) summierte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0501-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2449\" style=\"width:531px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0501-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0501-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0501-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0501-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0501-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Berlin:&nbsp;<\/strong>Die Bundeshauptstadt vermeldete im Juli eine Mitteltemperatur von 19,9&nbsp;\u00b0C(18,3&nbsp;\u00b0C). Dies war gleichbedeutend mit dem Spitzenplatz im Bundesl\u00e4ndervergleich. Die Sonne kam mit rund 256 Stunden (224 Stunden), \u00fcberdurchschnittlich h\u00e4ufig zum Vorschein, was einen der vorderen Pl\u00e4tze im L\u00e4ndervergleich bedeutete. Sie trug damit zum viel zu warmen Juli ma\u00dfgeblich bei, wenngleich vor allem der Start in den zweiten Sommermonat mit H\u00f6chstwerten um oder ein wenig unter 20&nbsp;\u00b0C&nbsp;wenig sommerlich ausfiel. Doch es war nicht nur viel w\u00e4rmer und sonniger als im Mittel, sondern es fiel des Weiteren sehr viel Niederschlag, was 100&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(53&nbsp;l\/m\u00b2) eindr\u00fccklich bewiesen. Mehrere trockene Tage gab es nur zum Ende der zweiten Dekade und am Monatsende.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Brandenburg:<\/strong>&nbsp;Einen Spitzenplatz hatte mit einer Mitteltemperatur von 19,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(17,9&nbsp;\u00b0C) Brandenburg inne. Noch etwas h\u00e4ufiger als in der Bundeshauptstadt schien hier die Sonne im Juli. An 258 Stunden (223 Stunden) lockte sie die Menschen in die Natur und die Freib\u00e4der. Im damit sonnigsten Bundesland wurde aber auch einiges an Niederschlag registriert. 93&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(54&nbsp;l\/m\u00b2) und somit gut zwei Drittel mehr als im Vergleich zum vielj\u00e4hrigen Mittel wurden gemeldet. Verantwortlich f\u00fcr die hohe Niederschlagssumme waren gewittrige Starkregenf\u00e4lle, die vor allem zu Beginn der zweiten Dekade und um den 27. \u00fcber das Bundesland hinwegzogen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bremen:&nbsp;<\/strong>In Bremen lag das Julimittel der Lufttemperatur bei 18,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(17,0&nbsp;\u00b0C). Mit etwas \u00fcber 70&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(75&nbsp;l\/m\u00b2) fiel im L\u00e4ndervergleich der zweitwenigste Niederschlag. Die Sonne kam an 233 Stunden (192 Stunden) zum Vorschein und dies war ein F\u00fcnftel mehr, als man laut dem vielj\u00e4hrigen Mittel erwartet h\u00e4tte. Dieser Wert wurde erreicht, obwohl es kaum Tage gab, an dem die Sonne von fr\u00fch bis sp\u00e4t schien.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0524-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2450\" style=\"width:555px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0524-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0524-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0524-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0524-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0524-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hamburg:<\/strong>&nbsp;In der Hansestadt Hamburg fiel der Juli ebenfalls w\u00e4rmer aus als im Mittel, denn mit 18,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;wurde der vielj\u00e4hrige Mittelwert (17,0&nbsp;\u00b0C) um 1,5 Grad \u00fcberschritten. Kr\u00e4ftige Schauer und Gewitter traten wie in allen anderen Bundesl\u00e4ndern auch hier auf. Das bekamen beispielsweise unter anderem die Besucher des Taylor-Swift-Konzertes am 23. zu sp\u00fcren, als es in einigen Stadtteilen sch\u00fcttete wie aus Eimern. Die Monatsmenge von 102&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;belegte den \u00dcberschuss an Wasser gegen\u00fcber dem Wert der Referenzperiode (77&nbsp;l\/m\u00b2) deutlich und brachte den ersten Platz im L\u00e4nderranking ein. Die Sonne lie\u00df sich jedoch ebenso nicht \u201alumpen\u2018 und setzte sich an 240 Stunden (201 Stunden) gegen die Wolken durch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hessen:<\/strong>&nbsp;Starkregen sorgte beispielsweise am 10. Juli f\u00fcr \u00fcberschwemmte Stra\u00dfen und vollgelaufene Keller in Hanau. Aber auch in anderen Regionen in der Landesmitte standen im vergangenen Monat immer wieder heftige Schauer und Gewitter auf der Agenda. Insgesamt summierten sich die Niederschl\u00e4ge landesweit auf 89&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(73&nbsp;l\/m\u00b2). Die Sonne \u00fcberschritt ihr Soll um etwa ein Siebtel und schien 233 Stunden (204 Stunden). Zwar wurde am 7. in Gilserberg-Moischeid mit 4,2&nbsp;\u00b0Cder hessenweite Tiefstwert im Juli registriert, aber dennoch fiel der Monat am Ende mit 18,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(16,9&nbsp;\u00b0C) fast 2 Grad w\u00e4rmer aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mecklenburg-Vorpommern:<\/strong>&nbsp;Deutschlandweit am trockensten pr\u00e4sentierte sich im vergangenen Juli das nord\u00f6stlichste aller Bundesl\u00e4nder. Am Ende standen knapp 70&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(66&nbsp;l\/m\u00b2) in den B\u00fcchern, wenngleich es vor allem am 10. kr\u00e4ftige Schauer und Gewitter gab und \u00f6rtlich um 30&nbsp;l\/qm&nbsp;innerhalb einer Stunde vom Himmel kamen. Die Mitteltemperatur lag bei 18,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(16,8&nbsp;\u00b0C), gleichbedeutend mit einem der hinteren Pl\u00e4tze im Bundesl\u00e4ndervergleich. Besonders k\u00fchl mit Maxima unter der 20-Grad-Marke zeigte sich der Monatsbeginn. Bevor am 6. die H\u00f6chstwerte in die H\u00f6he schnellten und in der Fl\u00e4che der einzige hei\u00dfe Tag (&gt;= 30&nbsp;\u00b0C) registriert wurde. Die Sonnenscheindauer erreichte 243 Stunden (223 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Niedersachsen:<\/strong>&nbsp;Niedersachsen war mit einem Temperaturmittel von 18,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(16,8&nbsp;\u00b0C) mit Mecklenburg-Vorpommern eines der k\u00fchlsten Bundesl\u00e4nder im diesj\u00e4hrigen Juli. Die Sonne traute sich nicht ganz so oft hinter den Wolken hervor wie in den meisten anderen Bundesl\u00e4ndern. 228 Stunden (191 Stunden) waren zwar deutlich \u00fcberdurchschnittlich gegen\u00fcber der Referenzperiode, aber im L\u00e4nderranking bedeutete es den vorletzten Platz. Mit 95&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(73&nbsp;l\/m\u00b2) war es zudem deutlich feuchter als im vielj\u00e4hrigen Mittel. Tage an denen landesweit kein Niederschlag in die Messt\u00f6pfe fiel, waren dabei zun\u00e4chst rar ges\u00e4t und traten erst zum Monatsende hin vermehrt auf.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0563-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2451\" style=\"width:544px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0563-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0563-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0563-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0563-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0563-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nordrhein-Westfalen:&nbsp;<\/strong>Zwar wurde mit fast 79&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;in Steinfurt-Burgsteinfurt am 21. der bundesweit h\u00f6chste Tagesniederschlag gemessen, mit einem Monatsniederschlag von 89&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(82&nbsp;l\/m\u00b2) im bev\u00f6lkerungsreichsten Bundesland ordnete man sich aber nur im gesicherten Mittelfeld im Bundesl\u00e4ndervergleich ein. Anders schaute es bei der Sonnenscheindauer aus, denn mit 211 (187 Stunden) Stunden hatte man hier die rote Laterne inne. W\u00e4rmer als in der Referenzperiode war es mit einer Mitteltemperatur von 18,4&nbsp;\u00b0C. Allerdings f\u00e4llt hier die Abweichung mit 1,5 Grad gegen\u00fcber dem Referenzwert (16,9&nbsp;\u00b0C) nicht so deutlich aus wie in den meisten anderen Bundesl\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rheinland-Pfalz:<\/strong>&nbsp;Der zweite meteorologische Sommermonat konnte mit einer Mitteltemperatur von 18,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(17,1&nbsp;\u00b0C) aufwarten. Entlang des Oberrheins und in der Pfalz gab es dabei 20 bis 24 Sommertage, w\u00e4hrend sonst die Ausbeute in den tieferen Lagen bei 12 bis 18 Tagen lag. Mit einer Niederschlagssumme von 81&nbsp;l\/m\u00b2(72&nbsp;l\/m\u00b2) war es feuchter als im Vergleich zum vielj\u00e4hrigen Mittel. Die Sonne zeigte sich 230 Stunden (210 Stunden) am Firmament.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0574-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2452\" style=\"width:542px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0574-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0574-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0574-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0574-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0574-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Saarland:&nbsp;<\/strong>Feuchtwarm pr\u00e4sentierte sich im vergangenen Juli das Saarland. 19,1&nbsp;\u00b0Cbetrug die Lufttemperatur im Mittel. Somit wurde der vielj\u00e4hrige Mittelwert (17,5&nbsp;\u00b0C) um 1,6 Grad \u00fcberschritten. Dadurch, dass vom Atlantik und dem Mittelmeer immer wieder sehr feuchte Luftmassen herangef\u00fchrt wurden, entwickelten sich oftmals kr\u00e4ftige Schauer und Gewitter. So auch geschehen am 15., als es im Landkreis Merzig-Wadern zu \u00fcberfluteten Stra\u00dfen und umgest\u00fcrzten B\u00e4umen kam. Am Ende landeten 98&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(72&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag in den Messbechern. 234 Sonnenstunden (226 Stunden) entsprachen in etwa dem Soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sachsen:&nbsp;<\/strong>Bad Muskau lieferte mit 34,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;bundesweit den H\u00f6chstwert im vergangenen Juli (Stand 29. 7.). Eine Mitteltemperatur von 19,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(17,2&nbsp;\u00b0C) unterstrich, dass es in Sachsen deutlich w\u00e4rmer war als im Durchschnitt. Einen gewissen Anteil hatten sicherlich die 6 bis 10 hei\u00dfen Tage in Ostsachsen mit einer H\u00f6chsttemperatur von mindestens 30&nbsp;\u00b0C. 71&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(69&nbsp;l\/m\u00b2) entsprachen ziemlich genau dem Durchschnitt, wohingegen 251 Sonnenstunden (210 Stunden) das Soll um fast ein F\u00fcnftel \u00fcberschritten. Zum Monatsende, n\u00e4mlich am 30. rauschten die Temperaturen nachts nochmals ordentlich in den Keller und in Deutschneudorf-Br\u00fcderwiese wurde mit 3,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;der bundesweite Tiefstwert registriert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"136\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0598-1024x136.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2453\" style=\"width:550px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0598-1024x136.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0598-300x40.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0598-768x102.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0598-1536x204.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0598-2048x272.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sachsen-Anhalt:&nbsp;<\/strong>Auch in Sachsen-Anhalt war es mit 19,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(17,6&nbsp;\u00b0C) Lufttemperatur deutlich w\u00e4rmer als normal. Doch zu den hohen Temperaturen kamen zeitweise feuchte Luftmassen, sodass sich ein schw\u00fclwarmer Witterungscharakter einstellte. Teils kr\u00e4ftige Schauer und Gewitter lie\u00dfen meist nicht lange auf sich warten. Am Monatsende stand somit eine Niederschlagssumme von 82&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;in den B\u00fcchern. Es fiel damit um \u00fcber die H\u00e4lfte mehr an Niederschlag gegen\u00fcber dem Referenzwert (52&nbsp;l\/m\u00b2). Die Sonne \u00fcberschritt ihr Soll ebenfalls deutlich, denn mit 242 Sonnenstunden (207 Stunden) lag die Ausbeute etwa 17&nbsp;%\u00fcber dem vielj\u00e4hrigen Mittel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Schleswig-Holstein:<\/strong>&nbsp;Im n\u00f6rdlichsten aller Bundesl\u00e4nder lag die Mitteltemperatur im Juli bei 17,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(16,3&nbsp;\u00b0C). Damit war es mit Abstand das am wenigsten warme Bundesland, selbst wenn das Soll immer noch um 1,2 Grad \u00fcberschritten wurde. Etwas \u00fcberdurchschnittlich fiel mit 87&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(80&nbsp;l\/m\u00b2) die Niederschlagsausbeute aus. Zugleich schien die Sonne mit 231 Stunden (210 Stunden) etwas mehr als im Durchschnitt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Th\u00fcringen:&nbsp;<\/strong>Der Juli war auch im Freistaat Th\u00fcringen deutlich w\u00e4rmer als in der Referenzperiode. Der Referenzwert (16,4&nbsp;\u00b0C) wurde um 2,3 Grad \u00fcberschritten und am Monatsende erreichte die Mitteltemperatur 18,7&nbsp;\u00b0C. Dabei gab es immer wieder kurze Hitzeperioden mit H\u00f6chstwerten \u00fcber 30&nbsp;\u00b0C. Etwa ein Viertel mehr an Niederschlag kam mit 79&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(63&nbsp;l\/m\u00b2) vom Himmel. Mit 236 Stunden (205 Stunden) Sonne kamen die Sonnenanbeter voll auf ihre Kosten und vor allem zum Monatsende hin, schien sie oftmals von fr\u00fch bis sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0601-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2454\" style=\"width:536px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0601-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0601-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0601-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0601-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_0601-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: Deutscher Wetterdienst DWD, Fotos: privat<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Best\u00e4ndiges Sommerwetter? Nicht im Juli &#8211; oftmals folgten Unwetter auf Hitzeperioden Auch der Juli 2024 war eher wechselhaft, best\u00e4ndiges Sommerwetter wollte sich einfach nicht einstellen. Auf kurze Hitzewellen folgten rasch Schauer und teils kr\u00e4ftige Gewitter, die die sommerlichen Intermezzi mitunter j\u00e4h beendeten. 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