{"id":2078,"date":"2024-02-29T14:28:56","date_gmt":"2024-02-29T13:28:56","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=2078"},"modified":"2024-02-29T14:28:56","modified_gmt":"2024-02-29T13:28:56","slug":"beobachtungen-zum-klimawandel-deutschlandwetter-im-februar-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=2078","title":{"rendered":"Beobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter im Februar 2024"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mit 6,6\u00a0<\/strong>\u00b0C<strong>\u00a0Mitteltemperatur beschert der diesj\u00e4hrige Februar ein Novum in der Klimareihe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4401-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2079\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4401-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4401-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4401-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4401-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4401-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Offenbach, 28. Februar 2024<\/em>&nbsp;\u2013 Fast den ganzen Februar \u00fcber wurde milde Atlantikluft nach Deutschland gef\u00fchrt. Daraus resultierte sowohl eine deutlich positive Temperaturabweichung, als auch \u00fcberdurchschnittlich viel Niederschlag. Die teils hohen Pegelst\u00e4nde im Norden des Landes blieben daher erhalten. Ein ausgewachsener Sturm \u00fcberquerte in der Nacht vom 22. auf den 23.2. das Land und brachte an der schleswig-holsteinischen Nordseek\u00fcste B\u00f6en bis Orkanst\u00e4rke hervor. Die Sonne hatte es den ganzen Monat \u00fcber schwer, sich gegen die oft kompakte Bew\u00f6lkung durchzusetzen. Am ehesten schaffte sie dies zur Mitte des Monats und zum Monatsende hin im S\u00fcden in Verbindung mit einem Azorenhochableger. Schnee und Frost suchte man auch in den Wintersportgebieten der Mittelgebirge vergeblich. Nur in den Hochlagen der Alpen schneite es in der dritten Dekade etwas ergiebiger. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sehr milde N\u00e4chte und Tage bescheren neuen Temperaturrekord<\/strong><br>Das Temperaturmittel lag im Februar 2024 mit beispiellosen 6,6 Grad Celsius (\u00b0C) um 6,2 Grad \u00fcber dem Wert der international g\u00fcltigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (0,4\u00a0\u00b0C). Im Vergleich zur aktuellen und w\u00e4rmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (1,5\u00a0\u00b0C) betrug die Abweichung immer noch 5,1 Grad. Damit wurde der bisherige Rekord von 5,7 Grad aus dem Jahr 1990 deutlich \u00fcbertroffen. Ein Blick auf die typische M\u00e4rzmitteltemperatur von 3,5\u00a0\u00b0C\u00a0(1961 bis 1990) verdeutlicht die au\u00dferordentliche Milde des vergangenen Februars weiter. Die ungew\u00f6hnlich hohen Temperaturen, die eher f\u00fcr Mitte April typisch w\u00e4ren, wurden vor allem durch die milden wolkenverhangenen N\u00e4chte beg\u00fcnstigt. Bezeichnend ist auch, dass der am 24.2. in Oberstdorf, Allg\u00e4u gemessene deutschlandweite Tiefstwert mit lediglich -5,2\u00a0\u00b0C\u00a0nur im m\u00e4\u00dfigen Frostbereich lag. Viele Orte, insbesondere im Westen der Republik, blieben den gesamten Monat frostfrei. In einigen Flusst\u00e4lern West- und S\u00fcdwestdeutschlands blieb es sogar frostfrei. Das Maximum wurde am 16.2. mit 18,8\u00a0\u00b0C\u00a0im oberbayerischen Rosenheim registriert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4404-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2080\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4404-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4404-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4404-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4404-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4404-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcberdurchschnittlich viel Niederschlag, Schnee ist dabei aber Mangelware<\/strong><br>Im Februar fielen mit rund 81 Litern pro Quadratmeter (l\/m\u00b2) 165 Prozent des Niederschlags der Referenzperiode 1961 bis 1990 (49&nbsp;l\/m\u00b2). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (53&nbsp;l\/m\u00b2) erreichte die Menge 153 Prozent des Solls. W\u00e4hrend im S\u00fcden und S\u00fcdwesten des Landes die Niederschlagsmengen, mit Ausnahme einiger Staulagen, nur etwas \u00fcber dem Durchschnitt lagen, gab es im gro\u00dfen Rest des Landes oftmals sogar die doppelte Menge. Besonders nass war es mit \u00fcber 200&nbsp;l\/m\u00b2in einigen Staulagen der Mittelgebirge. Die h\u00f6chste Tagessumme wurde am 7.2. mit 77,4&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;in Baiersbronn-Mitteltal, Nordschwarzwald gemessen. Die trockensten Regionen lagen am s\u00fcdlichen Oberrhein und im s\u00fcdlichen Alpenvorland, wo teilweise unter 30&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;fielen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sonne<\/strong><br>54 Stunden Sonne kennzeichneten einen eher tr\u00fcben Februar, denn der Wert liegt ein Viertel unter dem Soll von knapp 72 Stunden (Periode 1961 bis 1990). Noch deutlicher wird dieses Defizit im Vergleich zu 1991 bis 2020 (76 Stunden). Besonders wenig Sonnenstunden hatten die Sonnenanbeter im Nordwesten des Landes. Mancherorts, wie&nbsp;z.B.&nbsp;rund um Hamburg, reichte es nicht einmal f\u00fcr 20 Stunden Sonnenschein. Deutlich besser kam der S\u00fcden des Landes weg, wohl auch dem zeitweiligen Hochdruckeinfluss geschuldet. 80 bis 100 Sonnenstunden wurden s\u00fcdlich der Donau registriert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4205-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2081\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4205-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4205-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4205-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4205-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4205-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Das Wetter in den Bundesl\u00e4ndern im Februar 2024<\/strong><br>In Klammern finden Sie die vielj\u00e4hrigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vielj\u00e4hrigen Werten erm\u00f6glicht eine Einsch\u00e4tzung des l\u00e4ngerfristigen Klimawandels)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Baden-W\u00fcrttemberg:<\/strong>&nbsp;Der S\u00fcdwesten lag mit 6,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,5&nbsp;\u00b0C) deutlich \u00fcber dem Mittelwert. Von Winter war selbst in den Hochlagen keine Spur. Lediglich auf dem Gipfel des Feldberges lag konstant eine Schneedecke. In puncto Sonnenschein reihte sich das Bundesland, insbesondere durch den zeitweiligen Einfluss des Azorenhochs, auf dem ersten Platz ein. Mit 71 Stunden (76 Stunden) lag man weniger als 10 Prozent hinter der Referenzperiode. Die h\u00f6chste Tagessumme an Niederschlag wurde zwar am 7.2. mit 77,4&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;in Baiersbronn-Mitteltal gemessen, aber das Monatsfl\u00e4chenmittel mit 73&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(68&nbsp;l\/m\u00b2) bedeutete im bundesweiten Vergleich nur einen hinteren Mittelfeldplatz. Das lag vor allem daran, dass s\u00fcdlich der Donau und im s\u00fcdlichen Oberrheintal teils nur um 30&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;fielen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bayern:<\/strong>&nbsp;Skifahrer und Schneeliebhaber wurden im \u00e4u\u00dferst milden Februar auf eine harte Probe gestellt. Nennenswert Schnee gab es nur in den Hochlagen der Alpen und kurzzeitig nach Durchzug einer Kaltfront am 24. auch in den Alpent\u00e4lern. Mit einem Mittel von 6,3 Grad (-0,6 Grad) fiel die Abweichung mit 6,9 Grad gegen\u00fcber dem Referenzwert besonders deutlich aus. Bezeichnend war auch der deutschlandweite Tiefstwert vom 24. mit gerade einmal -5,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;in Oberstdorf. In Bezug auf die Sonnenscheindauer lieferte man sich mit dem westlichen Nachbarbundesland ein Kopf an Kopf Rennen. Mit einem Mittelwert von 70 Stunden (78 Stunden) liegt man knapp hinter dem Spitzenreiter. Mit 68&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(58&nbsp;l\/m\u00b2) reihte man sich im bundesweiten Vergleich zwar auf dem letzten Platz ein, dennoch wurde fast ein F\u00fcnftel mehr Niederschlag als gew\u00f6hnlich registriert. Insbesondere im s\u00fcdlichen Alpenvorland war die Niederschlagsausbeute mit etwa 30&nbsp;l\/m\u00b2vergleichsweise gering.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_2962-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2082\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_2962-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_2962-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_2962-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_2962-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_2962-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Berlin:<\/strong>&nbsp;In der Bundeshauptstadt wurde im Februar eine Mitteltemperatur von 7,0 Grad (0,6 Grad) gemessen. Doch das milde Wetter war nicht mit \u00fcberm\u00e4\u00dfig viel Sonnenschein verbunden. Etwa 51 Stunden (71 Stunden) erf\u00fcllten nur 72 Prozent dessen, was man eigentlich erwartet. Statt Sonne gab es jedoch einiges an Niederschlag. 74&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(35&nbsp;l\/m\u00b2) entsprachen mehr als der doppelten Niederschlagsmenge.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Brandenburg:<\/strong>&nbsp;Brandenburg meldete 6,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,1&nbsp;\u00b0C). Schnee war auch dort Mangelware und lediglich in der Nacht vom 8. auf den 9.2. konnte sich mancherorts kurzzeitig eine d\u00fcnne Schneedecke ausbilden. Regen fiel jedoch mehr als genug, was 73&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(33&nbsp;l\/m\u00b2) deutlich belegen. Immerhin prasselte mehr als das Doppelte an Regen vom Himmel. Die Sonne machte sich rar. Nur f\u00fcr 50 Stunden (70 Stunden) lugte sie zwischen den oft dichten Wolken hervor und erf\u00fcllte damit 71 Prozent des Solls.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bremen:<\/strong>\u00a0In Bremen war es rekordmild, viel zu nass und es wurde nicht gerade von der Sonne verw\u00f6hnt. Das Temperaturmittel lag im Februar bei 7,0\u00a0\u00b0C\u00a0(1,4\u00a0\u00b0C), die Niederschlagsausbeute belief sich auf 83\u00a0l\/m\u00b2\u00a0und die Sonne schien lediglich 26 Stunden (68 Stunden). Die magere Sonnenausbeute schlug sich im vorletzten Platz im Bundeslandranking nieder.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0293-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2083\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0293-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0293-300x225.jpg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0293-768x576.jpg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0293-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0293-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Hamburg:<\/strong>&nbsp;Besonders sonnenscheinarm pr\u00e4sentierte sich der Februar in Hamburg. 19 Stunden (64 Stunden) bedeuteten die rote Laterne. Zum tristen Gesamteindruck gesellte sich einiges an Regen. 90&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(42&nbsp;l\/m\u00b2) bedeuteten mehr als das doppelte der \u00fcblichen Menge. Dabei gab es nur wenige Tage, an dem kein Niederschlag fiel. Ein Temperaturmittel von 6,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,2&nbsp;\u00b0C) zeigte aber auch hier, dass es viel zu mild war.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hessen:<\/strong>&nbsp;In der Landesmitte war der Februar mit 6,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,6&nbsp;\u00b0C) nicht nur deutlich zu mild, sondern mit 87&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;auch viel zu nass. An mehr als der H\u00e4lfte der Tage fiel dabei Niederschlag. Schnee spielte selbst in den Hochlagen keine Rolle, sodass die Wintersportregionen schon fr\u00fchzeitig ihre Pforten schlie\u00dfen mussten. 54 Sonnenstunden (69 Stunden) untermauern einen eher tristen Witterungsabschnitt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mecklenburg-Vorpommern:<\/strong>\u00a0Am k\u00fchlsten gegen\u00fcber den anderen Bundesl\u00e4ndern war es mit 5,6\u00a0\u00b0C\u00a0(0,0\u00a0\u00b0C) im \u00e4u\u00dfersten Nordosten des Landes, wenngleich auch dort die positive Abweichung mit 5,6 Grad sehr \u00fcppig ausfiel. Zarte Plusgrade zwischen dem 7. und 12.2. lie\u00dfen zumindest zeitweise etwas winterliches Feeling aufkommen und verhinderten wohl, dass der Rekord von 6,0\u00a0\u00b0C\u00a0aus dem Jahr 1990 gebrochen wurde. 69\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(31\u00a0l\/m\u00b2) Niederschlag bedeuteten im Bundeslandranking zwar den vorletzten Platz, aber im Vergleich zum vielj\u00e4hrigen Mittel wurden deutlich mehr als 200 Prozent des \u00fcblichen Niederschlags registriert. Mit 50 Stunden Sonne wurde das Klimamittel von 67 Stunden um circa 25 Prozent verfehlt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"624\" height=\"832\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Regen.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2084\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Regen.png 624w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Regen-225x300.png 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 624px) 100vw, 624px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Niedersachsen:<\/strong>&nbsp;Mach dich rar, sei ein Star dachte sich die Sonne im vergangenen Februar in Niedersachsen. Lediglich mickrige 36 Stunden (66 Stunden) vermochte sie sich am Himmel gegen die kompakten Wolken zu behaupten. Durch die dichte Bew\u00f6lkung verliefen auch die N\u00e4chte meist sehr mild. Nachtfrost trat an der K\u00fcste gar nicht auf und war auch sonst selten. Damit wurde der Grundstein f\u00fcr ein hohes Temperaturmittel von 6,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,1&nbsp;\u00b0C) gelegt. Immer wieder teils kr\u00e4ftige Regenf\u00e4lle lie\u00dfen die Niederschlagssumme auf 96&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(44&nbsp;l\/m\u00b2) ansteigen. Die Hochwassersituation blieb damit angespannt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nordrhein-Westfalen:<\/strong>\u00a0Absoluter Spitzenreiter war das Bundesland beim Temperaturmittel mit 7,5\u00a0\u00b0C\u00a0(1,8\u00a0\u00b0C) im L\u00e4ndervergleich. Insbesondere die sehr milden N\u00e4chte und oft zweistellige H\u00f6chstwerte trugen zu diesem hohen Wert bei. Nie zuvor gab es in der Messreihe in Nordrhein-Westfalen einen ebenso milden Februar. Selbst der bisherige Rekord aus dem Jahr 1990 (6,9\u00a0\u00b0C) wurde deutlich \u00fcbertroffen. Auch beim Niederschlag spielte das Bundesland vorne mit. 110\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(58\u00a0l\/m\u00b2) bedeuteten hierbei Platz 2. Besonders in den Weststaulagen des Berglandes sch\u00fcttete es teils kr\u00e4ftig. Die Sonne hatte es schwer sich gegen die kompakten Regenwolken durchzusetzen und schaffte dies nur f\u00fcr 41 Stunden (72 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0109-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2085\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0109-768x1024.jpg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0109-225x300.jpg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0109-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0109-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0109-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Rheinland-Pfalz:<\/strong>&nbsp;Der letzte meteorologische Wintermonat schaffte es in Rheinland-Pfalz auf 7,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,1&nbsp;\u00b0C) &#8211; von Winter also keine Spur. Am Rhein und in der Pfalz wurde mancherorts nicht ein Frosttag registriert. Der Februar war aber nicht nur viel zu mild, sondern mit 79&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(57&nbsp;l\/m\u00b2) auch sehr nass. Die Sonne suchte man h\u00e4ufig vergeblich. Sie schien 54 Stunden (73 Stunden) lang und erf\u00fcllte damit das Soll nur zu rund 73 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Saarland:<\/strong>&nbsp;Komplett ins Wasser fiel der diesj\u00e4hrige Februar im Saarland. 123&nbsp;l\/m\u00b2(72&nbsp;l\/m\u00b2) bedeuteten den Spitzenplatz im L\u00e4nderranking. Doch es war nicht nur ungew\u00f6hnlich nass, sondern auch tr\u00fcb im S\u00fcdwesten. Die Sonne lie\u00df sich lediglich 44 Stunden (76 Stunden) lang blicken. Mit 7,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,6&nbsp;\u00b0C) verlief der Monat aber auch sehr mild und dies schlug sich in einem zweiten Platz nieder.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_1158-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2086\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_1158-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_1158-300x225.jpg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_1158-768x576.jpg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_1158-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_1158-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen:<\/strong>&nbsp;In Sachsen war es mit 6,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(-0,3&nbsp;\u00b0C) wie in fast allen anderen Bundesl\u00e4ndern rekordmild. Immerhin gab der Winter am 7.2. und in der Nacht zum 8.2. mit ein paar Zentimetern Neuschnee ein kurzes Stelldichein. Sonst fiel der Niederschlag, abgesehen von den Gipfellagen, meist als Regen und am Monatsende stand eine Niederschlagssumme von 81&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(43&nbsp;l\/m\u00b2) zu Buche. Die Sonnenscheindauer erreichte 54 Stunden (70 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen-Anhalt:<\/strong>&nbsp;Sehr milde 6,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,4&nbsp;\u00b0C) stehen in Sachsen-Anhalt zu Buche. Auch dort handelte es sich um den mildesten je gemessenen Februar. Mit 70&nbsp;l\/m\u00b2(33&nbsp;l\/m\u00b2) fiel auch mehr als das Doppelte an Niederschlag. Die Sonne erreichte ihr Soll nicht, denn mit 57 Stunden (68 Stunden) fehlten ihr doch gut 16 Prozent zum Referenzwert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"765\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0400-1024x765.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2087\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0400-1024x765.jpg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0400-300x224.jpg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0400-768x574.jpg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0400-1536x1147.jpg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_0400-2048x1530.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Schleswig-Holstein:<\/strong>&nbsp;In Schleswig-Holstein war es mit 5,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,7&nbsp;\u00b0C) zwar auch viel zu mild, der Temperaturrekord aus dem Jahr 1990 mit 6,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;wurde aber nicht gebrochen. Im bundesweiten Vergleich war es das zweitk\u00fchlste Bundesland. Frosttage waren aber auch dort eher die Ausnahme. 91&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(42&nbsp;l\/m\u00b2) unterstrichen, dass es auch ganz im Norden sehr feucht war. Nur 29 Stunden (65 Stunden) lie\u00df sich die Sonne blicken. Erw\u00e4hnenswert ist auch noch ein Sturm, der in der Nacht vom 22. auf den 23.2. \u00fcber die Region fegte. An der Nordseek\u00fcste gab es dabei B\u00f6en bis in den Orkanbereich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Th\u00fcringen:<\/strong>&nbsp;Der letzte Wintermonat brachte auch in Th\u00fcringen mit 6,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(-0,4&nbsp;\u00b0C) eine neue Rekordtemperatur. Eine wenige Zentimeter dicke Schneedecke rund um den Th\u00fcringer Wald wurde nur am Morgen des 8.2. gemessen. Somit fielen die 78&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(44&nbsp;l\/m\u00b2) meist als Regen vom Himmel. Fast 20 Prozent unter dem Soll waren die 56 Sonnenstunden (69 Stunden).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit 6,6\u00a0\u00b0C\u00a0Mitteltemperatur beschert der diesj\u00e4hrige Februar ein Novum in der Klimareihe Offenbach, 28. Februar 2024&nbsp;\u2013 Fast den ganzen Februar \u00fcber wurde milde Atlantikluft nach Deutschland gef\u00fchrt. Daraus resultierte sowohl eine deutlich positive Temperaturabweichung, als auch \u00fcberdurchschnittlich viel Niederschlag. Die teils hohen Pegelst\u00e4nde im Norden des Landes blieben daher erhalten. 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