{"id":2052,"date":"2024-02-21T12:17:12","date_gmt":"2024-02-21T11:17:12","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=2052"},"modified":"2024-02-22T16:50:08","modified_gmt":"2024-02-22T15:50:08","slug":"deutschlandwetter-im-januar-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=2052","title":{"rendered":"Deutschlandwetter im Januar 2024"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Milder Januar 2024: Niederschlagsreich und dennoch sonnenscheinverw\u00f6hnt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Offenbach, 30. Januar 2024<\/em>&nbsp;\u2013 Zwischen einem teilweise fr\u00fchlingshaften Beginn und auch einem milden Drittel enth\u00fcllte der Januar 2024 ein zweiw\u00f6chiges Winterintermezzo, mit Frostperioden, Schneef\u00e4llen und einer markanten Grenzwetterlage, die mit gef\u00e4hrlicher Gl\u00e4tte einherging. Nach R\u00fcckzug der Niederschl\u00e4ge strahlte die Januarsonne in einem Ma\u00dfe, wie seit zwei Monaten nicht mehr, so der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Temperaturkontraste: Januarwinter eingebettet in fr\u00fchlingshaft milder Luft<\/strong><br>Das Temperaturmittel lag im Januar 2024 mit 1,5 Grad Celsius (\u00b0C) um 2,0 Grad \u00fcber dem Wert (-0,5&nbsp;\u00b0C) der international g\u00fcltigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und w\u00e4rmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (0,9&nbsp;\u00b0C) betrug die Abweichung 0,6 Grad. Nach einem milden Monatsauftakt pr\u00e4sentierte sich die zweite und dritte Januarwoche teils sehr winterlich. Das Temperaturminimum wurde am 20. in Leutkirch-Herlazhofen, Allg\u00e4u, mit -19,5&nbsp;\u00b0Cgemessen. Schnell zogen die Temperaturen wieder an und w\u00e4hrend der zweiten \u201eFr\u00fchlingswelle\u201c fanden die Spitzen am 24. bei weit verbreiteten 13 bis 15&nbsp;\u00b0C&nbsp;ihren Zenit. Das Alpenvorland legte sogar noch eine Schippe drauf: beg\u00fcnstigt durch leichte F\u00f6hneffekte datierte Piding, Berchtesgadener Land, mit 17,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;den bundesweiten H\u00f6chstwert.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1020\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_1353-1024x1020.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2058\" style=\"width:519px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_1353-1024x1020.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_1353-300x300.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_1353-150x150.jpeg 150w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_1353-768x765.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_1353-100x100.jpeg 100w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_1353.jpeg 1104w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Gebietsweise l\u00e4ngere Zeit Schnee, vor\u00fcbergehend sogar Glatteisregen in der Mitte<\/strong><br>Der Januarniederschlag 2024 zeigte mit rund 74 Litern pro Quadratmeter (l\/m\u00b2) eine Zunahme von gut 20 Prozent gegen\u00fcber der Referenzperiode 1961 bis 1990 (61&nbsp;l\/m\u00b2). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (65&nbsp;l\/m\u00b2) ergab das Plus fast 15 Prozent. Kr\u00e4ftige Regenf\u00e4lle kennzeichneten den Monatsbeginn, wobei am 2. an der Station Kirchberg\/Niederbayern-Zell (Bayerischer Wald) die h\u00f6chste Tagesmenge von 65,6&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;registriert wurde. Der anschlie\u00dfende Wandel in Schnee hinterlie\u00df landesweit eine tempor\u00e4re wei\u00dfe Decke. Gebiete mit den meisten Schneetagen waren der \u00e4u\u00dferste Norden, das Alpenvorland sowie die s\u00fcdlichen und zentralen Mittelgebirge. In den Bergregionen wurden mit \u00fcber 200&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;auch die h\u00f6chsten kumulierten Monatsmengen ermittelt. Im \u00dcbergang zwischen Winter- und Fr\u00fchlingsluft ereignete sich am 17. in der Landesmitte eine zus\u00e4tzliche Niederschlagsart: gefrierender Regen, der nicht nur gef\u00e4hrliche Gl\u00e4tte, sondern auch beeindruckende Eisornamente hervorzauberte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nach grauen Vormonaten: 5. sonnigster Januar seit 1951<\/strong><br>Mit 70 Stunden \u00fcberragte die Sonnenscheindauer im Januar ihr Soll von 44 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um fast 60 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (52 Stunden) betrug die positive Abweichung rund 35 Prozent Damit war der Januar 2024 der 5 sonnigste seit 1951. Im S\u00fcdwesten brachte die Sonne \u00f6rtlich sogar eine Spitzenleistung von 100 Stunden hervor. Zum Monatsfinale wurde mancher Tags sogar landesweit die astronomisch maximal m\u00f6gliche Sonnenscheindauer von bis zu 9 Stunden erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Wetter in den Bundesl\u00e4ndern im Januar 2024<\/strong><br>In Klammern finden Sie die vielj\u00e4hrigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vielj\u00e4hrigen Werten erm\u00f6glicht eine Einsch\u00e4tzung des l\u00e4ngerfristigen Klimawandels)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Baden-W\u00fcrttemberg:<\/strong>&nbsp;Der 1,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(-0,7&nbsp;\u00b0C) milde Januar hatte neben fr\u00fchlingshaften Zeitfenstern auch Winterwetter im Gep\u00e4ck. Vor allem in der zweiten und dritten Januarwoche legte sich die eisige Hand der kalten Jahreszeit \u00fcber Baden-W\u00fcrttemberg. Mitten in dieser Phase befand sich am 17. eine Luftmassengrenze \u00fcber den n\u00f6rdlichen Regionen. W\u00e4hrend aus Pforzheim-Ispringen +11&nbsp;\u00b0C&nbsp;gemeldet wurden, verharrte die Temperatur 40&nbsp;km&nbsp;weiter nordwestlich in Wagh\u00e4usel-Kirrlach bei +2&nbsp;\u00b0C. Anschlie\u00dfend formte sich das K\u00e4ltezentrum am 20. im allg\u00e4uischen Leutkirch-Herlazhofen mit -19,5&nbsp;\u00b0C. Dieser Wert galt als tiefste Temperatur deutschlandweit im letzten Monat. Die folgende Temperaturwende f\u00fchrte am 24. zu H\u00f6chstwerten von 15&nbsp;\u00b0C&nbsp;im Oberrheingraben. Gerade die milden Witterungsabschnitte zeigten auch eine Niederschlagsdominanz. In der Fl\u00e4che fielen rund 77&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(75&nbsp;l\/m\u00b2). Spitzen gab es im S\u00fcdschwarzwald mit \u00fcber 250&nbsp;l\/m\u00b2. Im Kontrast dazu verzeichneten der Oberrhein und das Stuttgarter Umland nur ein Zehntel dieser Mengen. Mit rund 85 Stunden und einem Plus von fast 75 Prozent gegen\u00fcber dem Klimamittel von (49 Stunden) war der S\u00fcdwesten die sonnigste Region in Deutschland.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/bfbc675e-b835-4351-9927-6509aeb8edf3-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2065\" style=\"width:447px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/bfbc675e-b835-4351-9927-6509aeb8edf3-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/bfbc675e-b835-4351-9927-6509aeb8edf3-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/bfbc675e-b835-4351-9927-6509aeb8edf3-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/bfbc675e-b835-4351-9927-6509aeb8edf3.jpeg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Bayern:<\/strong>&nbsp;In Bayern konzentrierte sich der Januarwinter auf die zweite und dritte Monatswoche. Innerhalb dieser brachte eine Luftmassengrenze am 17. Glatteisregen und Schneef\u00e4lle. Verbreitet herrschten chaotische Stra\u00dfenverh\u00e4ltnisse. W\u00e4hrend am 20. in Oberstdorf noch Tiefsttemperaturen von -19,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;gemessen wurden, durchzog vier Tage sp\u00e4ter ein Hauch von Vorfr\u00fchling die Region. Piding, im Berchtesgadener Land, verk\u00fcndete dabei mit 17,8\u00b0C sogar die deutschlandweite H\u00f6chsttemperatur im Januar. Am Ende stand in der Temperaturbilanz f\u00fcr den Januar ein Mittel von 0,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(-1,9&nbsp;\u00b0C). Bayern war die k\u00e4lteste Region, in der 80&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(66&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag fielen. Regionale Niederschlagsschwerpunkte wurden unmittelbar an den Alpen und im Bayerischen Wald mit lokalen &gt;200&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;gesetzt. Dort, an der Station Kirchberg\/Niederbayern-Zell, konnte am 2. mit 65,6&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;die h\u00f6chste Tagessumme festgehalten werden. In den Hochlagen legte sich eine nahezu dauerhafte Schneedecke. Im zweitsonnigsten Bundesland schien die Sonne mit 80 Stunden 60 Prozent h\u00e4ufiger als im Mittel (50 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berlin:<\/strong>&nbsp;In der Bundeshauptstadt erwachte der erste Monat 2024 mit einem Wechselspiel zwischen Winter und Vorfr\u00fchling. Der Monatsauftakt sowie die finale Phase des Januars pr\u00e4sentierten sich mit zeitweiligen Temperaturen ungew\u00f6hnlicher mild. Dazwischen glitt das Quecksilber auch in die Gefilde strenger Fr\u00f6ste hinab. Inmitten dieser Witterungskontraste begleitete der Sonnenschein die thermischen Talsohlen, w\u00e4hrend in den milderen Phasen Niederschl\u00e4ge dominierten. In der Bilanz stand ein Januarmittel von 1,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;( -0,4&nbsp;\u00b0C), welches von 46&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(42&nbsp;l\/m\u00b2) und 65 Sonnenstunden (43 Stunden) erg\u00e4nzt wurde. Berlin war nach Brandenburg die zweitniederschlags\u00e4rmste Region.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Brandenburg:<\/strong>&nbsp;In Brandenburg offenbarte der Januar einen Mix aus zarten Vorboten des Fr\u00fchlings und winterlicher K\u00e4lte. Frostig war es im Mittel an gut 15 Tagen, insbesondere in der zweiten und dritten Woche. Eingerahmt wurden diese eisigen Tage mit strengfrostigen N\u00e4chten von ungew\u00f6hnlich milden Luftmassen, die am 24. in der Spitze bis zu 13&nbsp;\u00b0C&nbsp;hervorbrachten. Am Ende lieferte der Januar eine Mitteltemperatur von 1,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(-0,8&nbsp;\u00b0C), 45&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(40&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag und sonnige 60 Stunden (44 Stunden). Brandenburg war die \u201etrockenste\u201c Region im letzten Monat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bremen:<\/strong>&nbsp;Im Januar eilte Bremen mit 2,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,9&nbsp;\u00b0C) an die Spitze der Liste mit den mildesten Bundesl\u00e4ndern. Eine charakteristische Januarwitterung mit m\u00e4\u00dfigen Nachfr\u00f6sten manifestierte sich lediglich in der zweiten und dritten Woche. Und w\u00e4hrend sich Niederschl\u00e4ge vernehmlich zu den milden Temperaturen gesellten, wurde der Sonnenschein zu einem Gef\u00e4hrten des Frostes. Unter dem Strich verabschiedete sich der Januar mit nassen 89&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(59&nbsp;l\/m\u00b2) und einem sehr deutlichen Sonnenscheinplus von rund 80 Prozent (Messwert 70 Stunden gegen\u00fcber Klimawert von 39 Stunden).<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"863\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4388-863x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2054\" style=\"width:445px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4388-863x1024.jpeg 863w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4388-253x300.jpeg 253w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4388-768x911.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4388-1295x1536.jpeg 1295w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4388-1726x2048.jpeg 1726w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Hamburg:<\/strong>&nbsp;Der Januar 2024 pr\u00e4sentierte sich in der hanseatischen Metropole mit zeitweiligem Schnee und Frost, der von zum Teil ungew\u00f6hnlich milder Luft und zeitweiligen Regenf\u00e4llen eingerahmt wurde. Gemittelt blieben 2,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,5&nbsp;\u00b0C), rund 90&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(61&nbsp;l\/m\u00b2) und rund 70 Stunden (39 Stunden) im Zahlenwerk stehen. Hamburg landete auf Platz zwei der mildesten und nassesten Regionen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hessen:<\/strong>&nbsp;Der 1,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(-0,4&nbsp;\u00b0C) milde Januar brachte in Hessen nicht nur einen Wechsel zwischen Vorfr\u00fchling und Winter, sondern auch eine gef\u00e4hrliche Grenzwetterlage. Am 17. sorgte eine solche in der Mitte und im Norden f\u00fcr eine \u00fcppige Schneedecke von 10 bis 20&nbsp;cm, im Westerwald und Rothaargebirge auch \u00fcber 20&nbsp;cm. Dagegen fiel im S\u00fcden gef\u00e4hrlicher Glatteisregen. Strenge Fr\u00f6ste von teils unter -15&nbsp;\u00b0C&nbsp;zwischen dem 19. und 21. standen am 24. pl\u00f6tzlich H\u00f6chstwerten von fast 15&nbsp;\u00b0C&nbsp;gegen\u00fcber. Nach dem tr\u00fcben Dezember und November 2023 kam mit dem Januar 2024 auch endlich wieder reichlich Sonnenschein. Fast 75 Stunden wurden in den letzten 31 Tagen gemessen &#8211; ein Plus von knapp 100 Prozent gegen\u00fcber dem Mittelwert von 36 Stunden. Der Fl\u00e4chenniederschlag summierte sich auf 73&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(63&nbsp;l\/m\u00b2).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mecklenburg-Vorpommern:<\/strong>&nbsp;F\u00fcr den Nordosten hatte der 1,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(-0,6&nbsp;\u00b0C) milde Januar gebietsweise strenge Fr\u00f6ste und im Fl\u00e4chenmittel 10 Schneetage im Gep\u00e4ck. In den s\u00fcdlichen Gefilden war es sogar an bis zu 15 Tagen wei\u00df. \u2013 im Vergleich zu den anderen Bundesl\u00e4ndern herausragend. Umh\u00fcllt wurde der Januarwinter aber hierzulande von einem sehr milden Monatsauftakt und Monatsausklang, mit Spitzen bis zu 12&nbsp;\u00b0C&nbsp;am 24. Der Blick auf die Niederschlags- und Sonnenscheinbilanz verr\u00e4t nasse 63&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(45&nbsp;l\/m\u00b2) und nahezu 50 Sonnenstunden (41 Stunden). Im L\u00e4ndervergleich war das Bundesland das Schlusslicht im Sonnenschein-Ranking.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Niedersachsen:<\/strong>&nbsp;Nach den abgezogenen, teils noch kr\u00e4ftigen Niederschl\u00e4gen in den ersten Januartagen sorgte mit der zweiten Januarwoche eine trockene und teils strengfrostige Witterung f\u00fcr eine deutliche Entspannung in den Hochwassergebieten. (Eine hydro-klimatologische Einordnung der Niederschl\u00e4ge ist&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.dwd.de\/DE\/leistungen\/besondereereignisse\/niederschlag\/20240116_dauerniederschlaege_2023-2024.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a>&nbsp;einzusehen.) Zwei Wochen etwa blieb es winterlich, bis am 24. die H\u00f6chstwerte auf bis zu 14&nbsp;\u00b0C&nbsp;kletterten. Auch das Monatsfinale verlief zu mild, sodass der Januar mit einer Mitteltemperatur von 2,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,6&nbsp;\u00b0C) Abschied nahm und in Summe auch nasse 83&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(62&nbsp;l\/m\u00b2) hinterlie\u00df. Das Nordseeumfeld und der Harz registrierten \u00fcber 100&nbsp;l\/m\u00b2, oft auch als Schnee. An der Niederschlagsspitze befand sich neuerdings Braunlage mit \u00fcber 200&nbsp;l\/m\u00b2. Nach tr\u00fcben Vormonaten erfreute sich Mensch und Natur endlich \u00fcber reichlich Sonnenschein. 70 Stunden gab es im Fl\u00e4chenmittel. Gegen\u00fcber dem Klimawert von 38 Stunden war das ein Plus von rund 85 Prozent.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4241-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2055\" style=\"width:481px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4241-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4241-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4241-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4241-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4241-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Nordrhein-Westfalen:<\/strong>&nbsp;Im Januar 2024 z\u00e4hlte NRW mit 2,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,1&nbsp;\u00b0C) zu den mildesten Regionen. Doch auch hier verlieh die zweite und dritte Januarwoche dem Winter eine eisige Pr\u00e4senz. Insbesondere die Freunde des winterlichen Schneesports kamen im bergigen Sauerland auf ihre Kosten. Am 24. streifte mit \u00fcber 14&nbsp;\u00b0C&nbsp;ein Hauch von Vorfr\u00fchling entlang des Niederrheins. Gleichzeitig berichtete der Winterberg im Hochsauerland auch in den letzten Monatstagen von einem anhaltenden Skivergn\u00fcgen. Diese Kontraste wurden \u00fcber den Januar hinweg auch von 84&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(77&nbsp;l\/m\u00b2) und sehr sonnigen 73 Stunden (42 Stunden) begleitet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rheinland-Pfalz:<\/strong>&nbsp;Hier hatte der Januar ein Temperaturmittel von 1,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,3&nbsp;\u00b0C) und nasse 84&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(69&nbsp;l\/m\u00b2). Die Sonne strahlte gut 80 Stunden in der vergleichsweisen sonnigen Region, was gegen\u00fcber dem Klimawert von 40 Stunden eine Verdopplung bedeutet. Am 17. lag eine Luftmassengrenze quer \u00fcber Rheinland-Pfalz, was nicht nur zu kr\u00e4ftigen Schneef\u00e4llen und Glatteisregen, sondern auch zu gro\u00dfen lokalen Temperaturkontrasten f\u00fchrte. So zeigte das Thermometer in Ramstein maximal +10&nbsp;\u00b0C, gut 30&nbsp;km&nbsp;nordwestlich in Idar-Oberstein dagegen nur -1&nbsp;\u00b0C.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4211-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2057\" style=\"width:435px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4211-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4211-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4211-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4211-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4211-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Saarland:<\/strong>&nbsp;Der mit 2,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,5&nbsp;\u00b0C) und 122&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(86&nbsp;l\/m\u00b2) ausgestattete Januar platzierte das Saarland auf Rang 1 den niederschlagsreichsten Bundesl\u00e4ndern. Das meiste davon fiel als Regen, Schneefall war dagegen eine Rarit\u00e4t. Daf\u00fcr mussten wegen Glatteisregen am 17. zahlreiche \u00f6ffentliche Einrichtungen geschlossen werden. Weniger rar machte sich dagegen die Sonne mit 72 Stunden (40 Stunden) \u2013 ein Sonnenscheinplus von 80 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen:<\/strong>&nbsp;In Relation zu den anderen Bundesl\u00e4ndern war Sachsen im Januar 2024 mit milden 0,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(-1,2&nbsp;\u00b0C) und gut 50&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(49&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag eine kalte und niederschlagsarme Region. \u00dcppige73 Stunden (50 Stunden) pr\u00e4sentierte sich die Sonne. Eisige Tage mit \u00f6rtlich sehr strengen Nachtfr\u00f6sten (&lt; -15&nbsp;\u00b0C) traten in der zweiten und dritten Woche auf. Bis zum 24. stiegen die Werte wieder stark an und fanden bei knapp 14&nbsp;\u00b0C&nbsp;(Dresden-Hosterwitz: 13,8&nbsp;\u00b0C) ihren H\u00f6hepunkt. Non-stop-Winter mit Rodelspa\u00df gab es lediglich auf dem Fichtelberg.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen-Anhalt:<\/strong>&nbsp;In Sachsen-Anhalt war das milde Januarmittel 2024 von 1,5&nbsp;\u00b0C(-0,3&nbsp;\u00b0C) ein Ergebnis kontrastreicher Temperaturverl\u00e4ufe. Die k\u00e4ltesten Tage und eisigsten N\u00e4chte mit strengen Fr\u00f6sten (-10 bis -15&nbsp;\u00b0C) wurden zum Ende der ersten Monatsdekade beobachtet. Ungew\u00f6hnlich mild startete die letzte Monatswoche. Am 24. stoppte das Quecksilber bei knapp unter 13&nbsp;\u00b0C&nbsp;(Pabstorf: 12,8&nbsp;\u00b0C). Diese Luftmasse setzte auch dem Berglandschnee ein schnelles Ende. In puncto Niederschlag mit gut 50&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(39&nbsp;l\/m\u00b2) und Sonnenscheindauer mit fast 80 Stunden (43 Stunden) waren ebenfalls positive Abweichungen erkennbar, wobei das Plus bei der Belichtungsdauer von rund 85 Prozent herausragender war.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4223-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2056\" style=\"width:512px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4223-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4223-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4223-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4223-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4223-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Schleswig-Holstein:<\/strong>&nbsp;Der Januarwinter hielt in der zweiten und dritten Monatswoche auch in der norddeutschen Region Einzug. Gebietsweise gab es an \u00fcber 10 Tagen eine Schneedecke, \u00fcber die sich auch strenge Nachtfr\u00f6ste legten. Sp\u00e4testens bis zum 24. verflog auch hier der Winterzauber, als die Thermometer regional \u00fcber 12&nbsp;\u00b0C&nbsp;anzeigten. Im Gebietsmittel landete die Januartemperatur bei 2,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,3&nbsp;\u00b0C). Der Fl\u00e4chenniederschlag summierte sich in den letzten 31 Tagen auf 85&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(64&nbsp;l\/m\u00b2). Die Sonne zeigte sich mit 60 Stunden (39 Stunden) \u00e4u\u00dferst gro\u00dfz\u00fcgig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Th\u00fcringen:<\/strong>&nbsp;Im Januar 2024 gesellte sich Th\u00fcringen mit einer Temperatur von 0,5&nbsp;\u00b0C(-1,3&nbsp;\u00b0C) zu den k\u00e4lteren Regionen hinzu. Die h\u00f6heren Lagen des Th\u00fcringer Waldes erfuhren zwischen dem 7. und 21. Dauerfrost. Dieser winterliche Einschub endete mit den schneereichsten Tagen des Monats. Verbreitet lagen \u00fcber 10&nbsp;cm&nbsp;von der wei\u00dfen Pracht. S\u00fcdharz und Th\u00fcringer Wald meldeten \u00fcber 20&nbsp;cm. Doch am 24. zeigte die Wetteruhr bereits wieder auf Vorfr\u00fchling. Jena meldete 14,1&nbsp;\u00b0C. Es fielen im Wechselspiel der Temperaturen knapp 64&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(51&nbsp;l\/m\u00b2). Rund 70 Stunden (43 Stunden) schien die Sonne im letzten Monat.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: DWD Deutscher Wetterdienst, Fotos: privat<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Milder Januar 2024: Niederschlagsreich und dennoch sonnenscheinverw\u00f6hnt Offenbach, 30. Januar 2024&nbsp;\u2013 Zwischen einem teilweise fr\u00fchlingshaften Beginn und auch einem milden Drittel enth\u00fcllte der Januar 2024 ein zweiw\u00f6chiges Winterintermezzo, mit Frostperioden, Schneef\u00e4llen und einer markanten Grenzwetterlage, die mit gef\u00e4hrlicher Gl\u00e4tte einherging. Nach R\u00fcckzug der Niederschl\u00e4ge strahlte die Januarsonne in einem Ma\u00dfe, wie seit zwei Monaten nicht &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=2052\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDeutschlandwetter im Januar 2024\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[115],"tags":[],"class_list":["post-2052","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-beobachtungen-zum-klimawandel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2052","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2052"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2052\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2066,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2052\/revisions\/2066"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2052"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2052"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2052"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}