{"id":1982,"date":"2023-11-30T21:28:16","date_gmt":"2023-11-30T20:28:16","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1982"},"modified":"2023-11-30T21:28:16","modified_gmt":"2023-11-30T20:28:16","slug":"beobachtungen-zum-klimawandel-deutschlandwetter-im-herbst-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1982","title":{"rendered":"Beobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter im Herbst 2023"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Zweitw\u00e4rmster Herbst und sehr nasser Herbst in Deutschland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_4171-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1985\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_4171-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_4171-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_4171-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_4171-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_4171-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Offenbach, 29. November 2023<\/em>&nbsp;\u2013 Der Herbst 2023 ist nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Deutschland der Zweitw\u00e4rmste seit Messbeginn 1881. Auch der Zeitraum Januar bis November 2023 liegt mit einem Mittel von 11,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;hierzulande auf dem zweiten Platz. Uwe Kirsche, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD): \u201eWir m\u00fcssen den Dezember noch abwarten, aber auch 2023 d\u00fcrfte wieder eines der w\u00e4rmsten Jahre in Deutschland werden.\u201c Zum Vergleich: 2023 wird weltweit nach Einsch\u00e4tzung des&nbsp;EU-Klimawandeldienstes Copernicus das w\u00e4rmste je gemessene Jahr. Wider Erwarten konnte trotz des Niederschlagsreichtums noch ein gutes Sonnenplus in der Herbstbilanz verbucht werden. Das meldet der&nbsp;DWD&nbsp;nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Temperaturplus von 2,7 Grad<\/strong><br>Das Temperaturmittel lag im zweitw\u00e4rmsten Herbst mit 11,5 Grad Celsius (\u00b0C) um 2,7 Grad \u00fcber dem Wert der international g\u00fcltigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (8,8&nbsp;\u00b0C) &#8211; der 13. zu warme Herbst in Folge. W\u00e4rmer war nur der Herbst 2006 mit 12,0&nbsp;\u00b0C. Im Vergleich zur aktuellen und w\u00e4rmeren Periode 1991 bis 2020 (9,3&nbsp;\u00b0C) betrug die Abweichung +2,2 Grad. In S\u00fcddeutschland war es sogar der w\u00e4rmste Herbst seit Messbeginn. Die h\u00f6chste Temperatur im Herbst wurde in Wagh\u00e4usel-Kirrlach am 12.9. mit 33,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;gemessen. Auch danach blieb es mild und selbst der Temperatursturz Mitte Oktober sowie der K\u00e4lteeinbruch in der letzten Novemberdekade konnten die positive Temperaturanomalie nicht entscheidend d\u00e4mpfen. Strenge Fr\u00f6ste mit -10&nbsp;\u00b0C&nbsp;in den \u00f6stlichen Mittelgebirgen formten das winterliche Herbstfinale.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Niederschlagsreichster Herbst seit 2002 mit ungew\u00f6hnlich nassem November<\/strong><br>Im Herbst fielen mit rund 257 Litern pro Quadratmeter (l\/m\u00b2) etwa 40 Prozent mehr Niederschlag als in der Referenzperiode 1961 bis 1990 (183&nbsp;l\/m\u00b2). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (190&nbsp;l\/m\u00b2) erreichte das Plus rund 35 Prozent des Solls. Der September er\u00f6ffnete die Jahreszeit als erstaunlich trockener Monat, jedoch mit regionalem Starkregen im Westen. Dabei wurde in Beckum-Vellern, s\u00fcd\u00f6stliches M\u00fcnsterland, am 12.9. mit 102,6&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;der h\u00f6chste Tagesniederschlag f\u00fcr den Herbst 2023 erfasst. Der Oktober und allen voran der extrem nasse November sorgten dann landesweit f\u00fcr Niederschlag im \u00dcberfluss. Besonders betroffen waren der Westen\/Nordwesten sowie die Staulagen. Bis zum Herbstfinale registrierte der&nbsp;DWDin diesen Regionen \u00fcber 300&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;Fl\u00e4chenniederschlag. Schwarzwald und Alpen meldeten teilweise \u00fcber 600&nbsp;l\/m\u00b2. Eine Ausnahme war das Th\u00fcringer Becken mit etwa 150&nbsp;l\/m\u00b2.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reichlich Sonnenschein<\/strong><br>Mit 392 Stunden \u00fcberragte die Sonnenscheindauer im Herbst ihr Soll von 311 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um gut ein Viertel. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (319 Stunden) betrug die positive Abweichung rund 22 Prozent. Besonders sonnenverw\u00f6hnt war der Osten und S\u00fcden mit Werten, die die 500-Stunden-Marke in Ober- und Niederbayern knackten. Hingegen mussten sich die Mittelgebirge und der Nordwesten Deutschlands mit bescheideneren 300 Sonnenstunden begn\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_3763-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1986\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_3763-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_3763-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_3763-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_3763-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_3763-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Das Wetter in den Bundesl\u00e4ndern im Herbst 2023<\/strong><br>(In Klammern finden Sie die vielj\u00e4hrigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vielj\u00e4hrigen Werten erm\u00f6glicht eine Einsch\u00e4tzung des l\u00e4ngerfristigen Klimawandels)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Baden-W\u00fcrttemberg:&nbsp;<\/strong>Der zur\u00fcckliegende Herbst 2023 war im S\u00fcdwesten mit 11,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(8,5&nbsp;\u00b0C) der w\u00e4rmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der rekordwarme September \u00fcberraschte dabei mit einem markanten, teils hei\u00dfen Sommernachschlag. Der deutschlandweite H\u00f6hepunkt trat am 12.9. in Wagh\u00e4usel-Kirrlach mit 33,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;in Erscheinung. In den vergangenen drei Monaten fielen 290&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(219&nbsp;l\/m\u00b2) in der Fl\u00e4che, 600 bis 700&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;waren es sogar im Schwarzwald. Gro\u00dfz\u00fcgig zeigte sich die Sonne mit 435 Stunden (344 Stunden), wobei der zweitsonnigste September dazu beindruckende 258 Stunden beisteuerte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bayern:&nbsp;<\/strong>Mit 11,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;(7,9&nbsp;\u00b0C) verbuchte der Freistaat die h\u00f6chste Herbsttemperatur seit Aufzeichnungsbeginn, fiel aber dennoch als mit Th\u00fcringen vergleichsweise k\u00fchlste Region zur\u00fcck. 245&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(204&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag wurden gemessen. An den Alpen prasselten sogar lokal \u00fcber 500&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;nieder. Die Herbstsonne zeigte sich &#8211; dank des zweitsonnigsten Septembers &#8211; satte 450 Stunden (335 Stunden). Der S\u00fcdosten Bayerns setzte mit \u00fcber 500 Sonnenstunden ein Highlight. Insgesamt f\u00fchrte Bayern das Ranking der sonnigsten Bundesl\u00e4nder an.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berlin:&nbsp;<\/strong>Die Hauptstadt erlebte mit 12,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;(9,5&nbsp;\u00b0C) einen au\u00dfergew\u00f6hnlich milden Herbst. Auch lag die Niederschlagsmenge mit 195&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(128&nbsp;l\/m\u00b2) gut 50 Prozent \u00fcber dem Schnitt. Die Sonne zeigte mit 400 Stunden (315 Stunden) ebenfalls ein deutliches Plus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Brandenburg:&nbsp;<\/strong>Der Herbst 2023 pr\u00e4sentierte sich in Brandenburg mit einer erstaunlichen Durchschnittstemperatur von 11,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;(9,2&nbsp;\u00b0C) als rekordverd\u00e4chtig mild. Auch waren die letzten drei Monate mit etwa 180&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(127&nbsp;l\/m\u00b2) gut 40 Prozent nasser als gew\u00f6hnlich. Dennoch war Brandenburg im Vergleich die trockenste Region. 390 Stunden (316 Stunden) schien die Herbstsonne.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bremen:&nbsp;<\/strong>In Bremen ermittelte der&nbsp;DWD&nbsp;in den vergangenen drei Monaten ein Temperaturmittel von 12,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(9,6&nbsp;\u00b0C). W\u00e4hrend der September nahezu trocken verlief, brachten der Oktober und November nur wenige Niederschlagspausen. Am Ende kamen nasse 295&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(185&nbsp;l\/m\u00b2) zusammen &#8211; ein Plus von fast 60 Prozent in der Herbstbilanz. Vergleichsweise sonnenscheinarm war die Hansestadt mit etwa 330 Stunden (284 Stunden).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hamburg:\u00a0<\/strong>In der Hafenmetropole stieg die Mitteltemperatur im Herbst 2023 auf ungew\u00f6hnlich milde 11,8\u00a0\u00b0C\u00a0(9,6\u00a0\u00b0C). Praktisch v\u00f6llig ins Wasser fielen der Oktober und November. Der Herbst verabschiedete sich so mit 297\u00a0l\/m\u00b2, ein Niederschlagsplus von gut 50 Prozent gegen\u00fcber dem Klimamittel (195\u00a0l\/m\u00b2). Satte 340 Stunden (285 Stunden) zeigte sich die Sonne.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_3731-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_3731-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_3731-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_3731-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_3731-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_3731-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Hessen:<\/strong>&nbsp;In Hessen brachte der Herbst 2023 sehr milde 11,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(8,6&nbsp;\u00b0C). Das wurde dort nur vom Herbst 2006 mit 12,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;\u00fcbertroffen. Aus der Reihe tanzte auch der September 2023, der als W\u00e4rmster in die Wettergeschichte einging. Anschlie\u00dfend zeigte sich der Herbst als niederschlagsreicher Geselle mit einer finalen Summe von 235&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(188&nbsp;l\/m\u00b2). Die Sonne kam dazwischen rund 370 Stunden (285 Stunden) zum Vorschein. F\u00fcr das Sonnenscheinplus von 30 Prozent war vor allem der strahlende September verantwortlich, der sich den Titel \u201eZweitsonnigster\u201c in den meteorologischen Annalen sicherte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mecklenburg-Vorpommern:<\/strong>&nbsp;Im Nordosten der Republik lag das Temperaturmittel bei 11,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(9,0&nbsp;\u00b0C). Der zur\u00fcckliegende September war dort sogar der W\u00e4rmste. In der Niederschlagsbilanz standen f\u00fcr die vergangenen drei Monate 200&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(145&nbsp;l\/m\u00b2). 355 Stunden (312 Stunden) schien die Sonne. Den gr\u00f6\u00dften Beitrag erbrachte der zweitsonnigste September mit 241 Stunden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Niedersachsen:&nbsp;<\/strong>Rekordverd\u00e4chtig war der Herbst mit einem Mittel von 11,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(9,3&nbsp;\u00b0C) auch in Niedersachsen. Schlagzeilen machten aber auch die Niederschl\u00e4ge. So folgte auf den zweitnassesten Oktober auch ein ungew\u00f6hnlich niederschlagsreicher November. Am Ende setzte der Herbst 2023 mit 306&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(182&nbsp;l\/m\u00b2) als Zweitnassester in der Geschichte ein deutliches Ausrufezeichen. Trotz des Niederschlagsplus von knapp 70 Prozent schien die Sonne noch \u00fcberdurchschnittliche 335 Stunden (282 Stunden).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nordrhein-Westfalen:<\/strong>&nbsp;Die gr\u00f6\u00dftenteils zu milde Herbstwitterung 2023, angef\u00fchrt vom w\u00e4rmsten September und viertw\u00e4rmsten Oktober, lie\u00df das Temperaturmittel dort auf 12,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(9,5&nbsp;\u00b0C) steigen. NRW war im Herbst 2023 damit das w\u00e4rmste Bundesland. Der Niederschlag summierte sich in den drei Monaten auf ungew\u00f6hnlich nasse 325&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(208&nbsp;l\/m\u00b2). Beckum-Vellern, s\u00fcd\u00f6stliches M\u00fcnsterland, meldete am 12.9. mit 102,6&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;den h\u00f6chsten Tagesniederschlag. Trotz der reichlichen Niederschl\u00e4ge zeigte sich die Sonne 360 Stunden (294 Stunden), was vor allem dem zweitsonnigsten September zu verdanken war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rheinland-Pfalz:&nbsp;<\/strong>Hier sorgte das Temperaturmittel von 12,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;(8,9&nbsp;\u00b0C) f\u00fcr den zweitw\u00e4rmsten Herbst seit 1881. Der erste meteorologische Herbstmonat September war sogar der W\u00e4rmste und dar\u00fcber hinaus der Zweitsonnigste, was dazu f\u00fchrte, dass bis zum Herbstfinale volle 400 Sonnenstunden (308 Stunden) verbucht werden konnten. Nach einem Niederschlagsdefizit im September waren der Oktober und November deutlich zu nass. So wurden 265&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(199&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag ermittelt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Saarland:&nbsp;<\/strong>Der zweitw\u00e4rmste Herbst seit Messbeginn lie\u00df die Temperatur im kleinsten Fl\u00e4chenland auf 12,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(9,2&nbsp;\u00b0C) klettern. Auftrumpfen konnte das Saarland auch mit einem Fl\u00e4chenniederschlag von 365&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(241&nbsp;l\/m\u00b2) und sicherte sich den Titel \u201eniederschlagsreichste Region in Deutschlands\u201c. Obwohl rund 50 Prozent mehr Niederschlag als gew\u00f6hnlich fiel, zeigte sich die die Sonne mit 405 Stunden (317 Stunden) sehr gro\u00dfz\u00fcgig. Es war jedoch der zweitsonnigste September, der ma\u00dfgeblich zu dieser strahlenden Bilanz beitrug.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen:&nbsp;<\/strong>Auch Sachsen erlebte mit 11,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(8,7&nbsp;\u00b0C) den zweitw\u00e4rmsten Herbst. Zum Herbstfinale meldete das Erzgebirge strenge Fr\u00f6sten von unter \u201310\u00b0C. In der Niederschlagsbilanz standen 210&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(155&nbsp;l\/m\u00b2). Den gr\u00f6\u00dften Anteil steuerten die nassen Monate Oktober und November bei. \u00dcberdurchschnittliche 395 Stunden (319 Stunden) schien die Herbstsonne.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen-Anhalt:&nbsp;<\/strong>F\u00fcr Sachsen-Anhalt ermittelte der&nbsp;DWD&nbsp;mit 11,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(9,2&nbsp;\u00b0C) den zweitw\u00e4rmsten Herbst. Als vergleichsweise trockene Region meldete das Bundesland mit 190&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;fast 60 Prozent mehr Niederschlag als im Klimamittel (120&nbsp;l\/m\u00b2). Ein deutliches Plus wurde mit 385 Stunden (299 Stunden) auch bei der Sonnenscheindauer erfasst &#8211; dank des zweitsonnigsten Septembers.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schleswig-Holstein:&nbsp;<\/strong>Schleswig-Holstein erlebte mit 11,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(9,2&nbsp;\u00b0C) den wohl drittw\u00e4rmsten und mit 315&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(232&nbsp;l\/m\u00b2) einen niederschlagsreichen Herbst. Der Oktober war sogar der Zweitnasseste seit Messbeginn. 315 Stunden (292 Stunden) schien die Herbstsonne. 218 Stunden trug der zweitsonnigste September dazu bei. Der \u00e4u\u00dferste Norden war im L\u00e4nderranking die sonnenschein\u00e4rmste Region.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Th\u00fcringen:\u00a0<\/strong>Th\u00fcringen meldete mit 11,1\u00a0\u00b0C\u00a0(8,2\u00a0\u00b0C) den zweitw\u00e4rmsten Herbst. Den h\u00f6chsten Wert brachte bisher 2006 mit 11,5\u00a0\u00b0C. Trotz Rekordkurs war die Region mit Bayern im Vergleich die k\u00fchlste Region in den letzten drei Monaten. 190\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(155\u00a0l\/m\u00b2) wurden aufgezeichnet. 375 Stunden (299 Stunden) schien die Sonne. Auff\u00e4llig war dabei der September, der mit 246 Stunden als Zweitsonnigster in die Geschichte einging.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Deutscher Wetterdienst DWD, Fotos Dietbert Arnold<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zweitw\u00e4rmster Herbst und sehr nasser Herbst in Deutschland Offenbach, 29. November 2023&nbsp;\u2013 Der Herbst 2023 ist nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Deutschland der Zweitw\u00e4rmste seit Messbeginn 1881. Auch der Zeitraum Januar bis November 2023 liegt mit einem Mittel von 11,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;hierzulande auf dem zweiten Platz. Uwe Kirsche, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD): \u201eWir m\u00fcssen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1982\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eBeobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter im Herbst 2023\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[115],"tags":[7,757],"class_list":["post-1982","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-beobachtungen-zum-klimawandel","tag-beobachtungen-zum-klimawandel","tag-deutschlandwetter-im-herbst-2023"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1982","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1982"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1982\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1988,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1982\/revisions\/1988"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1982"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1982"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1982"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}