{"id":1980,"date":"2023-11-30T21:33:02","date_gmt":"2023-11-30T20:33:02","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1980"},"modified":"2023-11-30T21:33:02","modified_gmt":"2023-11-30T20:33:02","slug":"beobachtungen-zum-klimawandel-deutschlandwetter-im-november-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1980","title":{"rendered":"Beobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter im November 2023"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Milder und tr\u00fcber November mit sehr ergiebigen Niederschl\u00e4gen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2772-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1989\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2772-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2772-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2772-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2772-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2772-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Offenbach, 29. November 2023<\/em>&nbsp;\u2013 \u00dcberwiegend westliche Winde, zeitweilig auch in Sturmst\u00e4rke wehend, brachten nicht nur milde, sondern auch sehr feuchte Luftmassen nach Deutschland. Der November 2023 fiel damit praktisch ins Wasser. Mit der letzten Monatsdekade wurde dann der Winter eingel\u00e4utet. Fr\u00f6ste mit gebietsweisen Schneef\u00e4llen bis ins Flachland standen fortan auf dem Programm. W\u00e4hrenddessen hielt sich die \u201eNovembersonne\u201c mit Ausnahme des S\u00fcdostens und Ostens der Republik auff\u00e4llig im Hintergrund, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen mitteilte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die zun\u00e4chst sehr milde Novemberwitterung endete mit Schnee und Frost<\/strong><br>Der Temperaturdurchschnitt lag im November 2023 mit 5,5 Grad Celsius (\u00b0C) um 1,5 Grad \u00fcber dem Wert der international g\u00fcltigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (4,0&nbsp;\u00b0C). Im Vergleich zur aktuellen und w\u00e4rmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (4,8&nbsp;\u00b0C) betrug die Abweichung +0,7 Grad. In den ersten beiden Monatsdekaden bewegten sich die Temperaturen im deutlich milden Bereich. Siegsdorf-H\u00f6ll, unmittelbar an den Chiemgauer Alpen, stach am 2. dank vor\u00fcbergehender F\u00f6hnunterst\u00fctzung mit 19,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;als bundesweiter Spitzenreiter hervor. In der finalen Dekade zeigte der November seine winterliche Seite, insbesondere im Bergland. Strenge Fr\u00f6ste in den \u00f6stlichen Mittelgebirgen kennzeichneten die tiefsten Werte des Monats.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einer der niederschlagsreichsten Novembermonate mit finalen Schneef\u00e4llen<\/strong><br>Im November fielen mit rund 126 Litern pro Quadratmeter (l\/m\u00b2) knapp 90 Prozent mehr Niederschlag, als in der Referenzperiode 1961 bis 1990 (66&nbsp;l\/m\u00b2). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (63&nbsp;l\/m\u00b2) erreichten die Mengen das Doppelte des Solls. H\u00f6here Werte wurden zuletzt im November 1944 beobachtet. Im S\u00fcdwesten des Landes fiel im letzten Monat sogar deutlich mehr als das Doppelte der zu erwartenden Mengen. Im Schwarzwald wurden \u00f6rtliche Spitzenwerte von \u00fcber 500&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;gemessen. Sankt Blasien-Menzenschwand hatte dabei am 13. mit 83,3 auch den bundesweit h\u00f6chsten Tagesniederschlag. Im Verlauf der letzten Monatsdekade verwandelte sich der Niederschlag landesweit zeit- und gebietsweise in Schnee. Vor allem am 27. sorgte ein Schneetief in den mittleren Landesteilen f\u00fcr chaotische Stra\u00dfenverh\u00e4ltnisse. Mit Berglandwinter schloss der November sein Wetterkapitel.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>November mit einem Viertel weniger Sonnenschein; Mittelgebirgsregion besonders tr\u00fcb<\/strong><br>Mit 42 Stunden lag die Sonnenscheindauer im November etwa 20 Prozent unter dem Soll von 53 Stunden (Periode 1961 bis 1990). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (55 Stunden) betrug die die negative Abweichung fast 25 Prozent. In den Mittelgebirgen herrschte im November mit gebietsweise unter 25 Stunden eine regelrechte Sonnenflaute. Viele Lichtblicke gab es dagegen mit 70 Stunden in Nieder- und Oberbayern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Wetter in den Bundesl\u00e4ndern im November 2023<\/strong><br>(In Klammern finden Sie die vielj\u00e4hrigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vielj\u00e4hrigen Werten erm\u00f6glicht eine Einsch\u00e4tzung des l\u00e4ngerfristigen Klimawandels)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Baden-W\u00fcrttemberg:<\/strong>&nbsp;Im S\u00fcdwesten pr\u00e4sentierte sich der November mit 5,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;(3,5&nbsp;\u00b0C) milder als \u00fcblich. F\u00fcr Aufsehen sorgte aber vor allem die Niederschlagsbilanz. Mit rund 180&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;fiel nicht nur mehr als das Doppelte der \u00fcblichen Menge von 82&nbsp;l\/m\u00b2, sondern auch nach letzten Vorhersagen das dritth\u00f6chste Novembervolumen seit Aufzeichnungsbeginn. Im Schwarzwald fielen punktuell sogar \u00fcber 500&nbsp;l\/m\u00b2. Ab der zweiten Monatsdekade verwandelte sich der Niederschlag in den h\u00f6chsten Lagen auch in Schnee, zum Monatsende wurde es auch in tieferen Lagen zeit- und gebietsweise wei\u00df. Baden-W\u00fcrttemberg platzierte sich als zweitnassesten Bundesland im November. Folglich lie\u00df sich die Sonne mit lediglich rund 40 Stunden (62 Stunden) ein gutes Drittel seltener blicken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bayern:&nbsp;<\/strong>Der Freistaat behauptete sich mit 4,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(2,8&nbsp;\u00b0C) als zweitk\u00fchlstes Bundesland. Siegsdorf-H\u00f6ll, unmittelbar an den Chiemgauer Alpen, meldete dank vor\u00fcbergehender F\u00f6hnunterst\u00fctzung am 2. mit 19,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;den bundesweiten H\u00f6chstwert. Diesem Spitzenreiter zum Trotz geh\u00f6rten die Schlagzeilen aber dem enormen Novemberniederschlag. Mit rund 155&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(70&nbsp;l\/m\u00b2) war es nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen der niederschlagsreichste seit Messbeginn. An den Alpen wurden lokal \u00fcber 400&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;beobachtet, der in den h\u00f6heren Lagen auch \u00f6fter als Schnee fiel. Zum Monatswechsel wurden auch die tieferen Lagen hier und da beschneit. Trotz der rekordverd\u00e4chtigen Niederschlagszahlen blieb die Sonne mit fast 55 Stunden (57 Stunden) standhaft. In Ober- und Niederbayern konnte man sich sogar \u00fcber rund 70 Stunden freuen. Fazit: Bayern strahlte als sonnigstes Bundesland im November 2023.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berlin:&nbsp;<\/strong>Die Bundeshauptstadt meldete im November ein Mittel von 5,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(4,7&nbsp;\u00b0C) und nasse 75&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(48&nbsp;l\/m\u00b2), die zum Monatsende auch in die Schneephase \u00fcbergingen. Die Sonnenscheindauer lag in der vergleichsweise sonnenverw\u00f6hnten Spreemetropole mit rund 50 Stunden (50 Stunden) im Normalbereich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Brandenburg:\u00a0<\/strong>Hier wurde eine Novembertemperatur von milden 5,6\u00a0\u00b0C\u00a0(4,4\u00a0\u00b0C) gemessen. In puncto Niederschlagsausbeute waren die letzten 30 Tage mit 70\u00a0l\/m\u00b2(45\u00a0l\/m\u00b2) deutlich zu nass. Mit dem Monatsende mischten sich auch zunehmend Schneeflocken in den Niederschlag. Ausbalanciert war die Sonnenscheindauer von 50 Stunden (50 Stunden). Brandenburg war das niederschlags\u00e4rmste und ein sonniges Bundesland.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2729-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1990\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2729-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2729-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2729-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2729-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2729-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Bremen:&nbsp;<\/strong>Bremen verk\u00fcndete als mildeste Region ein Temperaturmittel von 6,7&nbsp;\u00b0C(5,2&nbsp;\u00b0C). Mit 105&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(66&nbsp;l\/m\u00b2) fiel gut 60 Prozent mehr Niederschlag in der Hansestadt. Die Sonne zeigte sich gerade mal 40 Stunden (51 Stunden) am Himmel.&nbsp;<br>Hamburg: In Hamburg verlief der 6,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(5,2&nbsp;\u00b0C) temperierte Novembermonat 2023 mit 93&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(67&nbsp;l\/m\u00b2) zu nass. Ende November verwandelte sich der st\u00e4ndige Regen in sanft fallende Schneeflocken. Mit 25 Sonnenstunden (49 Stunden) und einem Defizit von rund 50 Prozent war die Hansestadt das Schlusslicht im L\u00e4nderranking.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hamburg:&nbsp;<\/strong>In Hamburg verlief der 6,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(5,2&nbsp;\u00b0C) temperierte Novembermonat 2023 mit 93&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(67&nbsp;l\/m\u00b2) zu nass. Ende November verwandelte sich der st\u00e4ndige Regen in sanft fallende Schneeflocken. Mit 25 Sonnenstunden (49 Stunden) und einem Defizit von rund 50 Prozent war die Hansestadt das Schlusslicht im L\u00e4nderranking.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hessen:<\/strong>&nbsp;Im erstaunlich wolkenverhangenen November 2023 wurden in Hessen gerade einmal nur rund 25 Sonnenstunden (43 Stunden) beobachtet. Mit diesem Sonnenscheindefizit von 40 Prozent z\u00e4hlte die Region zu den tr\u00fcbsten Bundesl\u00e4ndern. Daf\u00fcr \u00f6ffnete der Himmel h\u00e4ufiger seine Schleusen. Bis zum Monatsfinale wurden in der Fl\u00e4che 110&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(71&nbsp;l\/m\u00b2) verzeichnet. Am 27. kam es durch teils heftige Schneef\u00e4lle und unter der Schneelast umst\u00fcrzenden B\u00e4umen verbreitet zu einem Verkehrschaos. Der letzte Herbstmonat verabschiedete sich schlie\u00dflich mit Berglandwinter. R\u00fcckblickend war es voraussichtlich der nasseste November seit 1977. Das Temperaturmittel lag trotz finaler Abk\u00fchlung mit 5,6&nbsp;\u00b0C(3,8&nbsp;\u00b0C) im milden Bereich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mecklenburg-Vorpommern:&nbsp;<\/strong>Dem Nordosten brachte der November milde 5,6&nbsp;\u00b0C(4,5&nbsp;\u00b0C). Auch hatte er nasse 75&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(52&nbsp;l\/m\u00b2) und zum Monatsausklang zudem Schneeflocken im Gep\u00e4ck. Trotz des Niederschlags\u00fcberschusses blieb Mecklenburg-Vorpommern im elften Monat des Jahres das zweittrockenste Bundesland. Fast 40 Stunden (52 Stunden) setzte die Sonne zwischen den Wolken strahlende Akzente.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Niedersachsen:\u00a0<\/strong>Der November 2023 war in Niedersachsen mit 6,3\u00a0\u00b0C\u00a0(4,9\u00a0\u00b0C) mild, aber auch sehr niederschlagsreich. Beeindruckende 122\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(66\u00a0l\/m\u00b2) wurden aufgezeichnet. Wie bereits im Oktober war es auch im November allen voran das Nordseeumfeld, das beinahe t\u00e4glich Niederschlag erlebte. Ende des Monats verwandelten sich die Regentropfen zunehmend in Schnee. Die Novembersonne schien im Fl\u00e4chenmittel nur noch magere 35 Stunden (49 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2605-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1991\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2605-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2605-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2605-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2605-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2605-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Nordrhein-Westfalen:&nbsp;<\/strong>NRW d\u00fcrfte im November mit einem Temperaturmittel von 6,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(5,1&nbsp;\u00b0C) Platz 2 der mildesten Regionen in Deutschland belegen. Das Niederschlagsplus betrug mit 140&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(79&nbsp;l\/m\u00b2) rund 75 Prozent. Was zun\u00e4chst fl\u00fcssig fiel, blieb in den letzten Monatstagen vor allem im Bergland als Schnee liegen. Nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen erfuhr das Bundesland den nassesten November seit 1944. Mit 34 Sonnenstunden wurde das Klimamittel von 53 Stunden um etwa 35 Prozent verfehlt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rheinland-Pfalz:&nbsp;<\/strong>In Rheinland-Pfalz kam der elfte Monat des Jahres auf milde 6,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;(4,1&nbsp;\u00b0C) und sehr nasse 125&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(75&nbsp;l\/m\u00b2). Mit einem Plus von rund 65 Prozent war es wohl der niederschlagsreichste November seit 1952, der sich mit einem verschneiten Bergland verabschiedete. Nur 30 Stunden (53 Stunden) Sonnenschein brachten etwas Licht in den vergangenen tr\u00fcben Monat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Saarland:&nbsp;<\/strong>Das Saarland z\u00e4hlte im November 2023 mit 6,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(4,4&nbsp;\u00b0C) zu den milderen Gefilden Deutschlands. Mit extrem nassen 182&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(95&nbsp;l\/m\u00b2) und einem entsprechenden \u00dcberschuss von fast 90 Prozent sowie finalen Schneeflocken avancierte die Region, knapp vor Baden-W\u00fcrttemberg, zum niederschlagsreichsten Bundesland im letzten Monat. Nachstehend blieb im nassesten November seit 1930 die Sonnenscheinausbeute mit 27 Stunden auf halber Strecke gegen\u00fcber dem Klimamittel (53 Stunden) zur\u00fcck, womit das Saarland zu den sonnenschein\u00e4rmsten Gebieten z\u00e4hlte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen:<\/strong>&nbsp;Sachsen eroberte mit einem Gebietsmittel von 4,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(3,8&nbsp;\u00b0C) den k\u00fchlsten Platz im L\u00e4nderranking. Das Erzgebirge signalisierte schon zu Beginn der letzten Novemberwoche eine beginnende Einwinterung und meldete Ende des Monats nicht nur \u00fcber 30&nbsp;cm&nbsp;Schnee, sondern mit strengen Fr\u00f6sten von unter -10&nbsp;\u00b0C&nbsp;auch die tiefsten Temperaturen deutschlandweit. Schnee und Regen ergossen sich in den letzten 30 Tagen mit einer Bilanz von rund 95&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(52&nbsp;l\/m\u00b2) \u00fcber den Freistaat. Nur 35 Stunden (54 Stunden) lie\u00df sich die Sonne im November blicken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen-Anhalt:&nbsp;<\/strong>In Sachsen-Anhalt ergaben die Auswertungen des&nbsp;DWD&nbsp;einen mit 5,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;(4,5&nbsp;\u00b0C) milden November, der auch nasse 77&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(43&nbsp;l\/m\u00b2) und finale Schneef\u00e4lle brachte. Diese verzauberten vor allem den Harz in eine Winterlandschaft. Mit rund 50 Sonnenstunden (51 Stunden) war es landesweit vergleichsweise sonnig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schleswig-Holstein:\u00a0<\/strong>Im \u00e4u\u00dfersten Norden stieg die Novembertemperatur auf ein Mittel von 6,0\u00a0\u00b0C\u00a0(5,0\u00a0\u00b0C). Niederschlagsreiche 115\u00a0l\/m\u00b2\u00a0(83\u00a0l\/m\u00b2) wurden beobachtet, die zum Monatsende auch als Schnee zu Boden rieselten. 35 Stunden (50 Stunden) zeigte sich die Sonne im \u00e4u\u00dfersten Norden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2465-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1992\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2465-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2465-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2465-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2465-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IMG_2465-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Th\u00fcringen:&nbsp;<\/strong>Th\u00fcringen war im November mit 4,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(3,3&nbsp;\u00b0C) ein k\u00fchles Bundesland. Mit 90&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(56&nbsp;l\/m\u00b2) fiel fast 60 Prozent mehr Niederschlag. Im Th\u00fcringer Wald gingen \u00fcber 200&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;nieder. Mit Frost und Schnee, welcher sich im h\u00f6heren Bergland auf \u00fcber 30&nbsp;cm&nbsp;auft\u00fcrmte, machte der mit nur 35 Sonnenstunden (49 Stunden) ausgestattete November ein Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Deutscher Wetterdienst DWD, Fotos: Dietbert Arnold<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Milder und tr\u00fcber November mit sehr ergiebigen Niederschl\u00e4gen Offenbach, 29. November 2023&nbsp;\u2013 \u00dcberwiegend westliche Winde, zeitweilig auch in Sturmst\u00e4rke wehend, brachten nicht nur milde, sondern auch sehr feuchte Luftmassen nach Deutschland. Der November 2023 fiel damit praktisch ins Wasser. Mit der letzten Monatsdekade wurde dann der Winter eingel\u00e4utet. 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