{"id":1746,"date":"2023-06-30T18:34:40","date_gmt":"2023-06-30T16:34:40","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1746"},"modified":"2023-06-30T20:19:23","modified_gmt":"2023-06-30T18:19:23","slug":"beobachtungen-zum-klimawandel-deutschlandwetter-im-juni-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1746","title":{"rendered":"Beobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter im Juni 2023"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Sehr warmer und zweitsonnigster Juni mit regionalem Starkregen, aber auch Trockenheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_8691-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1748\" width=\"674\" height=\"898\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_8691-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_8691-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_8691-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_8691-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_8691-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 674px) 100vw, 674px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Hochsommer im Juni, leider keine Ferien<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der diesj\u00e4hrige Juni war der zweitsonnigste seit Beginn der&nbsp;<br>Aufzeichnungen. Zudem war es der 14. zu warme Junimonat in Folge. Die anhaltende Sommerhitze erreichte in der dritten Dekade des Monats ein dr\u00fcckend hei\u00dfes Niveau. Es folgten mit Schwerpunkt \u00fcber der n\u00f6rdlichen Mitte heftige Gewitter und Starkregenf\u00e4lle mit enormen Niederschlagsmengen (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dwd.de\/DE\/leistungen\/besondereereignisse\/niederschlag\/20230627_starkniederschlaege_tief-lambert.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1\" target=\"_blank\">klimatologische Einordnung<\/a>). Gleichzeitig versch\u00e4rfte sich die Trockenheit in bestimmten Gebieten, insbesondere im S\u00fcdwesten, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen seiner rund 2 000 Messstationen zusammenfasst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Au\u00dfergew\u00f6hnliche Juniw\u00e4rme im S\u00fcdwesten des Landes<\/strong><br>Das Temperaturmittel lag im Juni 2023 mit 18,5 Grad Celsius (\u00b0C) um 3,1 Grad \u00fcber dem Wert der international g\u00fcltigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und w\u00e4rmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung 2,1 Grad. Im S\u00fcdwesten war der Juni gegen\u00fcber 1961-1990 sogar mehr als 4 Grad zu warm. Aus dem Oberrheingraben wurden bis zu 29 Sommertage und lokal, wie in Wagh\u00e4usel-Kirrlach, sogar 13 hei\u00dfe Tage gemeldet. Den deutschlandweiten H\u00f6chstwert von 35,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;nannte aber Reit am Winkl in Oberbayern am 22. sein Eigen. Das bundesweite Monatsminimum lag hingegen im leichten Frostbereich und wurde am 3. in Sohland, S\u00fcdostsachsen, mit -0,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;festgehalten.<br><br><strong>Starkregen in der n\u00f6rdlichen Mitte versus extreme Trockenheit im S\u00fcdwesten und Norden<\/strong><br>Im Juni 2023 fielen mit rund 51 Litern pro Quadratmeter (l\/m\u00b2) nur knapp 60 Prozent des Niederschlags der Referenzperiode 1961 bis 1990 (85&nbsp;l\/m\u00b2). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (76&nbsp;l\/m\u00b2) erreichte die Menge nur um 70 Prozent des Solls. In der n\u00f6rdlichen Mitte, etwa von NRW bis Berlin, war vom Niederschlagsdefizit nichts zu sp\u00fcren. Vielmehr konzentrierten sich dort Gewitter und Starkregen mit regionalen Monatsmengen von \u00fcber 120&nbsp;l\/m\u00b2. Abseits der nassen Landstriche registrierte Bad Berneck im Fichtelgebirge w\u00e4hrend eines Unwetters am 22. mit 120,7&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;isoliert den h\u00f6chsten Tagesniederschlag. Im \u00e4u\u00dfersten Norden und allen voran in Rheinland-Pfalz und Saarland verst\u00e4rkte sich die Trockenheit hingegen massiv. Die Monatsmengen lagen dort bei teils unter 10&nbsp;l\/m\u00b2.<br><br><strong>Zweitsonnigster Juni seit Messbeginn mit neuen Rekordwerten im S\u00fcdwesten<\/strong><br>Mit knapp 305 Stunden \u00fcberragte die Sonnenscheindauer im Juni ihr Soll von 203 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um rund 50 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 betrug die positive Abweichung etwa 40 Prozent. Ergebnis: nach 2019 zweitsonnigster Juni! Im S\u00fcdwesten wurden sogar neue Rekordsonnenstunden beobachtet. Im Westen erreichte der Juni sein Soll bereits zur Monatsmitte.<br><br><strong>Das Wetter in den Bundesl\u00e4ndern im Juni 2023<\/strong><br>(In Klammern finden Sie die vielj\u00e4hrigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vielj\u00e4hrigen Werten erm\u00f6glicht eine Einsch\u00e4tzung des l\u00e4ngerfristigen Klimawandels)<br><br><strong>Baden-W\u00fcrttemberg:<\/strong>&nbsp;Der Juni war im S\u00fcdwesten mit 19,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(15,1&nbsp;\u00b0C) nach 2003 der zweitw\u00e4rmste seit Messbeginn. Im Oberrheingraben wurden an nahezu allen Junitagen \u2265 25&nbsp;\u00b0Cgemessen. Wagh\u00e4usel-Kirrlach z\u00e4hlte sogar 13 hei\u00dfe Tage (\u2265 30&nbsp;\u00b0C). Um mehr als die H\u00e4lfte zur\u00fcck blieb die Niederschlagsmenge mit 39&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(107&nbsp;l\/m\u00b2). Als zweitsonnigste Region meldete BaW\u00fc mit 340 Stunden (202 Stunden) sogar einen neuen Junirekord.<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"809\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_9274-809x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1749\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_9274-809x1024.jpeg 809w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_9274-237x300.jpeg 237w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_9274-768x973.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_9274-1213x1536.jpeg 1213w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_9274-1617x2048.jpeg 1617w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_9274-scaled.jpeg 2021w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Der erste Schnitt sollte in vielen L\u00e4ndern trocken eingefahren worden sein.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Bayern:<\/strong>&nbsp;Der Freistaat meldete mit 18,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(14,9&nbsp;\u00b0C) einen ungew\u00f6hnlich warmen Juni. Reit im Winkl, im oberbayerischen Landkreis Traunstein, verk\u00fcndete am 22. mit 35,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;die bundesweit h\u00f6chste Temperatur. In der tropisch-hei\u00dfen Luft entluden sich ab dem Nachmittag des 22. teils schwere Unwetter. Besonders betroffen waren Oberfranken und Oberbayern. Bad Berneck im Fichtelgebirge registrierte dabei 120,7&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;und markierte den bundesweit h\u00f6chsten Tagesniederschlag. In der Fl\u00e4che blieb es aber erheblich zu trocken. So wurden gerade einmal 49&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;und demnach keine 50 Prozent des Solls (112&nbsp;l\/m\u00b2) gemessen. Auf Rekordkurs befand sich mit 305 Stunden (200 Stunden) die Sonnenscheindauer. Bisher liegt nur der Juni 2019 mit 311 Stunden noch vor dem Juni 2023.<br><br><strong>Berlin:<\/strong>&nbsp;Nach dem au\u00dfergew\u00f6hnlich trockenen Mai brachte der 19,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(17,1&nbsp;\u00b0C) warme Juni in der zweiten Monatsh\u00e4lfte der Hauptstadt den langersehnten Niederschlag. Insbesondere ab dem Abend des 22. und am 23. wurden hohe Summen ermittelt. Berlin-Tempelhof beispielsweise meldete dabei in weniger als 20 Stunden fast 56&nbsp;l\/m\u00b2. Am 26. setzten weitere Starkregengewitter ganze Stra\u00dfen im Stadtgebiet unter Wasser. Am Ende summierte sich die Monatsmenge in der Spreemetropole auf rund 108&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(70&nbsp;l\/m\u00b2). Berlin rangierte damit auf Platz 1 der nassesten Regionen in Deutschland. Die Junisonne zeigte sich trotz allem mit 265 Stunden (226 Stunden) h\u00e4ufiger als \u00fcblich.<br><br><strong>Brandenburg:<\/strong>&nbsp;Nach dem zweittrockensten Mai und dem mehr als 700 Hektar gro\u00dfen Landschaftsbrand bei J\u00fcterbog kamen in der zweiten Junih\u00e4lfte endlich die Trockenheit d\u00e4mpfende Niederschl\u00e4ge. Allein der 22. und der 23. sorgten f\u00fcr reichlich Nass. Im Landkreis Potsdam-Mittelmark fielen innerhalb der 48 Stunden um 80&nbsp;l\/m\u00b2. Wollin, etwa 15&nbsp;km&nbsp;s\u00fcdwestlich von Brandenburg a. d. Havel, meldete 81,7&nbsp;l\/m\u00b2. Am 26. kam es zu weiteren Starkregenf\u00e4llen, sodass bis zum Monatsende in dem verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig nassen Bundesland ein Fl\u00e4chenniederschlag von rund 82&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(64&nbsp;l\/m\u00b2) bilanziert werden konnte. Auch standen zu warme 18,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;(16,5&nbsp;\u00b0C) und sonnige 260 Stunden (225 Stunden) Sonnenschein im Monatsabschluss. Trotzdem war Brandenburg knapp vor Sachsen das sonnenschein\u00e4rmste Bundesland.<br><br><strong>Bremen:<\/strong>&nbsp;Bremen meldete im Juni 2023 eine au\u00dfergew\u00f6hnlich sonnige und auch warme Witterung. 320 Stunden (204 Stunden) zeigte sich die Sonne, was auf einen neuen Junirekord hinweist. Dazu gab es 20 Sommertage und eine finale Gebietsmitteltemperatur von 18,6&nbsp;\u00b0C(15,5\u00b0C). Niederschl\u00e4ge, in Form von Starkregen, konzentrierten sich vor allem auf den 20. und 23. Beide Tage brachten nahezu den gesamten Monatsniederschlag mit 76&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(73&nbsp;l\/m\u00b2).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_9287-1-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1751\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_9287-1-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_9287-1-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_9287-1-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_9287-1-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_9287-1-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Gewitterwolken k\u00fcndigten teilweise Starkregenereignisse<\/em> <em>an<\/em><br><br><strong>Hamburg:<\/strong>&nbsp;Der Juni 2023 gestaltete sich in der Hansestadt sehr warm und sonnig. So lag die Mitteltemperatur bei 18,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(15,7&nbsp;\u00b0C) und die Sonnenscheindauer bei 310 Stunden (216 Stunden). Der Monatsniederschlag erreichte 75&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(70&nbsp;l\/m\u00b2), versammelte sich aber vor allem auf den 20. und 22. Juni.<br><br><strong>Hessen:<\/strong>&nbsp;Der erste Sommermonat erw\u00e4rmte Hessen in der Fl\u00e4che mit 19,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;(15,2&nbsp;\u00b0C). Es k\u00f6nnte der drittw\u00e4rmste Juni seit Messbeginn werden. In Frankfurt wurden an zehn Tagen sogar \u2265 30&nbsp;\u00b0C&nbsp;gemessen. Der 22. war der bis dato hei\u00dfeste Tag des Jahres mit H\u00f6chstwerten von bis zu 34&nbsp;\u00b0C&nbsp;in Mittel- und S\u00fcdhessen (Darmstadt). Unwetter beendeten die Hitze. Dabei zog eine Superzelle \u00fcber Kassel hinweg und sorgte f\u00fcr zahlreiche Sch\u00e4den und \u00dcberflutungen. Heftige Gewitter w\u00fcteten auch in den anderen Kreisen. Tornadoverdachtsf\u00e4lle wurden bisher nicht best\u00e4tigt. Vielmehr ist von sogenannten&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dwd.de\/DE\/wetter\/thema_des_tages\/2023\/6\/26.html\" target=\"_blank\">Downbursts<\/a>&nbsp;auszugehen. Au\u00dferhalb des Starkregens verst\u00e4rkte sich in S\u00fcdhessen die Trockenheit. Erschlafftes Laub und vertrocknete Wiesen zeichneten dort zunehmend das Landschaftsbild. In der Fl\u00e4che brachte der Juni 2023 mit 38&nbsp;l\/m\u00b2nicht einmal die H\u00e4lfte dessen, was zu erwarten w\u00e4re (80&nbsp;l\/m\u00b2). Ungew\u00f6hnlich oft schien die Junisonne mit 315 Stunden (192 Stunden), was auf einen neuen Junirekord hindeutet.<br><br><strong>Mecklenburg-Vorpommern:<\/strong>&nbsp;Im Juni setzte sich die vorangegangene extreme Maitrockenheit fort. Zwar brachte der Rosenmonat hier und da mal Starkregengewitter, in der Fl\u00e4che aber reichte es im Nordosten des Landes nur f\u00fcr magere 40&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(63&nbsp;l\/m\u00b2). Die Gebietsmitteltemperatur erreichte warme 17,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;(15,4&nbsp;\u00b0C) und die Sonnenscheindauer au\u00dfergew\u00f6hnliche 325 Stunden (236 Stunden).<br><br><strong>Niedersachsen:<\/strong>&nbsp;Der erste Sommermonat startete in Niedersachsen sehr warm. So wurde ein Mittel von 18,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(15,4&nbsp;\u00b0C) berechnet. Der 22. und der 23. waren die niederschlagsreichsten Tage. S\u00fcd\u00f6stlich von Hannover fiel extremer Starkregen mit Mengen \u00fcber 100&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;innerhalb 48 Stunden (z.B.&nbsp;Ottbergen mit 120,5&nbsp;l\/m\u00b2). Der Monatsniederschlag erreichte im zweitgr\u00f6\u00dften Bundesland unterdurchschnittliche 62&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(76&nbsp;l\/m\u00b2). Niederschlagsarm blieb es vor allem an der Nordsee mit teils unter 20&nbsp;l\/m\u00b2. Seltenheitswert hatte die Sonnenscheindauer mit fast 295 Stunden (200 Stunden). Nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen k\u00f6nnte es der sonnigste Juni seit Messbeginn werden.<br><br><strong>Nordrhein-Westfalen:<\/strong>&nbsp;2023 brachte NRW einen 19,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;(15,4&nbsp;\u00b0C) warmen Juni. Der Trend zeigt zum zweitw\u00e4rmsten Rosenmonat nach 2019. Mit 69&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(84&nbsp;l\/m\u00b2) war der Juniniederschlag in der Fl\u00e4che defizit\u00e4r, obwohl w\u00e4hrend einer Starkregenlage allein am 22. im Gebietsmittel etwa 45&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;fielen. Die H\u00f6chstmengen konzentrierten sich aber vom Niederrhein bis zum Sauerland. Die Station Sassendorf, Bad-Beusingsen im Kreis Soest, meldete sogar eine Tagessumme von 102,9&nbsp;l\/m\u00b2. Mit fast 300 Stunden (184 Stunden) schien die Junisonne au\u00dfergew\u00f6hnlich oft. Ob es sich hierbei um einen neuen Rekord handelt, bleibt abzuwarten.<br><br><strong>Rheinland-Pfalz:<\/strong>&nbsp;Mit 19,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;war der Juni 2023 gegen\u00fcber 1961 bis 1990 (15,3&nbsp;\u00b0C) au\u00dfergew\u00f6hnlich warm. Nach vorl\u00e4ufigen Prognosen liegt er sogar auf Platz 2 nach 2003. Mit einer sehr geringen Niederschlagsmenge von 30&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(76&nbsp;l\/m\u00b2) war es der trockenste Juni seit voraussichtlich 1993. In Sachen Sonnenscheindauer liegt sogar ein neuer Rekord vor. Erstmals brachte der sechste Monat des Jahres 330 Sonnenstunden (192 Stunden) hervor. RP war im ersten Sommermonat die zweitw\u00e4rmste sowie eine vergleichsweise trockene und sonnige Region.<br><br><strong>Saarland:<\/strong>&nbsp;Im Saarland brachte der Juni mit 20,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Abweichung von fast 5 Grad vom Mittel (15,6&nbsp;\u00b0C), was nach 2003 den zweitw\u00e4rmsten Juni seit Messbeginn bedeuten w\u00fcrde. Erstaunlich gering fiel die Niederschlagsausbeute aus. 17&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;waren es final, was nur rund ein F\u00fcnftel des Klimasolls von 80&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;repr\u00e4sentiert. Ein Blick in die Aufzeichnungen offenbart auch hier einen Extremwert. Mit 340 Rekordstunden schien die Junisonne fast 65 Prozent h\u00e4ufiger gegen\u00fcber dem Klimawert (204 Stunden). Unter dem Strich war das kleinste Fl\u00e4chenland im ersten Sommermonat die w\u00e4rmste, sonnigste und zweittrockenste Region in Deutschland.<br><br><strong>Sachsen:<\/strong>&nbsp;Das zweitk\u00fchlste Bundesland im Juni war Sachsen mit 17,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(15,6&nbsp;\u00b0C). Sohland an der Spree verk\u00fcndete am 3. mit leicht frostigen -0,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;sogar das bundesweite absolute Minimum. Der Fl\u00e4chenniederschlag summierte sich auf 76&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(76&nbsp;l\/m\u00b2). Carlsfeld im Erzgebirge meldete einen isolierten Extremwert von \u00fcber 150&nbsp;l\/m\u00b2. Ein Drittel h\u00e4ufiger als im Mittel (201 Stunden) schien die Sonne mit 265 Stunden. Mit diesem Wert befand sich Sachsen auf Platz 2 der sonnenschein\u00e4rmsten Gebiete.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_3430-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1752\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_3430-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_3430-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_3430-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_3430-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_3430-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Besonders im Osten und im Norden  sind die Weiden schon gelb und verstroht<br><br><strong>Sachsen-Anhalt:<\/strong>&nbsp;Nach dem trockensten Mai seit Messbeginn fielen im 18,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(16,1&nbsp;\u00b0C) warmen Juni 2023 nasse 88&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(63&nbsp;l\/m\u00b2). Vom Harz \u00fcber die Magdeburger B\u00f6rde bis in die s\u00fcdliche Altmark wurden sogar \u00fcber 100&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;gemessen. Der L\u00f6wenanteil ging dabei am 22. und 23. nieder. In Gr\u00f6ningen, Landkreis B\u00f6rde, fielen innerhalb dieser 48 Stunden 108,1 Liter Regen pro Quadratmeter (Stationsrekord). Am Ende erhielt Sachsen-Anhalt knapp hinter Berlin den Zuschlag als zweitniederschlagsreichstes Bundesland. Die Sonne schien mit 265 Stunden (205 Stunden) etwa ein Drittel h\u00e4ufiger.<br><br><strong>Schleswig-Holstein:<\/strong>&nbsp;Im \u00e4u\u00dfersten Norden war der erste Sommermonat au\u00dfergew\u00f6hnlich trocken. Mit knapp 17&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;fielen im vergleichsweisen trockensten Bundesland nur 25 Prozent des Solls (69&nbsp;l\/m\u00b2). Gebietsweise erreichten die Monatsmengen nicht mehr als 10&nbsp;l\/m\u00b2. Auch in puncto Sonnenscheindauer war der Juni exotisch. So wurden fast 315 Stunden erfasst, ein Plus von 40 Prozent gegen\u00fcber dem Sollwert von 225 Stunden. Die Gebietsmitteltemperatur lag mit 17,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(15,0&nbsp;\u00b0C.) ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau. Dennoch war Schleswig-Holstein das k\u00fchlste Bundesland.<br><br><strong>Th\u00fcringen:<\/strong>&nbsp;Hier brachte der Juni warme 17,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(14,9&nbsp;\u00b0C) und einen Fl\u00e4chenniederschlag von 55&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(78&nbsp;l\/m\u00b2). Die Sonne kam in den letzten 30 Tagen mit rund 285 Stunden (194 Stunden) um 45 Prozent \u00f6fter zum Vorschein. Damit war der Juni 2023 einer der sonnigsten in Th\u00fcringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Deutscher Wetterdienst DWD<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr warmer und zweitsonnigster Juni mit regionalem Starkregen, aber auch Trockenheit Hochsommer im Juni, leider keine Ferien Der diesj\u00e4hrige Juni war der zweitsonnigste seit Beginn der&nbsp;Aufzeichnungen. Zudem war es der 14. zu warme Junimonat in Folge. Die anhaltende Sommerhitze erreichte in der dritten Dekade des Monats ein dr\u00fcckend hei\u00dfes Niveau. Es folgten mit Schwerpunkt \u00fcber &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1746\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eBeobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter im Juni 2023\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[115],"tags":[7,712],"class_list":["post-1746","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-beobachtungen-zum-klimawandel","tag-beobachtungen-zum-klimawandel","tag-deutschlandwetter-im-juni-2023"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1746","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1746"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1746\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1754,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1746\/revisions\/1754"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1746"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1746"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1746"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}