{"id":1685,"date":"2023-04-29T14:09:19","date_gmt":"2023-04-29T12:09:19","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1685"},"modified":"2023-05-30T21:22:50","modified_gmt":"2023-05-30T19:22:50","slug":"beobachtungen-zum-klimawandel-deutschlandwetter-im-april-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1685","title":{"rendered":"Beobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter im April 2023"},"content":{"rendered":"\n<p>Ziemlich nass, erstmals seit 15 Jahren<\/p>\n\n\n\n<p><em>Offenbach, 28. April 2023<\/em>&nbsp;\u2013 Der April 2023 fiel in Deutschland, so die vorl\u00e4ufige Wetterbilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD), recht durchschnittlich aus. Der Ostermonat war verglichen mit den vielj\u00e4hrigen Mittelwerten etwas zu feucht und recht typisch bei Temperatur und Sonnenscheindauer. Ein Blick ins Klimaarchiv des nationalen Wetterdienstes sorgt dann aber doch f\u00fcr eine \u00dcberraschung: \u201eErstmals seit 15 Jahren war ein April in Deutschland wieder zu nass,\u201c betont&nbsp;DWD-Sprecher Uwe Kirsche. Dank der \u00fcberdurchschnittlichen Niederschl\u00e4ge der vergangenen Monate f\u00e4rbte sich die Vegetation allm\u00e4hlich kr\u00e4ftig gr\u00fcn ein. Am Himmel gab es im April ein seltenes Farbenspiel zu bestaunen: In der Nacht zum 24. konnten bis zur Landesmitte intensive Polarlichter beobachtet werden. Das meldet der&nbsp;DWD&nbsp;nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3104-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1686\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3104-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3104-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3104-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3104-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3104-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Milder Norden verfehlt ersten Sommertag des Jahres nur knapp<\/strong><br>Das Temperaturmittel entsprach im April 2023 mit 7,5 Grad Celsius (\u00b0C) nahezu dem Wert der international g\u00fcltigen Referenzperiode 1961 bis 1990 von 7,4&nbsp;\u00b0C. Im Vergleich zur aktuellen und w\u00e4rmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 ergab sich eine Abweichung von minus 1,5 Grad. Aufs und Abs formten die Temperaturkurve im zweiten Fr\u00fchlingsmonat. K\u00fchle Phasen bestimmten zeitweise die erste und letzte Aprilwoche \u2013 mit eisigen N\u00e4chten zum Monatsbeginn. Carlsfeld im Erzgebirge hatte am 5. mit -8,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;den deutschlandweiten Tiefstwert auf dem Zettel. Vom 21. bis 23. wurde es auch mal warm. Den Temperaturgipfel meldeten Nienburg in Niedersachsen und Jena in Th\u00fcringen am 22. mit jeweils 24,6&nbsp;\u00b0C. Damit wurde im April in Deutschland erstmals seit 2008 kein einziger Sommertag mit mehr als 25&nbsp;\u00b0Cbeobachtet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3109-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1688\" width=\"674\" height=\"898\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3109-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3109-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3109-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3109-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3109-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 674px) 100vw, 674px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Nasser S\u00fcden mit teils schweren Gewittern, Richtung Ostsee sehr trocken<\/strong><br>Im April fielen nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen des&nbsp;DWD&nbsp;mindestens 64 Litern pro Quadratmeter (l\/m\u00b2). Das w\u00e4ren gut 10 Prozent mehr Niederschlag als in der Referenzperiode 1961 &#8211; 1990 (58&nbsp;l\/m\u00b2). Im Vergleich zu 1991 &#8211; 2020 (45&nbsp;l\/m\u00b2) erreichte die Menge sogar ein Plus von \u00fcber 40 Prozent. Der Monatsstart und die Monatsmitte brachten reichlich Niederschl\u00e4ge. In der S\u00fcdh\u00e4lfte erfassten die Stationen an mindestens jedem zweiten Apriltag Niederschlag. Am Abend des 23. tobten in Bayern blitzintensive Gewitter. An den Alpen gab es die h\u00f6chsten Monatsmengen (&gt; 200&nbsp;l\/m\u00b2), an der Ostsee blieb es mit teils unter 20&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;sehr trocken. Unter dem Strich konnte der&nbsp;DWD&nbsp;landesweit eine weitere Erholung der Bodenfeuchte feststellen. Bis zum 24. lag sie im Vergleich zum Mittel des Zeitraums 1991-2020 in Teilen des Berglands und von der Ostsee bis in die n\u00f6rdliche Mitte im Bereich der jahreszeitlichen Durchschnittswerte, ansonsten verbreitet dar\u00fcber. Dazu der&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dwd.de\/DE\/leistungen\/bofeu_guidance\/bf_guidance_pdf-dummy.pdf?view=nasPublication&amp;nn=16102\" target=\"_blank\">aktuelle&nbsp;DWD-Bericht<\/a>&nbsp;vom 24.4.2023.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sonniges K\u00fcstenumfeld, in den \u00f6stlichen Mittelgebirgen und an den Alpen wolkiger<\/strong><br>Mit etwa 150 Stunden verpasste die Sonne im April ihren Sollwert von 154 Stunden (Periode 1961 bis 1990) nur geringf\u00fcgig. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (183 Stunden) war das Minus von etwa einem F\u00fcnftel deutlicher. Das K\u00fcstenumfeld erlebte \u00fcber 200 Sonnenstunden. In den \u00f6stlichen Mittelgebirgen und an den Alpen halbierte sich die dort typische Anzahl.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_3134-1-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1731\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_3134-1-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_3134-1-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_3134-1-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_3134-1-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_3134-1-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Das Wetter in den Bundesl\u00e4ndern im April 2023<\/strong><br>(In Klammern finden Sie die vielj\u00e4hrigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vielj\u00e4hrigen Werten erm\u00f6glicht eine Einsch\u00e4tzung des l\u00e4ngerfristigen Klimawandels)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Baden-W\u00fcrttemberg:<\/strong>&nbsp;Der sonst vergleichsweise sehr milde S\u00fcdwesten lag im April 2023 mit 7,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(7,4&nbsp;\u00b0C) im Mittelfeld. Daf\u00fcr war das Bundesland nach vorl\u00e4ufigen&nbsp;DWD-Absch\u00e4tzungen mit mindestens 80&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(78&nbsp;l\/m\u00b2) Fl\u00e4chenniederschlag eine der nassesten Regionen. Das Allg\u00e4u und der Schwarzwald erreichten Mengen \u00fcber 160&nbsp;l\/m\u00b2. Mit 130 Sonnenstunden (151 Stunden) war Baden-W\u00fcrttemberg ein vergleichsweise tr\u00fcbes Gebiet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bayern:<\/strong>&nbsp;Auch Bayern d\u00fcrfte mit mindestens 82&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(70&nbsp;l\/m\u00b2) zu den nassesten Bundesl\u00e4ndern geh\u00f6ren. Die Alpenstationen registrieren \u00f6rtlich \u00fcber 200&nbsp;l\/m\u00b2. Die Sonnenscheindauer lag bei rund 125 Stunden (154 Stunden). An den Alpen kam die Sonne sogar nur etwa 100 Stunden zum Vorschein. Die Apriltemperatur lag mit 7,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;(7,0&nbsp;\u00b0C) in der Norm. Am sp\u00e4ten Abend des 23. zogen teils schwere Gewitter \u00fcber den Freistaat hinweg. Es kam zu mehreren Blitzeinschl\u00e4gen. In Muhr am See, Kreis Wei\u00dfenburg-Gunzenhausen, erlitten dabei drei Personen Verletzungen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3115-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1690\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3115-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3115-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3115-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3115-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_3115-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Berlin:<\/strong>&nbsp;In der Hauptstadt fiel der April 2023 recht typisch aus. Gr\u00f6\u00dfere Niederschlagsmengen fielen in der Monatsmitte. Am Ende standen in der Monatsbilanz 8,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(8,4&nbsp;\u00b0C), 48&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(40&nbsp;l\/m\u00b2) und 145 Sonnenstunden (161 Stunden). Berlin sicherte sich den Platz als zweitw\u00e4rmste Region.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Brandenburg:<\/strong>&nbsp;Mit 7,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;(7,8&nbsp;\u00b0C) und 51&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(41&nbsp;l\/m\u00b2) war der zweite meteorologische Fr\u00fchlingsmonat in Brandenburg fast 25 Prozent nasser als \u00fcblich. Die Sonne zeigt sich mit 140 Stunden (163 Stunden) selten. Am 24. flackerten intensive Polarlichter am Himmel.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bremen:<\/strong>&nbsp;Bremen thronte mit dem Saarland im April 2023 auf Platz 1 der w\u00e4rmsten Regionen. Der&nbsp;DWD&nbsp;ermittelte milde 8,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(7,6&nbsp;\u00b0C). Die Sonnenscheindauer erreichte mit 185 Stunden ein Plus von knapp 20 Prozent im Vergleich zum vielj\u00e4hrigen Mittel (155 Stunden). Dazwischen wurden in den Witterungsverlauf gut 55&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(48&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag eingebaut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hamburg:<\/strong>&nbsp;Der 8,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;(7,5&nbsp;\u00b0C) milde Ostermonat brachte der Hafenmetropole satte 180 Stunden (156 Stunden) Sonnenschein. Damit befand sich Hamburg auf der Fr\u00fchlings- und Sonnenseite der Republik. Unterdurchschnittlich war der Niederschlag mit 43&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(50&nbsp;l\/m\u00b2).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hessen:<\/strong>&nbsp;Am ersten Aprilwochenende f\u00fchrten noch viele Fl\u00fcsse und B\u00e4che in Hessen die M\u00e4rzregenf\u00e4lle und den Dauerregen vom Aprilstart als Hochwasserwellen stromabw\u00e4rts. Auch anschlie\u00dfend gab es immer wieder Niederschl\u00e4ge, so dass insgesamt im Fl\u00e4chenmittel 64&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(59&nbsp;l\/m\u00b2) kalkuliert werden k\u00f6nnen. Am Spessart, Westerwald und im Vogelsberg wurde die 100&nbsp;l\/m\u00b2-Schwelle \u00fcbertroffen. Die Monatstemperatur erreichte ein Mittel von 7,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(7,5&nbsp;\u00b0C) und die Sonnenscheindauer 143 Stunden (152 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_3140-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1727\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_3140-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_3140-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_3140-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_3140-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_3140-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Mecklenburg-Vorpommern:<\/strong>&nbsp;Unter \u00fcberwiegendem Hochdruckeinfluss verlor der Nordosten im Vergleich zu den anderen Bundesl\u00e4ndern als trockenste Region deutlich den Anschluss. So fiel mit mageren 29&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;etwa ein Drittel weniger Niederschlag als im vielj\u00e4hrigen Mittel (42&nbsp;l\/m\u00b2). Direkt an der K\u00fcste war das Defizit mit teils unter 20&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;noch h\u00f6her. Daf\u00fcr schien die Sonne 180 Stunden (167 Stunden). In der Nacht zum 24. gab es wieder einmal Polarlichter zu bestaunen. Die Mitteltemperatur ergab bis zum Monatsende einen Wert von 7,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;(6,7&nbsp;\u00b0C).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Niedersachsen:<\/strong>&nbsp;In Niedersachsen brachte der Ostermonat 8,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;(7,5&nbsp;\u00b0C) und am 22. stellenweise fr\u00fchsommerliche W\u00e4rme. Nienburg an der Weser, zwischen Hannover und Bremen, meldete 24,6&nbsp;\u00b0C. Es war die bundesweit h\u00f6chste Temperatur, die aber auch von Jena in Th\u00fcringen festgehalten wurde. Die Niederschlagsmenge lag nach vorl\u00e4ufigen&nbsp;DWD-Absch\u00e4tzungen im zweitgr\u00f6\u00dften Fl\u00e4chenland bei 48&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(52&nbsp;l\/m\u00b2). Die Sonne schien im Mittel mit 170 Stunden (151 Stunden. An der K\u00fcste wurden streckenweise \u00fcber 200 Stunden gez\u00e4hlt. In der Nacht zum 24. erm\u00f6glichten Polarlichter vielerorts eine seltene Lichtershow.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nordrhein-Westfalen:<\/strong>&nbsp;Hier ging der April mit einer Gebietsmitteltemperatur von 8,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;(7,9&nbsp;\u00b0C) und einem Fl\u00e4chenniederschlag von 69&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(62&nbsp;l\/m\u00b2) zu Ende. Das Bergische Land erfasste sogar \u00fcber 100&nbsp;l\/m\u00b2. Die Sonnenscheindauer tangierte mit 150 Stunden (148 Stunden) ihren Sollwert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rheinland-Pfalz:<\/strong>&nbsp;In Rheinland-Pfalz setzte der April 2023 mit 8,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;(7,8&nbsp;\u00b0C), 61&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(57&nbsp;l\/m\u00b2) und 150 Stunden (151 Stunden) sein typisches Gesicht auf. Schlagzeilen machten allenfalls die flackernden Polarlichter in der Nacht zum 24.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Saarland:<\/strong>&nbsp;Mit 8,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(8,2&nbsp;\u00b0C) positionierte sich das Saarland mit Bremen als w\u00e4rmste Region. In der Fl\u00e4che fielen 67 (64&nbsp;l\/m\u00b2) und die Sonne schien im April fast 150 Stunden (155 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen:<\/strong>&nbsp;Mit 6,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(7,3&nbsp;\u00b0C) war Sachsen neben Th\u00fcringen die k\u00fchlste Region. In Carlsfeld im Erzgebirge wurde am 5. mit -8,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;sogar der deutschlandweite Tiefstwert gemessen. Mit 120 Stunden (150 Stunden) ordnete der&nbsp;DWD&nbsp;den Freistaat auch als sonnenschein\u00e4rmstes Bundesland ein. Im Erzgebirge kam sie teilweise sogar nur 100 Stunden zum Vorschein. Die Niederschlagsmenge von 56&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;lag nahe beim Sollwert von 57&nbsp;l\/m\u00b2.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen-Anhalt:<\/strong>&nbsp;F\u00fcr Sachsen-Anhalt lie\u00dfen sich f\u00fcr den April 2023 folgende meteorologische Gebietsmittelwerte res\u00fcmieren: 7,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;(7,8&nbsp;\u00b0C), 52&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(43&nbsp;l\/m\u00b2) und 150 Stunden (152 Stunden). W\u00e4hrend der recht unspektakul\u00e4ren Witterung konnten zumindest in der Nacht zum 24. imposante Polarlichter Aufsehen erregen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schleswig-Holstein:<\/strong>&nbsp;Schleswig-Holstein strahlte im April 2023 als sonnigste Region. Das Gebietsmittel betrug 205 Stunden (164 Stunden). Hell wurde es gebietsweise auch in der Nacht zum 24., als Polarlichter den Himmel erleuchteten. Die meist sehr milde Witterung hatte zum Monatsende eine Mitteltemperatur von 7,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(6,6&nbsp;\u00b0C) zur Folge. Ausgeglichen war dagegen die Niederschlagssumme mit 48&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(49&nbsp;l\/m\u00b2).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Th\u00fcringen:<\/strong>&nbsp;Th\u00fcringen war mit Sachsen die k\u00fchlste Region in Deutschland. In der Schlussrechnung standen 6,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(6,8&nbsp;\u00b0C). Im Lee des Th\u00fcringer Waldes konnte Jena (Sternwarte) am 22. mit 24,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;die h\u00f6chste Temperatur im diesj\u00e4hrigen Ostermonat verk\u00fcnden, teilte diesen Spitzenplatz aber mit Nienburg in Niedersachsen. Der Fl\u00e4chenniederschlag erreichte 61&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(58&nbsp;l\/m\u00b2). Im Th\u00fcringer Wald fielen \u00fcber 100&nbsp;l\/m\u00b2. Die Aprilsonne schien 130 Stunden (147 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: DWD Deutscher Wetterdienst, Fotos privat<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ziemlich nass, erstmals seit 15 Jahren Offenbach, 28. April 2023&nbsp;\u2013 Der April 2023 fiel in Deutschland, so die vorl\u00e4ufige Wetterbilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD), recht durchschnittlich aus. Der Ostermonat war verglichen mit den vielj\u00e4hrigen Mittelwerten etwas zu feucht und recht typisch bei Temperatur und Sonnenscheindauer. 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