{"id":168,"date":"2020-08-23T17:54:48","date_gmt":"2020-08-23T15:54:48","guid":{"rendered":"http:\/\/pferdegruenland.de\/?p=168"},"modified":"2020-08-23T19:40:53","modified_gmt":"2020-08-23T17:40:53","slug":"folgen-des-klimawandels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=168","title":{"rendered":"Folgen des Klimawandels"},"content":{"rendered":"\n<p>Diese Grafik des Umweltbundministeriums und des Umweltbundesamtes erschien am 26.11.2019 anl\u00e4\u00dflich des Zweiten Monitoringberichtes der Bundesregierung. Die Situation 2020 ist hier noch nicht eingearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Folgen der globalen Erderw\u00e4rmung werden in Deutschland sp\u00fcrbarer und lassen sich immer besser belegen.<\/h2>\n\n\n\n<p>Das zeigt der zweite Monitoringbericht der Bundesregierung, der heute vom Bundesumweltministerium (BMU) und dem Umweltbundesamt (UBA) in Berlin vorgelegt wurde. Demnach hat sich die mittlere Lufttemperatur in Deutschland von 1881 bis 2018 um 1,5 Grad erh\u00f6ht. Allein in den letzten f\u00fcnf Jahren stieg diese um 0,3 Grad an. Dadurch kommt es unter anderem zu mehr Gesundheitsrisiken durch die Hitzebelastung, einem Anstieg der mittleren Oberfl\u00e4chentemperatur der Nordsee sowie zu st\u00e4rkeren Ertragsschwankungen in der Landwirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"906\" height=\"638\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Folgen-Klimawandel2019-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-170\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Folgen-Klimawandel2019-1.png 906w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Folgen-Klimawandel2019-1-300x211.png 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Folgen-Klimawandel2019-1-768x541.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8222;Die Botschaft des Monitoringberichts lautet: Die Zukunft hat uns bereits erreicht. Deutschland steckt mittendrin in der Erderhitzung, mit weitreichenden Folgen f\u00fcr Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit. Es muss dringend vorgesorgt werden, um diesen Folgen zu begegnen. Das&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/service\/glossar\/m?tag=Monitoring#alphabar\">Monitoring<\/a>&nbsp;muss weiter verbessert werden und Klimawandelfolgen auf der einen und staatliche Investitionen auf der anderen Seite komplett erfassen. Denkbar ist hier zum Beispiel ein von Bund und L\u00e4ndern getragenes und finanziertes Sonderprogramm Klimavorsorge&#8220;, sagt&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/service\/glossar\/u?tag=UBA#alphabar\">Umweltbundesamt<\/a>-Pr\u00e4sidentin Maria Krautzberger.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erh\u00f6hung der mittleren Temperatur ist auch mit einer h\u00f6heren Anzahl &#8222;Hei\u00dfer Tage&#8220; verbunden \u2013 dies sind Tage, an denen die Temperaturen \u00fcber 30\u00b0C steigen. Diese ist seit 1951 von etwa drei auf derzeit etwa 20 Tage pro Jahr gestiegen. Das setzt auch den Menschen zu, vor allem in den St\u00e4dten. Erstmals enth\u00e4lt der Monitoringbericht 2019 bundesweite Aussagen zu hitzebedingten Todesf\u00e4llen: Demnach sind im Jahr 2003 7.500 Menschen mehr gestorben als ohne Hitzeperiode zu erwarten gewesen w\u00e4re. In den Jahren 2006 und 2015 gab es jeweils 6.000 zus\u00e4tzliche Todesf\u00e4lle.<\/p>\n\n\n\n<p>Stichwort Wasserverf\u00fcgbarkeit: In den letzten zehn Jahren gab es immer h\u00e4ufiger niedrige Grundwasserst\u00e4nde, die in einigen Gemeinden bereits zu Problemen mit der Trinkwasserversorgung f\u00fchrten. Zunehmende Trockenheit und h\u00e4ufiger werdende Niedrigwasserst\u00e4nde in Fl\u00fcssen beeintr\u00e4chtigen die \u00d6kosysteme, f\u00fchren zu eingeschr\u00e4nkter Schifffahrt und gef\u00e4hrden die Versorgung von Kraftwerken und Industrie mit K\u00fchlwasser.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Land- und Fortwirtschaft sind betroffen: So hat in den letzten 50 Jahren das verf\u00fcgbare Wasser in landwirtschaftlich genutzten B\u00f6den deutlich abgenommen. Im Jahr 2018 verursachten Hitze und Trockenheit in der Landwirtschaft Sch\u00e4den in H\u00f6he von 700 Millionen Euro. Jahres- und Vegetationszeiten verschieben sich \u2013 so stieg die Dauer der&nbsp;<a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/service\/glossar\/v?tag=Vegetationsperiode#alphabar\" rel=\"noreferrer noopener\">Vegetationsperiode<\/a>&nbsp;von 222 Tagen (1951-1981) auf 232 Tage (1988-2017). Tier- und Pflanzenarten aus w\u00e4rmeren Erdregionen breiten sich aus, darunter zum Beispiel die Sardine oder die Sardelle in der Nordsee oder die Asiatische Tigerm\u00fccke an Land. Diese kann bislang in Deutschland nicht auftretende Krankheiten wie Chikungaya- oder Dengue-Fieber verbreiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Folgen der Erderw\u00e4rmung treffen auch die Wirtschaft, denn diese ist abh\u00e4ngig von funktionierenden Stra\u00dfen, H\u00e4fen oder Wasserwegen. Diese Infrastrukturen werden vor allem durch extreme Wetterereignisse wie St\u00fcrme und Starkregen gesch\u00e4digt. Im Jahr 2018 entstanden so zum Beispiel an H\u00e4usern, Kraftfahrzeugen, Hausrat, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft Versicherungssch\u00e4den in H\u00f6he von etwa 3,1 Milliarden Euro. Laut Versicherungswirtschaft geh\u00f6rte 2018 zu den vier schwersten Sturmjahren der letzten 20 Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p>(Text: Umweltbundesamt zum Zweiten Monitoringbericht November 2019)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Grafik des Umweltbundministeriums und des Umweltbundesamtes erschien am 26.11.2019 anl\u00e4\u00dflich des Zweiten Monitoringberichtes der Bundesregierung. Die Situation 2020 ist hier noch nicht eingearbeitet. Die Folgen der globalen Erderw\u00e4rmung werden in Deutschland sp\u00fcrbarer und lassen sich immer besser belegen. 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