{"id":1585,"date":"2022-12-31T12:44:37","date_gmt":"2022-12-31T11:44:37","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1585"},"modified":"2023-05-30T21:25:32","modified_gmt":"2023-05-30T19:25:32","slug":"beobachtungen-zum-klimawandel-deutschlandwetter-im-dezember-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1585","title":{"rendered":"Beobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter im Dezember 2022"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weihnachtsmonat unter dem Strich recht ausgeglichen, aber mit Temperaturextremen<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_2783-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1586\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_2783-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_2783-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_2783-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_2783-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_2783-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Weihnachtswetter gab es schon vor Weihnachten<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Offenbach, 30. Dezember 2022<\/em>&nbsp;\u2013 Die ersten kalten Dezemberwochen mit einem eisigen Tiefpunkt in der zweiten Dekade machten vor allem in Teilen des Ostens von Deutschland sowie im Bergland Hoffnung auf eine wei\u00dfe Weihnacht. Doch das Wetter sorgte ab dem 19. Dezember f\u00fcr eine Kehrtwende um 180 Grad: Was mit Glatteisregen begonnen hatte, endete landesweit mit sehr milden Temperaturen sowie Tauwetter. Sowohl an Weihnachten als auch zum Jahreswechsel kam ein Gef\u00fchl von Fr\u00fchling auf. So fiel der letzte Monat im Jahr 2022 bei ziemlich ausgewogener Niederschlagsmenge und Sonnenscheindauer etwas zu warm aus. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eisige Adventszeit, sehr milde Weihnachten und Rekordtemperaturen zur Jahreswende<\/strong><br>Die erst viel zu kalte und dann teils rekordwarme Witterung f\u00fchrte im Dezember 2022 zu einem Temperaturdurchschnitt von etwa 1,8 Grad Celsius (\u00b0C). Der Monat lag damit etwa ein Grad \u00fcber dem Wert der international g\u00fcltigen Referenzperiode 1961 bis 1990 und erreichte genau das Mittel der aktuellen und w\u00e4rmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020. Dass diese \u201eTemperaturgl\u00e4ttung\u201c, also das Monatsmittel, jedoch extreme Spitzen in sich birgt, zeigen folgende Messwerte: Heinersreuth-Vollhof, Landkreis Bayreuth, erreichte am 18. mit -19,3&nbsp;\u00b0Cden deutschlandweit tiefsten Wert. An Silvester hingegen werden mutige Exoten das Sektglas in kurzer Hose bei 20&nbsp;\u00b0C&nbsp;und mehr im Oberrheingraben tags\u00fcber heben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zun\u00e4chst Schnee im Nordosten und Bergland, dann regenreiches letztes Dezemberdrittel<\/strong><br>Im Weihnachtsmonat fielen rund 65 Litern pro Quadratmeter (l\/m\u00b2). Das lag nur etwa zehn Prozent unter dem Niederschlagsmittel der Referenzperioden 1961 bis 1990 (70&nbsp;l\/m\u00b2) und 1991 bis 2020 (71&nbsp;l\/m\u00b2). In den ersten beiden Dekaden zauberte der Dezember vor allem in den \u00f6stlichen Mittelgebirgen sowie in Teilen des Ostens und Nordens beeindruckende Winterlandschaften. Ab dem 19. wurde dieser Zauber jedoch nach und nach beendet. Glatteisregen l\u00e4utete Milderung und eine regenreiche Phase ein, in der die Station Sankt Blaisen-Menzenschwand im Hochschwarzwald am 23. mit 63&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;den maximalen Tagesniederschlag meldete. Im Schwarzwald waren auch mit \u00fcber 200&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;die h\u00f6chsten Monatssummen zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausgewogene Sonnenscheindauer<\/strong><br>Mit etwa 39 Stunden war die Sonnenscheindauer im Dezember ziemlich typisch. Vergleich: 38 Stunden (Periode 1961 bis 1990) und 42 Stunden (Periode 1991 bis 2020). Am hellsten war es im S\u00fcden und S\u00fcdwesten mit teils \u00fcber 50 Stunden. Nach Nordosten hin verringerte sich die Belichtungsdauer um mehr als die H\u00e4lfte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Wetter in den Bundesl\u00e4ndern im Dezember 2022<\/strong><br>(In Klammern finden Sie die vielj\u00e4hrigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vielj\u00e4hrigen Werten erm\u00f6glicht eine Einsch\u00e4tzung des l\u00e4ngerfristigen Klimawandels)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Baden-W\u00fcrttemberg:<\/strong>&nbsp;Die winterliche Witterung der ersten beiden Dezemberdekaden endete mit fr\u00fchlingshafter Luft, die an den Weihnachtsfeiertagen bei lokal \u00fcber 16&nbsp;\u00b0C&nbsp;gipfelte. Bis zum Jahreswechsel kam sogar noch eine Schippe Warmluft oben drauf, so dass die Temperaturen an Silvester im Oberrheingraben auf 20&nbsp;\u00b0C&nbsp;und mehr klettern. Im Mittel erreichte die Dezembertemperatur 2,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,3&nbsp;\u00b0C). Mit der Milderung kam auch ordentlich Regen auf. Besonders im Stau des Schwarzwaldes, wo sich die Monatsmengen auf \u00fcber 200&nbsp;l\/m\u00b2summierten. In der Fl\u00e4che brachte der Weihnachtsmonat Baden-W\u00fcrttemberg 70&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(82&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag. Die Sonne schien 45 Stunden (45 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bayern:<\/strong>&nbsp;Die Frostlage in der zweiten Dezemberdekade erreichte am 18. mit Werten von -19&nbsp;\u00b0Cihren Tiefpunkt. Nationaler Spitzenreiter wurde Heinersreuth-Vollhof im Landkreis Bayreuth mit -19,3&nbsp;\u00b0C. Dieselbe Station registrierte am 23. einen Tagesh\u00f6chstwert von 11,3\u00b0C (Temperaturanstieg: 30,6 Grad). Ein solcher Luftmassenwechsel geht nicht st\u00f6rungsfrei vonstatten. So sorgte Glatteisregen im \u00dcbergang f\u00fcr gef\u00e4hrliche Zust\u00e4nde. Anschlie\u00dfendes Tauwetter mit Regenf\u00e4llen f\u00fchrte besonders in Teilen Ober- und Unterfrankens zu Hochwasser. Silvester k\u00f6nnte bei gebietsweisen Rekorden von \u00fcber 18&nbsp;\u00b0C&nbsp;gefeiert werden. Zusammenfassend hatte der letzte Monat des Jahres 2022 ein Temperaturmittel von 1,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(-0,6&nbsp;\u00b0C), eine Niederschlagsmenge von rund 63&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(76&nbsp;l\/m\u00b2) und eine Sonnenscheindauer von 47 Stunden (47 Stunden). Der Freistaat war damit das sonnigste Bundesland.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berlin:<\/strong>&nbsp;In Berlin zeigte das Thermometer im Mittel 1,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,2&nbsp;\u00b0C) und vom 9. bis 18. sogar Dauerfrost. N\u00e4chtliche Fr\u00f6ste erreichten bis zu -11&nbsp;\u00b0C. An Weihnachten kletterten die H\u00f6chstwerte bereits wieder auf 9&nbsp;\u00b0C&nbsp;und der Jahreswechsel wird fr\u00fchlingshaft mild. Ein daf\u00fcr notweniger Luftmassenwechsel erfolgt nicht immer risikofrei. Glatteisregen sorgte am 19. f\u00fcr gef\u00e4hrliche Stra\u00dfenbedingungen. Gl\u00fccklicherweise wurden in der Metropole nur vereinzelte Unf\u00e4lle gez\u00e4hlt. Neben 50&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(53&nbsp;l\/m\u00b2) schien die Sonne rund 22 Stunden (35 Stunden). Die Hauptstadt war eine trockene und die sonnenschein\u00e4rmste Region.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Brandenburg:<\/strong>&nbsp;Der diesj\u00e4hrige Dezemberwinter erreichte in Brandenburg in der zweiten Monatsdekade seinen Tiefpunkt. Im Schnitt brachte der Weihnachtsmonat 10 Tage Dauerfrost mit Minima bis -15&nbsp;\u00b0C. In den westlichen Regionen lag auch l\u00e4ngere Zeit Schnee. Die letzte Monatsdekade war dagegen fast schon fr\u00fchlingshaft mild, aber auch recht wechselhaft. Im Schnitt erreichte der Dezember 2022 1,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,9&nbsp;\u00b0C). Dazu fielen 48&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(50&nbsp;l\/m\u00b2) und 26 Sonnenstunden (36 Stunden) standen auf der Schlussrechnung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bremen:<\/strong>&nbsp;Bremen war mit 2,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;(2,2&nbsp;\u00b0C) ein warmes Bundesland. Auch hier trat im Dezember ein markanter Luftmassenwechsel ein. In den ersten beiden, sehr unterk\u00fchlten Monatsdekaden fielen die Tiefstwerte am 17. und 18. auf bis zu -10&nbsp;\u00b0C. Am 19. fiel Regen auf den gefrorenen B\u00f6den und nach spiegelglatten Stra\u00dfen sprangen die H\u00f6chstwerte bis zum 20. auf sehr milde 11&nbsp;\u00b0C. Mild, nass und windig blieb es auch bis zum Jahresausklang. 70&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(64&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag und 40 Stunden (33 Stunden) brachte der Weihnachtsmonat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hamburg:<\/strong>&nbsp;Der Dezemberwinter machte in den ersten beiden Monatsdekaden auch vor Hamburgs Toren keinen Halt. Bei oftmals klarem Himmel ging es nachts auf bis zu -9&nbsp;\u00b0C&nbsp;hinab. Am 19. endete die Frostzeit mit Gl\u00e4tte sowie Hunderten Unf\u00e4llen und am 20. schnellte das Quecksilber mit fast 12&nbsp;\u00b0C&nbsp;auf sehr mild. Auch der Jahreswechsel hatte einen fr\u00fchlingshaften Charakter. In der Summe erreichte der Dezember 2,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(2,0&nbsp;\u00b0C), brachte 75&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(70&nbsp;l\/m\u00b2). Dazu schien die Sonne 38 Stunden (31 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hessen:<\/strong>&nbsp;Hier endete der letzte Monat des Jahres 2022 mit einem Mittel von 1,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,8&nbsp;\u00b0C). In der zweiten Dezemberdekade wurde Hessen mit eisiger Luft geflutet. Am Morgen des 18. traten Tiefstwerte von -9 bis -15&nbsp;\u00b0C&nbsp;auf. Glatteisregen mit Verkehrsbehinderungen sowie Unf\u00e4llen beendete ab dem 19. sukzessive die Eiszeit und an den Weihnachtsfeiertagen stiegen die H\u00f6chstwerte auf sehr milde 13&nbsp;\u00b0C. In den letzten 31 Tagen kamen 63&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(77&nbsp;l\/m\u00b2) und 33 Stunden (32 Stunden) zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mecklenburg-Vorpommern:<\/strong>&nbsp;Der Nordosten war im Dezember mit 1,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,1&nbsp;\u00b0C) eine k\u00fchle Region. Neben Dauerfrost bot die zweite Monatsdekade vielerorts auch eine permanente Schneedecke. Bis zum Weihnachtsfest hielt der Wintertraum jedoch nicht. Ab dem 19. wurde mit vorangegangen gefrierendem Regen und folgender, teils massiver Milderung der Winter ad acta gelegt. Mit 50&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(52&nbsp;l\/m\u00b2) und 29 Stunden (37 Stunden) war Mecklenburg-Vorpommern auch eine trockene und sonnenscheinarme Region.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Niedersachsen:<\/strong>&nbsp;Eisige Temperaturen setzten sich in der zweiten Dezemberdekade auch in Niedersachsen durch. Dabei wurden mit jedem Kilometer ostw\u00e4rts die Fr\u00f6ste strenger. Am 19. f\u00fchrte einsetzender Regen auf den gefrorenen B\u00f6den zu einer Unwetterlage. Es gab zahlreiche Unf\u00e4lle. Auch ein Todesfall war zu beklagen. Die anschlie\u00dfende Milderung mit H\u00f6chstwerten zwischen 10 und 16&nbsp;\u00b0C&nbsp;dauerte bis zum Jahresausklang an. Alles in allem lag die Dezembertemperatur bei gemittelten 2,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,9&nbsp;\u00b0C), die Niederschlagsausbeute bei 72&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(70&nbsp;l\/m\u00b2) und die Sonnenscheindauer bei 43 Stunden (32 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_2735-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1587\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_2735-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_2735-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_2735-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_2735-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_2735-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kalt, dennoch sch\u00f6n<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Nordrhein-Westfalen:<\/strong>&nbsp;NRW befand sich mit einer Dezembertemperatur von 2,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(2,3&nbsp;\u00b0C) auf dem zweiten Platz der w\u00e4rmsten Regionen, trotz eisiger Tage und N\u00e4chte um die Monatsmitte. Doch die teils \u00fcber 15&nbsp;\u00b0C&nbsp;milde, ja schon fr\u00fchlingshafte Luft im letzten Monatsdrittel war dominierender. An Silvester k\u00f6nnten Rekorde purzeln. Vor der Milderung verursachte Glatteisregen am 19. zahlreiche Unf\u00e4lle im Land. Im Bundesland fielen 85&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(88&nbsp;l\/m\u00b2). Die Sonne zeigte sich rund 39 Stunden (37 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rheinland-Pfalz:<\/strong>&nbsp;Der Dezember 2022 war ein Weihnachtsmonat, der gegens\u00e4tzlicher nicht sein kann, wie folgende Werte zeigen: Minus 15&nbsp;\u00b0C&nbsp;am 18. in Andernach und Plus 15,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;am 23. in Bad D\u00fcrkheim. Ein Sprung vom tiefsten Winter in den Fr\u00fchling, begleitet von unwetterartigem Glatteisregen, der zu zahlreichen Unf\u00e4llen f\u00fchrte. Gemittelt bleibt von diesen Extremen nicht mehr viel \u00fcbrig, wie die Dezembertemperatur von 2,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,3&nbsp;\u00b0C) abbildet. Der Fl\u00e4chenniederschlag lag bei 63&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(76&nbsp;l\/m\u00b2). Die Sonne schien 40 Stunden (38 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Saarland:<\/strong>&nbsp;Das kleinste Fl\u00e4chenland war als w\u00e4rmste Region vergleichsweise \u201egro\u00df\u201c. Milde 3,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,5&nbsp;\u00b0C) meldeten die dortigen&nbsp;DWD-Stationen. Tiefer Winter mit strengen Fr\u00f6sten unter minus 10&nbsp;\u00b0C&nbsp;waren um die Monatsmitte auch hier ein Thema. Doch die Milderung erfolgte rasch und an Weihnachten kletterten die H\u00f6chstwerte bereits auf 14&nbsp;\u00b0C. Auch das neue Jahr wird dann in fr\u00fchlingshafter Luft eingel\u00e4utet. Das Saarland war im L\u00e4ndervergleich mit 82&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(98&nbsp;l\/m\u00b2) ein recht nasses Gefilde. Die Sonne schien mit 46 Stunden (40 Stunden) reichlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen:<\/strong>&nbsp;Die eisige Str\u00f6mung in der zweiten Monatsdekade lie\u00df die Temperaturen bis in den sehr strengen Frostbereich fallen. Aus Dippoldiswalde-Reinberg wurden dabei am 18. bibbernde -18,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;gemeldet. Dabei berichtete neben dem Erzgebirge auch das Tiefland \u00fcber eine geschlossene Schneedecke. Aus wei\u00dfer Weihnacht wurde jedoch nichts. Sehr milde Luft setzte dem Winterm\u00e4rchen &#8211; auch im Erzgebirge &#8211; ein rasches Ende. Bis zu 17&nbsp;\u00b0C&nbsp;und damit \u00f6rtliche Rekorde d\u00fcrfte das Jahresende bringen. Gemittelte 1,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,3&nbsp;\u00b0C) zeigten die Thermometer im Dezember. Mit 44&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(60&nbsp;l\/m\u00b2) war der Freistaat die trockenste Region. Insgesamt schien die Sonne 35 Stunden (41 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen-Anhalt:<\/strong>&nbsp;In das mitteldeutsche Bundesland str\u00f6mte in der zweiten Dezemberdekade eisige Luft. Neun Tage lang zeigten die Temperaturen kein positives Vorzeichen. Nachts traten verbreitet strenge Fr\u00f6ste auf. Oberharz am Brocken-Stiege meldete am 13. sogar eisige -17,5&nbsp;\u00b0C. Am 19. setzten die Temperaturen aber zum Steilflug an und schossen zum Weihnachtsfest auf vielerorts \u00fcber 10&nbsp;\u00b0C. Silvester wird mit \u00f6rtlich \u00fcber 16&nbsp;\u00b0C&nbsp;sogar noch einen draufsetzen. Im Schnitt betrug die Temperatur im letzten Monat 1,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,2&nbsp;\u00b0C). Neben 59&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(47&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag wurden gut 36 Sonnenstunden (36 Stunden) gemessen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schleswig-Holstein:<\/strong>&nbsp;Auch im \u00e4u\u00dfersten Norden gab es zeitweise charakteristisches Winterwetter mit Frost und Schnee. In der dritten Dekade drehte die Str\u00f6mung auf s\u00fcdwestliche Richtungen und mit Wind und Regen wurde es deutlich milder. Wie der&nbsp;DWD&nbsp;res\u00fcmierte, lag das Temperaturmittel im Dezember bei 2,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,8&nbsp;\u00b0C) und die Niederschlagsmenge bei etwa 86&nbsp;l\/m\u00b2(73&nbsp;l\/m\u00b2). Hinzu kamen 34 Sonnenstunden (35 Stunden). Schleswig-Holstein war die nasseste Region.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Th\u00fcringen:<\/strong>&nbsp;Th\u00fcringen war mit 1,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,0&nbsp;\u00b0C) das k\u00e4lteste Bundesland. Der Weihnachtsmonat verzauberte das Bergland mit einer wochenlangen Schneedecke. Im Flachland herrschten in der zweiten Monatsdekade strenge Fr\u00f6ste. Im letzten Monatsdrittel radierten milde Luftmassen und Regenf\u00e4lle den Winter aus. Das Weihnachtsfest wurde bei bis zu 12&nbsp;\u00b0C&nbsp;gefeiert; an Silvester k\u00f6nnte es zu Rekordtemperaturen von \u00fcber 15\u00b0C kommen. Neben 51&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(64&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag strahlte die Sonne 42 Stunden (36 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p>Text: Deutscher Wetterdienst DWD, Fotos privat<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weihnachtsmonat unter dem Strich recht ausgeglichen, aber mit Temperaturextremen Offenbach, 30. Dezember 2022&nbsp;\u2013 Die ersten kalten Dezemberwochen mit einem eisigen Tiefpunkt in der zweiten Dekade machten vor allem in Teilen des Ostens von Deutschland sowie im Bergland Hoffnung auf eine wei\u00dfe Weihnacht. Doch das Wetter sorgte ab dem 19. 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