{"id":1466,"date":"2022-07-30T23:09:09","date_gmt":"2022-07-30T21:09:09","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1466"},"modified":"2023-02-26T15:59:37","modified_gmt":"2023-02-26T14:59:37","slug":"beobachtungen-zum-klimawandel-deutschlandwetter-im-juli-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1466","title":{"rendered":"Beobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter im Juli 2022"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hitzerekorde, D\u00fcrre und Waldbr\u00e4nde<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2336-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1467\" width=\"502\" height=\"669\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2336-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2336-225x300.jpeg 225w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2336-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2336-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2336-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 502px) 100vw, 502px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ausgetrockneter Bachlauf<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><em>Offenbach, 29. Juli 2022<\/em>&nbsp;\u2013 W\u00e4hrend der Juli 2021 mit regelm\u00e4\u00dfigen Gewittern und katastrophalen Starkregenf\u00e4llen f\u00fcr Aufsehen sorgte, zeigte der diesj\u00e4hrige Heumonat einen v\u00f6llig gegens\u00e4tzlichen Witterungsverlauf. Im Juli 2022 sorgten regionale Hitzerekorde von der Norddeutschen Tiefebene bis an die Ostseek\u00fcste genauso f\u00fcr Schlagzeilen wie D\u00fcrre in vielen Regionen sowie gro\u00dfe Wald- und Feldbr\u00e4nde im Osten der Republik. Von wenigen \u201eerfrischenden Tagen\u201c abgesehen war die Witterung mehr mediterran als typisch mitteleurop\u00e4isch. Insgesamt fiel der Juli 2022 deutlich zu warm, erheblich zu trocken sowie sehr sonnig aus. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dauersommer im S\u00fcden und Rekordhitze im Norden<\/strong><br>Der Temperaturdurchschnitt lag im Juli 2022 mit 19,2 Grad Celsius (\u00b0C) um 2,3 Grad \u00fcber dem Wert der international g\u00fcltigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und w\u00e4rmeren Periode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung 0,9 Grad. Nach dem viel zu warmen Juni sorgten vor\u00fcbergehende Nordwestwinde im Verlauf der ersten Julidekade f\u00fcr eine kurze Sommerpause. Doch mit Schwung und in Wellen kam die Hitze rasch zur\u00fcck und gipfelte, so der&nbsp;DWD, am 20. in der Norddeutschen Tiefebene bei \u00f6rtlich \u00fcber 40\u00b0C. Selbst an der Ostsee kam man bei \u00fcber 38&nbsp;\u00b0C&nbsp;ordentlich ins Schwitzen. In der S\u00fcdh\u00e4lfte herrschte bis auf kurze k\u00fchlere Episoden ein Endlossommer. Bis zu 29 Sommertage (H\u00f6chstwerte von \u2265 25&nbsp;\u00b0C) wurden gez\u00e4hlt. Dagegen wurden am 17. in den \u00f6stlichen Mittelgebirgen einstellige Tiefstwerte gemessen. Deutschneudorf-Br\u00fcderwiese im Erzgebirge meldete sogar frische 1,4&nbsp;\u00b0C.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bundesweit fiel im Mittel weniger als die H\u00e4lfte des \u00fcblichen Niederschlags<\/strong><br>Im Juli fiel mit rund 35 Litern pro Quadratmeter (l\/m\u00b2) weniger als die H\u00e4lfte des Monatsniederschlags der Referenzperiode 1961 bis 1990 (78&nbsp;l\/m\u00b2). Verglichen mit der Periode 1991 bis 2020 erreichte die Monatssumme gerade einmal 40 Prozent. Gr\u00f6\u00dfere Niederschl\u00e4ge gab es vor allem im Norden und mit \u00fcber 100&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;im s\u00fcdlichen Alpenvorland. Andechs-Erling, 30&nbsp;km&nbsp;s\u00fcdwestlich von M\u00fcnchen, meldete mit 66,5&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;am 25. den h\u00f6chsten Tagesniederschlag. In Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen blieb es dagegen besorgniserregend trocken. \u00d6rtlich fiel mit Mengen von weniger als 5&nbsp;l\/m\u00b2. D\u00fcrre und Hitze waren so die Grundlage f\u00fcr zahlreiche Feld- und Waldbr\u00e4nde. Hunderte Hektar brannten unter anderem in Brandenburg und in der S\u00e4chsischen Schweiz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Besonders viel Sonnenschein im S\u00fcdwesten<\/strong><br>Mit 265 Stunden \u00fcberragte die Sonnenscheindauer im Juli ihr Soll von 211 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um rund 25 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 lag die Abweichung bei +17 Prozent. Der S\u00fcdwesten befand sich mit \u00fcber 350 Stunden am l\u00e4ngsten im Sonnenlicht. Im Norden nahm die Belichtungsdauer immer weiter ab und halbierte sich nahezu an der Nordsee.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2312-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1468\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2312-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2312-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2312-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2312-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2312-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Befriedigende Getreideernte nur auf B\u00f6den mit hoher Wasserspeicherungeigenschaft bzw. Grundwasseranschluss<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Das Wetter in den Bundesl\u00e4ndern im Juli 2022<\/strong><br>(In Klammern finden Sie die vielj\u00e4hrigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vielj\u00e4hrigen Werten erm\u00f6glicht eine Einsch\u00e4tzung des l\u00e4ngerfristigen Klimawandels)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Baden-W\u00fcrttemberg:&nbsp;<\/strong>Der Juli 2022 verfrachtete dauerhaft warme Luftmassen in den S\u00fcdwesten. Am Oberrhein gab es bis zu 29 Sommer- und 14 Hitzetage. Am Ende wurde die s\u00fcdwestlichste Region mit einer Julitemperatur von 20,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(17,1\u00b0C) als zweitw\u00e4rmste und mit 325 Stunden (229 Stunden) als sonnenscheinreichste Region definiert. Mit 25&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(91&nbsp;l\/m\u00b2) blieb die Niederschlagausbeute sehr gering.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bayern:&nbsp;<\/strong>Dort betrug die Mitteltemperatur 19,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;(16,6&nbsp;\u00b0C). In Regensburg stiegen die H\u00f6chstwerte an 14 Tagen auf \u00fcber 30&nbsp;\u00b0C. 280 Stunden (221 Stunden) strahlte die Sonne. Der zweite Sommermonat brachte sehr geringe 45&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(101&nbsp;l\/m\u00b2). Den bundesweit h\u00f6chsten Tagesniederschlag meldete das am Ammersee gelegene Andechs-Erling am 25. mit 66,5&nbsp;l\/m\u00b2. An den Alpen und im s\u00fcdlichen Alpenvorland gab es Monatsniederschl\u00e4ge von \u00fcber 100&nbsp;l\/m\u00b2.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berlin:&nbsp;<\/strong>In der Hauptstadt stieg die Julitemperatur auf 20,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;(18,3&nbsp;\u00b0C) und Berlin-Buch gab am 20. mit 38,3\u00b0C sogar einen neuen Stationsrekord zu Protokoll. Der&nbsp;DWD&nbsp;erfasste nahezu 30&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(53&nbsp;l\/m\u00b2) und 265 Sonnenstunden (224 Stunden) im Monatsverlauf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Brandenburg:&nbsp;<\/strong>Im Juli r\u00fcckte das Temperaturmittel in Brandenburg auf 19,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(17,9&nbsp;\u00b0C). In Langenlipsdorf, etwa 50&nbsp;km&nbsp;s\u00fcdlich von Potsdam, wurden am 20. extreme 39,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;und damit ein neuer Julih\u00f6chstwert f\u00fcr das Bundesland erhoben. Nach dem trockenen Juni blieb auch der Juli niederschlagsarm. 35&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(54&nbsp;l\/m\u00b2) wurden gemessen. Am 25. brach in Folge des Niederschlagsdefizits im Landkreis Elber-Elster auf einer Fl\u00e4che von \u00fcber 800 Hektar ein Gro\u00dfbrand aus. Die Julisonne zeigte sich 260 Stunden (223 Stunden).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2258-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1469\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2258-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2258-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2258-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2258-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/IMG_2258-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die vorherrschende Farbe in diesem Juli: strohgelb<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Bremen:&nbsp;<\/strong>Die Freie Hansestadt war mit 18,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(16,8&nbsp;\u00b0C) ein verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig k\u00fchles Gebiet. Am 20. stieg der Tagesh\u00f6chstwert in Bremerhaven auf 35,9\u00b0C &#8211; das war ein neuer Allzeitrekord f\u00fcr die Station. 40&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(75&nbsp;l\/m\u00b2) Fl\u00e4chenniederschlag und knapp 215 Sonnenstunden (192 Stunden) wurden beobachtet. Bremen war das sonnenschein\u00e4rmste Bundesland.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hamburg:&nbsp;<\/strong>Der Juli 2022 brachte der Hansestadt einen neuen Temperaturrekord. So wurden aus Hamburg-Neuwiedenthal am 20. extrem hei\u00dfe 40,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;gemeldet. Die Monatsmitteltemperatur erreichte 18,4\u00b0C (17,0&nbsp;\u00b0C) und die Niederschlagsmenge rund 45&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(77&nbsp;l\/m\u00b2). Fast 235 Stunden (201 Stunden) kam die Sonne zum Vorschein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hessen:&nbsp;<\/strong>Mit 19,5\u00b0C (16,9&nbsp;\u00b0C) war es im Juli deutlich zu warm. Insbesondere das Rhein-Main-Gebiet meldete nahezu durchweg sommerliche Temperaturen von \u2265 25&nbsp;\u00b0C. Am 20. gab es mit H\u00f6chstwerten von 37 bis 39&nbsp;\u00b0C&nbsp;den hei\u00dfesten Tag des Jahres. Auf einen weiteren Hitzepeak am 25. folgten vor allem in Osthessen schwere Gewitter. Doch fl\u00e4chendeckende Niederschl\u00e4ge blieben eine Seltenheit, so dass der Juli 2022 mit rund 25&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(73&nbsp;l\/m\u00b2) in Hessen als Vierttrockenster in die Geschichtsb\u00fccher einging. Es kam zu mehreren Feld- und teils gr\u00f6\u00dferen Waldbr\u00e4nden. Sehr sonnige 275 Stunden (204 Stunden) standen in der Bilanz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mecklenburg-Vorpommern:&nbsp;<\/strong>Das Bundesland war mit 18,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(16,8&nbsp;\u00b0C) die zweitk\u00fchlste und mit 45&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(66&nbsp;l\/m\u00b2) eine vergleichsweise nasse Region. Komplett verschont blieb das oftmals m\u00e4\u00dfig warme Bundesland von der Hitze jedoch nicht. Auch hier traten am 20. neue landesweite Hitzerekorde auf. Boizenburg, 50&nbsp;kms\u00fcdwestlich von Schwerin, stand mit 39,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;ganz oben auf dem Hitzetreppchen und selbst an der K\u00fcste gab es teils \u00fcber 38&nbsp;\u00b0C. 260 Stunden (223 Stunden) l\u00e4chelte die Sonne.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Niedersachsen:&nbsp;<\/strong>Niedersachsen z\u00e4hlte im Juli 2022 mit 18,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(16,7&nbsp;\u00b0C) zu den k\u00fchleren Bundesl\u00e4ndern. Am 20. ma\u00df der&nbsp;DWD&nbsp;aber in Barsinghausen-Hohenbostel, 20&nbsp;km&nbsp;westlich von Hannover, mit 40,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;einen neuen Bundeslandrekord. Die Niederschlagsausbeute fiel mit 35&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(73&nbsp;l\/m\u00b2) sehr d\u00fcrftig aus. 220 Stunden (191 Stunden) kam die Sonne zum Vorschein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nordrhein-Westfalen:<\/strong>&nbsp;NRW erlebte eine Mitteltemperatur von 18,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(16,9&nbsp;\u00b0C) und die mageren 35&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(82&nbsp;l\/m\u00b2) waren genauso bemerkenswert wie die 240 Sonnenstunden (187 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rheinland-Pfalz:&nbsp;<\/strong>Der Juli 2022 war mit 20,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;(17,1&nbsp;\u00b0C) und 305 Stunden (211 Stunden) nicht nur ungew\u00f6hnlich warm und sonnig, sondern setzte sich mit 10&nbsp;l\/m\u00b2(72&nbsp;l\/m\u00b2) auch als Zweittrockenster nach 1949 in Szene. Die hei\u00dfe und trockene Witterung sorgte dabei f\u00fcr weiter fallende Pegel und Grundwasserspiegel sowie Feld- und Waldbr\u00e4nde. Zudem beg\u00fcnstigte sie die Entstehung von sogenannten Staubteufeln. Eine solche Kleintrombe wirbelte am 3. \u00fcber einen Sportplatz in Gondershausen (Rhein-Hunsr\u00fcck-Kreis) und verletzte mehrere Kinder.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Saarland:&nbsp;<\/strong>Hier war der Heumonat mit 20,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(17,5&nbsp;\u00b0C) au\u00dfergew\u00f6hnlich warm und mit 7&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(72&nbsp;l\/m\u00b2) nach 1949 der Zweittrockenste. Knapp 325 Stunden (226 Stunden) schien die Sonne. Damit stand das Saarland im L\u00e4ndervergleich beim Temperaturranking ganz oben. Beim Niederschlag landete es auf den letzten Tabellenplatz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen:&nbsp;<\/strong>Der Freistaat meldete im Juli 18,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;(17,2&nbsp;\u00b0C). Am 25. griff ein Waldbrand von der B\u00f6hmischen Schweiz auf die S\u00e4chsische Schweiz \u00fcber. Rasch brannte es auf 250 Hektar. In Bad Schandau wurde sogar Katastrophenalarm ausgel\u00f6st. Knapp 50&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(69&nbsp;l\/m\u00b2) wurden im Landesmittel gemessen und 260 Stunden (210 Stunden) zeigte sich die Sonne. Sachsen war das zweinasseste Bundesland.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen-Anhalt:&nbsp;<\/strong>Im Juli 2022 wurde ein Temperaturmittel von 19,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;(17,6&nbsp;\u00b0C) und erstmals seit Aufzeichnungsbeginn ein Tagesh\u00f6chstwert von 40,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;&#8211; am 20. in Huy-Pabstorf, Landkreis Harz &#8211; gemessen. In der Fl\u00e4che fielen im niederschlagsreichsten Bundesland gut 50&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(52&nbsp;l\/m\u00b2) und die Sonne schien gut 255 Stunden (207 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schleswig-Holstein:&nbsp;<\/strong>Mit 17,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(16,3&nbsp;\u00b0C) war Schleswig-Holstein das k\u00fchlste Bundesland und \u00fcberwiegend behaglich temperiert. Doch auch um die n\u00f6rdlichste Region machte die Hitze mit Rekorden keinen Bogen. Ganz vorne mit dabei war Grambek, 30&nbsp;km&nbsp;s\u00fcdlich von L\u00fcbeck. Dort wurde am 20. mit 39,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;sogar ein neuer H\u00f6chstwert f\u00fcr das Bundesland aufgestellt. Mit fast 45 (80&nbsp;l\/m\u00b2) war es vergleichsweise nass und mit etwa 215 Stunden (210 Stunden) blieb Schleswig-Holstein eine sonnenscheinarme Gegend.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Th\u00fcringen:&nbsp;<\/strong>In Th\u00fcringen hatte der&nbsp;DWD&nbsp;vergleichsweise warme 18,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(16,4&nbsp;\u00b0C), ungew\u00f6hnlich trockene 40&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(63&nbsp;l\/m\u00b2) und sonnige 245 Stunden (205 Stunden) im Juli 2022 erfasst.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hitzerekorde, D\u00fcrre und Waldbr\u00e4nde Offenbach, 29. 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Im Juli 2022 sorgten regionale Hitzerekorde von der Norddeutschen Tiefebene bis an die Ostseek\u00fcste genauso f\u00fcr Schlagzeilen wie D\u00fcrre in vielen Regionen sowie gro\u00dfe Wald- und &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1466\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eBeobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter im Juli 2022\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[115],"tags":[],"class_list":["post-1466","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-beobachtungen-zum-klimawandel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1466","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1466"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1466\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1651,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1466\/revisions\/1651"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1466"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1466"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pferdegruenland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1466"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}