{"id":1381,"date":"2022-03-31T12:09:05","date_gmt":"2022-03-31T10:09:05","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1381"},"modified":"2022-03-31T12:09:05","modified_gmt":"2022-03-31T10:09:05","slug":"beobachtungen-zum-klimawandel-deutschlandwetter-im-maerz-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1381","title":{"rendered":"Beobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter im M\u00e4rz 2022"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sonnigster M\u00e4rz seit Aufzeichnungsbeginn, insgesamt mild und erheblich zu trocken<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"328\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/DC37CC68-D598-4E02-B2D9-682E47E07321_1_201_a-1024x328.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1382\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/DC37CC68-D598-4E02-B2D9-682E47E07321_1_201_a-1024x328.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/DC37CC68-D598-4E02-B2D9-682E47E07321_1_201_a-300x96.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/DC37CC68-D598-4E02-B2D9-682E47E07321_1_201_a-768x246.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/DC37CC68-D598-4E02-B2D9-682E47E07321_1_201_a-1536x493.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/DC37CC68-D598-4E02-B2D9-682E47E07321_1_201_a-2048x657.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><figcaption>Die ersten L\u00e4mmer sind da. Sonne, Wind und kein Regen. Das sch\u00f6ne Wetter hat aber auch gro\u00dfe Nachteile: 53% der B\u00f6den in Deutschland sind schon im M\u00e4rz von D\u00fcrre betroffen. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Offenbach, 30. M\u00e4rz 2022<\/em>&nbsp;\u2013 Den ersten Fr\u00fchlingsmonat 2022 pr\u00e4gte eine au\u00dfergew\u00f6hnlich lange Sch\u00f6nwetterperiode. Hoher Luftdruck mit verbreitet neuen Rekordwerten \u00fcber dem n\u00f6rdlichen Mitteleuropa regenerierte sich immer wieder. Er lie\u00df der West-Ost-Zugbahn der Tiefdruckgebiete kaum eine Chance, sodass uns deren Ausl\u00e4ufer nur kurzzeitig erreichten. Dies f\u00fchrte zu einer ungew\u00f6hnlich langen trockenen und sehr sonnigen Witterungsphase. Unterm Strich ergab dies einen milden, sehr niederschlagsarmen und au\u00dfergew\u00f6hnlich sonnigen ersten Fr\u00fchlingsmonat. \u201eDer M\u00e4rz 2022 war mit sehr deutlichem Abstand zum bisherigen Spitzenreiter aus dem Jahre 1953, der sonnenscheinreichste seit Aufzeichnungsbeginn 1951 und \u00fcbertraf damit sogar den vielj\u00e4hrigen Mittelwert f\u00fcr den Juli\u201c, sagt&nbsp;DWD&nbsp;Pressesprecher Andreas Friedrich. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einem k\u00fchlen Monatsstart folgte fr\u00fchlingshafte W\u00e4rme<\/strong><br>Der Temperaturdurchschnitt lag im M\u00e4rz 2022 mit 5,1 Grad Celsius (\u00b0C) um 1,6 Grad \u00fcber dem Wert der international g\u00fcltigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und w\u00e4rmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung +0,5 Grad. In der ersten Dekade blieb es trotz viel Sonnenschein noch relativ kalt und die N\u00e4chte fast landesweit frostig. Reit im Winkl verzeichnete am 1. mit -11,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;den tiefsten Monatswert. Der M\u00e4rz verbuchte im Mittel 18 Frosttage und war damit der frostreichste Monat im Winterhalbjahr. Nachfolgend wurde es aus S\u00fcdwesten vor allem tags\u00fcber sp\u00fcrbar milder, wodurch auch die Natur aus ihrem Winterschlaf erwachte. In der dritten Monatswoche erreichten die Temperaturen im Einflussbereich des stabilen Hochs \u201ePeter\u201c ein fr\u00fchlingshaftes Niveau. Hierbei stieg das Thermometer in Regensburg am 28. mit 23,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;bundesweit am h\u00f6chsten. Zum Monatsende ging \u201ePeter\u201c jedoch langsam die Puste aus und von Norden sickerten allm\u00e4hlich k\u00e4ltere Luftmassen ein, welche auch im S\u00fcden die fr\u00fchlingshafte W\u00e4rme beendete und teilweise f\u00fcr Neuschnee sorgte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verbreitet erheblich zu trocken; regional hohe Waldbrandgefahr&nbsp;<\/strong><br>Der M\u00e4rz 2022 fiel mit aufgerundet 20 Litern pro Quadratmeter (l\/m\u00b2) deutlich zu trocken aus und erreichte nur 35 Prozent des Solls der Referenzperiode 1961 bis 1990 (57&nbsp;l\/m\u00b2). Verglichen mit der Periode 1991 bis 2020 waren dies ebenfalls nur 35 Prozent. Damit z\u00e4hlte der M\u00e4rz zu den trockensten seit Beginn kontinuierlicher Wetteraufzeichnung 1881. Schuld an den oftmals niederschlagsarmen Witterungsabschnitten waren ausgedehnte Hochdruckgebiete, die in manchen Regionen, besonders im Nordosten, die Regenmesser regelrecht einstauben lie\u00dfen. Gebietsweise kam dort kein messbarer Niederschlag zustande. Hier war die Waldbrandgefahr bereits sehr hoch, es kam zu ersten kleinr\u00e4umigen Br\u00e4nden. Tage, an denen in Deutschland regional nennenswerter Niederschlag fiel, lie\u00dfen sich an einer Hand abz\u00e4hlen. Dies war um die Monatsmitte sowie zum Monatsende, vor allem in einem breiten Streifen vom Westen bis in den S\u00fcdosten der Fall. Hier kam es Mitte M\u00e4rz aufgrund des Zustroms von Saharastaub und der Auswaschung durch den Regen gebietsweise zu Ablagerungen auf Gegenst\u00e4nden und Schneefl\u00e4chen. Am meisten Niederschlag gab es im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdosten Bayerns mit teils 30&nbsp;l\/m\u00b2. Hier wurde am 15. in Marktschellenberg mit 25,4&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;auch die gr\u00f6\u00dfte Tagesmenge f\u00fcr den M\u00e4rz gemessen (Stand 29.3.2022).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sonnigster M\u00e4rz seit Messbeginn 1951&nbsp;<\/strong><br>Mit \u00fcber 235 Stunden \u00fcberragte die Sonnenscheindauer im M\u00e4rz ihr Soll von 111 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um mehr als das Doppelte. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 betrug die positive Abweichung gut 85 Prozent. Aufgrund dessen war der M\u00e4rzmonat 2022 der mit Abstand sonnenscheinreichste seit Messbeginn 1951 und lag damit deutlich \u00fcber dem bisherigen Rekord von 195 Stunden im M\u00e4rz 1953. Im S\u00fcden schien die Sonne mit bis zu 250 Stunden am h\u00e4ufigsten. In der L\u00fcneburger Heide, dem Th\u00fcringer Wald und dem Frankenwald war sie mit rund 200 Sonnenstunden etwas seltener zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Wetter in den Bundesl\u00e4ndern im M\u00e4rz 2022<\/strong><br>(In Klammern finden Sie die vielj\u00e4hrigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vielj\u00e4hrigen Werten erm\u00f6glicht eine Einsch\u00e4tzung des l\u00e4ngerfristigen Klimawandels)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Baden-W\u00fcrttemberg:&nbsp;<\/strong>Im s\u00fcdwestlichen Bundesland erzielte der M\u00e4rz eine Mitteltemperatur von 5,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;(3,6&nbsp;\u00b0C). Baden-W\u00fcrttemberg z\u00e4hlte mit rund 20&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(70&nbsp;l\/m\u00b2) und abgerundet 240 Stunden (117 Stunden) zu den niederschlagsreichsten sowie den sonnenscheinreichen Bundesl\u00e4ndern. Der S\u00fcden des Landes verzeichnete mit bis zu 250 Stunden besonders viel Sonnenschein. Damit \u00fcbertrumpfte der M\u00e4rz 2022 den bisherigen Spitzenreiter von 1953 mit damals etwa 235 Sonnenstunden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bayern:&nbsp;<\/strong>Der Freistaat erreichte eine Durchschnittstemperatur von 4,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;(2,9&nbsp;\u00b0C) sowie eine Niederschlagssumme von aufgerundet 20&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(62&nbsp;l\/m\u00b2). Am bundesweit h\u00f6chsten kletterte das Thermometer am 28. in Regensburg, wo mit 23,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;ein fr\u00fchsommerliches Niveau erreicht wurden. Am Morgen des 1. ging in Reit im Winkl in den Chiemgauer Alpen die Temperatur auf -11,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;zur\u00fcck. Hier wurden 28 und in Oberstdorf im Allg\u00e4u noch 27 Frosttage registriert. Die h\u00f6chste Monatssumme beim Niederschlag gab es deutschlandweit im S\u00fcdosten des Freistaats mit \u00f6rtlich knapp 30&nbsp;l\/m\u00b2. In Marktschellenberg, nord\u00f6stlich von Berchtesgaden, wurde am 15. mit 25,4&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;die gr\u00f6\u00dfte Tagessumme registriert (Stand 29.3.2022). Durch die anhaltende Trockenheit, kam es regional zu ersten kleinr\u00e4umigen Waldbr\u00e4nden: Am 12. loderte es unweit des Schlosses Neuschwanstein bei F\u00fcssen und am 13. bei Pinswang. Mit aufgerundet 245 Stunden (119 Stunden) geh\u00f6rte Bayern zu den sonnenscheinreichen Regionen. Damit \u00fcbertraf der M\u00e4rz 2022 den bisherigen Spitzenreiter von 1953 mit abgerundet 225 Sonnenstunden. Vor allem im S\u00fcden zeigte sich die Sonne mit bis zu 250 Stunden vergleichsweise h\u00e4ufig. Im Frankenwald mit ann\u00e4hernd 200 Sonnenstunden hingegen deutlich seltener.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berlin:&nbsp;<\/strong>Die Spreemetropole kam auf durchschnittlich 5,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(4,0&nbsp;\u00b0C). Zudem registrierte der&nbsp;DWD&nbsp;nur knapp 1&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(37&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag und \u00fcber 245 Sonnenstunden (121 Stunden). Berlin pr\u00e4sentierte sich damit als das trockenste sowie das zweitsonnigste Gebiet in Deutschland. Aufgrund dessen wurden sowohl f\u00fcr die Niederschl\u00e4ge als auch f\u00fcr den Sonnenschein neue M\u00e4rzrekorde verzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Brandenburg:<\/strong>&nbsp;Hier errechneten die Klimaexperten 4,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;(3,5&nbsp;\u00b0C) und aufgerundet 3,0&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(36&nbsp;l\/m\u00b2). Demnach war Brandenburg die zweittrockenste Region. Mit aufgerundet 240 Stunden (120 Stunden) ordnete es sich bei den sonnenscheinreichen Gebieten ein. Dies ergab sowohl f\u00fcr die Niederschl\u00e4ge als auch f\u00fcr den Sonnenschein neue M\u00e4rzrekorde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bremen:<\/strong>&nbsp;F\u00fcr die Hansestadt ermittelten die Meteorologen eine Mitteltemperatur von 6,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;(3,9&nbsp;\u00b0C), eine Niederschlagsmenge von abgerundet 10&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(51&nbsp;l\/m\u00b2) und eine Sonnenscheindauer von nahezu 235 Stunden (102 Stunden). Damit \u00fcbertrumpfte der M\u00e4rz 2022 den bisherigen Spitzenreiter von 2020 mit nahezu 175 Sonnenstunden recht deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hamburg:&nbsp;<\/strong>Der Stadtstaat verzeichnete durchschnittlich 5,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(3,9&nbsp;\u00b0C), eine Niederschlagssumme von ann\u00e4hernd 10&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(55&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag und fast 235 Sonnenstunden (101 Stunden). Hiermit \u00fcbertraf der M\u00e4rz 2022 den bisherigen Rekordhalter von 2020 mit aufgerundet 175 Sonnenstunden sehr deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hessen:&nbsp;<\/strong>Hessen erreichte eine Mitteltemperatur von 5,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(3,8\u00b0C). Anhaltender Hochdruckeinfluss brachte in der Fl\u00e4che nur knapp 15&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(62&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag. Daf\u00fcr zeigte sich die Sonne \u00fcber 240 Stunden (107 Stunden). Hessen z\u00e4hlte damit zu den sonnigen Bundesl\u00e4ndern und l\u00f6ste au\u00dferdem den bisherigen M\u00e4rzspitzenreiter aus 1953 mit gut 205 Stunden ab.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mecklenburg-Vorpommern:&nbsp;<\/strong>Mit einer M\u00e4rztemperatur von 4,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(2,8&nbsp;\u00b0C) und einer Niederschlagsmenge von ann\u00e4hernd 3,0&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(41&nbsp;l\/m\u00b2) z\u00e4hlte Mecklenburg-Vorpommern sowohl zu den k\u00fchlsten als auch zu den trockensten Gegenden Deutschlands. Vor allem an der Mecklenburgischen Seenplatte, der Uckermark und in Vorpommern konnte gebietsweise weniger als 1&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;Niederschlag verzeichnet werden. Au\u00dferdem ordnete sich die Region mit \u00fcber 230 Stunden (114 Stunden) bei den sonnenscheinarmen Gebieten ein. Damit wurden sowohl bei den Niederschl\u00e4gen, als auch beim Sonnenschein neue Rekorde verzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Niedersachsen:<\/strong>&nbsp;In Niedersachsen wurden durchschnittlich 5,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(3,9&nbsp;\u00b0C), ann\u00e4hrend 10&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(55&nbsp;l\/m\u00b2) und nahezu 235 Sonnenstunden (102 Stunden) gemessen. In der L\u00fcneburger Heide gab es mit knapp 200 Stunden die bundesweit geringste Sonnenscheindauer. Trotzdem \u00fcbertraf der M\u00e4rz 2022 den bisherigen Spitzenreiter aus 2020 mit nahezu 175 Sonnenstunden recht deutlich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nordrhein-Westfalen:&nbsp;<\/strong>NRW war nach dem Saarland mit 6,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;(4,5\u00b0C) das zweitw\u00e4rmste und mit einer Sonnenscheindauer von abgerundet 245 Stunden (103 Stunden) das sonnigste Bundesland. Damit \u00fcbertraf der M\u00e4rz 2022 den bisherigen Rekordhalter von 2011 mit abgerundet 190 Sonnenstunden sehr deutlich. Die Niederschlagsausbeute kam auf knapp 10&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(71&nbsp;l\/m\u00b2).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rheinland-Pfalz:<\/strong>&nbsp;Der erste Fr\u00fchjahrsmonat geh\u00f6rte in Rheinland-Pfalz mit einer Mitteltemperatur von 6,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(4,2&nbsp;\u00b0C) und abgerundet 230 Stunden (111 Stunden) zu den warmen sowie den sonnenschein\u00e4rmeren Regionen. Trotzdem \u00fcbertrumpfte der M\u00e4rz 2022 den bisherigen Spitzenreiter aus 2011 mit knapp 205 Sonnenstunden mit gro\u00dfem Abstand. Mit einer Niederschlagsbilanz von aufgerundet 30&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(65&nbsp;l\/m\u00b2) pr\u00e4sentierte sich Rheinland-Pfalz als das niederschlagsreichste Bundesland.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Saarland:<\/strong>&nbsp;Im M\u00e4rz war das Saarland mit durchschnittlich 7,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;(4,6&nbsp;\u00b0C) die w\u00e4rmste und mit einer unterdurchschnittlichen Niederschlagssumme von abgerundet 25&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(79&nbsp;l\/m\u00b2) die zweitnasseste Region. Mit \u00fcber 225 Stunden (114 Stunden) pr\u00e4sentierte es sich als das zweitsonnenschein\u00e4rmste Bundesland. Dennoch l\u00f6ste der Lenzmonat 2022 den bisherigen Rekordhalter aus 2011 mit nahezu 205 Sonnenstunden deutlich ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen:&nbsp;<\/strong>Sachsen verzeichnete im Mittel 4,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;(3,2&nbsp;\u00b0C) und war nach Th\u00fcringen das zweitk\u00fchlste Gebiet Deutschlands. Der Niederschlag akkumulierte sich auf \u00fcber 15&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(47&nbsp;l\/m\u00b2). Aufgrund der Trockenheit kam es regional zu kleinr\u00e4umigen Waldbr\u00e4nden: In Neunkirchen, s\u00fcdwestlich von Chemnitz, brannten am 12. mehrere hundert Quadratmeter Wald- und Wiesenboden. Die Sachsen durften sich \u00fcber au\u00dfergew\u00f6hnliche 230 Sonnenstunden (110 Stunden) freuen. Dennoch geh\u00f6rte es zu den sonnenschein\u00e4rmsten Bundesl\u00e4ndern. Der M\u00e4rz \u00fcbertrumpfte den bisherigen Spitzenreiter aus 1953 mit knapp 200 Sonnenstunden recht offensichtlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen-Anhalt:<\/strong>&nbsp;Die&nbsp;DWD-Klimaexperten kalkulierten f\u00fcr Sachsen-Anhalt eine Durchschnittstemperatur von 4,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;(3,7\u00b0C) und eine Niederschlagsausbeute von knapp 5&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(40&nbsp;l\/m\u00b2). Im M\u00e4rz z\u00e4hlte Stiege, im Oberharz am Brocken, noch 28 Frosttage. Die Sonne schien ann\u00e4hernd 235 Stunden (109 Stunden). Damit l\u00f6ste der M\u00e4rz 2022 den bisherigen Rekordhalter von 2011 mit aufgerundet 195 Sonnenstunden deutlich ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schleswig-Holstein:&nbsp;<\/strong>Das n\u00f6rdlichste Bundesland verzeichnete im M\u00e4rz durchschnittlich 4,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;(3,1&nbsp;\u00b0C), abgerundet 5&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(53&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag und nahezu 230 Stunden (105 Stunden) Sonnenschein. Im Lenzmonat wurden sowohl bei den Niederschl\u00e4gen als auch beim Sonnenschein neue Rekorde verzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Th\u00fcringen:<\/strong>\u00a0Th\u00fcringen war im L\u00e4ndervergleich mit 4,1\u00a0\u00b0C\u00a0(2,8\u00a0\u00b0C) und knapp 220 Stunden (106 Stunden) sowohl die k\u00fchlste als auch die sonnenschein\u00e4rmste Region. Im Th\u00fcringer-Wald zeigte sich die Sonne mit rund 200 Stunden bundesweit am geringsten, \u00fcbertrumpfte aber den bisherigen Spitzenreiter von 1953 mit gut 205 Sonnenstunden deutlich. Der Niederschlag summierte sich auf ann\u00e4hernd 15\u00a0l\/m\u00b2(52\u00a0l\/m\u00b2). Text: DWD Deutscher Wetterdienst<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonnigster M\u00e4rz seit Aufzeichnungsbeginn, insgesamt mild und erheblich zu trocken Offenbach, 30. M\u00e4rz 2022&nbsp;\u2013 Den ersten Fr\u00fchlingsmonat 2022 pr\u00e4gte eine au\u00dfergew\u00f6hnlich lange Sch\u00f6nwetterperiode. Hoher Luftdruck mit verbreitet neuen Rekordwerten \u00fcber dem n\u00f6rdlichen Mitteleuropa regenerierte sich immer wieder. Er lie\u00df der West-Ost-Zugbahn der Tiefdruckgebiete kaum eine Chance, sodass uns deren Ausl\u00e4ufer nur kurzzeitig erreichten. 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