{"id":1366,"date":"2022-03-03T16:11:52","date_gmt":"2022-03-03T15:11:52","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1366"},"modified":"2022-03-03T16:13:32","modified_gmt":"2022-03-03T15:13:32","slug":"beobachtungen-zum-klimawandel-deutschlandwetter-im-winter-2021-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1366","title":{"rendered":"Beobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter im Winter 2021\/2021"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ein \u00e4u\u00dferst milder und zugleich niederschlagsreicher Winter mit viel Sonnenschein<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"765\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/FB16D56F-9A03-488D-B761-078E5AA75AC4-1024x765.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1367\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/FB16D56F-9A03-488D-B761-078E5AA75AC4-1024x765.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/FB16D56F-9A03-488D-B761-078E5AA75AC4-300x224.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/FB16D56F-9A03-488D-B761-078E5AA75AC4-768x574.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/FB16D56F-9A03-488D-B761-078E5AA75AC4-1536x1147.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/FB16D56F-9A03-488D-B761-078E5AA75AC4-2048x1530.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><figcaption>Selten: Schnee in Norddeutschland<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Offenbach, 28. Februar 2022<\/em>&nbsp;\u2013 In den Wintermonaten Dezember 2021 sowie Januar und Februar 2022 herrschte fast st\u00e4ndig die gleiche Gro\u00dfwetterlage: M\u00e4chtige Sturmtiefs zogen unaufh\u00f6rlich von Westen \u00fcber den Nordatlantik und bogen \u00fcber den Britischen Inseln nach Norden ab. In deren Einflussbereich geriet auch immer wieder ganz Deutschland. Trotz des regen Tiefdruckeinflusses war der Winter hierzulande sonnenscheinreich. Er brachte zugleich einen Niederschlags\u00fcberschuss und deutlich zu hohe Temperaturen. W\u00e4hrend das Bergland zeitweilig mit herrlichem Winterfeeling gr\u00fc\u00dfte, erlebte das Flachland in vielen Gebieten einen Totalausfall des Winters. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner 2 000 Messstationen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Winter 2021\/22 in Deutschland elfter zu warmer Winter in Folge<\/strong><br>Die Durchschnittstemperatur lag im Winter 2021\/22 mit 3,3 Grad Celsius (\u00b0C) um 3,1 Grad \u00fcber dem Wert der international g\u00fcltigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und w\u00e4rmeren Periode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung +1,9 Grad. Damit geh\u00f6rt der Winter 2021\/22 zu den sieben w\u00e4rmsten seit Beginn kontinuierlicher Wetteraufzeichnung im Jahr 1881 und ist zugleich der elfte zu warme Winter in Folge. Einen schneereichen und kalten Winter suchte man im Flachland meist vergeblich. Nur um Weihnachten zeigte er sich zun\u00e4chst im S\u00fcden, dann im Nordosten f\u00fcr ein paar Tage. Hierbei verzeichnete Oberstdorf im Allg\u00e4u am 22. Dezember mit -19,2\u00b0C den bundesweit niedrigsten Temperaturwert. Im Westen und S\u00fcdwesten viel der Winter jedoch meist v\u00f6llig aus. So registrierten zahlreiche Stationen von Anfang Dezember bis Ende Februar keinen einzigen Tag mit Dauerfrost. Zum Jahreswechsel f\u00fchrte ein ungew\u00f6hnlicher Warmluftvorsto\u00df regional zu Temperaturrekorden. Rheinfelden, im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdwesten Baden-W\u00fcrttembergs, meldete am 4. Januar mit 18,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;den deutschlandweit h\u00f6chsten Wert des Winters 2021\/22.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Positive Niederschlagsbilanz, im Flachland gebietsweise kaum Schnee<\/strong><br>Der Winter 2021\/22 \u00fcbertraf mit ann\u00e4hernd 200 Litern pro Quadratmeter (l\/m\u00b2) seinen Klimawert, der im Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990 bei 181&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;liegt, deutlich. Verglichen mit der Periode 1991 bis 2020 lag die Abweichung bei rund 10&nbsp;l\/m\u00b2. W\u00e4hrend der Dezember mit nahezu 60&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;nur rund 85 Prozent des Solls erf\u00fcllte, erreichte der Januar mit knapp 60&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;seinen Klimawert fast genau. Der Februar fiel hingegen mit ann\u00e4hernd 80&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;und \u00fcber 160 Prozent des Solls sehr niederschlagsreich aus. Die gr\u00f6\u00dfte Tagesmenge meldete Grafling-M\u00fchlen, nord\u00f6stlich von Deggendorf, am 28. Dezember mit 66,1&nbsp;l\/m\u00b2. Der insgesamt meiste Niederschlag fiel im West- und S\u00fcdstau des Schwarzwaldes mit \u00f6rtlich mehr als 450&nbsp;l\/m\u00b2. Im Lee des S\u00fcdharzes sowie im Th\u00fcringer Becken kamen dagegen vereinzelt weniger als 50&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;zustande. Mitte Februar sorgte eine \u00fcber mehrere Tage andauernde, au\u00dfergew\u00f6hnliche Sturmserie besonders im Norden und Westen f\u00fcr regional immense Sch\u00e4den. Schnee blieb im Flachland im Winter 2021\/22 sehr rar, nur vereinzelt bildete sich in manchen Gebieten kurzzeitig eine Schneedecke. Ein anderes Bild zeigte sich hingegen im Bergland, wo Frau Holle h\u00e4ufig f\u00fcr Nachschub sorgte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verbreitet sonnig, der S\u00fcden jedoch deutlich im Vorteil<\/strong><br>Mit im Mittel gut 165 Stunden \u00fcberschritt die Sonnenscheindauer im Winter 2021\/22 ihr Soll von 153 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um etwa 9 Prozent. Im Vergleich zur Periode 1991 bis 2020 mit 170 Stunden fiel der aktuelle Winter nahezu durchschnittlich aus. Am meisten zeigte sich die Sonne im S\u00fcdschwarzwald und im Allg\u00e4u mit bis zu 310 Stunden, am wenigsten im Th\u00fcringer Wald, dem Frankenwald sowie im Rothaargebirge mit teils weniger als 105 Stunden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Wetter in den Bundesl\u00e4ndern im Winter 2021\/22<\/strong><br><em>(In Klammern finden Sie die vielj\u00e4hrigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vielj\u00e4hrigen Werten erm\u00f6glicht eine Einsch\u00e4tzung des l\u00e4ngerfristigen Klimawandels)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Baden-W\u00fcrttemberg:<\/strong>&nbsp;Hier lag die Mitteltemperatur bei 3,0&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,0&nbsp;\u00b0C) sowie die Niederschlagssumme bei ann\u00e4hernd 195&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(224&nbsp;l\/m\u00b2). Rheinfelden, im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdwesten Baden-W\u00fcrttembergs, meldete am 4. Januar mit au\u00dfergew\u00f6hnlich fr\u00fchen und vorfr\u00fchlingshaften 18,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;den bundesweit h\u00f6chsten Winterwert. Aufsummiert fiel im West- und S\u00fcdstau des Schwarzwaldes mit \u00f6rtlich mehr als 450&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;der meiste Niederschlag. Baden-W\u00fcrttemberg war mit gut 225 Stunden (169 Stunden) mit deutlichem Abstand vor Bayern das sonnenscheinreichste Bundesland. Die Sonne zeigte sich besonders im S\u00fcdschwarzwald sowie im Allg\u00e4u mit bis zu 310 Sonnenstunden deutschlandweit am meisten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bayern:<\/strong>&nbsp;Der Freistaat pr\u00e4sentierte sich im Winter 2021\/22 mit durchschnittlich 2,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(-1,0&nbsp;\u00b0C) als die k\u00e4lteste Region Deutschlands. Am Morgen des 22. Dezember registrierte Oberstdorf im Allg\u00e4u mit eisigen -19,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;den bundesweit tiefsten Winterwert. Die Niederschlagssumme lag bei rund 185&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(200&nbsp;l\/m\u00b2). Grafling-M\u00fchlen, nord\u00f6stlich von Deggendorf, verzeichnete am 28. Dezember mit 66,1&nbsp;l\/m\u00b2die deutschlandweit gr\u00f6\u00dfte Tagesmenge. Bayern war mit gut 195 Stunden (171 Stunden) nach Baden-W\u00fcrttemberg das zweitsonnenscheinreichste Bundesland. Im Allg\u00e4u schien die Sonne im Winter mit bis zu 310 Stunden bundesweit mit am meisten, im Frankenwald hingegen mit teils weniger als 105 Stunden am geringsten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berlin:<\/strong>&nbsp;Die Hauptstadt erreichte eine Mitteltemperatur von 3,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,5&nbsp;\u00b0C). Berlin war im Winter 2021\/22 mit rund 135&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(131&nbsp;l\/m\u00b2) und gut 135 Stunden (147 Stunden) ein niederschlagsarmes sowie das zweitsonnenschein\u00e4rmste Gebiet Deutschlands.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Brandenburg:<\/strong>&nbsp;F\u00fcr Brandenburg ermittelten die&nbsp;DWD-Klimaexpert:innen eine Durchschnittstemperatur von 3,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,1&nbsp;\u00b0C). Mit einer Sonnenscheindauer von ann\u00e4hernd 150 Stunden erreichte es seinen Klimawert fast genau (149 Stunden). Mitte Februar f\u00fchrte eine Sturmserie zu teils enormen Sch\u00e4den: Angerm\u00fcnde, nord\u00f6stlich von Berlin, registrierte am 17. Februar Orkanb\u00f6en bis zu 124,6&nbsp;km\/h. Mit aufgerundet 135&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(123&nbsp;l\/m\u00b2) war Brandenburg die zweitniederschlags\u00e4rmste Region.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bremen:<\/strong>&nbsp;Die Stadt an der Weser erreichte im Winter im Mittel 4,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,5&nbsp;\u00b0C). Sie war damit das w\u00e4rmste Bundesland. Au\u00dferdem war Bremen mit nahezu 140 Stunden (140 Stunden) ein sonnenscheinarmes Gebiet. Der Niederschlag akkumulierte sich auf ann\u00e4hernd 235&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(165&nbsp;l\/m\u00b2) und lag damit fast um die H\u00e4lfte \u00fcber dem dortigen Wintersoll. Eine Serie von Sturm- und Orkantiefs f\u00fchrte Mitte Februar zu enormen Sch\u00e4den: Bremerhaven meldete am 18. Februar Orkanb\u00f6en bis zu 126,0&nbsp;km\/h. Der anhaltende Nordwestwind sorgte hierbei f\u00fcr eine schwere Sturmflut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hamburg:&nbsp;<\/strong>Die Hansestadt pr\u00e4sentierte sich im Winter mit 4,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,2&nbsp;\u00b0C) nach Bremen als die zweitw\u00e4rmste Region Deutschlands. F\u00fcr Hamburg ermittelten die Klimaexperten ann\u00e4hernd 270&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(174&nbsp;l\/m\u00b2) und knapp 125 Sonnenstunden (134 Stunden). Damit war es das zweitniederschlagsreichste sowie das sonnenschein\u00e4rmste Bundesland. Mitte Februar verursachte eine Serie von Sturm- und Orkantiefs eine sehr schwere Sturmflut, der Pegel der Elbe stieg am 19. Februar auf 3,75&nbsp;m&nbsp;\u00fcber dem mittleren Hochwasser.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hessen:&nbsp;<\/strong>Hessen erreichte eine Mitteltemperatur von 3,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,3&nbsp;\u00b0C), der Niederschlag akkumulierte sich auf gut 200&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(193&nbsp;l\/m\u00b2) und die Sonne schien rund 145 Stunden (136 Stunden). Mitte Februar f\u00fchrte eine Serie von Sturm- und Orkantiefs regional zu teils gro\u00dfen Sch\u00e4den.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mecklenburg-Vorpommern:<\/strong>&nbsp;F\u00fcr das nord\u00f6stlichste Bundesland errechneten die&nbsp;DWD-Meteorolog:innen eine Durchschnittstemperatur von 3,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,2&nbsp;\u00b0C) sowie eine Niederschlagsmenge von nahezu 170&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(130&nbsp;l\/m\u00b2). Mitte Februar fegte eine Serie von Sturm- und Orkantiefs \u00fcber die Region hinweg und sorgte f\u00fcr gro\u00dfe Sch\u00e4den. Bastorf-K\u00e4gsdorf, westlich von Rostock, registrierte am 18. Orkanb\u00f6en von bis zu 123,1&nbsp;km\/h&nbsp;und Arkona auf R\u00fcgen am 19. bis zu 133,9&nbsp;km\/h. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete eine Sonnenscheindauer von abgerundet 145 Stunden und erreichte damit seinen Klimawert fast genau (144 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Niedersachsen:<\/strong>&nbsp;F\u00fcr Niedersachsen ermittelten die Wetterexperten durchschnittlich 4,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,2&nbsp;\u00b0C) sowie fast 235&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(177&nbsp;l\/m\u00b2). Damit geh\u00f6rte es mit Nordrhein-Westfalen zu den vergleichsweise warmen Regionen. Mehrere Sturm- und Orkantiefs f\u00fchrten Mitte Februar regional zu immensen Sch\u00e4den. Am 18. meldete Spiekeroog auf den ostfriesischen Inseln Orkanb\u00f6en bis zu 135,0&nbsp;km\/h. Mit ann\u00e4hernd 140 Stunden (135 Stunden) z\u00e4hlte das nordwestlichste Bundesland im Winter 2021\/22 zu den sonnenscheinarmen Gebieten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nordrhein-Westfalen:<\/strong>&nbsp;Nordrhein-Westfalen war im L\u00e4nderranking mit einer Mitteltemperatur von 4,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,7&nbsp;\u00b0C) ein warmes Bundesland. Die Niederschlagssumme erreichte im Mittel 255&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(223&nbsp;l\/m\u00b2). Mitte Februar sorgten mehrere Sturm-, Orkantiefs f\u00fcr teils enorme Sch\u00e4den: Am 17. registrierte Arnsberg-M\u00fcschede, s\u00fcd\u00f6stlich von Dortmund, Orkanb\u00f6en bis zu 122,8&nbsp;km\/h. Mit ann\u00e4hernd 140 Stunden (151 Stunden) z\u00e4hlte NRW zu den sonnenscheinarmen Gebieten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rheinland-Pfalz:<\/strong>&nbsp;F\u00fcr den Winter 2021\/22 berechneten die&nbsp;DWD-Meteorolog:innen f\u00fcr Rheinland-Pfalz durchschnittlich 3,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,9&nbsp;\u00b0C), knapp 195&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(206&nbsp;l\/m\u00b2) und fast 165 Sonnenstunden (152 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Saarland:<\/strong>&nbsp;Das Saarland lie\u00df mit einer Niederschlagsbilanz von fast 280&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(255&nbsp;l\/m\u00b2) im L\u00e4ndervergleich alle anderen Bundesl\u00e4nder hinter sich. Au\u00dferdem z\u00e4hlte es mit gut 175 Stunden (155 Stunden) zu den sonnenscheinreichen Gebieten. In der Region lag die Mitteltemperatur im Winter bei 3,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,2&nbsp;\u00b0C).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen:&nbsp;<\/strong>Der Freistaat war im Winter 2021\/22 mit 2,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(-0,4&nbsp;\u00b0C) die zweitk\u00fchlste Region. In Sachsen summierte sich die Niederschlagsmenge auf fast 160&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(152&nbsp;l\/m\u00b2) und die Sonne zeigte sich nahezu 155 Stunden (161 Stunden). Mitte Februar f\u00fchrte eine Serie von Sturmtiefs regional zu teils gro\u00dfen Sch\u00e4den.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen-Anhalt:<\/strong>&nbsp;F\u00fcr Sachsen-Anhalt errechneten die Klimaexpert:innen durchschnittlich 3,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,4&nbsp;\u00b0C) und ann\u00e4hernd 160 Sonnenstunden (145 Stunden). Im Winter pr\u00e4sentierte sich Sachsen-Anhalt mit fast 130&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(119&nbsp;l\/m\u00b2) leicht \u00fcber dem Klimawert &#8211; und war trotzdem das niederschlags\u00e4rmste Bundesland. Im Lee des S\u00fcdharzes kamen \u00f6rtlich weniger als 50&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;zustande. Die Mitte Februar vorherrschende Sturmserie f\u00fchrte regional zu teils enormen Sch\u00e4den.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schleswig-Holstein:<\/strong>&nbsp;In dem Bundesland zwischen Nord- und Ostsee lag die Mitteltemperatur in der vierten Jahreszeit bei 4,2&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,9&nbsp;\u00b0C) und die Sonne schien aufgerundet 155 Stunden (144 Stunden). Schleswig-Holstein z\u00e4hlte mit knapp 260&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(180&nbsp;l\/m\u00b2) zu den niederschlagsreichen Regionen Deutschlands. Mitte Februar sorgte eine Serie von Sturm- und Orkantiefs regional f\u00fcr immense Sch\u00e4den: B\u00fcsum in Dithmarschen verzeichnete am 18. Orkanb\u00f6en von bis zu 143,8&nbsp;km\/h. Hierbei f\u00fchrte der anhaltende Nordwestwind an der Nordseek\u00fcste zu einer schweren Sturmflut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Th\u00fcringen:<\/strong>&nbsp;Der Freistaat repr\u00e4sentierte sich im Winter 2021\/22 mit 2,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;(-0,6&nbsp;\u00b0C) als ein k\u00fchles Bundesland. F\u00fcr Th\u00fcringen kalkulierte der&nbsp;DWD&nbsp;aufgerundet 170&nbsp;l\/m\u00b2(159&nbsp;l\/m\u00b2) und nahezu 140 Sonnenstunden (148 Stunden). Im Th\u00fcringer Becken kamen vereinzelt weniger als 50&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;zustande. Mit \u00f6rtlich weniger als 105 Stunden zeigte sich die Sonne im Th\u00fcringer Wald bundesweit mit am geringsten. Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein \u00e4u\u00dferst milder und zugleich niederschlagsreicher Winter mit viel Sonnenschein Offenbach, 28. Februar 2022&nbsp;\u2013 In den Wintermonaten Dezember 2021 sowie Januar und Februar 2022 herrschte fast st\u00e4ndig die gleiche Gro\u00dfwetterlage: M\u00e4chtige Sturmtiefs zogen unaufh\u00f6rlich von Westen \u00fcber den Nordatlantik und bogen \u00fcber den Britischen Inseln nach Norden ab. 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