{"id":1363,"date":"2022-03-03T16:01:05","date_gmt":"2022-03-03T15:01:05","guid":{"rendered":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1363"},"modified":"2022-03-05T17:25:29","modified_gmt":"2022-03-05T16:25:29","slug":"beobachtungen-zum-klimawandel-deutschlandwetter-im-februar-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pferdegruenland.de\/?p=1363","title":{"rendered":"Beobachtungen zum Klimawandel: Deutschlandwetter im Februar 2022"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Erheblich zu mild, sehr niederschlagsreich, sonnig und von Winter kaum eine Spur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"767\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/F1E0666F-7A9C-414E-B409-55D07B981B3E_1_201_a-1024x767.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1364\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/F1E0666F-7A9C-414E-B409-55D07B981B3E_1_201_a-1024x767.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/F1E0666F-7A9C-414E-B409-55D07B981B3E_1_201_a-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/F1E0666F-7A9C-414E-B409-55D07B981B3E_1_201_a-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/F1E0666F-7A9C-414E-B409-55D07B981B3E_1_201_a-1536x1151.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/F1E0666F-7A9C-414E-B409-55D07B981B3E_1_201_a.jpeg 1988w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><figcaption>Sturm in Orkanst\u00e4rke (12+ Beaufort) mit mehreren schweren Sturmfluten<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Offenbach, 28. Februar 2022<\/em>\u00a0\u2013 Mitteleuropa befand sich im Februar h\u00e4ufig im Einflussbereich von kr\u00e4ftigen Sturm- und Orkantiefs. Sie fluteten Deutschland an ihrer S\u00fcdostflanke immer wieder mit milden Luftmassen. Mitgef\u00fchrte Tiefausl\u00e4ufer brachten vor allem dem Norden und den zentralen Mittelgebirgen au\u00dfergew\u00f6hnlich viel Niederschlag, welcher sich nach Osten hin merklich abschw\u00e4chte und fast ausschlie\u00dflich als Regen fiel. Besonders zur Monatsmitte befand sich Deutschland h\u00e4ufig im Sturmfeld der Tiefdruckgebiete. Das f\u00fchrte vor allem in der Nordh\u00e4lfte zu enormen Sch\u00e4den. Insgesamt war der Februar 2022 sehr niederschlagsreich, leicht \u00fcberdurchschnittlich sonnig und deutlich zu mild. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/100C250B-99D2-4995-BD5A-5FA0278086CA-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1374\" srcset=\"https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/100C250B-99D2-4995-BD5A-5FA0278086CA-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/100C250B-99D2-4995-BD5A-5FA0278086CA-300x225.jpeg 300w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/100C250B-99D2-4995-BD5A-5FA0278086CA-768x576.jpeg 768w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/100C250B-99D2-4995-BD5A-5FA0278086CA-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/pferdegruenland.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/100C250B-99D2-4995-BD5A-5FA0278086CA-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><figcaption>Besonders Fichtenw\u00e4lder waren von den Orkanen besonders betroffen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Der Februar 2022 war vier Grad zu warm und sechstw\u00e4rmster Februar seit 1881<\/strong><br>Nachdem bereits der Dezember und Januar zu mild ausgefallen waren, war auch der dritte Monat dieses Winters, der Februar 2022, deutlich zu warm. Die Durchschnittstemperatur lag mit 4,4 Grad Celsius (\u00b0C) um 4,0 Grad \u00fcber dem Wert der international g\u00fcltigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und w\u00e4rmeren Periode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung +2,9 Grad. In der seit 1881 bestehenden Messreihe platzierte er sich damit als sechstw\u00e4rmster Februarmonat. Deutschland lag fast durchweg im Zustrom milder Luftmassen. Die bei den zahlreichen St\u00fcrmen mitgef\u00fchrte Warmluft lie\u00df die Temperaturen besonders ab der Monatsmitte wiederholt kr\u00e4ftig ansteigen. Das bundesweit h\u00f6chste Maximum meldete Metzingen, s\u00fcdlich von Stuttgart, am 18. mit vorfr\u00fchlingshaften 17,3&nbsp;\u00b0C. Dauerfrost gab es nur in den Hochlagen der Mittelgebirge. \u00dcber Schnee und bei sternenklarem Himmel verzeichnete Reit im Winkel in den Chiemgauer Alpen am 14. mit -13,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;den tiefsten Februarwert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Februar 2022 brachte ein Plus beim Niederschlag von 64 Prozent<\/strong><br>Im Februar 2022 fiel mit rund 80 Litern pro Quadratmeter (l\/m\u00b2) nahezu 64 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990 (49&nbsp;l\/m\u00b2). Verglichen mit der Periode 1991 bis 2020 lag das Plus bei 53 Prozent. Verantwortlich daf\u00fcr waren die zahlreichen Tiefdruckgebiete, die mit ihren Ausl\u00e4ufern oft an den Mittelgebirgen f\u00fcr langanhaltende Niederschl\u00e4ge sorgten. So erhielten der Weststau des Th\u00fcringer Waldes und des Sauerlands sowie der S\u00fcdschwarzwald und das Allg\u00e4u den insgesamt meisten Regen und Schnee mit \u00f6rtlich mehr als 250&nbsp;l\/m\u00b2. Die gr\u00f6\u00dfte Tagesmenge entstand dagegen am 6. in K\u00f6nigsbach-Stein im Nordschwarzwald mit 59,4&nbsp;l\/m\u00b2. Die trockensten Gebiete lagen im G\u00e4uboden in Niederbayern und im Lee des Harzes, wo die Gesamtmengen teils unter 20&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;blieben. Besonders zur Monatsmitte fegte eine ganze Reihe von St\u00fcrmen und Orkanen \u00fcber Deutschland hinweg. Am 18. meldete B\u00fcsum in Dithmarschen eine Windgeschwindigkeit von 143,8&nbsp;km\/h, der Leuchtturm in Kiel an der Ostseek\u00fcste 139,7&nbsp;km\/h. Es kam in den betroffenen Gebieten zu enormen Sturmsch\u00e4den sowie einer schweren Sturmflut an der Nordseek\u00fcste.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sonnenscheinbilanz leicht positiv<\/strong><br>Mit gut 85 Stunden \u00fcbertraf der Sonnenschein sein Soll von 72 Stunden (Periode 1961 bis 1990). Im Vergleich zur Periode 1991 bis 2020 betrug die positive Abweichung rund 10 Stunden. Am h\u00e4ufigsten schien die Sonne mit \u00f6rtlich \u00fcber 130 Stunden im Alpenvorland. In den zentralen Mittelgebirgen zeigte sie sich dagegen mit teils 60 Sonnenstunden eher seltener.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Wetter in den Bundesl\u00e4ndern im Februar 2022<\/strong><br><em>(In Klammern finden Sie die vielj\u00e4hrigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vielj\u00e4hrigen Werten erm\u00f6glicht eine Einsch\u00e4tzung des l\u00e4ngerfristigen Klimawandels)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Baden-W\u00fcrttemberg:<\/strong>&nbsp;Hier ermittelten die&nbsp;DWD-Klimaexpert:innen eine Mitteltemperatur von 4,3&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,5&nbsp;\u00b0C). Den bundesweit h\u00f6chsten Februarwert meldete am 18. Metzingen, s\u00fcdlich von Stuttgart, mit vorfr\u00fchlingshaften 17,3&nbsp;\u00b0C. Baden-W\u00fcrttemberg z\u00e4hlte mit ann\u00e4hernd 60&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(68&nbsp;l\/m\u00b2) zu den niederschlagsarmen Bundesl\u00e4ndern. Insgesamt fiel im S\u00fcdschwarzwald mit \u00f6rtlich \u00fcber 250&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;der meiste Niederschlag. Die gr\u00f6\u00dfte Tagesmenge summierte sich hingegen mit 59,4&nbsp;l\/m\u00b2am 6. in K\u00f6nigsbach-Stein im Nordschwarzwald. Zudem pr\u00e4sentierte sich Baden-W\u00fcrttemberg mit \u00fcber 105 Stunden (76 Stunden) als die sonnenscheinreichste Region.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bayern:<\/strong>&nbsp;Im L\u00e4ndervergleich war der Freistaat mit durchschnittlich 3,5&nbsp;\u00b0C&nbsp;(-0,3&nbsp;\u00b0C) und rund 55&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(58&nbsp;l\/m\u00b2) das k\u00fchlste und trockenste Bundesland. Ein deutliches Niederschlagsdefizit gab es besonders im G\u00e4uboden in Niederbayern mit teils weniger als 20&nbsp;l\/m\u00b2. Das Allg\u00e4u hingegen z\u00e4hlte mit \u00f6rtlich mehr als 250&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;zu den nassesten Regionen. Den tiefsten Februarwert meldete Reit im Winkel in den Chiemgauer Alpen am 14. Februar mit -13,7&nbsp;\u00b0C. In Bayern wurden vom&nbsp;DWD&nbsp;im Mittel nahezu 100 Stunden (78 Stunden) Sonnenschein gemessen. Am Alpenrand zeigte sich die Sonne mit gebietsweise \u00fcber 130 Stunden bundesweit am meisten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berlin:&nbsp;<\/strong>Die Hauptstadt z\u00e4hlte mit einer Mitteltemperatur von 5,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,6&nbsp;\u00b0C) sowie einer Niederschlagssumme von rund 60&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(35&nbsp;l\/m\u00b2) zu den w\u00e4rmsten und zu den trockensten Regionen. Mit einer Sonnenscheindauer von gut 65 Stunden (71 Stunden) belegte Berlin nach Hamburg den zweitletzten Platz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Brandenburg:&nbsp;<\/strong>In Brandenburg betrug die Mitteltemperatur 4,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,1&nbsp;\u00b0C). Mit abgerundet 60&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(33&nbsp;l\/m\u00b2) und knapp 70 Stunden (70 Stunden) geh\u00f6rte es zu den trockenen und sonnenscheinarmen Gebieten. Die zur Monatsmitte herrschende Sturmserie brachte teils gro\u00dfe Sch\u00e4den. Angerm\u00fcnde, nord\u00f6stlich von Berlin, registrierte am 17. Orkanb\u00f6en bis zu 124,6&nbsp;km\/h.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bremen:<\/strong>&nbsp;Die Stadt an der Weser erreichte im Monatsmittel 5,7&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,4&nbsp;\u00b0C) und war damit das w\u00e4rmste Bundesland. F\u00fcr Bremen berechneten die&nbsp;DWD-Meteorolog:innen im Februar knapp 115&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(40&nbsp;l\/m\u00b2) und nahezu 75 Sonnenstunden (68 Stunden). Eine Serie von Sturm- und Orkantiefs f\u00fchrte besonders zur Monatsh\u00e4lfte zu teils enormen Sch\u00e4den: Am 18. meldete Bremerhaven Orkanb\u00f6en bis zu 126,0&nbsp;km\/h, der Nordwestwind sorgte f\u00fcr eine schwere Sturmflut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hamburg:&nbsp;<\/strong>F\u00fcr die Hansestadt verzeichnete der&nbsp;DWD&nbsp;5,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,2&nbsp;\u00b0C) und knapp 65 Stunden (64 Stunden). Hamburg war damit die zweitw\u00e4rmste und die sonnenschein\u00e4rmste Region. Zugleich war die Gro\u00dfstadt mit gut 155&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;vor Schleswig-Holstein die niederschlagsreichste Region Deutschlands. Hier viel im Monatsmittel fast das 4fache des Klimawertes (42&nbsp;l\/m\u00b2). Mehrere Sturm- und Orkantiefs verursachten vor allem zur Monatsmitte eine sehr schwere Sturmflut, der Pegel der Elbe erreichte am 19. 3,75&nbsp;m&nbsp;\u00fcber dem mittleren Hochwasser.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hessen:&nbsp;<\/strong>Hessen erreichte eine Mitteltemperatur von 4,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,6&nbsp;\u00b0C), eine Niederschlagssumme von gut 75&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(52&nbsp;l\/m\u00b2) sowie eine Sonnenscheindauer von rund 80 Stunden (69 Stunden). Zur Mitte des Monats kam es durch eine Serie von Sturm- und Orkantiefs zu regional gro\u00dfen Sch\u00e4den. Lautertal-H\u00f6rgenau, westlich von Fulda, registrierte am 18. Orkanb\u00f6en bis zu 124,2&nbsp;km\/h.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mecklenburg-Vorpommern:<\/strong>&nbsp;Im nord\u00f6stlichsten Bundesland betrug die Durchschnittstemperatur 4,6&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,0&nbsp;\u00b0C) und der Niederschlag akkumulierte sich auf ann\u00e4hernd 90&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(31&nbsp;l\/m\u00b2). Damit fiel im Februar fast das 3fache des Monatssolls. Eine Serie von Sturm- und Orkantiefs fegte besonders zur Monatsmitte \u00fcber die Region hinweg. Am 18. registrierte Bastorf-K\u00e4gsdorf, westlich von Rostock, Orkanb\u00f6en von bis zu 123,1&nbsp;km\/h&nbsp;und am 19. Arkona auf R\u00fcgen bis zu 133,9&nbsp;km\/h. Im L\u00e4ndervergleich pr\u00e4sentierte sich Mecklenburg-Vorpommern mit aufgerundet 70 Stunden (67 Stunden) als ein sonnenscheinarmes Gebiet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Niedersachsen:<\/strong>&nbsp;F\u00fcr Niedersachsen ermittelten die Klimaexpert:innen des&nbsp;DWDdurchschnittlich 5,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,1&nbsp;\u00b0C). Das nordwestlichste Bundesland z\u00e4hlte im Februar mit gut 125&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(44&nbsp;l\/m\u00b2) sowie fast 70 Stunden (66 Stunden) sowohl zu den niederschlagsreichen als auch zu den sonnenscheinarmen Gebieten. Diese Niederschlagsmenge ergab fast das 3fache des Klimawertes. Zur Monatsmitte sorgte eine Serie von Sturm- und Orkantiefs f\u00fcr regional immense Sch\u00e4den. Am 18. meldete Spiekeroog auf den ostfriesischen Inseln Orkanb\u00f6en von bis zu 135,0&nbsp;km\/h. Die anhaltenden Nordwestwinde f\u00fchrten an der K\u00fcste zu schweren Sturmfluten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nordrhein-Westfalen:<\/strong>&nbsp;NRW z\u00e4hlte im L\u00e4ndervergleich mit einer mittleren Temperatur von 5,4&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,8&nbsp;\u00b0C) zu den warmen Regionen Deutschlands. Der Niederschlag summierte sich auf abgerundet 115&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(58&nbsp;l\/m\u00b2) und die Sonne zeigte sich ann\u00e4hernd 75 Stunden (72 Stunden). Im Weststau des Sauerlandes kamen \u00f6rtlich mehr als 250&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;zustande. Zur Monatsmitte sorgten mehrere Sturm- und Orkantiefs f\u00fcr teils enorme Sch\u00e4den. Arnsberg-M\u00fcschede, s\u00fcd\u00f6stlich von Dortmund, registrierte am 17. Orkanb\u00f6en bis zu 122,8&nbsp;km\/h.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rheinland-Pfalz:<\/strong>&nbsp;Der Februar 2022 brachte Rheinland-Pfalz durchschnittlich 4,7&nbsp;\u00b0C(1,2&nbsp;\u00b0C) und \u00fcber 70&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(59&nbsp;l\/m\u00b2) Niederschlag. Mit fast 90 Stunden (73 Stunden) war es ein sonnenscheinreiches Bundesland.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Saarland:<\/strong>&nbsp;F\u00fcr das Saarland errechneten die&nbsp;DWD-Meteorolog:innen eine Durchschnittstemperatur von 4,9&nbsp;\u00b0C&nbsp;(1,6&nbsp;\u00b0C), einer Niederschlagsbilanz von \u00fcber 105&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(72&nbsp;l\/m\u00b2) sowie gut 85 Sonnenstunden (76 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen:&nbsp;<\/strong>Der Freistaat pr\u00e4sentierte sich im Februar mit 3,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(-0,3&nbsp;\u00b0C) mit Th\u00fcringen als das zweitk\u00fchlste sowie mit aufgerundet 60&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(43&nbsp;l\/m\u00b2) als das zweittrockenste Bundesland. Eine Serie von Sturmtiefs sorgte zur Monatsmitte f\u00fcr teils gro\u00dfen Sch\u00e4den. Chemnitz verzeichnete am 18. Orkanb\u00f6en von bis zu 116,3&nbsp;km\/h. In Sachsen schien die Sonne fast 85 Stunden (70 Stunden).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sachsen-Anhalt:<\/strong>&nbsp;F\u00fcr Sachsen-Anhalt ermittelten die Meteorologen 4,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,4&nbsp;\u00b0C) und rund 85 Sonnenstunden (68 Stunden). Mit ann\u00e4hernd 60&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(33&nbsp;l\/m\u00b2) geh\u00f6rte die Region zu den trockenen Gebieten. Im Lee des Harzes konnten \u00f6rtlich weniger als 20&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;gemessen werden. Innerhalb einer Sturmserie sorgten Winde bis zur Orkanst\u00e4rke besonders zur Monatsmitte f\u00fcr \u00f6rtlich gro\u00dfen Sch\u00e4den. Am 18. meldete Seehausen, n\u00f6rdlich von Magdeburg, 117,7&nbsp;km\/h.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schleswig-Holstein:&nbsp;<\/strong>In Schleswig-Holstein lag die Mitteltemperatur bei 5,1&nbsp;\u00b0C&nbsp;(0,7&nbsp;\u00b0C). Mit \u00fcber 150&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;war es das zweitniederschlagreichste Bundesland. Hier viel im Monatsmittel \u00fcber das 3fache des Februarsolls (42&nbsp;l\/m\u00b2). Eine Serie von Sturm- und Orkantiefs f\u00fchrte vor allem zur Monatsmitte zu regional immensen Sch\u00e4den. Am 18. meldete B\u00fcsum in Dithmarschen Orkanb\u00f6en von bis zu 143,8&nbsp;km\/h. Der anhaltende Nordwestwind f\u00fchrte an der Nordseek\u00fcste zu einer schweren Sturmflut. Schleswig-Holstein ordnete sich im L\u00e4nderranking mit abgerundet 70 Stunden (65 Stunden) bei den sonnenscheinarmen Regionen ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Th\u00fcringen:<\/strong>&nbsp;Mit 3,8&nbsp;\u00b0C&nbsp;(-0,4&nbsp;\u00b0C) war Th\u00fcringen zusammen mit Sachsen die zweitk\u00fchlste Region Deutschlands. F\u00fcr den Freistaat kalkulierten die Klimaexpert:innen eine Niederschlagsmenge von gut 65&nbsp;l\/m\u00b2&nbsp;(44&nbsp;l\/m\u00b2) und die Sonne schien nahezu 85 Stunden (69 Stunden). Am Weststau des Th\u00fcringer Waldes fielen etwa 250&nbsp;l\/m\u00b2. Quelle: DWD<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erheblich zu mild, sehr niederschlagsreich, sonnig und von Winter kaum eine Spur Offenbach, 28. Februar 2022\u00a0\u2013 Mitteleuropa befand sich im Februar h\u00e4ufig im Einflussbereich von kr\u00e4ftigen Sturm- und Orkantiefs. Sie fluteten Deutschland an ihrer S\u00fcdostflanke immer wieder mit milden Luftmassen. 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